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Tesla-Aktie: Schlechte Nachrichten und viel Glück

Bei Tesla geht mal wieder die Post ab. Gestern wurde bekannt, dass Tesla offenbar weit weniger Autos produziert, als es laut Vorgaben von Elon Musk eigentlich sein sollten. Und jetzt kommt Goldman Sachs noch hinzu. Man senkt heute das Kursziel für die Tesla-Aktie von 200 auf 158 Dollar. Die Einstufung belässt man bei „Verkaufen“. Die Abwärtsstrecke in der Aktie dürfte sich fortsetzen. Denn es zeichne sich immer klarer ab, dass die Erwartungen an die Nachfrage für E-Autos von Tesla zu hoch seien.

Tja, mal wieder schlechte Nachrichten für Tesla. Und die Aktie? Die hat echtes Glück. Hier haben wir sie (schwarz) verglichen mit dem Nasdaq (orange). Der drehte Anfang Juni gen Norden, und so konnte auch die Tesla-Aktie ihren Absturz beenden, und im Zuge des Gesamtmarkt-Anstiegs nach oben mit schwimmen. Aktuell verliert die Aktie nur 1,4% gegenüber gestern Abend. Dieser sehr milde Rückfall der Aktie kann wohl damit begründet werden, dass der gesamte Aktienmarkt heute sehr gut gelaunt ist dank der gestrigen Fed-Aussagen zur Zinspolitik.

Offiziell hat Tesla das Datum noch nicht verkündet, aber vermutlich wird man die Quartalszahlen am oder um den 30. Juli veröffentlichen. Also noch 40 Tage, bis man mal wieder harte Fakten präsentiert bekommt als interessierter Beobachter des Unternehmens. Vom Tiefpunkt der Aktie am 3. Juni bei 177 Dollar ist sie aktuell noch 45 Dollar entfernt. Wie gesagt, momentan kann sich die Aktie wohl ziemlich glücklich schätzen, dass der Gesamtmarkt so gut läuft.

Übrigens: Am letzten Wochenende verkündete Elon Musk via Twitter, dass er jetzt seinen Twitter-Account gelöscht habe. Nach der Aufforderung eines Twitterers, er solle doch bitte weniger komische Tweets absetzen, sagte Musk, dass er dies schon seit Ramses dem Zweiten so mache. Und der sei ein toller Pharao gewesen. Tja, und der Account ist immer noch aktiv, und vier Tage später ist Musk immer noch fleißig am Tweeten. An der Ernsthaftigkeit und Seriosität des Chefs eines Milliarden-Konzerns darf mehr denn je gezweifelt werden! Schließlich geht es ja nicht nur um Aktionäre und Anleihegläubiger, sondern auch um viele Mitarbeiter und dahinter stehende Existenzen!

Tesla-Aktie seit September 2018



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