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Tesla-Aktie an kritischer Marke, Elon Musk mit toller neuer Ausrede

Aber selbst dieser Push scheint Ende der Woche nicht geholfen zu haben. Die Tesla-Aktie sackte am Freita Abend ab auf 301 Dollar. 300 Dollar ist in dieser Aktie die magische Unterstützungslinie...

Von Claudio Kummerfeld

In den letzten Tagen kamen immer mehr Sorgen auf rund um den Wert der Tesla-Aktie. Mögen manche Beobachter endlich mal darüber nachgedacht haben, ob der ganze Laden wirklich 52 Milliarden Dollar wert ist? Erst am Donnerstag berichteten wir über den aberwitzigen Vergütungsplan für Elon Musk, der wohl die gigantischen Ambitionen dieses „Projekts“ wiederspiegeln soll.

Tesla-Aktie vor erneutem Test

Aber selbst dieser Push scheint Ende der Woche nicht geholfen zu haben. Die Tesla-Aktie sackte am Freita Abend ab auf 301 Dollar. 300 Dollar ist in dieser Aktie die magische Unterstützungslinie (sichtbar im Chart). Seit genau einem Jahr versuchen die Shorties die Aktie nun schon zum 4. Mal unter die 300 Dollar-Marke zu jagen. Bislang wurde sie immer angetestet, aber nie nachhaltig unterlaufen.

Wenn dies doch geschehen sollte, wäre erstmal Luft bis auf die Tiefs von 250 und 180 Dollar. Aber wie wir schon mehrmals erwähnten: Man unterschätze niemals die Gläubigkeit der Jünger von Elon Musk, die ihm immer die Treue halten, und den Kurs seit einem Jahr über der 300 Dollar-Marke stützen. Egal wie gruselig die Zahlen sind, sie hielten bisher immer den Kurs oben. Auch dieses Mal?

Elon Musk der Ausreden-Weltmeister

Aktuell „begeistert“ Elon Musk mal wieder mit seinen phantasievollen Ausreden, warum Auslieferungsziele nicht eingehalten werden können. Man wartet für den kommenden Sommer (scherzhaft übertrieben) nur noch auf die Ausrede, dass im August zu viel Schnee gefallen ist, und dass die Auslieferungstrucks in Kalifornien daher die Endkunden nicht erreichen konnten!

Aktuell berichtet das Portal Electrek mit Beweisfoto über einen Auslieferungstruck von Tesla in Norwegen, bei dem die obere Transportschiene auf die untere krachte, und somit Tesla-Autos demoliert wurden. Ein normaler Unfall, wie er immer mal passieren kann? Pro Einwohner gerechnet ist Norwegen der wichtigste Markt für Tesla. Von daher ist dieses Ereignis wichtiger als man denkt.

Wie auch immer. Ob dieser Truck-Unfall ein Einzelfall war oder nicht. Jedenfalls antwortete Musk auf den Tweet von Electrek, dass es wohl ein grundsätzliches Problem mit der Sicherheit der Auslieferungstrucks gebe. Und Sicherheit gehe vor – das sei wichtiger als ein paar mehr ausgelieferte Autos, so Musk! Daher habe er erstmal angewiesen die Auslieferungsmenge in Norwegen zu drosseln. Laut Medienberichten aus Norwegen wurden schon mehrere Transporter aus Sicherheitsgründen bei Inspektionen von Behörden aufgehalten.

So ein Zufall. Kann es nicht viel eher sein, dass die generellen Produktionsprobleme bei Tesla das Problem für die gedrosselten Auslieferungsmengen sind, und dass dieser Unfall ein wunderbarer Anlass für Musk ist die Menge zu senken? Denn damit hat er ja einen Grund, den er präsentieren kann. Schuld sind eben die unfähigen Transporteure in Norwegen, und nicht die eigene Produktion? Natürlich kann es auch wirklich ein Problem mit den Norwegern geben, aber herje… bei Elon Musk gab es ja schon öfters bizarre Gründe, warum Auslieferungen sich verzögerten. Dieser Grund wirkt wie vom Börsengott gesandt!

Tesla-Aktie
Die Tesla-Aktie seit 2015.



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4 Kommentare

  1. Selten sowas dämliches gelesen.

    1. @Sabretooth, was genau meinen Sie damit? Was ist so selten dämlich?
      Als Leser der FMW liebe ich Argumente und stehe auf kontextbezogenene Diskussionen.

  2. @Michael: Dann versuche ich es mal mit Argumenten. Es gibt momentan keine Notwendigkeit für eine „Ausrede“ für Norwegen. Die aktuellen Produktionsprobleme bestehen beim verzögerten Produktionsanlauf des Model3. Und das Model3 wird (wie geplant) noch überhaupt nicht nach Europa geliefert. Somit könnte die „Ausrede“ wie der Autor sagte nur auf Model S und Model X bezogen sein. Und da gibt es momentan keine Produktionsprobleme sondern eine eher enorme Nachfrage. Das ist ein entscheidender Unterschied. Die beiden Modelle haben aktuell unter allen E-Autos mit die schnellsten Lieferzeiten (3-4 Monate ca.). Es ist mal wieder wie so oft. Der Autor wollte einen in bestimmten Kreisen populären Artikel schreiben – für Recherche ist ja inzwischen eher keine Zeit mehr…

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