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Tesla-Aktie eine Woche nach den j√ľngsten Horror-Zahlen, Daimler mit hohen R√ľckstellungen

Bei der Tesla-Aktie lautet das Spiel mal wieder „Same procedure as last quarter“. Die Quartalszahlen, die Tesla letzten Mittwoch pr√§sentierte, waren mal wieder Horror. Verlust verfierfacht…

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FMW-Redaktion

Bei der Tesla-Aktie lautet das Spiel mal wieder „Same procedure as last quarter“. Die Quartalszahlen, die Tesla letzten Mittwoch pr√§sentierte, waren mal wieder Horror. Verlust verfierfacht uvm. Das laufende Jahr solle ein „transformatives Jahr“ werden, so Tesla. Wenn man diese Formulierung schon benutzt, brennt es intern wom√∂glich lichterloh!

Aber gut, auch das ist nichts Neues. Neu ist nur, dass der √ľberschw√§ngliche Optimismus von Elon Musk ausgeblieben ist. Wie aktuell zu h√∂ren ist, vergrault Tesla gerade seine Kunden au√üerhalb der USA. Denn die US-Kunden sollen bevorzugt beliefert werden. Auch wenn beispielsweise ein deutscher Besteller genau wie ein US-Besteller im M√§rz 2016 gleich zum Reservierungsstart sein Modell 3 orderte, werden die ausgelieferten Modelle erstmal dazu verwendet die US-Kunden zu bedienen.

Somit werden laut Branchenangaben Tesla-Autos vom Modell 3 wohl erst im Laufe des Jahres 2019 an Kunden außerhalb der USA geliefert werden, während US-Besteller im Laufe dieses Jahres an die Reihe kommen. Aber diese Ungleichbehandlung kann vielleicht aufgefangen werden durch die selbe Anbetung der Kunden an ihren CEO (Elon Musk) wie einst bei Apple. Wobei Apple immer ablieferte und seit Jahren monströse Gewinne produziert, und Elon Musk eben nicht.

Und was macht die Tesla-Aktie nun aus den Horror-Zahlen der letzten Woche? Wir hatten schon vorher darauf hingewiesen, dass die Musk-J√ľnger auch in den Vorquartalen bei gruseligen Quartalsdaten die Aktie nur ganz kurz ein wenig fallen lie√üen, damit die Aktie sich gleich wieder stabilisieren konnte. Genau so scheint es bis jetzt (!) auch zu laufen.

Mittwoch Abend meldete Tesla, da stand die Tesla-Aktie noch bei 345 Dollar. Bis Freitag rauschte sie runter auf 294 Dollar. Bis jetzt hat sie sich aber wieder erholt auf aktuell 316 Dollar. Im langfristigen Chart haben wir im blauen Kasten die Bewegung seit letzer Woche markiert. Ein Abw√§rtsmove, der die Unterst√ľtzung um die 300 Dollar aber nicht unterschritten hat. Seit April 2017 h√§lt diese Marke! Bleibt es so? Zumindest sieht es Stand heute so aus, dass die J√ľnger dem Guru treu ergeben bleiben.


Die Tesla-Aktie seit Ende 2015.

Daimler

Obwohl vor zwei Wochen die Quartalszahlen und Jahreszahlen ver√∂ffentlicht wurden, pr√§sentiert Daimler heute den kompletten Gesch√§ftsbericht f√ľr das Jahr 2017. Daraus geht zun√§chst einmal hervor, dass CEO Dieter Zetsche f√ľr 2017 mit 8,6 Millionen eine Million Euro mehr bekommt. Die nach Tarif bezahlten Mitarbeiter erhalten im April 5700 Euro Pr√§mie (Vorjahr 5400 Euro).

F√ľr die Aktion√§re gibt es mit 3,65 Euro nun 0,40 Euro mehr Dividende als f√ľr 2016. Das einzige, was bedenklich stimmt, ist der „Volkswagen-Trend“ (so nennen wir es mal) im „Kleingedruckten“ bei Daimler. So ist dort zu lesen, dass man angesichts wachsender rechtlicher Risiken im letzten Jahr weitere 2,1 Milliarden Euro auf die hohe Kante (R√ľckstellungen) gepackt habe auf nun insgesamt fast 14 Milliarden Euro. Diese R√ľckstellungen sind laut Daimler n√∂tig f√ľr m√∂gliche Rechtsrisiken aus Themenbereichen wie:

Kartellrechtliche Verfahren

Finanzdienstleistungen

Gewerblicher Rechtschutz

Kraftstoffverbrauch

Händler-, Lieferanten- und weitere Vertragsbeziehungen

Gew√§hrleistungsanspr√ľche

Aktionärsklagen

Emissionen

Fahrzeugsicherheit

Umweltverfahren

Sonst noch Fragen? Laut Daimler hätten diese Risiken aber keinen nachhaltigen Einfluss auf die Vermögenslage des Konzerns. Die Aktie verliert heute 0,16%, als gar nichts.

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Aktien

Elon Musk: Nach „funding secured“ ist nun die Mitleidsmasche an der Reihe

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Elon Musk sprudelt derzeit vor Kreativit√§t. St√§ndig nur Stress mit Tesla, mit den nervigen Analysten, und dann noch die Presse. Sein Prestigeprojekt Tesla macht laut aktuellster Sch√§tzung der UBS pro verkauften Modell 3 ganze 5900 Dollar Verlust. So viel Geld muss man erstmal verbrennen. Aber Musk hielt auch j√ľngst daran fest, dass Tesla noch in diesem Jahr in die Gewinnzone kommen werde.

Dann kam vor Kurzem sein inzwischen legend√§rer Tweet, dass er die Tesla-Aktie einfach komplett von der B√∂rse nehmen und Tesla zu einer nicht an der B√∂rse gelisteten AG umwandeln werde. Die Finanzierung daf√ľr sei gesichert („funding secured“). Auch nach Tagen kann er immer noch keinen Finanzier nennen, der ihm dieses De-Listing wirklich schriftlich garantiert h√§tte. Nach seinen Aussagen h√§tte ihm der saudische Staatsfonds generell Unterst√ľtzung zugesagt. Aber eine feste Zusage klingt anders.

Inzwischen macht sich das Netz zunehmend lustig √ľber Musk¬īs Tweet mit dem Spruch „funding secured“, weil niemand daran glaubt, dass Musk irgendeine konkrete Zusage hat. So gibt es aktuell zum Beispiel Spr√ľche im Netz, wo M√§nner schreiben, was sie ihren Frauen sch√∂ne Dinge versprochen haben (Urlaubsreisen, Schmuck etc), und dahinter der Zusatz „funding secured“. Mehr H√§me gibt es wohl kaum f√ľr den doch eigentlich so smarten Elon Musk.

Aber das Loch hat er sich selbst gegraben, in dem er jetzt sitzt. Die B√∂rsenaufsicht und die Aktion√§re von Tesla d√ľrften Musk massive rechtliche Probleme bereiten, wenn er nicht bald einen echten Geldgeber pr√§sentiert – denn sonst k√∂nnte man ihm seinen Tweet als massive Kursmanipulation der Tesla-Aktie auslegen. Und was macht Musk jetzt? Er zieht den Mitleids-Joker. So hat er aktuell der NYT ein Interview gegeben.

Er arbeite so viel (120 Stunden die Woche). Er habe sogar seinen Geburtstag in der Tesla-Fabrik verbracht. Und obwohl er so extrem viel arbeite, könne er nur mit starken Schlafmitteln ein Auge zumachen. Der Aufsichtsrat von Tesla sucht laut NYT derzeit schon einen Manager als Vize um Musk zu entlasten. Musk selbst will davon aber nichts mitbekommen haben. Die letzten Monate seien von der Arbeitsbelastung her unerträglich gewesen, so Musk. Ohhh, wie schlimm, der arme Elon.

Soll die Tesla-Aktie jetzt vielleicht aus Mitleid f√ľr den Chef steigen? Aber auch das w√§re den Musk-J√ľngern zuzutrauen, die ihm ja stumpf alles glauben. Aber jetzt genug der H√§me. Was sagt die Tesla-Aktie? Nach seinem De-Listing-Tweet stieg sie am 7. August von 342 auf 387 Dollar. Seitdem geht es nur abw√§rts auf zuletzt 335 Dollar. Vorb√∂rslich liegt die Aktie heute mit 2,4% im Minus bei 327,40 Dollar.

Elon Musk
Foto: Maurizio Pesce from Milan, Italia – Elon Musk, Tesla Factory, Fremont (CA, USA) (CC BY 2.0) – Ausschnitt aus Originalfoto

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Aktien

Wirecard mit tollen Aussichten in den Dax? Genua-Br√ľckenbetreiber verliert kr√§ftig

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Wirecard pusht sich gerade selbst in den Dax. Durch heute veröffentlichte sehr gute Zahlen steigt der Aktienkurs von Wirecard heute weiter an, und damit entfernt sich das Unternehmen im Börsenwert noch weiter von dem der Deutschen Bank (fast 22 Milliarden vs 20,4 Milliarden Euro) Рvon der Commerzbank brauchen wir da gar nicht erst reden. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Deutsche Börse Wirecard Anfang September in den Dax aufnimmt, und die Commerzbank rausschmeißt. Die Zahlen sind super. Wirecard heute im Wortlaut:

Die Umsatzerlöse im Konzern erhöhten sich im ersten Halbjahr 2018 um 45,8 Prozent auf 897,6 Mio. EUR (H1/2017: 615,5 Mio. EUR). Im zweiten Quartal 2018 stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 40,1 Prozent auf 477,1 Mio. EUR (Q2/2017: 340,6 Mio. EUR).

Im ersten Halbjahr 2018 stieg der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 176,5 Mio. EUR um 39,0 Prozent auf 245,4 Mio. EUR. Das EBITDA erh√∂hte sich im zweiten Quartal 2018 um 39,8 Prozent auf 133,0 Mio. EUR (Q2/2017: 95,2 Mio. EUR).¬†Das Ergebnis nach Steuern im ersten Halbjahr 2018 stieg um 46,6 Prozent auf 153,3 Mio. EUR (H1/2017 104,5 Mio. EUR). Der Cashflow aus laufender Gesch√§ftst√§tigkeit (bereinigt) betrug 196,2 Mio. EUR. Der Free-Cashflow stieg um 40,2 Prozent auf 161,4 Mio. EUR (H1/2017: 115,1 Mio. EUR). Das √ľber die Wirecard-Plattform abgewickelte Transaktionsvolumen stieg innerhalb der ersten sechs Monate um 48,5 Prozent auf EUR 56,2 Mrd. EUR (H1/2017: 37,9 Mrd. EUR).

Wirecard CEO Dr. Markus Braun sagt: „Wir verzeichnen ein starkes organisches Wachstum, nicht zuletzt aufgrund des sich beschleunigenden weltweiten Trends zur Digitalisierung von Zahlungsprozessen. Die Digitalisierung steht in vielen Branchen erst ganz am Anfang. So besteht ein enormes Wachstumspotential f√ľr Handelsunternehmen darin, s√§mtliche Vertriebskan√§le √ľber eine einheitliche digitale Plattform zu vereinen. Kunden erhalten somit ein nahtloses Einkaufserlebnis und H√§ndler k√∂nnen die Kundenansprache in Echtzeit steuern.“

Aber auch die Aussicht f√ľr das Gesamtjahr ist phantastisch. So erh√∂ht Wirecard heute die EBITDA-Prognose f√ľr 2018 aufgrund des starken Wachstums auf eine Bandbreite von 530 bis 560 Millionen Euro (bisher 520 bis 545 Millionen Euro). Das gef√§llt der B√∂rse, und so steigt die Aktie heute um 9%. Im Chart sieht man die steigende Wirecard-Aktie gegen die eher schwache Deutsche Bank-Aktie seit Ende 2017.

Wirecard vs Deutsche Bank

Genua

Die eingest√ľrzte Autobahnbr√ľcke in Genua wurde betrieben vom privaten Anbieter „Autostrade per l’Italia“. Der wiederum geh√∂rt der italienischen Infrastruktur-Gruppe Atlantia, hinter der die ber√ľhmte Benetton-Familie steht. Die Atlantia-Aktie ist seit dem Br√ľckeneinsturz in Genua massiv gefallen, von 25 auf jetzt 18,49 Euro. Das Problem: Die italienischen Beh√∂rden und vor allem die neue Regierung in Rom wollen schnell einen Schuldigen pr√§sentieren. Und in der Tat: Was l√§ge da n√§her als den Autobahnbetreiber in die Verantwortung zu nehmen, zumal wenn er f√ľr die Wartung der Br√ľcke verantwortlich ist. Die Firma weist aktuell alle Schuld von sich. Also ist noch v√∂llig unklar, wer oder was nun verantwortlich ist f√ľr den Br√ľckeneinsturz. Italien droht sogar damit der Firma die Vertr√§ge f√ľr alle Projekte im Land zu entziehen. Die Aktie wird also auf absehbare Zeit eine hei√üe Kiste f√ľr B√∂rsianer bleiben.


Die Atlatia-Aktie seit Ende 2015. Der aktuelle Kurseinbruch ist deutlich zu erkennen.

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Aktien

Walmart-Quartalszahlen: Erwartungen √ľbertroffen, Aktie +9%

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am

Die Walmart-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen vom größten Einzelhändler der USA Рweil Walmart die Nummer 1 ist, sind diese Zahlen so wichtig im Konsumland USA!

Der Umsatz liegt bei 128 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 123,3/erwartet 126).

Der Gewinn liegt bei 1,29 Dollar pro Aktie (erwartet 1,21).

Die Aktie notiert vorbörslich mit +9%.

Die US-Onlineverk√§ufe bei Walmart steigen um 40% (auf das Gesamtjahr von Walmart hochgerechnet), was den Gesamtumsatz nat√ľrlich ankurbelt. Es wird die B√∂rsianer freuen, dass auch ein alter Hase des station√§ren Einzelhandels im Onlineshopping mitmischen kann.

Interessant: Tatsächlich hat Walmart einen Verlust von 0,29 Dollar pro Aktie eingefahren. Der entsteht aber hauptsächlich (Rechenweg in erster Grafik unten) durch Belastungen aus dem Verkauf des Brasilien-Geschäfts. Dieser Kostenfaktor wird (weil einmalig) als Sonderposten herausgerechnet, und so kommt man im Kerngeschäft auf einen Gewinn von 1,29 Dollar pro Aktie.

Walmart-Quartalszahlen

Walmart-Quartalszahlen

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