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Tesla: Etwas wackelig, aber auf stabilen Füßen!

Der amerikanische Shootingstar wird derzeit in der medialen Berichterstattung nicht gerade mit Rosen überschüttet. Auch der Chartverlauf zeigt auf, daß wohl doch noch nicht alles so rund läuft, wie man es bislang vermutet hat..

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Eine Analyse von Henrik Becker

Der amerikanische Shootingstar Tesla wird derzeit in der medialen Berichterstattung nicht gerade mit Rosen überschüttet. Auch der Chartverlauf zeigt auf, daß wohl doch noch nicht alles so rund läuft, wie man es bislang vermutet hat.

Ausblick:

Seit Sommer dieses Jahres befindet sich die Aktie in einer Korrektur (2) deren Abschluß erst für das kommende Jahr zu erwarten ist. Das Positive daran ist: Die Korrektur (2) versteht sich als Teil einer immer noch intakten Aufwärtsbewegung, wie es im unteren Chart dargestellt ist. Kurzfristig wird sich Tesla bis zur Unterstützung bei 237 $ fallen lassen müssen. Der bereits absolvierte Bruch des 0.38 Retracements (259 $) ist ein sehr sicheres Indiz hierfür.


(Charts durch Anklicken vergröern!)

Erst nach Erreichen dieses Niveaus ist von einer kleinen Aufwärtsbewegung auszugehen. Viel ist dieser rein technischen Reaktion nicht abzugewinnen, denn wie der obere Chart es zeigt, ist der Abschluß von (2) im Bereich des 0.76 Retracements (194 $) zu erwarten. Das unterhalb liegende Zeitlineal zeigt als idealtypischen Zielbereich Mitte 2018 an.

Den Bruch dieser schon fast existenziell wichtigen Kursmarke erwarte ich indes nicht. Zudem wird die Aktie zusätzlich durch die sich auf gleichem Niveau befindliche untere Trendlinie unterstützt. Nach Abschluß von Welle (2) wird die Aktie wieder steigen und aller Voraussicht nach neue Hochs ausbilden.

Anzeichen welche auf eine vorzeigte signifikante Verbesserung der Ausgangslage hindeuten, kann ich dem Chartverlauf aktuell nicht entnehmen.


Elon Musk und ein Tesla
Foto: Maurizio Pesce from Milan, Italia – Elon Musk, Tesla Factory, Fremont (CA, USA), CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=38354348

 

Mehr von Henrik Becker unter https://neo-wave.de

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Gerd

    3. November 2017 14:53 at 14:53

    Herr Henrik Becker, könnte es sein, dass sich zumindest in der äußerlichen Darstellung eine Ungereimtheit eingeschlichen hat?
    Im Text ist die jeweilige Kursangabe in $.
    Die Chartgrafik zeigt jedoch die Kurse in Euro.

    • Avatar

      Henrik Becker

      3. November 2017 15:21 at 15:21

      Ihre Feststellung ist korrekt; hatte ich erst nach dem Absenden bemerkt. An der Grundaussage ändert sich dadurch natürlich nichts.
      Henrik Becker

  2. Avatar

    OZO

    3. November 2017 20:27 at 20:27

    Das fiel mir auch gerade auf und ich kratzte mir den Kopf. Nur: da es sich um eine US-Aktie handelt, wäre es schon angebracht, jetzt den Chart mit den richtigen USD Zahlen zu versehen und neu zu senden. Denn einfach zu sagen, dass das jetzt EUR-Zahlen sind, hilft dem Leser wenig. Denn bei steigendem USD in den kommenden Wochen/Monaten macht es wenig Sinn, dass ich die genannten EUR-Punkte verfolge. Da sollte sich Herr Becker doch bitte schon mal um eine komplette Korrektur kümmern!

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Aktienmärkte: Warum einige aktive Fonds 2020 den Markt schlagen

Wolfgang Müller

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Die Aktienmärkte sind Schauplatz eines Kampfes, der von Jahr zu Jahr härter wird: Der Wettstreit zwischen den aktiven Fonds und den preisgünstigen, passiven Indexfonds (ETFs). In diesem Jahr haben einige der aktiv gemanagten Investmentfonds die Nase vorn. Ein Grund dafür ist die auch die ungewöhnliche Konzentration der Anleger allgemein auf marktschwere Titel.

Aktienmärkte: Das Dauerduell aktiv gegen passiv

Was hatte sich der in diesem Jahr verstorbene Gründer des passiven Investierens, John Bogle, anfangs für Feinde gemacht, zumeist wurde er milde belächelt! Mitte der Siebziger war Mittelmaß als Ziel eines Investments absolut verpönt, alle wollten noch die Aktienmärkte schlagen.

Doch Bogle hatte seine Mitarbeiter beauftragt, alle im S&P 500 enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung zu kaufen und damit den bekannten Börsenindex einfach nachzubilden.

Damit schuf Bogle den ersten Indexfonds (Vanguard 500), mit einem aus heutiger Sicht mickrigen Volumen von 11,3 Millionen Dollar.

Doch von Jahr zu Jahr steigt die Anlagesumme in die passiven Anlagevehikel, vor gut zehn Jahren wurde die Billionen-Grenze überschritten, mittlerweile ist die von BlackRock, Vanguard, State Street dominierte Branche bei weit über sechs Billionen Dollar angelangt.

Natürlich lässt es sich auf Dauer nicht verheimlichen, dass es kaum einem aktiven Anlagevehikel jenseits der 10-Jahresfrist gelingt, den Index und damit auch den entsprechenden Exchange Traded Fund zu schlagen. Am allerwenigsten den Leitindex der Aktienmärkte, den S&P 500 als Benchmark – insgesamt liegt die Underperformance bei über 90 Prozent in den großen Märkten.

Ich habe es vor kurzem in einem Artikel dargelegt, welche Folgen es hat, wenn man in einem Jahrzehnt auch nur die zehn besten Handelstage der Aktienmärkte versäumt.

2020 und die extreme Outperformance von Growth

Blicken wir nun auf den heimischen Markt, wo die Entwicklung natürlich einmal mehr den amerikanischen Vorbildern folgt. Hier gibt auch BlackRock den Ton an mit seinen iShares, gefolgt von Lyxor und den XTrackers von DWS, einer Tochter der Deutschen Bank. Gefolgt von UBS, Amundi, Invesco und Deka Investments und damit sind auch die deutschen Sparkassen im Geschäft.

Wie eine Auswertung des Fondsverbands BVI zeigt, haben in den Privatanleger-Depots es einige der alten Namen aus der aktiven Branche geschafft, ihre Vergleichsindizes zu schlagen. Produkte der DWS, der Deka oder der Allianz Group und aus dem Kreise derer, die schon über ein Jahrzehnt am Markt sind. Und dies gilt auch schon für ein paar Jahre, obwohl für diese Produkte die teuren Konditionen mit dem Ausgabeaufschlag und der jährlichen Jahresgebühr von deutlich über ein Prozent p.a. gelten. Wie ist diese Performance zu erklären?

Es waren zum Teil die internen Vorschriften, die den aktiven Fondsmanagern geholfen haben – und nicht die besondere Aktienauswahl.

Man hatte innerhalb der Aktienmärkte auf Aktien gesetzt, die eine hohe Marktkapitalisierung aufwiesen, so genannte Blue Chips – und was lief in den letzten Jahren besonders gut?

Klar, der Tech-Bereich mit Titeln wie Amazon, Apple oder Microsoft, Aktien, die in den Fonds zum Teil noch stärker gewichtet waren, als zum Beispiel im S&P 500 oder im MSCI World. Aber bereits seit Anfang September ist so etwas wie eine Branchenrotation feststellbar, verstärkt durch das Ergebnis des Wahlausgangs in den USA sowie den letzten Ereignissen im Zusammenhang mit der Impfstoffentwicklung.

Anders ausgedrückt: Was passiert, wenn die Big Player wieder auf ein „normales“ Wachstumstempo zurückfallen, um nur eine milde Kursentwicklung zu prognostizieren?

Fazit

Aus den letzen Überlegungen wird deutlich, wie schwierig es in Zukunft bleiben wird, mit spezieller Aktien-Einzelauswahl die Aktienmärkte zu schlagen. Wird es zu einer bleibenden Branchenrotation von Growth zu Value kommen, oder hält sich das Wachstum der Big Seven, oder auch der FAANG-Aktien noch eine Weile?

Man braucht sich nur den explosiven Anstieg einiger Corona-Aktienopfer seit der Impfstoffmeldung von BioNTech/Pfizer zu betrachten. Wie stark wird es noch zu großen Umschichtungen in den großen Depots, insbesondere zum Jahreswechsel kommen? Der 9. November könnte bedeutsamer gewesen sein, als bisher angenommen. Der Anstieg des Nasdaq 100 von seinem Tief vom 6. März 2009 bis zu seinem Hoch am 2. September 2020 mit sagenhaften 1154 Prozent sollte irgendwann korrigiert werden, Kurse (speziell von Indizes) wachsen nie in den Himmel. Der Dax brachte es in diesem Zeitraum auf bescheidene 354 Prozent.

Die Aktienmärkte und die aktiv verwalteten Fonds

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