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Tesla: 50 Milliarden Dollar für Elon Musk? Aktionäre geben ihm Anreiz zum brutalen Pushen des Aktienkurses

Gab es jemals einen so eindeutigen Grund für einen Vorstandschef einer Aktiengesellschaft, seinen Aktienkurs brutal nach oben zu pushen? Nein, was die Aktionäre von Tesla jetzt beschlossen haben, ist der blanke…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Gab es jemals einen so eindeutigen Grund für einen Vorstandschef einer Aktiengesellschaft, seinen Aktienkurs brutal nach oben zu pushen? Nein, was die Aktionäre von Tesla jetzt beschlossen haben, ist der blanke Wahnsinn. Tesla-Chef und 20%-Aktionär Elon Musk pusht die Aktie schon jetzt von Quartal zu Quartal.

Egal wie gruselig und grottig die Zahlen ausfallen, egal wie viel Cash verbrannt wird, egal wie oft die Produktionsziele verfehlt werden. Elon Musk sieht alles positiv, alles werde total super. Erst im Januar sagte er, dass er richtig optimistisch sei. Die Tesla-Aktie habe nämlich das Potenzial innerhalb von zehn Jahren den Wert von einer Billion Dollar zu erreichen.

Gigantische Zahlen bei Tesla

Ja, bei Tesla ist alles gigantisch, vor allem die realen Verluste, und der Verdienst von Elon Musk. Nur die Absatzzahlen, die sind winzig. Gestern genehmigte die Hauptversammlung Elon Musk konkret eine weitere Vergütung in Aktienoptionen in Höhe von 2,6 Milliarden Dollar. Dient das wohl erst mal als aktueller Anreiz? Nicht, dass Musk den Spaß am Arbeiten verliert.

Diese 2,6 Milliarden Dollar bekommt er aber nur, wenn er in den nächsten Jahren 12 Zwischenziele zur Erhöhung der Marktkapitalisierung der Aktie erreicht, und wenn 16 Ziele zur Erhöhung von Umsatz und Gewinn. Wichtig: Bei den Gewinnzielen geht es natürlich (versteht sich bei Tesla) um Gewinne vor Zinsen und Steuern, und auch kann er hier Sonderfaktoren berücksichtigen. Also die Zahlen noch brutaler schön rechnen (nach Non GAAP) als je zuvor?

Bei der Marktkapitalisierung muss sie erst einmal die 100 Milliarden Dollar erreichen, und danach 11 Mal um jeweils weitere 50 Milliarden Dollar steigen. Nur dann erhält Musk die 2,6 Milliarden Dollar. Und der Umsatz muss von 20 auf 175 Milliarden Dollar steigen. Und das angepasste EBITDA (kräftig Sonderkosten rausrechnen bitte) soll bis zu 14 Milliarden Dollar rauf klettern. Da hat man sich aber was vorgenommen!

50 Milliarden Dollar für Musk

Aber natürlich geht es noch viel besser. 50 Milliarden Dollar in Tesla-Aktien kann Musk kassieren, wenn die Firma einen Börsenwert von 650 Milliarden Dollar erreicht! Na dann, Leinen los, möchten wir da sagen! Man vergesse nicht seinen bisherigen Anteil an Tesla von 20%. Wenn es in den nächsten Jahren keine weitere Verwässerung der Aktien durch Kapitalerhöhungen geben sollte (lach…), hätte sein Aktienpaket dann einen Wert von 13 Milliarden Dollar. Dazu noch diese 50 Milliarden Dollar. Meine Güte, der Elon, der hat sich was vorgenommen.

Eines kann man ihm und den Aktionären aber nicht absprechen. Mit solchen Anreizen schaffen sie einen unglaublichen Drang das Unmögliche zu schaffen. Denn die Konkurrenz (BMW, VW und Co) fährt ihre E-Auto-Initiativen gerade mit voller Kraft hoch. Wie oft werden die Kapitalmärkte noch frisches Geld in Tesla reinbuttern, um Musks´s große Träume mit frischem Geld am Leben zu erhalten? Mit diesem Vergütungsplan kann Musk zumindest den Bankern sagen: Schaut her, ich habe ein Ziel, ich bin volle Kanne dabei. Wollt ihr auch dabei sein auf dem Weg zu 1 Billion Dollar Marktwert?

Man will einfach an etwas glauben. Und wenn es immer unrealistischer wird, glaubt man eben immer fester daran. Der Tesla-Kurs steht jetzt bei 316 Dollar, was einem Börsenwert der Firma von 53,4 Milliarden Dollar entspricht.

Tesla-Chef Elon Musk
Tesla-Chef Elon Musk. Foto: Steve Jurvetson – https://www.flickr.com/photos/jurvetson/18659265152/ (CC BY 2.0)

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Nouri

    22. März 2018 14:44 at 14:44

    Kapitalerhöhungen sind in den normalen Märkten Kapitalverwässerung, ceteris paribus = tendenziell sinkende Kurse, da der Gewinn auf mehr Aktien verteilt wird…

    anders bei TESLA der Verlust wird auf mehr Aktien verteilt wird also kleiner (Kosmetik) -> tolle Interpretation der ewigen TESLA Bullen – doch mit steigenden Zinskosten werden gewisse Hirnzellen wieder aktiviert werden (müssen)

  2. Avatar

    Kritisch

    22. März 2018 15:10 at 15:10

    Ein kritischer Kommentar dazu!
    Ja, man kann ja über MUSK denken was man will. Eines aber ist ihm nicht abzusprechen. Seine Autos sind der Hammer(selbst mehrere Modelle gefahren) und im Vergleich zu seinen Mitbewerbern (auch der deutschen Premium`s) um Lichtjahre voran. In der Wirtschaft bedarf es eben immer solcher (vielleicht ein wenig verrückter) Quer-u. Vordenker. In Europa schauen wir doch mit Neid auf die GATES, ZUCKEBERG, JOBS, BEZOS, etc, etc. und verstehen gar nicht warum solche Unternehmen nicht in Europa entstehen. Hier wird doch jede Innovation „ZERREGULIERT“, durch völlig überzogene Bürokratie gehemmt und vorallem durch politische Einflussnahme alles Neue, Innovative im Keim erstickt wenn es unter Umständen gegen die Etablierten gehen könnte. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass Investoren TESLA solange unterstützen bis die Ziele erreicht sein werden und diese Fahrzeuge 1000 KM mit einer Batterieladung fahren können, es E-LKW´s und BUSSE gibt, usw. Am Ende werden wir einen mehr in der Riege derer haben auf den wir mit Neid aufschauen dürfen, weil er schlicht weg die Marktführerschaft übernommen hat.
    Aber immer schön weiter durch politische Entscheidungen dafür sorgen, dass über dem grossen Teich und in bälde auch im Reich der Mitte die Mobilitätszukunft entwickelt und geschaffen wird!
    Danke

    • Avatar

      sabine

      26. März 2018 13:06 at 13:06

      Naja, allein der riesige Bildschirm ist Bluff, da wesentlich billiger, als reale Knöpfe. „Bildchen“ kosten nicht viel.
      Bei BMW gibt es eine Software für alle Modelle, angefangen beim BMW 7er. Die Modelle haben nur nicht alles freigeschaltet bzw. nicht den entsprechenden User-Apparat dazu.
      Irre Ideen, und Riesensummen erstmal weg: Bei S&K war auch alles super. Wie wenn sie aus dem Fenster springen; die ersten 30 Stockwerke sind ok. Aber das letzte bricht ihnen das Genick.

  3. Avatar

    Nouri

    22. März 2018 17:27 at 17:27

    @ Kritisch
    Es braucht Visionäre um Innovationen zu ermöglichen, da bin ich vollkommen gleicher Meinung…

    Trotzdem würde ich eher einen TESLA kaufen als die Aktie

    Ich denke, dass der gute MUSK die Bodenhaftung verloren hat und seine „Tesla-Story“ nur in einem positiv, rosafarbenen künstilichen System aufgehen kann, die Investoren werden sich irgendwann nicht nur von schönem Gerede und neuen Visionen, Kapitalerhöhungen und irgendwelchen Versprechungen die in der Zukunft liegen überzeugen lassen, obwohl dies bis dato bestens funktioniert hat

    • Avatar

      Kritisch

      22. März 2018 17:57 at 17:57

      Hallo Nouri!
      Eben, sie sagen es (ich behaupte mal jeder der unabhängig von patriotischer Einstellung) die am Markt befindlichen E-Fzg´e testet kauft einen TESLA. Genau um das geht es – der Markt, die Autokäufer, sind diejenigen die TESLA zum Marktführer machen werden – bei allen Problemen die in der Produktion bestehen. Ich glaube auch nicht daran, dass die Investoren so sehr durch steigende Zinsen oder Sonstiges sich abschrecken lassen. Diese Grossinvestoren sind doch nicht blöd. Die wissen auch, dass zurzeit die Aktie, das Unternehmen an sich, völlig überbewertet ist. Die sehen aber auch das Produkt im Vegleich zum Wettbewerb und vorallem den technologischen Vorsprung. Ich glaube einfach nicht daran, dass diese Menschen ihr Geld aus Sypathie zu Hr. Musk verbrennen. Die lachen sich doch ins Fäustchen, dass man D den Diesel defacto verbietet und die Automobilindustrie bis vor wenigen Monaten noch in diese Dieseltechnologie investiert hat anstatt diese Summen in die Entwicklung der E-Technik zu stecken. Man hechelt eben jetzt hinterher und realistisch kann man davon ausgehen, dass Tesla einen ungeheuren Vorsprung hat, welcher durch die zusatzlichen Investitionen wohl nicht wiklich kleiner werden wird.
      Meine, wie immer, kritische Bemerkung!
      LG

  4. Avatar

    joah

    23. März 2018 09:35 at 09:35

    „Die Tesla-Aktie habe nämlich das Potenzial innerhalb von zehn Jahren den Wert von einer Billion Dollar zu erreichen.“

    Ja, aber inflations- und nicht innovationsbedingt.

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Aktien

Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Steigenden Renditen? Tesla, Snowflake, China-Aktie

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Zahlreiche Themen werden besprochen wie die Arbeitsmarktdaten für November, Anleiherenditen, Tesla uvm.

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BioNTech: Das plant das Unternehmen wirklich – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktien der Impftstoff-Entwickler wie BioNTech, Curevac oder Moderna gehen derzeit durch die Decke. Die Story ist auch zu gut und für jeden offensichtlich. Denn wir alle wissen, in den kommenden Monaten und Jahren müssen große Teile der Weltbevölkerung gegen das Covid-Virus geimpft werden, wenn die Menschheit die Pandemie tatsächlich besiegen will. Marktbeobachter sehen teilweise ein Marktpotenzial für die führenden Impfstoffe, so sie denn flächendeckend eingesetzt werden, von bis zu 100 Milliarden USD. Wahnsinn, oder?

Trotzdem muss ich Wasser in den Wein gießen. Ich behaupte die Impf-Party ist weitgehend gefeiert, die Story ist in den Aktien der BioNTech und Moderna weitgehend eingepreist.

Noch ein Problem dieser Covid-Geschäftsmodelle: Wenn die Vakzine tatsächlich so funktionieren, wie es derzeit den Anschein hat, machen sich diese Unternehmen am Markt ziemlich rasch überflüssig, zumindest zunächst. Denn BioNTech und Co. haben kein Produkt mehr, wenn das Virus nach Erreichung einer relativen Herdenimmunität gehen wird. Weitsichtige Börsianer fürchten diesen Effekt jetzt schon und rechnen mit massiven Kursrückgängen.

Ist die Euphorie rund um die Impfstoff-Entwickler also übertrieben? Droht hier nächstens ein böser Rückschlag?

Die Frage ist unvollständig gestellt. Denn es geht bei BioNTech und Co. nur vordergründig um das Covid-Vakzin. Die eigentliche Sensation der letzten Monate und Wochen ist eine andere, nämlich die Technologie, mit der den Unternehmen der Durchbruch gelungen ist.

Erstmals wurde ein Vakzin auf der Basis der sog. Boten-RNA entwickelt. Von dieser Gentechnologie spricht die Branche schon seit einigen Jahren, ohne dass jemals irgendein ein marktfähiger Wirkstoff das Licht der Medizinwelt erblickt hätte.

Das hat sich nun geändert. BioNTech und Moderna haben sich früh der Erforschung dieser Boten-RNA gewidmet und dabei nun sehr wahrscheinlich diesem gentechnischen Ansatz zum Durchbruch verholfen. Dabei brauchen wir diese Technologie im Moment zur Bekämpfung der Covid-Pandemie. Solche Jahrhundert-Pandemien…..

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