Folgen Sie uns

Aktien

Tesla: Die wahnsinnige Rally – nur wegen Short-Squeeze?

Über die wahrscheinliche Ursache für absurde Bewertungsniveaus – und dabei sogar typisch für die Aktienmärkte insgesamt..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Rally bei Tesla scheint keine Grenzen zu kennen – gestern notierte die Aktie über der Marke von 1400 Dollar. Inzwischen ist Tesla nicht nur der wertvollste Autobauer der Welt – und das mit einem Absatz von weniger als 400.000 Fahrzeugen (dagegen kommen Volkswagen und Toyota jeweils auf mehr als 10 Millionen abgesetzte Fahrzeuge).  Sondern Tesla ist inzwischen sogar mehr viel wert wie die Autobauer General Motors, FiatChrysler, Honda, BMW, Nissan Hyundai, Mercedes und Ford zusammen:

Tesla - mehr wert als viele andere Autobauer zusammen

Ist das überhaupt noch nachvollziehbar – schließlich erreichte die Aktie von Tesla erst im Dezember 2019 ein Allzeithoch bei 400 Dollar: was hat sich seit Dezember so grundlegend geändert? Die Coronakrise trifft auch Tesla hart – auch wenn der Konzern für das 2.Quartal den Absatz von 90.000 Fahrzeugen meldete. Aber Elon Musk ist berüchtigt für kreative Bilanzierungsmethoden.

Eines der zentralen Ziele von Musk dürfte sein, dass die Aktie in den S&P 500 aufgenommen wird, wofür man jedoch vier Quartale hintereinander GAAP-Gewinne ausweisen muß. Sehr wahrscheinlich, dass Musk dann mittels seiner Bilanzierungstricks es schaffen wird, das 2.Quartal mit einem Gewinn zu beenden (Musk hatte die Tesla-Mitarbeiter kurz vor Ende des Quartals zu ausserordentlichen Anstrengungen aufgerufen).

Vielleicht antizipieren die Investoren einen bilanztechnisch kreativ manipulierten Gewinn und damit die Aufnahme in den Leitindex S&P 500 – Schätzungen gehen davon aus, dass dann institutionelle Investoren 25 Millionen Aktien von Tesla kaufen (vorwiegend über ETFs, die den S&P 500 abbilden etc.).

Tesla auf Allzeithoch – Shortsqueeze bei Leerverkäufern?

Oder ist das alles doch ein gigantischer Short-Squeeze, wie Jens Raabe meint? Um zu ermitteln, ob der Anstieg der Aktie von Tesla wirklich ein Short-Squeeze ist oder nicht, müssen wir uns das Short Interest ansehen – also das Volumen an leerverkauften Tesla-Aktien. Bis Ende Juni notierte die Tesla-Aktie unter der 1000 Dollar-Marke, kurz vor der Meldung von Tesla am 02.Juli über den Absatz von 90.000 Fahrzeugen im 2.Quartal steig die Aktie deutlich an. Nun sehen wir uns einmal an, wie es um das Short Interest wirklich steht:

Das Short Interest bei Tesla

(Grafik: https://fintel.io/ss/us/tsla)

Man sieht also klar, dass erst mit dem Anstieg der Aktie die Zahl der leerverkaufetn Aktien deutlich gestiegen ist – von 1,876 Millionen am 23.Juni auf knapp sechs Millionen am 07.07.2020. Das zeigt also klar, dass Shortseller mit dem Anstieg der Tesla-Aktie ihre Short-Positionen deutlich ausgebaut haben – das ist das glatte Gegenteil eines Short-Suqeeze, bei dem Leerverkäufer aufgrund der „Schmerzen“ bei der Short-Position ihre leerverkauften Aktien eindecken, also als Käufer auftreten.

Es handelt sich also eben nicht um einen Shortsqueeze bei der Aktie von Tesla, sondern um pure Euphorie. Diese Euphorie wiederum trifft auf einen Marktmechanismus, der gerade bei Tesla wirkt, weil es relativ wenige Tesla-Aktien gibt. Ein vielfaches Volumen wird dagegen am Optionsmarkt bewegt – Dirk Schuhmanns hatte den hier wirkenden Mechansimus in einem Artikel mit dem Titel „Tesla: Erneut eine mögliche Kursmanipulation mit Optionen?“ auf den Punkt gebracht:

„Doch wenn der Aktienkurs steigt und sich dem Ausübungspreis der gekauften Optionen nähert, müssen die Market Maker als Verkäufer der Optionen immer mehr Aktien nachkaufen, um ihr steigendes Risiko zu kompensieren.“

Fazit: Die mögliche Aufnahme in den S&P 500 ist der wahrscheinliche Kurstreiber

Elon Musk hat ein massives Interesse (als Großaktionär), dass Tesla in den S&P 500 aufgenommen wird. Dazu braucht er einen Gewinn im 2.Quartal 2020. Also werden die Zahlen so gut wie möglich aufgehübscht – und so entsteht eine Dynamik über Optionen und Euphorie, die diesen Kursanstieg erklärt. Leerverkäufer, die Positionen eindecken müssen, sind jedoch nicht die Ursache: sie wetten erst jetzt verstärkt auf das Entweichen von Luft aus der Blase namens Tesla. Insofern geht auch der PR-Coup von Elon Musk, „Short-Shorts“ zu verkaufen um die Shortseller zu verhöhnen, an der Realität vorbei..

Elon Musk hat gute Laune - und will, dass die Aktie von Tesla in den S&P 500 aufsteigt

Elon Musk. Foto: JD Lasica CC BY 2.0

 

 

13 Kommentare

13 Comments

  1. Avatar

    Hesterbär

    8. Juli 2020 13:35 at 13:35

    Von mir aus kann die Tesla-Aktie ruhig noch auf 2.500 USD steigen. Keine Übertreibung kann mich so entspannt lassen, wie die in den Anteilscheinen dieses Autobauers. Ich hatte schon zweimal prächtige Gewinne mit Tesla-Shortpositionen eingefahren und in beiden Fällen musste ich erst einmal kräftige Buchverluste aufbauen, bevor die Aktie abstürzte. Und sie wird wieder abstürzen. Bei 450 USD wird meine Gewinnmitnahme-Taste automatisch gedrückt. Vorher nicht.

    • Avatar

      Scheer

      8. Juli 2020 14:01 at 14:01

      Hallo,
      genau mein Gedanke.
      Ich bleibe auch dabei. Dennoch scheinen die Anhänger das zu glauben was ihnen vorgeträumt wird, ich bedauere es nur viel zu früh auf die Short Seite gewechselt zu sein.

      • Avatar

        Hesterbär

        9. Juli 2020 00:29 at 00:29

        @Scheer
        Ich bin auch viel zu früh mit meinen Shortpositionen bei Tesla eingestiegen (im Schnitt bei 750 USD). Das ist natürlich sehr ärgerlich, wenn man die jetzigen Kurse sieht. Ich kaufe dann allerdings meistens nicht mehr nach und halte die Positionen und damit das Risiko überschaubar. Dafür bin ich gestern Nachmittag bei NIO short gegangen und stand am Ende des Handels schon fast 10% im Plus. Extreme Übertreibungen werden an der Börse immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeführt. Die einen früher, die anderen später.

    • Avatar

      Gerry

      8. Juli 2020 15:25 at 15:25

      @Hesterbär

      Wenn ich mal fragen darf, wie shorten Sie Tesla?
      Mit EFT oder Options-Scheinen oder echten Leerverkäufen?

      Zumindest mit Put-Options-Scheinen auf Tesla, ist es nahezu unmöglich einen Gewinn zu generieren, auch wenn sich der Basiswert sehr heftig Richtung Süden bewegen sollte.
      Hohes Aufgeld und grosser Spread. Dann Basiswerte, welche vom aktuellen Aktienkurs zu weit entfernt sind. Zudem fast keine Umsätze bei diesen Scheinen und Ungereimtheiten bei der aktuellen Kursfindung.
      Die Emittenten sind halt auch nicht heiß darauf grosse Verluste zu machen und gestalten die angebotenen Scheine auf solch hoch volatilen Aktien wie Tesla dementsprechent unattraktiv. Siehe WKN: TT2MLW

      • Avatar

        Hesterbär

        9. Juli 2020 00:48 at 00:48

        @Gerry
        Aktien shorte ich immer mit CFDs. Aus meiner Sicht hier klar das beste und einfachste Instrument.

    • Avatar

      Gerry

      8. Juli 2020 19:15 at 19:15

      nochmal an Hesterbär:

      Hatte oben eine kleine Begriffsverwechslung, die Frage sollte lauten:

      „Mit CFD oder Options-Scheinen oder echten Leerverkäufen?“

      Bin gespannt auf Ihre Antwort.

      Nette Grüsse

      Gerry

    • Avatar

      Lausi

      8. Juli 2020 19:23 at 19:23

      Der Hesterbär, der Hesterbär, der ist ein arger Schorterich… ;-)

  2. Avatar

    Faktist

    8. Juli 2020 17:47 at 17:47

    Irgendwie hat keiner registriert dass es gestern After Market einen Flash Crash bei Tesla gab 879,99 USD siehe nasdaq dot com. 16:39 US Zeit

    Tja fehler wird es wohl nicht sein, weil zu dem Kurs auch Volumen angezeigt wurde.

    • Avatar

      Scheer

      8. Juli 2020 23:28 at 23:28

      Das ist sehr spannend. Vielen Dank für den Hinweis.

  3. Avatar

    Torsten

    13. Juli 2020 13:25 at 13:25

    Vorbörslich 1639

    Das ist der Kurs auf die Geschäftszahlen von 2026 oder 2030.

    Nächste Woche kommen dann die kreativen Geschäftszahlen, viel Umsatz, wenig Gewinn aber toller Ausblick.

  4. Avatar

    Gabriel Scheer

    13. Juli 2020 15:24 at 15:24

    Ja, auf die Zahlen bin ich auch gespannt.
    Vor allem bin ich auf den Absatz in Europa gespannt. Die Gigafactory in Berlin soll ja 500k Fahrzeuge produzieren. Das finde ich beachtlich, ich frage mich nur, wer diese Fahrzeuge kaufen soll? Meine Mutter, die wie viele andere gerade Ihren Job verloren hat, bestimmt nicht. Die 15k Daimler Mitarbeiter, die jetzt das Unternehmen verlassen werden höchstwahrscheinlich auch nicht.
    Also wer kauft nun diese Fahrzeuge? Die Politiker haben sich auch schon an den Fahrzeugen versucht, diese entsprachen nicht deren Wohlfühlstandards. Für Flottenfahrzeuge sind diese Fahrzeuge aus zweierlei Gründen ungeeignet: 1. Die begrenzte Reichweite/Stauraum der Fahrzeuge, 2. Die Corona Krise macht es nicht mehr erforderlich vor Ort zu sein, alle stellen Ihre Infrastruktur auf digital um, somit werden die Konferenzen per Videochat geführt. Vielleicht fällt ja einem ein, wer sich ein solches Fahrzeug in diesen Zeiten leisten möchte. Ich weiß es auf jeden Fall nicht.

    • Avatar

      Torsten

      13. Juli 2020 16:04 at 16:04

      Wieviel Gewinn macht Tesla pro Auto? Billig bauen, günstige Mitarbeiter aber teuer verkaufen wie Apple?
      Vielleicht muss VW 3 oder 5 mal soviele Autos verkaufen für den gleichen Gewinn?

      Beim jetzigen Aktienkurs bietet sich wieder eine Kapitalerhöhung an, die im nächsten Quartal wieder die Geschäftszahlen beeinflusst.

  5. Avatar

    Torsten

    13. Juli 2020 16:07 at 16:07

    Aktuell 320 Mrd Dollar Markkapitalisierung, damit könnte man Toyota, VE, GM und Ford kaufen. Völliger Blödsinn.

    Ich glaube Covid 19 schädigt nicht die Lunge sondern das Gehirn.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

weiterlesen

Aktien

Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

weiterlesen

Aktien

Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage