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Tesla-Aktie öffnet mit -6%: Haben die Shorties diesmal Glück dank Goldman´s Unterstützung?

Wie oft sind Shorties in der Tesla-Aktie schon in ihr Verderben gerannt? Ständig präsentiert Tesla schlechte Quartalszahlen. Verluste ohne Ende, Geld wird verbrannt, Produktionsprobleme, Produktionsziele brutal…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Wie oft sind Shorties in der Tesla-Aktie schon in ihr Verderben gerannt? Ständig präsentiert Tesla schlechte Quartalszahlen. Verluste ohne Ende, Geld wird verbrannt, Produktionsprobleme, Produktionsziele brutal verfehlt. Alles egal – Elon Musk sagte seine Heilsversprechen auf, und die große Meute von Analysten und Anlegern glaubte ihm alles.

Diverse Male müssen Trader, die basierend auf schlechten Zahlen die Aktie shorteten oder gegen sie mit Optionen spekulierten, extrem böse auf die Nase gefallen sein. Die Aktie machte zwar in der Vergangenheit öfters Anläufe zu fallen, konnte sich aber immer wieder schnell erholen. Ist es dieses Mal anders? Gestern Abend nach US-Börsenschluss hatten wir die aktuellsten Daten schon präsentiert. Mal wieder höhere Verluste als erwartet. Und das Erreichen des Produktionsziels verschiebt Tesla auch ins nächste Jahr.

Also ideale Voraussetzungen zum Shorten? Gestern Abend verlor die Tesla-Aktie nachbörslich 4%. Heute zur offiziellen Markteröffnung verliert sie 6%, und lag vorhin im Tief schon bei genau 300 Dollar. Das ist im Vergleich zum Hoch aus September bei 389 Dollar bereits ein Verlust von 22,8%. Im Chart (Tesla-Aktie seit April) haben wir mal einige Abstürze eingezeichnet, wo Shorties schon gut hoffen konnten, dass man diesmal gut absahnen kann auf dem Weg nach unten. Dann drehte die Aktie jedes Mal nach oben, und konnte stets über dem Niveau von 300 Dollar bleiben.

Die Hoffnung der Shorties, dass es diesmal einen stärkeren Absturz gibt, untermauert ganz aktuell die Meinung von Goldman Sachs. Wohl im Zuge der gestern veröffentlichten Daten stuft Goldman die Tesla-Aktie auf Sicht von sechs Monaten um 36% im Kurs herab auf ein Kursziel von 205 Dollar. Das ist eine klare Ansage. Das Verkaufsrating bestand schon vorher, und wird jetzt bestätigt. Auch weist man darauf hin, dass Goldman bei einer möglichen neuen Kapitalerhöhung von Tesla (wohl bald wieder nötig?) NICHT als Konsortialbank zur Verfügung stehe. Man weist auch nochmal darauf hin, dass Tesla gestern seine Produktionsziele (5000 Autos pro Woche) von Ende Dezember 2017 auf Ende März 2018 verschoben habe. Damit verschiebe sich das Ziel von 10.000 Autos pro Woche auf das Jahr 2019, so Goldman.

Aktuell notiert die Tesla-Aktie bei 301,70 Dollar. Shorten? Mit CFDs oder Puts auf fallende Kurse spekulieren? Oder schaffen es „Elon´s Jünger“ mal wieder die Aktie oben zu halten? Wir halten uns da raus, bilden Sie sich selbst eine Meinung bei dieser verdammt heißen Kiste!


Die Tesla-Aktie seit April.

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Rainer Köhler

    2. November 2017 16:39 at 16:39

    Jetzt gibt’s Saures! Das wird wohl ein ziemlich bitterer Tag für viele Kleinanleger, die auf den Hypezug aufgesprungen sind. Würde mich nicht wundern, falls es hier zu Panik-Abverkäufen dieser Kleinanleger kommt. Wer weiß, was das für Leute sind, womöglich auch viele Schuldner? Der Absturz von Tesla dürfte noch weit größere Auswirkungen auf den Gesamtmarkt haben, als viele sich das jetzt vorstellen können. Der psychologische Aspekt: Dreht sich der Wind hin zu Value statt Spekulation, nachdem der Mesias Musk entzaubert und bald vielleicht als Scharlatan verteufelt wird? Das könnte so einige Blasen platzen lassen.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      2. November 2017 16:42 at 16:42

      @Rainer Köhler, sehr starker Kommentar! Sehe ich ganz genauso! Tesla ist das Symbol für einen großen Zusammenhang!

  2. Avatar

    PK

    3. November 2017 07:00 at 07:00

    Es wird ganz sicher zu Aktionärsklagen kommen.
    Es gibt auch in USA eine Ad Hoc Publizitätspflicht.
    Aufgrund der dramatisch veränderten Model 3 Zahlen im Vergleich zu Musks Versprechungen hätte es sicher eine Ad Hoc geben müssen.
    Und man wird sich bei Gelegenheit auch mal mit den kreativen Luftbuchungen beschäftigen müssen was die Inventories betrifft.
    https://seekingalpha.com/article/4119715-tesla-buying-cars

    Übrigens wird die Tesla Aktie mit 650.000 Euro pro verkauftem Fahrzeug bewertet !
    Zum Vergleich VW mit 700 Euro.
    300 Dollar sind immer noch komplett überteuert. Man gewöhnt sich ja an absurde Bewertungen und glaubt jetzt subjektiv einen günstigeren Kurs vor sich zu sehen.
    Der richtige Fall kommt aber erst noch.
    Wahrscheinlich spätestens Mitte nächsten Jahres wenn die Qualität vom Model3 durch echte Endkunden entzaubert wird.

    • Avatar

      Petkov

      3. November 2017 09:30 at 09:30

      Das ist alles richtig, aber trotzdem kommen auch die europäischen Hersteller zukünftig nicht drumherum, sich ein paar von diesen „Zaubertricks“ anzueignen. Wie schaffst du es in Zeiten von sich immer mehr angleichenden Technologien, Begeisterung für ein Produkt zu wecken, das man noch nicht richtig nutzen kann, schlechte Qualität zu einem hohen Preis bietet und das Leben der Kunden sogar komplizierter macht, als bisher nötig.
      Das ist die Kernleistung von Elon. Früher hat man gedacht, das funktioniert nur bei Amis, aber das stimmt offensichtlich nicht. Er hat zweifellos überall seine Jünger. Die sind zwar eher laut als zahlreich, abe die existieren tatsächlich.
      Viele Grüße

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Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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