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Theresa May: Brexit – eine „Erfolgsstory?“

Morgen Abend wird Teresa May die neue Premierministerin Großbritanniens sein. Sie will aus dem Brexit einen „Erfolg“ machen – aber vieles liegt nicht in ihrer Hand..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Morgen Abend wird Teresa May die neue Premierministerin Großbritanniens sein. Sie will aus dem Brexit einen „Erfolg“ machen:

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Schön. Nur wird ihr das gelingen? Sie braucht nun in kurzer Zeit ein neues Team, vermutlich muß Finanzminister Osborne seinen Hut nehmen. Aber ob der Brexit dann vor allem für den Finanzplatz London eine Erfolgsstory wird, liegt nicht in ihrer Hand.

Theresa_May_2015
Morgen Abend neue Regierungschefin: Theresa May
Foto: UK Home Office, https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

Da ist zunächst die geplante Fusion zwischen Deutscher Börse und der London Stock Exchange (LSE). Die Chancen, dass London, sollte die Fusion doch noch klappen, den Sitz der fusionierten Unternehmen innehaben wird, tendieren derzeit gegen Null (siehe dazu später mehr mit einem gesonderten Artikel).

Das gilt auch für andere Bereiche: Heute berichten Insider, dass das größte Cloud-Start-Up der Welt, WeWork mit Sitz in New York, sich nicht mehr um Mieträume im Epizentrum des Londoner Finanzsektors, der Canary Wharf, bemühen wird (offiziell hält die Firma an weiterer Expansion in Großbritannien noch fest, aber die diesbezüglichen Bekundungen sind schon etwas älter..).

Und das Schicksal der zahlreichen Hedgefonds, der Private Equity-Unternehmen sowie der Immobilienfonds, die in London ihren Sitz haben, wird, wohl noch in diesem Monat, nicht in London entschieden, sondern in Paris. Denn dort sitzt die „European Securities and Markets Authority“ (ESMA). Sie wird in diesem Monat eine Empfehlung darüber abgeben, ob diese Finanzfirmen mit Sitz in UK ihre Produkte weiterhin in der EU verkaufen dürfen – oder eben nicht.

Und wenn nicht, dann rumpelt es: denn 85% aller von europäischen Hedgefonds verwalteten Gelder werden aus London heraus gemanaged. Auch Private Equity-Firmen haben in London ihren Schwerpunkt – wenn der ESMA also der Europäischen Kommission die Empfehlung geben würde, dass aus UK heraus nicht mehr in die EU-Länder verkauft werden darf, wäre das ein schwerer Schlag für die Finanzindustrie Londons.

Die Grundfrage ist nun, ob der sogenannte „Alternative Investment Fund Managers Directive passport for non-EU funds“ (AIFMD) auch für Großbritannien gültig sein wird. Damit ist eine Ausnahmegenehmigung gemeint, die einigen Ländern oder Sonderzonen eingeräumt wird, wenn sie „ähnliche Regularien“ wie in der EU haben. Diese Sondergenehmigung wird derzeit diskutiert für die USA, Isle of Man, Bermudas, Japan, Singapur und viele andere mehr.

Normalerweise müßte dann auch Großbritannien in diesen erlauchten Kreis aufgenommen werden. Aber hier geht es um Politik, geht es um Begehrlichkeiten vor allem in Paris und Frankfurt, es ist mithin eine politische Entscheidung. Insider berichten, dass viele Hedgefonds-Manager bereits die Lage in Dublin oder Luxemburg sondieren, um notfalls schnell eine Alternative zu haben.

Ein Kommentar

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  1. Avatar

    gerd

    12. Juli 2016 11:56 at 11:56

    „..wenn der ESMA also der Europäischen Kommission die Empfehlung geben würde, dass aus UK heraus nicht mehr in die EU-Länder verkauft werden darf,…“

    ..würde ich anstelle von Frau May meinem Wirtschaftsminister sofort die Empfehlung geben, dass aus den EU-Ländern heraus kein Auto mehr nach GB verkauft werden darf.
    Wollen wir doch mal sehen, wie stark die Industrielobby in der EU ist.

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Sparverträge: BaFin rät Kunden zu aktivem Vorgehen gegen Banken

Redaktion

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Sparverträge sind seit Jahren ein heißes Thema bei Banken, und zwar wegen den in den „guten alten Zeiten“ versprochenen hohen Zinszahlungen. Heute dann der Hammer! Ein höchst ungewöhnlicher Vorgang ist das, was von Seiten Deutschlands oberster Finanzaufsicht BaFin da heute veröffentlicht wurde. Es geht um Prämiensparverträge, welche die Bankkunden sorgfältig überprüfen sollen. Viele ältere Verträge enthalten laut BaFin Zinsanpassungsklauseln, mit denen Banken die zugesicherte Verzinsung einseitig abändern könnten. Diese Klauseln sind laut Bundesgerichtshof (BGH) seit 2004 unwirksam.

Aber kurz ein Schritt zurück. Die letzte Zeit hat die BaFin alles andere als geglänzt. Das Wirecard-Desaster war nur die Spitze. Die BaFin-Vizepräsidentin Elisabeth Roegele spielte zum Beispiel beim CumEx-Skandal eine zweifelhafte Rolle. Sie war vor ihrer BaFin-Zeit Chefjuristin der Dekabank, als diese auf Gewinne aus Cum-Ex-Geschäften klagte (mehr Details dazu hier). Von daher kann man es als Image-Maßnahme ansehen, dass gerade Frau Roegele explizit mit Namen zitiert wird, wenn die BaFin heute betroffenen Sparern dazu rät, jetzt selbst aktiv auf ihre Banken zuzugehen und sich erläutern zu lassen, welche Klausel ihre Sparverträge ganz konkret enthalten.

Runder Tisch über Sparverträge gescheitert – BaFin rät Kunden zur Offensive gegen Banken

Der nächste Schritt müsse dann laut heutiger Aussage der BaFin sein zu prüfen, ob diese Klauseln rechtskonform seien. Bei Fragen zur Geltendmachung zivilrechtlicher Ansprüche oder zur Unterbrechung etwaiger Verjährungsfristen rät Frau Roegele den Kunden, sich bei Bedarf an eine Verbraucherzentrale oder auch einen Rechtsanwalt zu wenden. Das ist echt der Hammer. Die BaFin rät aktiv Bürgern dazu sich im Kampf gegen Banken an Anwälte oder Verbraucherschützer zu wenden? Bislang hielt sich die BaFin aus sowas doch raus?

Die BaFin geht davon aus, dass Banken und Sparkassen oft falsche Zinsklauseln verwendet und den Kunden zu wenig Zinsen gutgeschrieben haben. Betroffen seien laut BaFin-Statement insbesondere langfristig variabel verzinste Sparverträge aus 2004 und früher. Ein Runder Tisch, den die BaFin zum Thema Prämiensparen Ende November 2020 unter anderem mit den Verbänden der Kreditwirtschaft und Verbraucherschutzorganisationen einberufen hatte, habe leider keine kundengerechten Lösungen gebracht. Neben ihrem Verbraucheraufruf prüfe man deshalb jetzt auch konkrete verwaltungsrechtliche Optionen, mit denen das Ziel ausreichender Kundeninformation erreicht werden könne. Bereits im Februar 2020 hatte die BaFin die Banken aufgefordert, auf die betroffenen langjährigen Kunden zuzugehen und ihnen eine Lösung anzubieten.

Was soll man dazu sagen? Der gute Herr Hufeld (BaFin-Chef) und die gute Frau Roegele wollen wohl in der Öffentlichkeit endlich auch mal Pluspunkte sammeln, als oberste Beschützer der kleinen Leute mit Sparkonto? Zum Thema Prämiensparverträge liefert die BaFin auch folgende Erläuterung, im Wortlaut:

Ein Prämiensparvertrag ist eine langfristige Sparform mit variabler Verzinsung und gleichbleibender Sparleistung. Kunden erhalten zusätzlich zum Zins eine Prämie, die meist nach der Vertragslaufzeit gestaffelt ist. Viele Kreditinstitute verwendeten in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) Zinsanpassungsklauseln, die ihnen einräumten, über Änderungen der vertraglich vorgesehenen Verzinsung mit unbegrenzt einseitigen Ermessensspielräumen zu entscheiden. Diese Praxis erklärte der BGH 2004 für unwirksam und äußerte sich auch in späteren Entscheidungen in 2010 und 2017 zu den Anforderungen an solche Klauseln. Dennoch bestehen weiterhin Unsicherheiten, wie Kreditinstitute mit den Anforderungen der BGH-Rechtsprechung umzugehen haben. Hinweise dazu liefert ein Urteil, welches das Oberlandesgericht (OLG) Dresden im April 2020 auf die Musterfeststellungsklage der Verbraucherzentrale Sachsen getroffen hat. Es stellt etwa klar, dass die Verzinsung sich an einem angemessenen, langfristigen, öffentlich zugänglichen Referenzzinssatz orientieren muss und monatlich anzupassen ist. Als angemessen sieht das OLG Dresden beispielsweise die 9- bis 10-jährige Zeitreihe der Deutschen Bundesbank WX 4260 (damalige Bezeichnung) an. Die Entscheidung ist bislang nicht rechtskräftig; es wurde Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt. Weitere Musterfeststellungsklagen sind anhängig.

Sparverträge werden oft in Beratungsgesprächen abgeschlossen
Beispielfoto einer Beratung in einer Volksbank. Foto: Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken

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Deutschland: Restaurants und Hotels bis 10.Januar geschlossen

Markus Fugmann

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In Deutschland werden laut einem Insider sowohl Gastronomie als auch Hotels bis zum 10.Januar geschlossen bleiben – darauf haben sich laut diesem Insider die Bundesregierung und die Bundesländer verständigt. Am 04.Januar sollen dann Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten zusammen kommen um das weitere Vorgehen zu beraten. Diese Entscheidung soll heute Nachmittag verkündet werden.

Also die nächste Hiobsbotschaft für Gastro und Hotels..

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Zinseszinseffekt: So verdoppeln Sie Ihr Depot binnen weniger Jahre – Werbung

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Lieber Börsianer,

Albert Einstein bezeichnete ihn einst als 8. Weltwunder. Für Starinvestor Warren Buffett gilt er als wichtigster Erfolgsfaktor beim Investieren. Die Rede ist vom Zinseszinseffekt. Es kommt nicht von Ungefähr, dass diese beiden Genies dem Zinseszins eine so hohe Bedeutung beimessen. Denn er verhilft selbst bei kleinen investierten Beträgen über einen längeren Zeitraum zu großen Erfolgen. Folgende kleine Geschichte veranschaulicht den Effekt des Zinseszinses:

Die Legende vom Reiskorn

Die beeindruckende Wirkung des Zinseszinseffektes war offenbar bereits den alten Persern bekannt. Von ihnen stammt die Legende vom Reiskorn. In dieser forderte der König seine Untertanen auf ihm die Langeweile zu vertreiben. Wer es schafft, sollte eine Belohnung erhalten.

Ein kluger Höfling brachte dem König daraufhin das Schachspiel bei. Der König war begeistert ob der neuen Zerstreuung und wollte den Höfling belohnen. Dieser sprach: „Ich möchte nichts weiter als ein paar Reiskörner. Ich möchte, dass ihr mir das Schachbrett mit Reis füllt. Legt ein Reiskorn auf das erste Feld und dann auf jedes weitere Feld jeweils die doppelte Anzahl an Reiskörnern.“

Der König wunderte sich über den bescheidenen Wunsch seines Dieners und sagte sogleich die Belohnung zu. Er dachte wohl an ein kleines Säckchen voller Reis. In Wahrheit hätte er aber dank der 64-maligen Verdopplung mehr Reis gebraucht, als auf der ganzen Erde wächst.

Wie ist eine solche Fehleinschätzung möglich?

Das menschliche Gehirn ist nicht besonders gut in Prozentrechnung. Diese Art der Verzinsung ist in unserer Evolutionsgeschichte erst seit wenigen hundert Jahren von Bedeutung. Deshalb unterschätzen wir genau wie der persische König systematisch die Macht des Zinseszinses. Investmentgewinne von 5% locken nur wenige hinter dem Ofen hervor. Doch über einen…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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