Folgen Sie uns

Aktien

Tesla-Aktie vor Absturz? „Genießt die Party, vergesst nicht den Ausstieg“

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Beispielfoto von Tesla Lenkrad

Die Rally der Tesla-Aktie ist einfach gigantisch. Der blanke Wahnsinn, im positiven Sinne natürlich. Gestern hatten wir den Hype, der schon seit mehreren Tagen läuft, mehrmals besprochen. Analysten erhöhten reihenweise ihre Kursziele, und man darf von einer Short Squeeze ausgehen – dem Schließen von Leerverkäufen, wodurch der Kaufdruck noch mehr zunimmt. Eine sich selbst verstärkende Lawine, sozusagen! Ein Glückwunsch an alle, die seit geraumer Zeit die Aktie besitzen, und verdammt viel Geld gemacht haben. Und schon mal vorab ein bisschen Mitleid für diejenigen, die erst ganz oben einsteigen, und dann keinen Stuhl mehr abbekommen, wenn die Musik aufhört zu spielen?

Tesla-Aktie kurzfristig pfui, langfristig hui?

Diesbezüglich möchten wir auf den ganz frischen Kommentar von Markus Koch zum heutigen Handelsstart an der Wall Street verweisen (hier das Video ansehen). Einerseits geht er das Thema des aktuellen Mega-Hype um die Tesla-Aktie von einer ganz einfachen Seite an. Es sei einfach eine völlig übertriebene Rally, die letztlich in sich zusammenkrachen werde. Beispiele hierfür nennt er. Es sei bei Bitcoin, Qualcomm oder auch der Softbank-Aktie in den letzten Jahren genau so gelaufen. Genießt die Party, vergesst aber bitte nicht rechtzeitig auszusteigen, wenn die Party zu Ende geht – so sagt es Markus Koch. Aber er sagt auch etwas sehr Interessantes. In einigen Quartalen könnte die Tesla-Aktie in den S&P 500 aufgenommen werden. Dann müssten Fonds womöglich massenweise die Tesla-Aktie kaufen? Folgt man den Überlegungen von Markus Koch, könnte die Aktie auf kurze Sicht stark abstürzen, auf lange Sicht aber dank der möglichen Aufnahme in diesen wichtigsten Index der Börsenwelt profitieren.

Laut Yahoo Finance nennt ein Wall Street-Analyst aktuell noch einen anderen möglichen Grund für den aktuellen Hype in der Tesla-Aktie. Sie sei verantwortlich für etwa 15% der seit Jahresbeginn erzielten Gewinne im Russell 1000 Growth Index, der als Benchmark für viele institutionelle Kunden verwendet werde. Tesla sei jedoch bei vielen dieser Investoren nicht in breitem Besitz. Und so könnte es sein, dass diese Anleger, die ihre Performance-Jagd an einen Index klammern, genötigt seien verstärkt diese Aktie zu kaufen.

China-Fabrik und Downgrade

Aktuell gibt es in der Tesla-Fabrik in China Probleme dank des Coronavirus, so wie für viele andere Betriebe in China auch. Nicht vor dem 10. Februar werde die Produktion wieder anlaufen – das vollständige Hochfahren könnte noch länger dauern, so wie es aktuelle Berichte zeigen. Schon Ende Januar wurde der Shutdown für die Gigafactory angeordnet. Heute gibt es (ohhh Wunder) auch mal ein Downgrade für die Tesla-Aktie. Bei dem gigantischen Anstieg der letzten Tage, wo so ziemlich alle Kursziele überlaufen wurden, da darf man nun auch gerne mal abstufen? So gibt es laut Berichten von Canaccord Genuity eine Abstufung von Buy auf Hold. Das Coronavirus sei eine echtes Risiko für die neue Fabrik in Shanghai. Und geduldige Investoren könnten auch einen besseren Einstiegszeitpunkt finden. Im Klartext: Die Aktie ist nun so stark gestiegen. Da sollten Anleger doch erstmal auf kräftige Rücksetzer warten, bevor sie zu aktuellen Mondpreisen kaufen.

Die Tesla-Aktie sehen wir im folgenden Chart seit dem 21. Januar. Alleine von letzter Woche Donnerstag Abend war die Aktie von 580 bis gestern auf 967 Dollar im Handelsverlauf gestiegen. Was für ein Hype. Einfach unglaublich. Dass auf so einem exorbitant hohen Niveau im Handelsverlauf auch mal Gewinne mitgenommen werden, ist mehr als nachvollziehbar. So fiel die Tesla-Aktie dann gestern Abend (auffällig) erst  kurz vor dem offiziellen Handelsschluss noch von 967 auf 887 Dollar. Und heute? Da startet die Aktie in den offiziellen Handel mit einem Verlust von 6,9% auf 825 Dollar! Schnelle Bewegungen und große Sprünge in den ersten Minuten! Noch kann man den Absturz von 967 auf 825 Dollar mit einer technischen Reaktion erklären, weil auch mal kräftig Gewinne mitgenommen werden müssen. Wir könnten jetzt genau an dem Punkt stehen, wo sich entscheidet: Nur eine Pause auf dem Weg nach oben, und der Hype geht baldweiter – oder der Beginn vom großen Absturz?

Tesla-Aktie im Chartverlauf seit dem 21. Januar

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Hui und Pfui an der Wall Street

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Aktuell ist die Hoffnung vorhanden auf gute Quartalszahlen der großen Tech-Konzerne heute Abend.

weiterlesen

Aktien

Ist das der Tag der Entscheidung? – Werbung

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

bekanntlich haben die Griechen das Drama erfunden. Aber auch im Land von Schiller und Goethe beherrschen wir diese Literaturgattung. So setzte das ZDF ein Spezial mit dem Titel „Tag der Entscheidung“ auf. Ähnlich wuchtig formulierte heute Morgen unsere Kanzlerin in einer Regierungserklärung: Wir befinden uns in dramatischer Lage. Ist Deutschland also wieder einmal im Endkampf? Was ist passiert?

Gestern einigten sich die 16 Ministerpräsidenten und die Bundeskanzlerin auf einen „Lockdown light“. Nun, ganz „light“ wird diese Veranstaltung nicht, vor allem nicht für Gastronomen, Hotelliers, Betreiber von Saunen oder etwa Fitnesseinrichtungen. Die haben nämlich wieder einmal frei. Auch der ein oder andere Vermieter wird sich nochmals auf Mietausfälle einstellen dürfen.

Die Begründung für diese Maßnahmen: Das deutsche Krankenhaussystem steht vor einem Kollaps. Ohne Frage, das Infektionsgeschehen ist derzeit ernst. So zählte das Robert Koch-Institut zuletzt rund 16.000 neue Infektionen pro Tag. Es gibt allerdings auch noch andere Zahlen.

So infizieren sich derzeit vorwiegend jüngere Menschen, die mit großer Wahrscheinlichkeit nie eine Arztpraxis geschweige ein Krankenhaus von innen sehen werden, weil sie die Infektion ohne oder mit geringer Symptomatik überstehen werden. Folglich arbeiten auch die deutschen Krankenhäuser derzeit im Regelbetrieb. Dabei verfügen wir über rund 28.000 Intensivbetten, von denen gegenwärtig etwas über 21.000 belegt sind. Rund 7,2 % dieser Betten sind mit Corona-Patienten belegt.

Daneben halten die Krankenhausbetreiber eine Notfallreserve von knapp 13.000 Betten vor, die binnen von 7 Tagen aktiviert werden kann. Zu Deutsch: Das System steht. Die nun eingeleiteten Maßnahmen sorgen dafür, dass es auch in 8 Wochen noch stehen wird, selbst wenn die Anzahl der Infizierten kurzfristig sicherlich weiter zunehmen wird. Von Endkampf kann also keine Rede sein.

Wir werden mit dem Virus vorerst leben müssen

Wir haben auch heute keinen Tag der Entscheidung. Absehbar wird uns das Virus auch im kommenden Jahr, wenn wir dann die dritte Welle erleben werden, beschäftigen. Es besteht leichte Hoffnung, dass in den USA Anfang des kommenden Jahres ein Impfstoff bereitsteht. Bis damit Mitteleuropa halbwegs durchgeimpft sein wird, werden viele Monate vergehen. 2022 werden wir dann die sog. Herdenimmunität erreicht haben, so das derzeit wahrscheinlichste Szenario.

Das hatten wir uns anders vorgestellt, vor allem als Börsianer. Aber auch an der Börse wird man lernen, mit dem Virus, mit den neuen Realitäten umzugehen. Derzeit preist der Markt diese mittelprächtige…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

weiterlesen

Aktien

Apple, Amazon & Co: Ist die Tech-Party vorbei – SAP als Warnsignal?

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Heute endlich ist es so weit: die großen US-Tech-Konzerne Apple, Amazon, Alphabet und Facebook berichten heute nachbörslich über ihre Zahlen aus dem 3.Quartal. Alleine die vier Tech-Riesen bringen 5,2 Billionen Dollar auf die Waage.

Apple und Tech-Werte zu teuer?

Aber sind bereits  Optimal-Szenarien in Aktien wie Apple eingepreist? Wolfgang Müller hat es in seinem heutigen Artikel so formuliert:

„Die besseren Wachstumsaussichten der Hightech-Werte sind zum jetzigen Zeitpunkt schon in den Kursen enthalten. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis der FAANG-Aktien betrug vor Kurzem etwa 61, damit hat es das Dreifache des KGVs des Gesamtmarktes erreicht. Was nichts anderes bedeutet, als dass die Firmen in Zukunft dreimal so gute Geschäftszahlen bringen müssen, als der Gesamtmarkt, um nur die Bewertung zu erhalten. Sollte dies nicht geschehen, wäre eine Korrektur des Nasdaq unausweichlich.“

Nun hat die Senkung der Prognose von SAP eine Art Schockwelle ausgelöst – die Aktie war am Montag um 22% eingebrochen. Ist das ein böses Omen für Apple & Co – oder unterscheidet sich der deutsche Software-Konzern einfach zu stark von den US-Tech-Riesen?

Markus Koch hat darüber mit dem Tech-Investor Thomas Rappold diskutiert:

Sind Tech-Aktien wie Apple inzwischen zu teuer?

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen