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Aktien

Teamviewer mit größtem Börsengang Europas in diesem Jahr – das Unternehmen hat nichts davon

Claudio Kummerfeld

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Die Teamviewer AG mit Sitz im schwäbischen Göppingen ist heute an die Frankfurter Börse gegangen. Fast schon unglaublich. Ein deutscher IT-Anbieter, der auch international bekannt ist, geht an die Börse, und das mit einer Milliarden-Bewertung. Ja, ist denn heut schon Weihnachten? Gut, Teamviewer ist nicht Google und auch nicht Facebook. Und auch ist das Geschäftsmodell aktuell keine Weltsensation. Dennoch ist das Produkt von Teamviewer beliebt, nämlich das Online-Verbinden von Computern, wodurch ein Nutzer in Echtzeit auf den Schirm anderer Nutzer schauen kann. Auch für Fernwartung, Videokonferenzen und Dateitransfer wird das Angebot genutzt.

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Heute nun der Börsengang in Frankfurt im Prime Standard. Die ISIN lautet DE000A2YN900. Zum Handelsstart notierten die Aktien bei 26,25 Euro. Der Angebotspreis lag ebenfalls bei 26,25 Euro. Auf der Grundlage des ersten Börsenpreises hat Teamviewer eine Marktkapitalisierung von 5,25 Milliarden Euro. Kurz zum Unternehmen. Das Tool von TeamViewer wurde bereits auf mehr als zwei Milliarden Geräten aktiviert und bis zu 45 Millionen Geräte sind zeitgleich online. Das 2005 in Göppingen gegründete Unternehmen beschäftigt rund 800 Mitarbeiter in Niederlassungen in Europa, den USA und im asiatisch-pazifischen Raum.

Mit 25,70 Euro liegt der Aktienkurs aktuell im laufenden Handel leicht unter dem Ausgabepreis. Die Aktie ist auch nicht billig mit dem 13-fachen vom Umsatz und dem 23-fachen EBIT. Letztes Jahr stieg der Umsatz deutlich auf 230 Millionen Euro, und soll laut IPO-Prospekt in 2019 auf bis zu 320 Millionen Euro ansteigen. In den ersten sechs Monaten diesen Jahres schaffte Teamviewer den Sprung in die Gewinnzone mit +46 Millionen Euro. Aber man ist noch kräftig verschuldet mit 754 Millionen Euro. Also, ein IT-IPO mit ein klein wenig Hoffnung für den Standort Deutschland. Aber halt nicht gerade billig bewertet!

Bei einem gesamten Börsenwert von 5,25 Milliarden Euro erlöst der Haupteigentümer Permira (Finanzinvestor aus UK) einen Erlös von 2,2 Milliarden Euro. Der Emissionserlös fließt also direkt an den bisherigen Haupteigentümer, und Teamviewer selber hat nichts vom IPO, außer einen offenbar erfolgreichen Börsengang. An dieser Stelle kann man noch weitere Details direkt bei Teamviewer nachlesen.

Beispielbild eines Computer-Bildschirms - heute Teamviewer Börsengang
Beispielbild Computer Screen. Foto: Unsplash / Tarn Nguyen

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Aktien

Apple-Quartalszahlen – kurze Vorschau auf heute Abend

Claudio Kummerfeld

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iPhones von Apple

Die Apple-Quartalszahlen werden heute Abend ab 22 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht. Wir werden dann umgehend berichten. Hier eine kurze Vorschau. Vor genau einem Jahr lag der Umsatz von Apple im 4. Quartal noch bei 91,8 Milliarden Dollar. Für heute liegen die durchschnittlichen Erwartungen von 27 Analysten bei 103,3 Milliarden Dollar. Beim Gewinn pro Aktie lag Apple vor einem Jahr bei 1,25 Dollar (nach Aktiensplit). Für heute werden im Durchschnitt von 30 Analysten 1,41 Dollar erwartet.

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Positive Überraschungen für Apple dank iPhone12?

Interessant wird es zu sehen, ob Apple seinen Services-Umsatz weiter kräftig steigern kann. Schaut man einige Analystenkommentare an, dann wäre dies gut möglich. Wichtig: Mehrere Analysten gehen von deutlichen Umsatzzuwächsen beim iPhone aus. Dies könnte daran liegen, dass zahlreiche Stammkunden die Anschaffung eines neuen iPhones hinauszögerten, weil das neue iPhone12 noch nicht auf dem Markt war. Dementsprechend fielen die Quartalszahlen von Apple im 3. Quartal 2020 auch eher mau aus. Aber der im 4. Quartal womöglich nachgeholte Konsum der neuen 12er-Modelle könnte bei Apple für glänzende Zahlen im 4. Quartal gesorgt haben. Aber es ist, wie es ist. Wissen tun wir es erst heute Abend genau! Aber positive Überraschungen sind möglich.

Die Aktie

Schauen wir uns mal die Apple-Aktie an. Vor einem Jahr notierte sie noch bei 80 Dollar, und erst vorgestern wurde mit 145 Dollar ein Rekordhoch erreicht. Die KGV-Schätzung für 2021 liegt bei einem Wert von 35. Das ist nicht gerade billig, aber für einen Tech-Wert immer noch relativ in Ordnung, wenn man das mal mit Tesla vergleicht, wo das KGV bei 294 erwartet wird. Bei Apple kann man noch von gesunden Relationen sprechen. Schaut man sich mehrere Kommentare von wichtigen Analysten an, dann ist die Stimmung für die heutigen Quartalszahlen ziemlich optimistisch.

Chart zeigt Apple-Aktie im Verlauf der letzten zwölf Monate
Apple-Aktie im Verlauf der letzten zwölf Monate.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Quartalszahlen, Fed, Gamestop

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Einige Quartalszahlen werden besprochen. Und natürlich ist wieder der Irrsinn rund um Gamestop ein Thema. Heute Abend steht auch die Fed-Verkündung an.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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Boeing-Quartalszahlen: Auf ersten Blick schockierend großer Verlust

Claudio Kummerfeld

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Beispielbild einer Boeing-Maschine

Die Boeing-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Eckdaten. Der Umsatz liegt bei 15,3 Milliarden Dollar (Vorjahreswert 17,91/erwartet 15).

Der Verlust (!!!) nach Non-GAAP liegt bei -15,25 Dollar pro Aktie (Vorjahreswert -2,33/erwartet -1,80). Hallo? 15,25 Dollar Verlust pro Aktie bei Erwartungen von „nur“ -1,80 Dollar Verlust? Insgesamt ist das ein Verlust von 8,4 Milliarden Dollar nach -1 Milliarde Dollar vor einem Jahr. Was ist hier los? Sonderposten? Eigentlich ist die Non-GAAP-Zahl ja gerade dafür gedacht, Sonderkosten herauszurechnen, damit die Anleger sehen können, wie sich das Kerngeschäft eines Unternehmens entwickelt. Boeing sagt aktuell, dass dieser  monströse Verlust auch eine Belastung von 6,5 Milliarden US-Dollar vor Steuern für das 777X-Programm und eine steuerliche Wertberichtigung beinhaltet. Also, einmal tief durchatmen bitte. Dennoch sind es keine guten Zahlen.

Die Boeing-Aktie notiert vorbörslich mit -3,9 Prozent.

Im 4. Quartal 2020 wurden 59 kommerzielle Flugzeuge ausgeliefert nach 79 im 4. Quartal 2019. Der Umsatz sank von 7,5 auf 4,7 Milliarden Dollar. Der operative Verlust weitete sich aus von -2,8 auf -7,6 Milliarden Dollar. Im Klartext: Die Rüstungssparte durfte mal wieder stützend wirken. Sie lieferte operativ einen Gewinn von 502 Millionen Dollar nach 34 Millionen Dollar ein Jahr zuvor.

Grafik zeigt aktuelle Quartalszahlen von Boeing

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