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Aktien

Tesla: Aktie jetzt noch kaufen bei Aufnahme in S&P 500?

Markus Fugmann

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am

Die Aktie von Tesla dümpelte lange unter der Marke von 100 Dollar – und hat sich seit Ende des Vorjahresmehr mehr als versechsfacht mit einer aktuelen Marktkapitalisierung von mehr als 600 Milliarden Dollar. Damit ist Tesla mehr wert als die sechs größten Autohersteller zusammen! Ist das gerechtfertigt?

Tesla-Bullen argumentieren: Tesla sei nun einmal nicht nur ein Autohersteller, sondern eben ein Tech- oder Software-Unternehmen. Das mag sein – aber praktisch alle Autohersteller werden nicht zuletzt durch die Umstellung auf E-Mobilität zunehmend ebenfalls zu Tech-Unternehmen. Vor allem aber stellt sich die Frage der Bewertung, weil das Unternehmen von Elon Musk nicht wirklich Geld verdient mit dem Verkauf seiner Autos (bekanntlich ist es lediglich der Verkauf von Emissionszertifikaten, die Tesla in die Gewinnzone bringt).

Aufnahme in S&P 500 – wie ist die charttechnische Lage bei Tesla?

Am Montag wird Tesla in den amerikanischen Leitindex S&P 500 aufgenommen – noch unklar ist, ob das Turbulenzen aufgrund der hohen Marktkapitalisierung des Unternehmens auslösen wird (Index-Anbieter müssen spätestens heute andere S&P 500-Aktien verkaufen, um Platz für die am Montag erfolgende Neuaufnahme zu machen).

So oder so: als Mitte November entschieden wurde, Tesla doch in den S&P 500 aufzunehmen, Stand die Aktie im Bereich von 400 Dollar – und hat seitdem innerhalb von vier Wochen gut 50% hinzugelegt. Der Grund: viele Fondsmanager müssen die Aktie kaufen, dazu kamen Spekulanten, die sich auf die Erfahrung stützen konnten, dass eine Aktie, die in den großen Index aufgenommen wird, bis dahin steigt. So kam es dann ja auch.

Aber wie geht es nun weiter? Hält der Mega-Lauf der Aktie an? Die Erfahrung wiederum zeigt, dass Aktien, die in einen großen Indeex aufgenommen werde, dann nach der Aufnahme sich eher unterdurchschnittlich entwickeln. Wird das bei Tesla auch so kommen?

Michael Silva (hier sein in jeder Hinsicht emfehlenswerter Youtube-Kanal „Figuring out money“) analysiert die charttechnische Ausgangslage der Aktie im Vorfeld der S&P 500-Aufnahme. Und eines scheint klar: wer die Aktie nun traden will, sollte das mit einem Stoploss tun – denn es kündigt sich eine große Bewegung an:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

 

Die Aktie von Tesla macht Elon Musk Freude

Elon Musk. Foto: Duncan.Hull CC BY-SA 4.0 – Ausschnitt aus Originalfoto

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    OZO

    19. Dezember 2020 06:03 at 06:03

    Interesting- another bubble stock to look at would be Shopify

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Aktien

Auto1 vor IPO: Buch gut gefüllt, Aktie im Pre-IPO-Handel höher

Claudio Kummerfeld

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am

Börsenkurse

Haben wir eine Coronakrise, eine Rezession so schlimm wie seit Jahrzehnten nicht mehr? Nein, Notenbanken und Regierungen schließen die Lücke, die Börse läuft auf Rekordkursen, und alles wird gut? Jetzt gibt es den nächsten Kandidaten für die große Sause, nämlich die Firma Auto1 aus Berlin. Sie gab gestern Details für ihren Börsengang in Frankfurt bekannt, wonach am 4. Februar der erste Handelstag stattfinden soll (Angebotszeitraum für die Aktien läuft vom 26. Januar bis 2. Februar). An der Frankfurter Wertpapierbörse wird die Aktie von Auto1 unter dem Handelssymbol AG1 und der ISIN DE000A2LQ884 zu finden sein.

Laut aktuellen Berichten haben am Börsengang von Auto1 beteiligte Banken gemeldet, dass Kauforders für das vollständige Emissionsvolumen von 1,5 bis 1,8 Milliarden Euro vorlägen. Daran erkennt man, wie groß der Drang der Börsianer sein muss. Man blicke auf zahlreiche andere IPOs dieser Tage, und möchte sagen: Es gehört auch hier zum guten Ton dazu, dass das begehrte Unternehmen natürlich noch Verluste macht. So hat Auto 1 nach eigenen Angaben letztes Jahr 2,8 Milliarden Euro umgesetzt und gut 15 Millionen Euro Verlust gemacht. In drei Jahren will man in die Gewinnzone kommen.

Wer das Unternehmen nicht kennt: Auto1 kauft nach eigenen Aussagen über zwei Kanäle Fahrzeuge an. Über das Netzwerk der wirkaufendeinauto.de-Marken biete man Verbrauchern eine einfache Möglichkeit, ihre Gebrauchtwagen zu verkaufen. Die Remarketing-Lösungen für Händler würden den Partnern helfen ihren Bestand an Gebrauchtwagen zu verkaufen. Die Fahrzeuge werden dann auf den Verkaufskanälen der AUTO1 Group, der Konsumentenmarke Autohero und der Handelsplattform für Händler, AUTO1.com angeboten.

Die Anleger scheinen auch im vorbörslichen inoffiziellen Handel auf die Aktie abzufahren. Im „Handel per Erscheinen“ auf Tradegate sieht man bei einer IPO-Spanne von 32-38 Euro aktuell einen Handelskurs von 44-47 Euro. Mag sein, dass anfangs ein kleiner Hype entsteht. Schaut man aber auf zahlreiche IPOs in Deutschland und vor allem in den USA in den letzten Jahren, dann darf man aber fragen, ob der Kursverlauf in den nächsten Monaten von Erfolg gekrönt sein kann. Man sieht jedenfalls aktuell: Nach allem menschlichen Ermessen wird das IPO von Auto1 kurzfristig ein Erfolg werden (wenn bis dahin nicht noch ein großer Börsencrash geschieht). Auto1 will übrigens von den angestrebten Einnahmen von 1 Milliarde Euro rund 750 Millionen Euro in das Wachstum des Unternehmens stecken, und 250 Millionen Euro in die Rückzahlung einer bestehenden Wandelanleihe.

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Aktien

Aktien: Blase? Manches spricht wohl eher dagegen!

Erleben wir derzeit eine große Blase bei Aktien? Warum fallen die Börsen nicht bei den immer wieder aufs Neue präsentierten „Bad News“?

Wolfgang Müller

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Erleben wir derzeit eine große Blase bei Aktien? Derzeit wundern sich viele über die Langlebigkeit der Euphorie an den Märkten bei bestimmten Aktien: bei den ständig zitierten Mode-Aktien, ob im Elektromobil- oder im Wasserstoffbereich, oder bei Pennystocks, die teilweise jenseits von Gut und Böse notieren. Aber auch über unglaubliche Stories bei den wiederentdeckten aus dem Bereich Aktien . Dort ist nicht alles „Dreck“, der nach oben gespült wird. Es gibt hierfür sogar fundamentale Zusammenhänge. Unabhängig von einer bevorstehenden Korrektur, die aufgrund der Hemmungslosigkeit von bestimmten Anlegerkreisen, immer wahrscheinlicher wird.

Aktien und die Mutter aller Kursanstiege

„We are in a bubble, but it’s a rational bubble“, so der sehr geschätzte Pimco-Berater Mohamed-El-Erian kürzlich in einem Interview. Was meint er damit?

Natürlich den großen Einsatz der Notenbanken, der alte Relationen bei Gewinn- und Umsatzdaten von Aktien und Indizes relativiert, deshalb ist es stets etwas verwunderlich, warum man alte Daten als Vergleichsmaßstab für Übertreibungen heranzieht.

Was bereits seit vielen Jahren die Aktienmärkte unterstützt, ist die Marginalisierung der Anlageklasse Anleihen, wie an diesem Chart ersichtlich, der eine Korrelation zwischen Bilanzausweitung der Notenbanken und dem Welt-Aktienindex aufzeigt.

Aktien - eine Blase? Die Bilanzen der Notenbanken

Die Branchenrotation

Als man im Spätsommer 2020 erkannt hat, dass es in absehbarer Zeit eine medizinische Lösung für die Covid-19 Pandemie geben könnte, ist eine Gattung von Aktien angesprungen, die besonders unter den Wirtschaftseinbrüchen gelitten hat und bereits schon ein Jahrzehnt die Wachstumsaktien underperformt – der Sektor der Small Caps. Klar ist der Nebenwerte-Index Russell 2000 sehr schnell gestiegen und manche Branchen wie der Energiesektor haben kleine Fahnenstangen ausgebildet – aber ist das eine Bubble? Wenn man sich die langfristige Performance betrachtet? Ich habe bereits im Herbst in einigen Artikeln darüber berichtet, dass es langfristig immer zu einem Ausgleich zwischen den Großen und den Kleinen und zwischen Value und Growth gekommen ist. Mit Small Caps meine ich natürlich nicht die vielen Pennystocks, die von Neo-Zockern derzeit „gehypt“ werden. Auch diese scheinbare Erfolgsgeschichte wird ein Ende haben. Hier sieht man die großen Zyklen der Auf- und Abschwünge.

Aktien in einer Blase? Small Caps

Zu Zeiten von Corona ein 42-Jahrestief, getrieben durch den Hype um die GAFAM-Titel. Die Small Caps befanden sich vor ein paar Monaten noch auf einem 20-Jahrestief und es ist nicht alles „Dirt“, der nach oben gespült wird.

Value gegen Growth

Wie bereits erwähnt, gibt es seit Jahrzehnten einen Zweikampf zwischen den Wachstums- und den langweiligen Aktien aus dem Bereich Value, bei denen es immer wieder zu einem Ausgleich in der Performance gekommen ist. Was liegt also näher, als dass der technogielastige Nasdaq-Index nach seinen 1100 Prozent Performance seit 2009 sich eine Zeitlang schlechter entwickeln wird, als die Aktien aus dem Bereich Value? Dafür dürften schon allein die Regulationen unter der neuen Regierung Biden sorgen. Deshalb wird die Breite der Kursanstiege zunehmen, weil die Big Seven mit ihren 27 Prozent Marktanteil an Dominanz verlieren könnten. Hier ein langfristiger Chart, der das Auf- und Ab zwischen den Anlageklassen dokumentiert.

Die Vergleiche zwischen Energie- und Finanztiteln und dem S&P 500 und zwischen Gesundheit, Konsumgüterherstellern, Versorgern und dem Leitindex.

Die Entwicklung der Aktien Zykliker und defensive Aktien

Fazit

Warum fallen die Börsen nicht „Stante Pede“ bei den immer wieder aufs Neue präsentierten „Bad News“? Zum einen, weil die oben beschriebene Branchenrotation läuft und weil die Märkte Corona abgehakt haben und aufgrund des zeitlichen Vorlaufs schon auf den Herbst blicken. Unabhängig von den jederzeit möglichen Korrekturen, aufgrund der vielen Anleger, die glauben an den Börsen einen „Free Lunch“ zu bekommen. Bei dem Irrsinn am Optionsmarkt mit kleinen Titeln, die immer wieder „Gamma-Squeezes“ auslösen. Deshalb kann jederzeit ein Washout einsetzen, die Volatilität steigen.

Vergessen wir aber bei all der Zockerei mit den kleinen Aktien nicht. Alle 2000 Werte im Russell zusammen besitzen nicht einmal ein Zehntel der Marktkapitalisierung des Aktienmarktes in den USA. Allein eine Enttäuschung bei einem FAANG-Wert in dieser Berichtssaison wird größere Marktreaktionen zeitigen, wie ein Wert GameStop, auch wenn er auf absurde 10 Milliarden Dollar gepusht wird, es ist nicht einmal ein halbes Prozent von Apple. Die große Gefahr lauert im Nasdaq.

Der Verlauf der Corona-Krise, Beispiel USA: Die Coronainfektionen haben bereits offiziell die schreckliche Zahl von 26 Millionen Bürger (7,7 Prozent der Bevölkerung erreicht). Nimmt man die Dunkelziffer in moderater Form hinzu, dürfte man schon bei 100 Millionen Menschen angelangt sein. Aber wie viele Menschen wurden schon in wenigen Wochen geimpft? Über 22 Millionen und es werden in Kürze mehr als eine Million pro Tag sein, wenn AstraZeneca, Johnson&Johnson, CureVac, Novavax, Inovio, Sanofi und viele andere auch noch auf den Markt drängen (nach BioNTech und Moderna). Die Zahl der Impfstoffprojekte beträgt aktuell 186, 60 davon sind in klinischen Studien. Da scheint das Vorhaben der USA die eigene Bevölkerung bis in den Spätsommer immunisiert zu haben, gar nicht so abwegig zu sein. Nicht so sehr in der EU, die sich beim Ordern der Impfdosen über den Tisch hat ziehen lassen (America und Money First). Darauf blicken die Märkte – aber was das mit Kapitalmarktzinsen, Inflation und Firmenpleiten zu diesem Zeitpunkt macht, das ist das Thema des Herbstes und kann auch heute nicht von den Börsen beurteilt werden.

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Aktien

Andre Stagge über sein Depot, Inflation, Bitcoin und steigende US-Renditen

Claudio Kummerfeld

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Andre Stagge

Der Börsenexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) bespricht im folgenden ausführlichen Video fünf Positionen in seinem eigenen Investmentdepot. Aber er spricht auch über wichtige Themen in einem größeren Zusammenhang. Zum Beispiel geht er der Frage nach, ob in 2021 die große Inflation ansteht. Auch schaut er auf die mögliche weitere Entwicklung des Bitcoin, und bespricht die interessante Thematik, welche Auswirkung nachhaltig steigende Anleiherenditen in den USA auf die Märkte haben.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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