Vorab eine Anmerkung: Auch wenn Tech-Aktien durch weiterhin gut laufende Unternehmensgewinne und gesunkene Aktienkurse wieder gut bewertet sein sollten: Wenn man gerade jetzt kauft, riskiert man den Griff in das fallende Messer! Falls in Kürze wegen dem Iran-Krieg ein kräftiger Absturz am Gesamtmarkt stattfindet, hat man dann zu früh und zu hoch eingekauft. Das wäre ein mögliches Szenario.
Aber abgesehen davon: Man weiß nie, ob ein Börsencrash kommt, wann er kommt, oder ob er überhaupt kommt. Die Aktienmärkte sind dank Iran-Krieg zwar wochenlang gefallen. Aber ein großer Crash blieb bislang aus. Noch sieht man bei vielen Teilbereichen der Aktienmärkte eine Korrektur, aber keinen Bärenmarkt, kein Crash. Tech-Aktien werden für Investoren zunehmend attraktiver, da die Bewertungen unter das Niveau des breiteren Aktienmarkts gefallen sind. Das geht laut Bloomberg aus einer Analyse von Goldman-Sachs-Strategen hervor.
Die jüngste Underperformance des Sektors eröffne neue Chancen, da “die Bewertung im Verhältnis zum erwarteten Konsenswachstum unter die des globalen Gesamtmarkts gefallen ist”, schrieb ein Team um Peter Oppenheimer in einer am Dienstag veröffentlichten Studie. Ein nachhaltiger wirtschaftlicher Schock infolge des Iran-Kriegs könnte Tech-Aktien zusätzlich begünstigen, da die Cashflows von Technologieunternehmen weniger stark von der Konjunktur abhängen, so die Strategen.
Tech-Aktien hatten im vergangenen Oktober Rekordhöhen erreicht, gestützt durch starkes Umsatzwachstum, hohe Gewinne und dominante Marktpositionen. Seither sind die Kurse zurückgegangen, unter anderem wegen Bedenken über stark steigende Investitionen in künstliche Intelligenz. Große Cloud-Anbieter haben Ausgaben von mehr als 700 Milliarden Dollar für Rechenzentren angekündigt. Zudem kam es zu einer Umschichtung in Sektoren mit weniger anspruchsvollen Bewertungen.
Investoren sorgen sich sowohl um die Renditen dieser hohen Investitionen als auch um die potenziell disruptive Wirkung von KI auf bestehende Geschäftsmodelle, sagte Oppenheimer. Die zunehmende Abhängigkeit von Rechenleistung bedeute zudem, dass zukünftiges Wachstum stärker an physische Infrastruktur gebunden sei.
Gleichzeitig wurden sogenannte “Old-Economy”-Aktien neu bewertet, da Anleger höhere Investitionen in Energieversorgung und Infrastruktur erwarten, die für den Ausbau von Rechenzentren notwendig sind. Ein Goldman-Sachs-Index kapitalintensiver “HALO”-Aktien” — darunter Versorger und Industrieunternehmen — legte seit Jahresbeginn um 11% zu.
“Diese Faktoren haben bei Tech-Aktien eine Chance eröffnet, da die Wachstumsraten weiterhin hoch sind, die Bewertungen jedoch inzwischen niedrig ausfallen”, sagte Oppenheimer. Technologieunternehmen verzeichneten weiterhin starke Gewinne, positive Gewinnrevisionen und eine hohe Eigenkapitalrendite.
FMW/Bloomberg
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Goldman Sachs ….? Das waren die Selben…. die bei unter 900… im September 02…. vorm Einstieg abrieten…Originaltitel im „Wallstreet Journal“ in der Übersetzung : Der Index werde sich vom aktuellen Niveau aus nochmals mehr als halbieren…
kauft, kauft….liebe schäfleins. wir wollen nur euer bestes – euer geld.