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Tesla-Absatz bricht in Europa weiter ein – und BYD stürmt voran

Tesla ist vor allem in Europa im freien Fall bei den Absatzzahlen. Vor allem BYD aus China ist gleichzeitig im Aufwind.

Tesla-Store
Foto: Krisztian Bocsi/Bloomberg

Es ist schon erstaunlich, dass Tesla gerade erst Elon Musk ein 30 Milliarden Dollar schweres Aktienpaket genehmigt hat. Wo doch offensichtlich ist, dass Elon Musk selbst derzeit das größte Problem für Tesla darstellt. Durch seine Nähe zu Trump, seine Aussagen pro AfD und sein Vorpreschen beim Abbau von Staatsjobs in den USA hat er sich seine eigene grüne Großstadt-Klientel zum Feind gemacht (vereinfacht ausgedrückt).

Entsprechend brechen die Absatzzahlen von Tesla ein, vor allem in Europa. Aber dennoch scheinen sich die Aktionäre eine Firma ohne Elon Musk einfach nicht vorstellen zu können? Die Zahlen vor allem in Europa sind zunehmend eine Katastrophe für Tesla. Der Elektroautohersteller verzeichnet in Europa weiterhin einen erheblichen Absatzrückgang und gibt Marktanteile an den chinesischen Wettbewerber BYD ab.

Bloomberg berichtet dazu: In Deutschland und Großbritannien, den beiden mit Abstand größten Märkten für batterieelektrische Fahrzeuge in Europa, brach Teslas Absatz im Juli jeweils um mehr als 50% im Vergleich zum Vorjahresmonat ein, wie am Dienstag veröffentlichte Daten zeigen. BYD hingegen konnte seine Zulassungen in beiden Ländern mehr als vervierfachen. Auch in Frankreich, dem drittgrößten europäischen Markt, gingen Tesla-Neuzulassungen im Juli um 27% zurück. Im Zeitraum von Januar bis Juli liegt das Minus bei fast 40%, wie der nationale Automobilverband letzte Woche meldete.

Grafik zeigt rückläufigen Tesla-Absatz in Europa

Tesla machte für die schwachen Verkaufszahlen zu Beginn des Jahres Produktionsunterbrechungen im Zusammenhang mit der Umstellung der Fertigungslinien für sein wichtigstes Fahrzeug, das Model Y, verantwortlich. Doch auch nach Anlauf der neuen Fertigung hält der Abwärtstrend an — ein Umstand, der Befürchtungen verstärkt, dass die zunehmend polarisierende öffentliche Präsenz von CEO Elon Musk dem Markenimage schadet.

Grafik zeigt Absatz von BYD und Tesla im Vergleich

Teslas Schwächephase eröffnet Chancen für europäische Hersteller – und für BYD. Der chinesische Konzern übertraf im April erstmals die Tesla-Verkäufe bei rein elektrischen Autos in Europa. Einige Analysten gehen davon aus, dass BYD Tesla in diesem Jahr auch global überholen könnte — trotz der Tatsache, dass BYD bislang nicht auf dem US-Markt vertreten ist.

In Deutschland, dem größten Automarkt Europas und Standort von Teslas einzigem europäischem Werk, verkaufte BYD im Juli zum dritten Mal in diesem Jahr mehr Fahrzeuge als Tesla. In Großbritannien konnte BYD seine Zulassungen im Vergleich zum Vorjahr versechsfachen. Der Marktanteil der Marke stieg auf 1,91 % und liegt damit nur noch 0,1 Prozentpunkte hinter dem von Tesla.

FMW/Bloomberg



Claudio Kummerfeld
Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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1 Kommentar

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    BYD und Co bieten jetzt in China Einsteigermodelle für unter 19 000 Euro an…

    Teilweise schon sehr gut ausgestattet…

    Da hat Tesla keine Chance….

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