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Tesla-Absatzzahlen enttäuschen erneut

FMW-Redaktion

Nein, wir wollen Elon Musk nichts Böses tun. Aber es ist nun mal leider so, dass er mit seinem Elektroauto-Bauer Tesla erneut die selbst gesteckten Erwartungen enttäuscht. Das ist nun mal ein Fakt, auch wenn die Autos noch so schön sind, und die Umstellung von Benzin auf Elektro für die Umwelt noch so gut ist. Ständig muss sich Musk neue Gründe einfallen lassen, warum Absatzzahlen und Umsätze mal wieder nicht wie erwartet laufen.

Gestern gab man bei Tesla die Anzahl der verkauften Autos für das 4. Quartal bekannt, wie üblich immer lange vor den Finanz-Quartalszahlen. Mit gerade mal 22.200 Autos hat Tesla im 4. Quartal die Erwartungen von 25.000 Autos deutlich verfehlt. Damit hat man im Gesamtjahr 2016 insgesamt 76.230 Autos verkauft, und bleibt ebenfalls unter den eh schon niedrigen Erwartungen von 80.000 Stück.

Letztes Mal begründete man die Nichteinhaltung der Erwartungen bei den Absatzzahlen unter anderem damit, dass ja noch Autos auf Auslieferungstrucks unterwegs zu den Kunden wären. Diesmal begründet man das Verfehlen der Erwartungen mit Problemen bei neuer Hardware für die Fahrerunterstützung (eine Art Autopilot). Dies habe auch jetzt zu Auslieferungsverzögerungen von 2.750 Autos geführt. Auch hätten einige Kunden die Autos nicht endgültig abgeholt beziehungsweise entgegengenommen. Wie auch im Vorquartal sollen diese Auslieferungen dann im jetzigen 1. Quartal nachgebucht werden in den Verkaufszahlen, wo man daher erneut höhere Zahlen erwarten müsste!

Immer noch bleibt man bei seiner Prognose, dass man in 2018 ganze 500.000 Autos verkaufen will, und 2020 schon satte 1 Million. Dies basiert natürlich auf der Annahme, dass das neueste und stark nachgefragte Modell wirklich reibungslos und in großen Mengen geliefert werden kann. Die Produktion soll erst Ende 2017 beginnen. Und dann schon 2018 eine so große Stückzahl?

Tesla verbrennt nur Geld. Erneut daher an dieser Stelle unsere Warnung, dass dieses Kartenhaus zusammenbrechen kann mangels Cash, das man vielleicht eines Tages nicht mehr frisch aufnehmen kann. Genau so gut kann die Geschichte immer noch ein sensationeller Highflyer werden, wie Elon Musk es ständig prophezeit. Wir wollen also niemanden davon abhalten voll ins Risiko zu gehen bei dieser Aktie. Die verlor gestern Abend nachbörslich durch diese Meldung nur 1,9%. Andere Autobauer würden brutal abstürzen. Also: Die Gläubigen glauben weiter an Elon Musk.



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9 Kommentare

  1. Ich war viele Jahre für die Entwicklung, Prokuktion und Qualität in der Automitive Branche verantwortlich.
    76000 Fahrzeuge zu fertigen ist etwas komplett anderes als 500000 Stk.
    selbst wenn es gelingt die Produktionsanlagen termingerecht zu installieren ist das Problem noch lange nicht gelöst. Das Problem liegt darin alle Prozesse vom Auftragseingang, Logistik, alle Zulieferer, Prokuktion bis zur Auslieferung in der geforderten Qualität auf zu bauen.
    Hierzu sind nicht nur einige Spezialisten notwendig, sondern die gesamt Belegschaft in den diversen Prozessen müssen in einer sehr schnellen Hochlaufkurve die entsprechende Qualität abliefern.
    Dazu kommt, dass man in der Anlaufphase mit deutlich höheren Kosten den sg Anlaufkosten rechnen muss, die werden eben durch die Lernkurve im wesentlichen durch die Mitarbeiter verursacht.
    Und dann will man mit den Grossen wie zB Daimler und BMW mithalten, die hier von Prozess Know How Jahrzehnte lange Erfahrung haben. Dies ist an Naivität nicht mehr zu überbieten.
    Wer hier long ist der versteht nicht worauf er sich einlässt.
    Willi

    1. Moin,

      das sehe ich gänzlich anders. Die deutsche Automobilindustrie ist nur noch mit Verwaltung beschäftigt, und verpennt eine Innovation nach der anderen. Jetzt will man den deutschen Autofahrer mit hechelnder Zunge überzeugen, völlig überteuerte E-Autos zu kaufen. Tesla hat einen Plan, BMW & Konsorten nicht. Im kollektiven Tiefschlaf feiert man sich selbst, während die Käufer scharenweise abhauen. Hinzu kommt der ekelhafte Umgang mit seinen Lieferanten. Hier sticht VW ganz besonders hervor. Hauptsache billig, alles andere zählt nicht.

      Wir sind mit unseren Fahrzeugen, sowohl Betrieb als auch privat, komplett weg von deutschen Autohäusern. Und für uns steht fest: wenn E-Auto, dann Tesla.

      Liebe Grüße

      Dieter

  2. Hoffentlich halten die Elektro-KFZ länger als jene, mit nem Verbrennungsmotor …

    Wie lange hält nen Wagen? 200.000 Kilometer? Wie lang kannste damit fahren, wenn Du mit 100 km/h unterwegs bist?

    2.000 Stunden woll? Also gerade mal nen viertel Jahr. Da halten ja meine Schuhe länger, oder mein Fahrrad. Baut erstmal anständige Autos, die auch den Namen eines Automobiles würdig sind. Schrottwert ab 2.000 Stunden. Bei manchen namenhaften deutschen Automobilherstellern sogar noch eher!

    In der Luftfahrtbranche fallen die Jets ja auch nicht nach einem Viertel Jahr Dauerbetrieb vom Himmel !!! Für einen Kleinwagen-Preis von 10.000 Euro kann ich mir 200 paar Schuhe oder 50 Fahrräder kaufen.

    Sinnlose Produkte / Autos halten nur 2.000 Stunden
    https://aufgewachter.wordpress.com/2012/09/24/sinnlose-produkte-autos-halten-nur-2-000-stunden/

    1. Die Durchnittsgeschwindigkeit der meisten Autofahrer ist deutlich geringer. Aktuell bei mir 60 km/h und ich bin kein Stadtfahrer. Wer eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten hat, fährt viel Autobahn und bei solchen Fahrzeugen ist bei 200.000 noch lange nicht Schluss. Auf der Autobahn verschleißt das Auto viel langsamer, insbesondere der Motor liebt dieses Fahrregime.

      Ein starker, nicht aufgeladener Saugmotor kann locker 500.000 km erreichen. Danach wechselt man die Steuerkette, paar billige Umlenkrollen und evtl. die Zylinderkopfdichtung und fährt weitere 500.000. Ein absoluter Standardfall in meiner Heimat. Bei den Selbstzündern ist es nicht anders, sofern sie nur einen und keine 2 oder sogar 3 Turbos haben, die aus 1,5 Litern 200PS rausholen. Das macht den Motor natürlich platt.
      Die deutschen Verbrennungsmotoren sind zusammen mit den Japanern weltspitze. Die politisch auferlegten CO2 Limits haben keine nennenswerte Umweltrelevanz, verkürzen aber die Lebensdauer der Motoren erheblich. Somit ist die Umweltbilanz absolut negativ. Ganz zu schweigen von den Elektroautos mit ihren hochgiftigen Batterien.
      Wenn die Politik was für die Umwelt tun will, dann sollte man die Autohersteller anhalten, aufzuforsten bzw. zu renaturieren. Da wird man mit einem Bruchteil des Geldes für die CO2 Reduktion ein Vielfaches an Ertrag für die Umwelt generieren.
      Aber den inkompetenten Schwachköpfen in Brüssel und Berlin geht es offenbar nicht im Geringsten um die Umwelt. Die Entsorgung dieser selbst ernannten Politikelite kann eine Besserung herbeiführen.

  3. Hallo Dieter,

    Ja dann hoffe ich, dass Dein Tesla aus der neuen Produktion Deinen Qualitätsanforderungen entspricht.
    Offensichtlich haben unsere Medien bzg deutscher Automobilhersteller bei dir ganze Arbeit geleistet.
    Tesla sollte erst mal ca 10 Mio Autos produzieren.

    1. Und es schaffen, dass die Türen gscheit zugehen :-) :-D Und lernen, dass es nicht nur weiße Wolken, sondern auch weiße LKWs gibt.
      Viele Grüße

    2. Ach, übrigens: Noch eine Bestätigung für Sie: Ein Model 3 hat Selbstkosten von über 40.000$, wird aber für 30.000 verkauft. Wenn Daimler, BMW und Co. Autos 25% unter Wert verkaufen würden, hätten sie ebenfalls so euphorische Käufer.
      Nochmals viele Grüße

  4. @Aufgewachter
    So ein sinnfreien Kommentar habe ich hier schon lange nicht mehr gelesen.
    1. Wer schafft 100km/h über das Fahrzeugleben? Der Durchschnitt liegt eher bei 40km/h.
    2. Ein hoch komplexes Produkt mit Schuhen zu vergleichen … naja ohne Kommentar.
    3. Wird ein Auto gut gewartet schafft es deutlich meht km. Es gibt Taxen mit mehr als 1 Mio km.
    4. Ein Flugzeug wird praktisch nach jedem Flug gewartet.

    Grüsse aus der Automobilindustrie

  5. Ich finde Telsa eine sehr interessante Firma die viel Pionierarbeit leistet, 500000 in 2018 das glaubt wohl keiner wirklich, 200000 waehre bei der aktuellen Grösse Rekordverdächtig,

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