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Tesla macht sein Model 3 deutlich günstiger

Claudio Kummerfeld

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am

Und die von Elon Musk große angekündigte Überraschung lautet: Tesla macht sein wichtigstes Auto Model 3 deutlich günstiger, womit die Käuferschicht wohl deutlich größer werden könnte. Die letzten Tage war die Kritik immer lauter geworden, dass Tesla wohl kein Model 3 für 35.000 Dollar werde anbieten können.

Und zack, jetzt kostet es 35.000 Dollar. Wie das wohl funktioniert? In Deutschland wurden bislang Preise für 55.000 Euro genannt, und jetzt ab 35.000 Dollar auf der US-Webseite von Tesla. Auf Twitter zeigen sich schon wenige Minuten nach Veröffentlichung der neuen Preise auf der Webseite von Tesla die „Fans“ begeistert. Und noch was. Tesla verkauft jetzt Autos nur noch online!

Lesen Sie hier die aktuelle Originalmeldung von Tesla:

We are incredibly excited to announce that the standard Model 3, with 220 miles of range, a top speed of 130 mph and 0-60 mph acceleration of 5.6 seconds is now available at $35,000! Although lower in cost, it is built to achieve the same perfect 5-star safety rating as the longer-ranged version, which has the lowest probability of injury of any car ever tested by the U.S. Government.

In addition, we are introducing the Model 3 Standard Range Plus, which offers 240 miles of range, a top speed of 140 mph, 0-60 mph acceleration of just 5.3 seconds and most premium interior features at $37,000 before incentives. For 6% more money, you get 9% more range, more power, and an upgraded interior.

To achieve these prices while remaining financially sustainable, Tesla is shifting sales worldwide to online only. You can now buy a Tesla in North America via your phone in about 1 minute, and that capability will soon be extended worldwide. We are also making it much easier to try out and return a Tesla, so that a test drive prior to purchase isn’t needed. You can now return a car within 7 days or 1,000 miles for a full refund. Quite literally, you could buy a Tesla, drive several hundred miles for a weekend road trip with friends and then return it for free. With the highest consumer satisfaction score of any car on the road, we are confident you will want to keep your Model 3.

Shifting all sales online, combined with other ongoing cost efficiencies, will enable us to lower all vehicle prices by about 6% on average, allowing us to achieve the $35,000 Model 3 price point earlier than we expected. Over the next few months, we will be winding down many of our stores, with a small number of stores in high-traffic locations remaining as galleries, showcases and Tesla information centers. The important thing for customers in the United States to understand is that, with online sales, anyone in any state can quickly and easily buy a Tesla.

At the same time, we will be increasing our investment in the Tesla service system, with the goal of same-day, if not same-hour service, and with most service done by us coming to you, rather than you coming to us. Moreover, we guarantee service availability anywhere in any countries in which we operate.

Tesla Elon Musk
Das Tesla Model 3 auf dem Pariser Autosalon 2018. Foto: Alexander Migl CC BY-SA 4.0

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Markus Koch LIVE zum Handelsstart in New York – die Wirtschaft entscheidet und nicht die Wahlen

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Trump oder Biden, Rettungspaket JA oder NEIN? Egal was passiert, die Börse läuft weiter?

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Coronakrise: Die unheimliche Hausse der Schusswaffen-Hersteller

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Amerikaner kaufen in der Coronakrise Waffen, Deutsche dagegen Toilettenpapier – wie Analysen aus dem Frühjahr gezeigt haben. Kurz vor den US-Wahlen steigt die Unsicherheit in vielerlei Hinsicht – und die Aktienkurse von Waffenherstellern. Waffenkäufe in den USA sind in Zeiten der Coronakrise schon seit längerer Zeit feststellbar –  jetzt aber gesellen sich noch weitere Ursachen dazu. Die Steigerungen bei den Kursen der Waffenfirmen brauchen sich nicht einmal hinter den Tech-Werten zu verstecken. Und wieder einmal könnte ein Regierungswechsel einen Boom auslösen.

Das Recht des Amerikaners zum Waffenbesitz

Wie oft wurde in den USA schon über eine Verschärfung des Waffenrechts diskutiert, zumeist im Zusammenhang mit Amokläufen! Stets beruft sich die US-Waffenlobby in Gestalt der NRA – National Rifle Association of America, Nationale Schützen-Vereinigung – auf das verfassungsrechtlich garantierte Recht der Amerikaner zum Waffenbesitz.

Im 2. Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten, verabschiedet bereits am 15. Dezember 1791 hieß es:

„Da eine wohlgeordnete Miliz für die Sicherheit eines freien Staates notwendig ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden.“ Obwohl es immer wieder Versuche gibt dieses uralte „Grundrecht“ abzuändern, unterstützen insbesondere die Republikaner mit ihrem Präsidenten Donald Trump die Interessen der NRA. Da ein Regierungswechsel zu den Demokraten sehr wahrscheinlich geworden ist, haben die Aktien von Waffenherstellern einen weiteren Aufwind bekommen – man erwartet Hamsterkäufe im Falle eines Wahlsiegs von Joe Biden.

Die Hausse der Revolveraktien im Jahr der Coronakrise – oder Amerikaner kaufen Waffen, Deutsche Toilettenpapier

So lautete eine etwas scherzhaft gemeinte Feststellung zu Zeiten des Lockdowns im April. Betrachtet man sich aber die Entwicklung der Aktien von Pistolen-, Revolver-, und Gewehrherstellern in den letzten neun Monaten, so erkennt man, dass dies kein billiger Kalauer gewesen ist. Im Übrigen waren die Regale mit dem Toillettenutensil eine Zeitlang wirklich Mangelware in Deutschland.

Die Performance:

Konnte der große S&P 500 in diesem Jahr bisher um sieben Prozent zulegen, so ging es mit den Aktien der weltbekannten Waffenfirma Smith&Wesson um 135 Prozent nach oben, die weniger bekannte Firma Sturm Ruger aus Southport (Connecticut) bringt es immerhin auf 51 Prozent. Allein im Monat Oktober ging es bereits um 8 beziehungsweise 9,5 Prozent nach oben.

Waren es im Spätwinter Sorgen der Amerikaner vor Plünderungen infolge der Coronakrise, später die Angst vor Unruhen im Lande wegen des gewaltsamen Todes des Afroamerikaners George Floyd, so fürchtet man sich jetzt vor einem möglichen Chaos nach dem 3. November, sollte es keinen eindeutigen Sieger geben. Zusätzlich sorgen sich die Waffennarren vor härteren Regelungen, insbesondere von Schnellfeuerwaffen, die für die Demokraten ein echtes Übel darstellen. In Deutschland würde manche Waffengattung unter die Regelungen des Kriegswaffenkontrollgesetzes (KrWaffKontrG ) fallen. Die Chefs der Waffen-Firmen in den USA hingegen freuen sich über die Nachfrage, man komme mit den Auslieferungen kaum hinterher.

Absonderliche Entwicklungen unter den Reps und Dems

Die eindeutige Positionierung von Demokraten und Republikanern haben in der Vergangenheit zu seltsamen Entwicklungen der Aktienkurse von Waffenfirmen geführt. Unter den acht Jahren von Präsident Barrack Obama stiegen die Aktien von Sturm Ruger um etwa 900 Prozent, weil der Demokrat zwar immer für schärfere Waffengesetze eintrat, dieses im Kongress aber nicht durchsetzen konnte. Unter Donald Trump stieg die Aktie dieser Firma nur um mickrige 16 Prozent, weil sich die NRA der Unterstützung des Präsidenten sicher sein konnte. Jetzt könnte Joe Biden aufgrund der Coronakrise ins Weiße Haus zurückkehren, um die Ideen von Barack Obama in die Tat umzusetzen.

Wozu brauchen die Amerikaner so viele Waffen?

Diese Frage kommt einem sofort in den Sinn, wenn man sich die Statistiken über den Waffenbesitz in den USA betrachtet – eine „kleine“ Privatarmee. 43 Prozent aller Amerikaner leben in einem Haushalt mit mindestens einer Schusswaffe. Es gibt in den USA 300 Millionen Waffen, Pistolen und halbautomatische Sturmgewehre.

Fazit

Es ist für uns Europäer schon eine schauerliche Vorstellung: Dass es in fast jedem zweiten Haushalt Schusswaffen gibt, dass Millionen von Amerikanern selbst im Handschuhfach ihres Wagens eine Waffe mitführen. Gerade in der jetzigen Situation eines gespaltenen Landes, in dem sich bestimmte Gruppierungen im Lande unversöhnlich und fanatisch gegenüberstehen, bei einem Präsidenten, der vieles gewähren lässt, um es höflich auszudrücken. Dazu die Coronakrise mit ihren wirtschaftlichen Folgen: Gestiegene Waffenkäufe und gestiegene Aktienkurse bei Smith&Wesson und Co, ob das nicht der gefährlichste Teil der Aktienhausse in den USA ist?

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart an der Wall Street – Autos, Banken, Energie: Dreht der Wind?

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Gibt es eine Umschichtung von Tech-Aktien eher zu „langweiligeren“ Aktien wie den Autotiteln? Daimler und andere Firmen melden gute Zahlen.

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