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Tesla meldet konkrete Detailzahlen zur Produktion – große Ziele!

Claudio Kummerfeld

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Elon Musk will ganz groß hinaus, das ist klar. Wie wir schon gestern berichteten, meldete er für Tesla zunächst nur grobe Zahlen. 7000 Autos habe Tesla letzte Woche produziert, davon 5000 Autos des Model 3. Damit hatte man mit Ach und Krach auf den allerletzten Drücker sein eigenes Ziel von 5000 Model 3 pro Woche bis Ende Juni erreicht. Es war so extrem wichtig es zu erreichen, weil es schon zwei Mal verschoben wurde von Ende 2017 auf Ende Juni 2018.

Aber gut. Dieses Ziel hat man erreicht. Nun präsentiert Tesla Detailzahlen zur Produktion für das letzte Quartal. Daraus geht hervor, dass man vom Model 3 insgesamt 28.578 Autos produziert hat. Das sind 2381 pro Woche, und damit dramatisch weniger als die anvisierten 5000 pro Woche. Die gesamte Zahl produzierter Autos lag im letzten Quartal bei 53.339, was einen Anstieg von 55% gegenüber dem Vorquartal darstellt. Aber es zählt nun mal der Trend, und man sagt ja, dass man in der letzen Woche zum ersten Mal diese Marke erreicht habe. Und damit nicht genug.

So verkündet Tesla auch aktuell, dass man davon ausgeht, dass bis Ende August die wöchentliche Produktionsrate für das Model 3 auf 6000 Stück erhöht werden könne („Tesla expects“). Man bricht die Produktionszahlen in seiner aktuellen Veröffentlichung sogar runter auf die einzelnen Produktionsstraßen.

Die Linie „GA3“, wo das Model 3 gebaut wird, werde bald alleine 5000 Stück pro Woche schaffen. Die neue provisorische Fertigungsstraße „GA4“, die man in einem Zelt zügig aufgebaut hatte, soll allein in der letzten Woche 20% der Model 3-Autos hergestellt haben. Die Qualität der Autos habe nicht gelitten, so sagt man es nochmal explizit.

Tesla mit großen Zielen

Wie immer hat Tesla große Ziele. Das Ziel von 100.000 Stück von den Modellen S und X für das Jahr 2018 bleibe erhalten. Beim Modell 3 gäbe es aktuell netto noch 420.000 ausstehende Reservierungen. Bisher habe man 28.386 Autos vom Model 3 ausgeliefert. Außerdem schreibt Tesla aktuell, dass man davon ausgehe wie bisher erwartet in den nächsten beiden Quartalen einen positiven Cash Flow und einen Nettogewinn (GAAP) zu erzielen. Und das wolle man schaffen, obwohl der Dollar so schwach sei, und es höhere Autozölle zwischen China und den USA geben werde.

Die Tesla-Aktie sprang von Freitag Abend auf gestern zur US-Eröffnung von 343 auf fast 365 Dollar. Aber dann setzte wohl ein „Sell on good news“ ein, und die Aktie endete gestern Abend bei 335 Dollar. Wir erneuern unseren Hinweis von gestern. Mal schauen, wie im Finanz-Quartalsbericht (wahrscheinlich Anfang August) der Verlust von Tesla ausfällt. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass die Firma extrem viel Geld ausgeben musste um diese hohe Produktionssteigerung mit diesen provisorischen Mitteln zu schaffen.

Tesla-Mitarbeiter am letzten Wochenende bei der Feier für das Erreichen des Produktionsziels
Mitarbeiter am letzten Wochenende bei der Feier für das Erreichen des Produktionsziels. Foto: Tesla

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    randyhofbeck

    3. Juli 2018 13:43 at 13:43

    wenn man einen kaufpreis von 37.000 euro hernimmt (untere range) ist das ein brutto umsatz von circa 16 milliarden euro !
    vielleicht erklärt das vieles. auch das durchhaltevermögen der „geldgeber“.

    • Avatar

      Bernd Taler

      3. Juli 2018 15:45 at 15:45

      Der Bruttoumsatz ist keine wichtige Größe , sondern wirklich interessant ist wieviel Tesla dabei zugesetzt ha. Dein Kommentar erinnert mich an den alten Witz mit Tünnes und Schäl „ich setzte zwar bei jedem verkauften Tesla zu , aber die Masse machts“

      • Avatar

        randyhofbeck

        3. Juli 2018 18:57 at 18:57

        is klar, umsatz ist nur eine grösse, aber gute kaufleute und produktioner können daraus halt auch gewinn erzielen. ob dieser amiclown das schafft weiss ich nicht …

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Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

Die Deutschen entdecken ihre Liebe zu Aktien

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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Anleger warten ungeduldig auf den Volks-Tesla – Werbung

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Lieber Börsianer,

vorgestern hatte Elon Musk im Rahmen einer weithin beachteten Präsentation (Battery Day) die neue Tesla-Batterie des Modells 4680 vorgestellt. Die Ingenieure waren begeistert von der neuen Rundzelle. Die Investoren hingegen waren eher ernüchtert und schickten die Aktie nach der Präsentation erst einmal südwärts.

Wer hat nun Recht, die Ingenieure oder die Investoren?

Ich meine, die Ingenieure. Denn die neue Batterie wird den Tesla-Autos eine um 16 % verbesserte Reichweite verschaffen und dies bei verringerten Produktionskosten (-14 %). Damit rückt der sogenannte Volks-Tesla in greifbare Nähe. Vor Steuern soll dieses E-Auto nicht mehr als 25.000 USD kosten und soll damit für breite Schichten erschwinglich sein.

Dabei wird der US-Autobauer den Anteil des Siliziums im Batteriekern weiter senken und durch billigeres Graphit ersetzen. Gleichzeitig werden die Batteriespeicher der neuen Generation weniger Kobalt enthalten und stattdessen mehr Nickel. Besonders unter Umweltaktivisten ist Kobalt aufgrund seines wenig umweltverträglichen Abbaus umstritten. Also von der Technikseite nur gute Nachrichten für Tesla und die Branche der E-Mobilität.

Tesla braucht noch Zeit

Warum war die Investorenseite dann enttäuscht? Nun, Elon Musk hatte keine Revolution verkündet. Der Fortschritt ist beträchtlich, aber er braucht Zeit. So wird der eingangs angesprochene Volks-Tesla erst in knapp 3 Jahren das Licht des Marktes erblicken. Vor allem die Umstellung des Produktionsprozesses der Akku-Batterien wird viele Monate in Anspruch nehmen. Derzeit arbeiten die Batteriehersteller in China und Japan, wie etwa Panasonic oder CATL, unter Volllast. Jetzt schon ist absehbar, dass dem Markt im kommenden Jahr erschwingliche Batterien fehlen werden. So haftet der neuen Tesla-Batterie zunächst etwas Theoretisches an.

Tech-Investoren sind heuer – zumindest nach dem März-Tief – bekanntlich sehr verwöhnt worden. Es war praktisch unmöglich für uns, Kursraketen zu vermeiden. Das haben wir sehr angenehm auch im NextGeneration-Depot der Premium-Chancen gespürt. Mit Titeln wie Zur Rose, Apple, Tomra oder auch…..

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