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Aktien

Tesla: Beispiel für Gefahr von Shortpositionierung

Wolfgang Müller

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Die Aktie von Tesla ist nach den überraschend guten Quartalszahlen deutlich nach oben geschossen. Erst vor einem Monat habe ich in einem Artikel generell darauf hingewiesen, wie gefährlich es zur Zeit ist, mit Shortpositionen auf fallende Kurse zu wetten („Börse verrückt – Shortprodukte gefährlich wie selten“).

Obwohl die Konjunkturdaten ständig nach unten zeigen, gibt es ein neues Risiko für „Shorties“, ausgehend von den Twitter-Aktivitäten des US-Präsidenten Trump.

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Seine Ansichten zum Handelsstreit mit China haben in der jüngsten Vergangenheit heftigste Kursbewegungen ausgelöst – und das Spiel dürfte noch nicht zu Ende sein. Trotz eines Gewöhnungseffekts der Börsianer.

Tesla Quartalsbericht – ein kleines Massaker für Leerverkäufer

Am vergangenen Mittwoch, nach Börsenschluss, meldete der Elektrofahrzeughersteller einen unerwarteten Gewinn. Viele Investoren hatten aber mit schlechteren Zahlen gerechnet – und demzufolge auf einen Kursrückgang gewettet. Diese Investoren mussten am Donnerstag blitzartig ihre Leerverkäufe schließen, was nach Angaben des Finanzdaten Anbieters S3 Partners den Leerverkäufern Verluste in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar einbrachte. Die Aktie war in einer ersten Aktion um 20 Prozent gestiegen. Laut weiteren Daten des Finanzanalysten waren damit 70 Prozent der Jahresgewinne der Shortseller in dieser Aktien-Spekulation verloren.

Tesla ist die nach Apple am meistgeshorteste Aktie der Wall Street – Stand gestern sind derzeit 32,6 Millionen Aktien leerverkauft (im Juni waren es sogar noch 43,7 Millionen Aktien von Tesla). Die Spekulanten hatten darauf gewettet, dass Tesla seine Serie an Verlusten fortsetzen würde, nachdem das Unternehmen im ersten Halbjahr 2019 600 Millionen Dollar Verlust gemacht hatte. Nur in vier der letzten 20 Quartale war Tesla profitabel.

Elon Musk hatte letztes Jahr versucht, die Short-Seller dadurch zu attackieren, indem er twitterte, die Aktie mittels eines buyouts für einen Preis von 420 Dollar von der Börse nehmen zu wollen – dann aber dieses Versprechen nicht einlösen können. In der Folge wurde Musk von er Börsenaufsicht SEC zu einer (sehr milden!) Strafzahlung von 40 Millionen Dollar verurteilt – die Verluste der Short-Seller waren damals jedoch ein Vielfaches höher gewesen.
Tesla ist für Short-Seller gefährlich - vor allem wegen Elon Musk

Elon Musk. Foto: Steve Jurvetson CC BY 2.0 – Ausschnitt aus Originalfoto

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  1. Pingback: The pitfalls of hedging against falling prices | En24 News

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff-Montag 3.0

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Den dritten Montag in Folge veröffentlicht ein Pharmahersteller einen konkrete Impfstoff-Meldung.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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SAP nach Kurssturz antizyklisch kaufen? – Werbung

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Lieber Börsianer,

das war nicht das Gelbe vom Ei, liebe SAP! Während die US-Konkurrenz in den Coronazeiten mit Cloud und anderen digitalen Anwendungen punktet, tritt die europäische Branchengröße auf der Stelle. Unter dem Strich sank der Umsatz um 4 %, während der operative Gewinn sogar um 12 % schrumpfte.

Offensichtlich sind die schwachen Quartalszahlen keine Eintagsfliege. So hat man die Umsatz- und Gewinnprognosen auch für die Jahre 2021 und 2022 gleich nach unten korrigiert. In der Folge erlebte die Aktie einen mächtigen Ausverkauf und verlor zeitweise über 20 % ihres ursprünglichen Wertes. Das kommt einem mittelprächtigen Erdbeben gleich.

Wo hakt es bei der SAP, warum kann das Unternehmen aus Walldorf zunächst nicht an die starken Wachstumsraten der vergangenen Jahre anknüpfen? Ich sehe drei Faktoren:

1)
Negative Währungseffekte: Die Dollarschwäche bzw. Eurostärke hat die Gewinnentwicklung spürbar belastet. Die US-Konkurrenz hingegen profitiert vom weichen Dollar.

2)
Das Covid-Virus: Die Software-Palette des Unternehmens ist nur eingeschränkt Corona-fest. Ein Beispiel: Mit der SAP-Software Concur planen die Unternehmenskunden der SAP Dienst- und Geschäftsreisen ihrer Mitarbeiter. Es bedarf keiner besonderen Erklärung: Diese Anwendung war in diesem Jahr kein Verkaufsknüller, sondern schlichtweg überflüssig.

3)
Schwächen in der Cloud: Aus der Branche hört man, dass SAP derzeit Defizite im Cloud-Geschäft hat. Die Kunden streben in die Cloud, allein SAP konnte nicht immer liefern. Hier gilt also: US-Konkurrenten wie Oracle und Salesforce haben hier die Nase vorne. Deshalb schwächelt das Neugeschäft der SAP.

Gleichwohl haben die Investoren – wie so oft – das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Der Kursrücksetzer war zwar notwendig, aber in seiner Dimension stark übertrieben. SAP verfügt über eine treue Kundenbasis. Rund 74 % des Umsatzes beruhen auf langfristigen Software-Verträgen. Mit anderen Worten: Das Unternehmen wird auch künftig gut verdienen und verfügt über die Mittel, um den technologischen Rückstand im Cloud-Geschäft wettzumachen.

Trotzdem: Kurzfristig ist die SAP-Aktie sicherlich noch kein Kauf. Wie gesagt es wurde schon Porzellan zerschlagen und Vertrauen verloren. Das deutsche Software-Unternehmen muss sich also nun…..

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Achtung Trader: Deutsche Börse führt „Xetra Trade-at-Close“ ein

Claudio Kummerfeld

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Achtung Trader! Ab 24. November bietet die Deutsche Börse für Trades über Xetra eine neue Handelsmöglichkeit an, die „Xetra Trade-at-Close“ Order. Sie bietet laut aktueller Aussage der Deutschen Börse eine zusätzliche Möglichkeit für Handelsteilnehmer zum offiziellen Schlusskurs zu handeln. Der Service steht dann für alle Wertpapiere im Xetra-Handel zur Verfügung. Hier die Details zu dem neuen Angebot im Wortlaut von der Deutschen Börse:

„Schlussauktionen gelten als Säule der Marktstabilität und des Anlegerschutzes. Sie bündeln die Liquidität pro Wertpapier zu einem Zeitpunkt und gewährleisten eine effiziente Preisbildung unter Berücksichtigung aller relevanten Informationen. Xetra Trade-at-Close adressiert die wachsende Nachfrage nach Orderausführungen am Ende des Handelstages“, sagt Michael Krogmann, Geschäftsführer der Frankfurter Wertpapierbörse.

Der neue Service bietet verschiedene Vorteile: Mit Xetra Trade-at-Close können Marktteilnehmer Aufträge auch nach Ende der Schlussauktion auf Xetra eingeben. Sie profitieren davon, zu einem festen Preis zu handeln, ohne an der Preisbildung in der Schlussauktion teilzunehmen. Außerdem erhalten sie eine zusätzliche Möglichkeit, Positionen vor Ende des Handelstages zu schließen und dabei mit zusätzlicher Liquidität im börslichen Handel zu interagieren.

Wird die Option Trade-at-Close für eine Order ausgewählt, werden Aufträge, die in der Schlussauktion nicht ausgeführt wurden, automatisch in die Trade-at-Close-Phase übertragen. Während der Trade-at-Close-Phase können auch neue Orders eingegeben werden. Der Schlusskurs wird vor allem von Buy-side-Kunden wie Pensionskassen oder Investmentfonds zur Berechnung von Portfoliorenditen, zur Bewertung von Investmentfonds und als Grundlage für viele Derivategeschäfte verwendet.

Xetra-Bildschirme der Deutschen Börse
Xetra-Bildschirme. Foto: Deutsche Börse AG

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