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Tesla-Aktie steigt – Elon Musk saugt 2 Milliarden Dollar vom Kapitalmarkt

Claudio Kummerfeld

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am

Und da ist er wieder, der „Börsenguru“ Elon Musk. Nach den desaströsen Quartalszahlen aus letzter Woche, die er wenige Stunden lang mit seinen warmen Worten aus den Gedanken der Analysten wegzaubern konnte, fiel die Aktie in den letzten Tagen doch deutlich um 24 auf 234 Dollar. Und jetzt? Aktuell notiert die Tesla-Aktie vorbörslich mit +5%, je nach ECN etwas weniger oder etwas mehr Plus. Nach aktuellem Stand dürfte die Tesla-Aktie gut 12 Dollar höher in den Handel kommen, um die 246 Dollar herum.

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Grund dafür ist die vor wenigen Minuten publizierte Nachricht, dass Tesla sich mal wieder frisches Geld vom Kapitalmarkt holen wird. Insgesamt werden es mindestens 2 Milliarden Dollar sein. 650 Millionen Dollar davon in Form einer Kapitalerhöhung, und 1,35 Milliarden Dollar in Form von Wandelanleihen. Warum steigt die Aktie eigentlich? Denn mit noch mehr neuen Aktien wird der Wert jeder einzelnen Aktie noch weiter verwässert. Gewinne (wenn sie denn in Zukunft kräftig sprudeln…) müssen durch noch mehr Aktien geteilt werden, wodurch jede einzelne Aktie einen geringeren Dividendenanspruch verkörpert. Deswegen sind Kapitalerhöhungen für Aktien eigentlich eine schlechte Nachricht.

Aber was ist schon normal bei Tesla und Elon Musk? Die Aktie steigt wohl, weil der Markt froh ist, dass das Unternehmen damit auch weiterhin ordentlich liquide sein wird. Denn zuletzt war der Cash-Berg deutlich geschmolzen, weil man Altschulden zurückzahlen musste. Übrigens: Elon Musk wird persönlich für 10 Millionen Dollar neue Tesla-Aktien kaufen. Durchführen werden die Transaktionen Goldman Sachs, Citigroup, BofA Merrill Lynch, Deutsche Bank Securities, Morgan Stanley, Credit Suisse, Societe Generale und Wells Fargo. Diese geballte Investmentbanking-Power sollte wohl locker reichen um 2 Milliarden Dollar am Markt unterzubringen.

Also, alles fröhlich weiter im „altbekannten Takt“ bei Tesla? Wir machen mehr Schulden, geben neue Aktien aus, und hoffen das Beste für die Zukunft… und die Aktie steigt. Also, alles wie immer?

Tesla-Chef Elon Musk
Elon Musk. Foto: Steve Jurvetson CC BY 2.0 – Ausschnitt aus Originalfoto

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Andreas

    2. Mai 2019 15:38 at 15:38

    Dont fight the FED…and Elon Musk!

  2. Avatar

    Christoph

    2. Mai 2019 15:48 at 15:48

    da Tesla mehr Verlust als Gewinn macht, sind mehr Aktien, durch die man teilt, besser :D

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Aktien

Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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am

„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Steigenden Renditen? Tesla, Snowflake, China-Aktie

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Zahlreiche Themen werden besprochen wie die Arbeitsmarktdaten für November, Anleiherenditen, Tesla uvm.

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BioNTech: Das plant das Unternehmen wirklich – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktien der Impftstoff-Entwickler wie BioNTech, Curevac oder Moderna gehen derzeit durch die Decke. Die Story ist auch zu gut und für jeden offensichtlich. Denn wir alle wissen, in den kommenden Monaten und Jahren müssen große Teile der Weltbevölkerung gegen das Covid-Virus geimpft werden, wenn die Menschheit die Pandemie tatsächlich besiegen will. Marktbeobachter sehen teilweise ein Marktpotenzial für die führenden Impfstoffe, so sie denn flächendeckend eingesetzt werden, von bis zu 100 Milliarden USD. Wahnsinn, oder?

Trotzdem muss ich Wasser in den Wein gießen. Ich behaupte die Impf-Party ist weitgehend gefeiert, die Story ist in den Aktien der BioNTech und Moderna weitgehend eingepreist.

Noch ein Problem dieser Covid-Geschäftsmodelle: Wenn die Vakzine tatsächlich so funktionieren, wie es derzeit den Anschein hat, machen sich diese Unternehmen am Markt ziemlich rasch überflüssig, zumindest zunächst. Denn BioNTech und Co. haben kein Produkt mehr, wenn das Virus nach Erreichung einer relativen Herdenimmunität gehen wird. Weitsichtige Börsianer fürchten diesen Effekt jetzt schon und rechnen mit massiven Kursrückgängen.

Ist die Euphorie rund um die Impfstoff-Entwickler also übertrieben? Droht hier nächstens ein böser Rückschlag?

Die Frage ist unvollständig gestellt. Denn es geht bei BioNTech und Co. nur vordergründig um das Covid-Vakzin. Die eigentliche Sensation der letzten Monate und Wochen ist eine andere, nämlich die Technologie, mit der den Unternehmen der Durchbruch gelungen ist.

Erstmals wurde ein Vakzin auf der Basis der sog. Boten-RNA entwickelt. Von dieser Gentechnologie spricht die Branche schon seit einigen Jahren, ohne dass jemals irgendein ein marktfähiger Wirkstoff das Licht der Medizinwelt erblickt hätte.

Das hat sich nun geändert. BioNTech und Moderna haben sich früh der Erforschung dieser Boten-RNA gewidmet und dabei nun sehr wahrscheinlich diesem gentechnischen Ansatz zum Durchbruch verholfen. Dabei brauchen wir diese Technologie im Moment zur Bekämpfung der Covid-Pandemie. Solche Jahrhundert-Pandemien…..

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