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Tesla-Aktie vor Absturz? “Genießt die Party, vergesst nicht den Ausstieg”

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Beispielfoto von Tesla Lenkrad

Die Rally der Tesla-Aktie ist einfach gigantisch. Der blanke Wahnsinn, im positiven Sinne natürlich. Gestern hatten wir den Hype, der schon seit mehreren Tagen läuft, mehrmals besprochen. Analysten erhöhten reihenweise ihre Kursziele, und man darf von einer Short Squeeze ausgehen – dem Schließen von Leerverkäufen, wodurch der Kaufdruck noch mehr zunimmt. Eine sich selbst verstärkende Lawine, sozusagen! Ein Glückwunsch an alle, die seit geraumer Zeit die Aktie besitzen, und verdammt viel Geld gemacht haben. Und schon mal vorab ein bisschen Mitleid für diejenigen, die erst ganz oben einsteigen, und dann keinen Stuhl mehr abbekommen, wenn die Musik aufhört zu spielen?

Tesla-Aktie kurzfristig pfui, langfristig hui?

Diesbezüglich möchten wir auf den ganz frischen Kommentar von Markus Koch zum heutigen Handelsstart an der Wall Street verweisen (hier das Video ansehen). Einerseits geht er das Thema des aktuellen Mega-Hype um die Tesla-Aktie von einer ganz einfachen Seite an. Es sei einfach eine völlig übertriebene Rally, die letztlich in sich zusammenkrachen werde. Beispiele hierfür nennt er. Es sei bei Bitcoin, Qualcomm oder auch der Softbank-Aktie in den letzten Jahren genau so gelaufen. Genießt die Party, vergesst aber bitte nicht rechtzeitig auszusteigen, wenn die Party zu Ende geht – so sagt es Markus Koch. Aber er sagt auch etwas sehr Interessantes. In einigen Quartalen könnte die Tesla-Aktie in den S&P 500 aufgenommen werden. Dann müssten Fonds womöglich massenweise die Tesla-Aktie kaufen? Folgt man den Überlegungen von Markus Koch, könnte die Aktie auf kurze Sicht stark abstürzen, auf lange Sicht aber dank der möglichen Aufnahme in diesen wichtigsten Index der Börsenwelt profitieren.

Laut Yahoo Finance nennt ein Wall Street-Analyst aktuell noch einen anderen möglichen Grund für den aktuellen Hype in der Tesla-Aktie. Sie sei verantwortlich für etwa 15% der seit Jahresbeginn erzielten Gewinne im Russell 1000 Growth Index, der als Benchmark für viele institutionelle Kunden verwendet werde. Tesla sei jedoch bei vielen dieser Investoren nicht in breitem Besitz. Und so könnte es sein, dass diese Anleger, die ihre Performance-Jagd an einen Index klammern, genötigt seien verstärkt diese Aktie zu kaufen.

China-Fabrik und Downgrade

Aktuell gibt es in der Tesla-Fabrik in China Probleme dank des Coronavirus, so wie für viele andere Betriebe in China auch. Nicht vor dem 10. Februar werde die Produktion wieder anlaufen – das vollständige Hochfahren könnte noch länger dauern, so wie es aktuelle Berichte zeigen. Schon Ende Januar wurde der Shutdown für die Gigafactory angeordnet. Heute gibt es (ohhh Wunder) auch mal ein Downgrade für die Tesla-Aktie. Bei dem gigantischen Anstieg der letzten Tage, wo so ziemlich alle Kursziele überlaufen wurden, da darf man nun auch gerne mal abstufen? So gibt es laut Berichten von Canaccord Genuity eine Abstufung von Buy auf Hold. Das Coronavirus sei eine echtes Risiko für die neue Fabrik in Shanghai. Und geduldige Investoren könnten auch einen besseren Einstiegszeitpunkt finden. Im Klartext: Die Aktie ist nun so stark gestiegen. Da sollten Anleger doch erstmal auf kräftige Rücksetzer warten, bevor sie zu aktuellen Mondpreisen kaufen.

Die Tesla-Aktie sehen wir im folgenden Chart seit dem 21. Januar. Alleine von letzter Woche Donnerstag Abend war die Aktie von 580 bis gestern auf 967 Dollar im Handelsverlauf gestiegen. Was für ein Hype. Einfach unglaublich. Dass auf so einem exorbitant hohen Niveau im Handelsverlauf auch mal Gewinne mitgenommen werden, ist mehr als nachvollziehbar. So fiel die Tesla-Aktie dann gestern Abend (auffällig) erst  kurz vor dem offiziellen Handelsschluss noch von 967 auf 887 Dollar. Und heute? Da startet die Aktie in den offiziellen Handel mit einem Verlust von 6,9% auf 825 Dollar! Schnelle Bewegungen und große Sprünge in den ersten Minuten! Noch kann man den Absturz von 967 auf 825 Dollar mit einer technischen Reaktion erklären, weil auch mal kräftig Gewinne mitgenommen werden müssen. Wir könnten jetzt genau an dem Punkt stehen, wo sich entscheidet: Nur eine Pause auf dem Weg nach oben, und der Hype geht baldweiter – oder der Beginn vom großen Absturz?

Tesla-Aktie im Chartverlauf seit dem 21. Januar

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Markus Koch LIVE zum Handelsstart in New York – Bankzahlen im Fokus

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE zum Handelsstart in New York. Er bespricht die vor wenigen Minuten veröffentlichten Quartalszahlen von JP Morgan, Wells Fargo und Citi. Die Finanzdaten bespricht er ausführlich.

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Wells Fargo und Citigroup: Quartalszahlen liegen vor

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Die Quartalszahlen von Wells Fargo und Citigroup wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Eckdaten, zunächst von Wells Fargo.

Der Erlös (Umsatz) liegt bei 17,8 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 21,58/erwartet 18,6).

Das Ergebnis liegt bei -0,66 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,30/erwartet -0,16). Ein Verlust von 2,4 Milliarden Dollar im zweiten Quartal!

Kreditvorsorge 9,5 Milliarden Dollar nach 0,5 Milliarden Dollar vor einem Jahr.

Die Aktie von Wells Fargo notiert vorbörslich mit -3,8 Prozent.

Kommentar von Wells Fargo im Wortlaut:

“We are extremely disappointed in both our second quarter results and our intent to reduce our dividend. Our view of the length and severity of the economic downturn has deteriorated considerably from the assumptions used last quarter, which drove the $8.4 billion addition to our credit loss reserve in the second quarter. While the negative impact of the pandemic is unprecedented and many of our business drivers were negatively impacted, our franchise should perform better, and we will make changes to improve our performance regardless of the operating environment.

“Though our income performance was weak, our capital and liquidity continues to be extremely strong with both our CET1 ratio and LCR increasing from the end of the prior quarter. However, it is critical in these uncertain times that our common stock dividend reflects current earnings capacity assuming a continued difficult operating environment, evolving regulatory guidance, and protects our capital position if economic conditions were to further deteriorate. Given this, we believe it is prudent to be extremely cautious until we see a clear path to broad economic improvement. We are confident that this eventual economic improvement combined with our actions to increase our margins will support a higher dividend in the future,” Scharf added.

“I’m proud of the hard work and dedication of our employees through these challenging times to support our customers, communities, and each other. Our regulatory commitments remain our top priority and while we have more work ahead of us, we continue to devote all necessary resources to this effort,” Scharf concluded.

Wells Fargo Finanzdaten

Wells Fargo-Quartalszahlen - Wells Fargo Logo
Foto: Gabriel Vanslette CC BY 3.0

Citigroup

Bei der Citigroup liegt der Erlös (Umsatz) bei 19,77 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 18,76/erwartet 19,1).

Das Ergebnis liegt bei +0,50 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,95/erwartet +0,28).

Kreditvorsorge 7,9 Milliarden Dollar nach 2,1 Milliarden Dollar vor einem Jahr.

Die Aktie der Citigroup notiert vorbörslich mit +1,1 Prozent.

Kommentar des Citigroup CEO im Wortlaut:

“While credit costs weighed down our net income, our overall business performance was strong during the quarter, and we have been able to navigate the COVID-19 pandemic reasonably well. The Institutional Clients Group had an exceptional quarter, marked by an increase in Fixed Income of 68%. Global Consumer Banking revenues were down as spending slowed significantly due to the pandemic.

“We entered this crisis from a position of strength. During the quarter, our regulatory capital increased and our CET1 ratio improved to 11.5%, comfortably above our new regulatory minimum of 10%. We continued to add to our substantial levels of liquidity and our balance sheet has plenty of capacity to serve our clients. With a sharp emphasis on risk management, we are prepared for a variety of scenarios and will continue to operate our institution prudently given this unprecedented situation,” Mr. Corbat concluded.

Citigroup Finanzdaten

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JP Morgan-Quartalszahlen: Erwartungen übertroffen, Aktie steigt

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Die JP Morgan-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Sie genießen immense Bedeutung, da JP Morgan die größte Bank der USA ist. Hier die wichtigsten Eckdaten.

Der Erlös (Umsatz) liegt bei 33,0 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 29,57/erwartet 30,3). Der Gewinn pro Aktie liegt bei 1,38 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,82/erwartet 1,04).

10,47 Milliarden Dollar wurden im zweiten Quartal für Kreditausfälle und mögliche Kreditausfälle insgesamt zurückgestellt (ca 9 Milliarden Dollar erwartet).

Die Aktie von JP Morgan notiert aktuell in der Vorbörse mit plus 2,5 Prozent. Ohhh Wunder, möchte man sagen – niedrige Erwartungen übertroffen, Aktie rauf!

Wollen Sie in die Tiefe einsteigen bei den Zahlen von JP Morgan? Klicken Sie hier für die aktuelle Präsentation der Bank mit interessanten Charts und Daten.

JP Morgan Quartalszahlen Daten

Hier die ganze Headline-Aussage vom mächtigsten Banker der USA Jamie Dimon im Wortlaut:

“I want to thank our employees around the world for their exceptional work under the most difficult of circumstances over the past several months. As one of the world’s largest financial institutions, our actions are critical to keep the global economy going – from processing $6 trillion in payments each day worldwide to keeping three-quarters of our nearly 5,000 branches open – and safe – to meet individuals’ financial needs. During these unprecedented times, JPMorgan Chase remains resilient and steadfast in using all of our resources to support our colleagues, clients and communities across the globe.”

Dimon added: “Despite some recent positive macroeconomic data and significant, decisive government action, we still face much uncertainty regarding the future path of the economy. However, we are prepared for all eventualities as our fortress balance sheet allows us to remain a port in the storm. We ended the quarter with massive lossabsorbing capacity – over $34 billion of credit reserves and total liquidity resources of $1.5 trillion, on top of $191 billion of CET1 capital, with significant earnings power that would allow us to absorb even more credit reserves if needed. This is why we can continue to serve all of our stakeholders and to pay our dividend – unless the economic situation deteriorates materially and significantly.”

Dimon commented on the results: “We earned $4.7 billion of net income in the second quarter despite building $8.9 billion of credit reserves because we generated our highest quarterly revenue ever, which demonstrates the benefit of our diversified global business model. Record Markets revenue (up 79%) and Investment Banking fees (up 54%) in the Corporate & Investment Bank more than offset interest rate headwinds and reduced consumer activity. In Consumer & Community Banking, deposits and client investment assets continued to grow (up 20% and 9%, respectively) as we addressed our customers’ needs remotely as well as in our branches. Card sales volumes are down but have been consistently trending upward since April. We remained active in Home Lending on the strength of our digital platform, and Auto originations picked up in the second half of the quarter driven by pent up demand in states that are re-opening. We maintained our #1 rank in Global IB fees and grew our year-to-date share to 9.8% with strength across the franchise, including in Commercial Banking. The CB also grew loans 13% to $234 billion and deposits were up 41% as we helped clients manage their liquidity needs. In Asset & Wealth Management, AUM grew 15% driven by $124 billion of net inflows into liquidity and long-term products as we helped clients navigate market volatility.”

Dimon concluded: “We are fully committed to doing our part both in promoting the safety of our employees and customers and helping the economies of the world recover from the impact of the ongoing COVID-19 crisis, including helping to drive policies and programs for the benefit of all of society and create opportunity for those who have been left out of the economy for far too long.”

Jamie Dimon - heute JP Morgan-Quartalszahlen
Karrikatur von Jamie Dimon, dem „USA-Banker“, dem Chef der wichtigsten und mächtigsten Bank der USA, der JP Morgan zu einer sprudelnden Geldquelle machte. Urheber: DonkeyHotey CC BY-SA 2.0

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