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Tesla-Aktie mit neuem Allzeithoch dank neuem Kursziel – the Sky is the Limit?

So macht Börse Spaß, wenn man a) Elon Musk heißt oder b) als Aktionär bereits die Aktie besitzt? Es geht immer noch höher! Abgesehen von einem kleinen unbedeutenden Haus gibt es heute vom vermeintlich guten Namen…

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FMW-Redaktion

So macht Börse Spaß, wenn man a) Elon Musk heißt oder b) als Aktionär bereits die Aktie besitzt? Es geht immer noch höher! Abgesehen von einem kleinen unbedeutenden Haus gibt es heute vom vermeintlich guten Namen „Piper Jaffray“ eine neue Beurteilung mit neuem Kursziel für die Tesla-Aktie. Nach bisher 223 Dollar Kursziel ist man anscheinend von jetzt auf gleich auf die Idee gekommen das Kursziel zu ändern?

Es steigt um satte 65% auf jetzt 368 Dollar. Hut ab, das ist mal eine Hausnummer. Kann das neue Kursziel schlicht und einfach daran liegen, dass das alte Ziel längst überrannt wurde? Einfach die „Bewertung“ an den aktuellen Kurs anpassen und noch was oben drauf packen, so einfach geht das? Nein nein, wir wollen nichts unterstellen. Sicher wissen die hochdekorierten Investment-Menschen bei dieser namhaften Firma, was sie da tun.

Als Teil ihrer Research-Tätigkeit haben die Analysten von Piper Jaffray zuletzt selbst einen Tesla gefahren. Anscheinend war man so begeistert, dass man jetzt durchdreht. Denn man sagt sogar selbst, dass für jetzige Neukäufer der Tesla-Aktie eine „kreative Bewertungsmethode“ notwendig sei um jetzt noch aufzuspringen. Aber dennoch setzt man sein Kursziel so stark rauf auf 368 Dollar (Schlusskurs Freitag bei 302,54 Dollar) und ändert die offizielle Einstufung von „Neutral“ auf „Übergewichten“.

Unter den bedeutenden Namen an der Wall Street ist Piper Jaffray jetzt die Nummer 1 bei den höchsten Preiszielen für diese Aktie. Dabei erwartet man für das Bilanzjahr 2017 bei Tesla einen Verlust pro Aktie von 4,83 Dollar auch aufgrund von Ineffektivität beim neuen Modell 3. Aber man glaube daran, dass die Auslieferungen des neuen Modells langfristig stark ansteigen.

Was bei Tesla geschieht, kann man auch so beschreiben. Man setzt am Roulette-Tisch immer weiter auf Rot. Man verliert immer wieder, weil ständig Schwarz kommt, und setzt immer mehr Geld auf Rot in der Hoffnung, dass irgendwann Rot kommt. Der Einsatz wird immer höher. Die extrem hohen Erwartungen und Sehnsüchte sind schon eingepreist, und dann setzt kurz nach Erreichen des Allzeithochs von letzter Woche so ein neues Kursziel noch mal einen drauf. Herzlichen Glückwunsch (ehrlich gemeint!) an alle, die zuletzt mit dieser Aktie Kursgewinne erzielt haben.

Die sind jedem Spekulanten zu gönnen, der dieses Risiko eingegangen ist. Wann wie und ob die Blase platzt, wollen wir schon lange nicht mehr abschätzen. Es kann jederzeit passieren, oder noch eine ganze Weile so weiter gehen mit neuen Push-Infos. Oder Elon Musk übertrifft mit seinen Modell 3-Verkaufszahlen wirklich noch die kühnsten Erwartungen, während gleichzeitig alle etablierten Autohersteller mit ihren E-Auto-Angeboten versagen? Das ist theoretisch auch möglich – wie gesagt, der Einsatz steigt, das Risiko wird größer!

Die Tesla-Aktie seit Dezember 2016. Der letzte Candle rechts oben zeigt die aktuelle Eröffnung in New York mit neuem Allzeithoch. Dort liegt die Aktie.jetzt ganz aktuell bei 313 Dollar.

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Walter Schmid

    10. April 2017 17:11 at 17:11

    Analysten-Kursziele sind so ziemlich die entbehrlichsten Börsennachrichten. Eine der sichersten Methoden, an der Börse Geld zu verlieren, ist, seine Anlageentscheidungen nach den Kurszielen der Analysten auszurichten.
    Und der Tesla-Kurs zeigt einmal mehr, wie verrückt Börsianer sein können. Dem FMW-Beitrag kann ich nur voll und ganz zustimmen. Wer jetzt noch Tesla-Aktien kauft, dem ist wahrlich nicht mehr zu helfen.

  2. Avatar

    Einzahler

    10. April 2017 23:39 at 23:39

    „Oder Elon Musk übertrifft mit seinen Modell 3-Verkaufszahlen wirklich noch die kühnsten Erwartungen, während gleichzeitig alle etablierten Autohersteller mit ihren E-Auto-Angeboten versagen?“ Bis jetzt haben die deutschen Autobauer auf der Elektroschiene komplett versagt, es sieht so aus als wollten sie einfach keine Elektroautos verkaufen. Die Südkoreaner sind mit ihrem Hyundai Ioniq schon auf der Überholspur. Falls Daimler, VW, BMW und Konsorten nicht bald erwachen, werden sie vermutlich auch noch den Chinesen ins nicht mehr vorhandene Auspuffrohr schauen müssen.

    • Avatar

      Petkov

      11. April 2017 06:53 at 06:53

      Richtig erkannt, sie wollen noch keine Elektroautos verkaufen, weil es noch zu früh ist, um richtig Geld damit zu verdienen. Hyundai ist eine gute Firma, aber bei weitem nicht so profitabel wie die Deutschen Premiumhersteller. Das ist wie früher mit den Elektro-Hybriden: groß war der Aufschrei, dass Daimler, BMW & Co. von Toyota abgehängt würden. Heute gibt’s deutsche Hybridfahrzeuge in allen Größen und Farben. Trotzdem werden sie nur mäßig nachgefragt, da sie nur bedingt Vorteile bringen, aber auf jeden Fall Nachteile (Gewicht, schlechte Dynamik und Wiederverkaufswerte etc.).

      Und ihr Ioniq ist ein langweiliges Durchschnittsfahrzeug, das für eine Budget-Marke auch noch alles andere als günstig ist.

      Wo die DE Hersteller allerdings versagen, ist das Marketing. Sonst würden geschätzte Zeitgenossen wie Sie nicht so eine schlechte und falsche Meinung vom Stand der deutschen Elektromobilität haben. Klar kann die deutsche Autoindustrie an der chinesischen zugrunde gehen. Das hätte aber andere, auch politische Gründe. Am angeblich verpassten E-Auto Trend wird’s nicht liegen.

  3. Avatar

    VwFan

    12. April 2017 19:30 at 19:30

    Ex-GM Vorstand Bob Lutz warnt: „Tesla wird untergehen“
    http://aktien-boersen.blogspot.de/2017/04/ex-gm-vorstand-bob-lutz-warnt-tesla.html

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

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