Die wichtigsten Eckpunkte
- Laut JPMorgan könnten Techaktien eine Rückkehr zu mehr Dynamik erleben, da geringeres Crowding und realistischere Bewertungen Anleger zurückziehen.
- Die letzten Monate brachten eine Gewinnpause, die zu günstigeren Kursen bei Techaktien führte.
- Technologieunternehmen zeigen starke Gewinne, doch die Sorgen über hohe KI-Ausgaben könnten die Erträge beeinträchtigen.
- Die 'Magnificent Seven' werden zu den günstigsten Bewertungen seit zehn Jahren gehandelt, während Halbleiteraktien schwierigere Zeiten durchleben.
- JPMorgan sieht Chancen bei Techaktien, insbesondere für südkoreanische Unternehmen, auch wenn keine überdurchschnittliche Entwicklung im KI-Bereich notwendig ist.
Technologieaktien dürften einen Teil der Dynamik zurückgewinnen, die sie seit Ende des ersten Halbjahres verloren haben, da geringeres Crowding, starke Gewinne und realistischere Bewertungen die Anleger wieder in diese Richtung ziehen. Eine Gewinnpause in den vergangenen drei Monaten hat zu einer klareren Positionierung und günstigeren Kursen bei Techaktien geführt, was zusammen mit steigenden Investitionsausgaben und anhaltend starken Gewinnen „das erneute Interesse an diesem Sektor stützen dürfte“, so schreibt es das Team unter der Leitung von Mislav Matejka laut Bloomberg heute in einer Analyse.
Techaktien vor Anstieg? Aussagen von JPMorgan
Techaktien führen die Kursgewinne im S&P-500-Index in diesem Jahr zwar weiterhin mit großem Abstand an, doch die Rallye hat in den letzten Monaten an Schwung verloren – vor dem Hintergrund der Sorge, dass hohe Ausgaben für künstliche Intelligenz möglicherweise nicht den Ertrag bringen, den Optimisten angenommen hatten.
Innerhalb des Technologiesektors werden die „Magnificent Seven“ zu den günstigsten Bewertungen seit zehn Jahren gehandelt, während Halbleiteraktien eine schwierige Phase hinter sich lassen, die durch die Forderungen von Dario Amodei von Anthropic und Sam Altman von OpenAI nach einer Koordination einer Verlangsamung der fortgeschrittenen KI-Entwicklung noch verschärft wurde.
„Wir sind skeptisch, dass es letztendlich zu einer nennenswerten Verlangsamung kommen wird, da es sich bei diesem Wettlauf weiterhin um einen existenziellen Kampf handelt, bei dem der Sieger alles gewinnt“, schrieb Matejka. JPMorgan geht davon aus, dass sich die im ersten Halbjahr verzeichneten Kursgewinne zwar wahrscheinlich nicht wiederholen werden, es aber weiterhin Chancen gibt. Ein erneuter Aufschwung bei Techaktien dürfte den Aktien in Südkorea, der Heimat von Samsung Electronics und SK Hynix, Auftrieb verleihen – und indirekt auch den Aktien aus Schwellenländern, so Matejka.
„Eine bessere Performance bei Techaktien wäre angesichts der hohen Gewichtung eindeutig eine Hilfe für den Markt“, sagte er. „Allerdings halten wir dies nicht für entscheidend. Der Markt braucht möglicherweise keine überdurchschnittliche Entwicklung im KI-Bereich, um weiter zu steigen.“
Kommentar
Wir bei FMW hatten es heute erst analysiert mit Daten zum S&P 500: Bewertungen haben sich in den letzten Monaten spürbar verbessert, weil Gewinnerwartungen an Unternehmen deutlich schneller gestiegen sind als deren Aktienkurse. Gerade bei Techaktien dürfte dies Luft nach oben bieten. Entscheidend ist aber natürlich, dass die Firmen die hohen Erwartungen von Analysten und Marktstrategen auch wirklich einhalten können. Aber darauf müsste man als Anleger eben eine „Wette“ eingehen.
FMW/Bloomberg
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Ìch wusste gar nicht das die weg sind ,nachdem die seit der Finanzkrise um über 2 500 Prozent gestiegen sind..?