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Tesla-Chef Elon Musk enthüllt seinen „Masterplan“

Tesla-Chef Elon Musk hat jetzt seinen groß angekündigten „Masterplan“ enthüllt. Musk will es z.B. ermöglichen, dass Besitzer eines Tesla ihr Auto per Knopfdruck auf eine…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Tesla-Chef Elon Musk hat jetzt seinen groß angekündigten „Masterplan“ enthüllt. Musk will es z.B. ermöglichen, dass Besitzer eines Tesla ihr Auto per Knopfdruck auf eine App stundenweise für eine zukünftige Carsharing-Flotte von Tesla-Autos freigeben. So könne der Tesla-Kunde während er schläft, im Urlaub ist oder arbeitet Geld verdienen, und somit die tatsächlichen Kosten für seine Autoanschaffung reduzieren.

Tesla Elon Musk
Tesla-Chef Elon Musk. Foto: Steve Jurvetson/Wikipedia (CC BY 2.0)

Auch schreibt Musk über die große Zukunft des selbstfahrenden Autos. Er scheint sich auf einer Art Pilgerfahrt gegen die Kritiker dieser Technologie zu befinden. So schreibt er dazu „Once we get to the point where Autopilot is approximately 10 times safer than the US vehicle average, the beta label will be removed.“ Aus früheren Äußerungen zu dem Todesfall eines Fahrers beim Autonomen Fahren kann man entnehmen, dass Musk sauer auf seine Kritiker ist und auch Unverständnis an den Tag legt. Er will diese Technologie in allen Modellen durchsetzen – aber er betont auch, dass sie nicht automatisch aktiviert ist, sondern immer erst manuell vom Fahrer aktiviert werden muss. Hierzu auch ein ganz aktueller Tweet von Elon Musk.

Neben bisherigen Elektroautos für Privatnutzer will Musk auch elektrische Busse und Lastwagen bauen. Die Modelle könnten schon ab 2017 produziert werden, so Musk. Auch soll ein kompakter Geländewagen und ein Kleintransporter hinzukommen. Ach wirklich, möchten wir das fragen? Es ist derzeit eher fraglich, ob das vorhandene Cash bei der Cash-Verbrennungsrate überhaupt ausreicht das bestehende Geschäft am Laufen zu halten. Und die derzeit angeschobene Expansion ist mehr als ins Stocken geraten. Auch will Musk den angekündigten Kauf von SolarCity nutzen um beide Unternehmen extrem sinnvoll für die neuen Modelle zusammenzuführen. Ganz genau ist nicht klar, was gemeint ist, aber es soll wohl alles „super innovativ“ rüberkommen.

Hier die Zusammenfassung des Masterplans von Musk in Kurzform:

„Create stunning solar roofs with seamlessly integrated battery storage Expand the electric vehicle product line to address all major segments Develop a self-driving capability that is 10X safer than manual via massive fleet learning Enable your car to make money for you when you aren’t using it.“

Fazit: Tesla kann derzeit die aktuellen Verkaufserwartungen noch nicht mal ansatzweise erfülen. So verkaufte man im 2. Quartal statt 17.000 nur 14.370 Autos. Wie will man da von Lastwagen, Geländewagen uvw träumen? Sein Masterplan liest sich wie der Versuch viele bisher vorhandenen Träume von „modernen Mobilitätswelten“ auf Papier zu bringen, Zukunftsvisionen und Hoffnung zu erzeugen. Aber wie will er all das finanzieren? Damit wir nicht falsch verstanden werden: Aus Umweltschutz-Gesichtspunkten, oder auch in Punkto Innovation mag das alles ganz phantastisch und sinnvoll sein. Nur wie will Musk all das finanzieren, wo seine Firma im Vergleich zu anderen doch ein extremst kleines Licht ohne Geldreserven ist? Zumal er ja noch nicht mal mit einem Ziel von 17.000 Autos pro Quartal zurecht kommt. So schreibt Musk ziemlich treffend ebenfalls in seinem Masterplan, wohl eher als Hinweis, dass er sich als Einzelkämpfer durchboxt in der Branche:

„The list of successful car company startups is short. As of 2016, the number of American car companies that haven’t gone bankrupt is a grand total of two: Ford and Tesla. Starting a car company is idiotic and an electric car company is idiocy squared.“

Und ja, es ist verrückt mit fast gar keinem Geld und keinem großen Geldgeber im Hintergrund so ein Abenteuer zu starten. Noch kann Musk den Kapitalmarkt immer wieder anzapfen für Kapitalerhöhungen und neue Schulden. Sein Kredit bei seinen Jüngern scheint noch lange nicht ausgeschöpft zu sein, auch wenn dieser Masterplan sich eher wie eine von zahlreichen Produktstudien liest, die mal irgendwann irgendwie umgesetzt werden, vielleicht.

Hier der gesamte Masterplan im Original.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Emm wie Meikel

    21. Juli 2016 14:48 at 14:48

    „Starting a car company is idiotic and an electric car company is idiocy squared.“

    Elon Musk‘ Erkenntnis kommt jedoch nicht bei seinen Jüngern an, die auch weiterhin ganz fest dran glauben, daß Tesla Bestand hat.

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Für den blutigen Anfänger: So starten Sie jetzt an der Börse durch – Werbung

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Quartalssaison hat begonnen – hier die wichtigsten Termine

Claudio Kummerfeld

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Die Quartalssaison hat begonnen. Letzte Woche meldeten bereits die großen US-Banken. Netflix meldete vorgestern. Aber nun geht es so richtig los. Hier eine Übersicht der wichtigsten Termine von deutschen und US-Konzernen in den nächsten Tagen. Wichtig: Diese Termine haben wir direkt aus den Finanzkalendern der Unternehmen entnommen. Denn manchmal sind Webportale mit ihren Terminübersichten zu den Quartalszahlen unzuverlässig, da hier zukünftige Termine zu Finanzkennzahlen manchmal einfach nur basierend auf den Terminen vergangener Quartale von einer Computersoftware abgeschätzt werden, und daher fehlerhaft sein können.

Microsoft: 27. Oktober

Twitter: 29. Oktober

Daimler (schon vorab am 16. Oktober veröffentlicht): 23. Oktober

SAP: 26. Oktober

Delivery Hero: 28. Oktober

Deutsche Bank: 28. Oktober

Facebook: 29. Oktober

BASF: 28. Oktober

Boeing: 28. Oktober

General Electric: 28. Oktober

General Motors: 5. November

Volkswagen: 29. Oktober

Alphabet (Google): 29. Oktober

Amazon: 29. Oktober

Apple: 29. Oktober

Caterpillar: 27. Oktober

Exxon: 30. Oktober

Bayer: 3. November

Commerzbank: 5. November

Adidas: 10. November

Lufthansa (schon vorab gestern veröffentlicht):: 5. November

Zalando: 4. November

Deutsche Telekom: 12. November

Walmart: 17. November

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