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Tesla mit Kapitalerhöhung und Wandelanleihen für 1,15 Milliarden Dollar

Tesla hat gestern Abend nach Börsenschluss verkündet eine Kapitalerhöhung durchzuführen. Für 250 Millionen Dollar werden neue Aktien ausgegeben. Dazu begibt man Wandelanleihen für 750 Millionen...

FMW-Redaktion

Wie oft denn noch? Aber die „Jünger“ von Elon Musk verzeihen ihm ja eh alles, das haben wir inzwischen gelernt. Tesla hat gestern Abend nach Börsenschluss verkündet eine Kapitalerhöhung durchzuführen. Für 250 Millionen Dollar werden neue Aktien ausgegeben. Dazu begibt man Wandelanleihen für 750 Millionen Dollar. Diese Anleihen kann Tesla nach eigenem Ermessen umwandeln in Tesla-Aktien. Dieses Einholen frischen Geldes von insgesamt 1 Milliarde Dollar kann man noch erhöhen auf 1,15 Milliarden Dollar.

Da Tesla ständig Geld verbrennt und immer neues Geld benötigt, gehen wir mal fest davon aus, dass es daher 1,15 Milliarden Dollar werden. Die Altaktionäre werden sicher wahnsinnig begeistert sein, dass ihre Aktien weiter verwässert werden. Aber wie wir schon betonten: Die Jünger von Elon Musk verzeihen anscheinend ja wirklich alles! Das Geld soll laut Tesla einerseits zur „Stärkung der Bilanz“ eingesetzt werden (Stichwort „Konstantes Geldverbrennen“).

Andererseits will man mit dem frischen Geld Risiken beim Start der Produktion des großen Hoffnungsträgers von Tesla dem „Model 3“ minimieren.  Also hat man Angst, dass einem mitten beim Hochfahren der Produktion das Cash ausgeht? Ab September soll die Produktion starten, aber man darf gespannt sein, ob an den sonnigen Produktionsstandorten von Tesla nicht überraschend Schneestürme im September den Produktionsstart um vielleicht ein halbes Jahr verschieben? Elon Musk will übrigens mit seinem eigenen Geld neue Aktien im Wert von 25 Millionen Dollar kaufen, also 10% der Aktienemission.

Aber seien wir mal ehrlich. Warum sollte Tesla die Wandelanleihen nicht auch später in Aktien umwandeln, zumal man dazu nach eigener Aussage das Recht hat? Weniger Schulden sind immer gut. Und die Aktien, herje, die produzieren derzeit eh keinen Gewinn für die Aktionäre! Wie absurd es bei Tesla zugeht, zeigt folgender Umstand: Gestern Abend ist der Aktienkurs im nachbörslichen Handel sogar noch um 2% gestiegen. Bei jeder „normalen“ Aktie wäre der Kurs nach der Ankündigung einer Kapitalerhöhung gefallen, weil der Altaktionär dann zukünftig einen geringeren Teil am Unternehmen hält.

Damit hat er zukünftig bei Gewinnen auch Anspruch auf einen geringeren Anteil. Aber wie man sieht, scheint der Börsianer glücklicher darüber zu sein, dass frisches Geld reingeholt wird, damit der Laden weiter machen kann wie bisher. Man lebt von der Hoffnung auf eine große glorreiche Zukunft. Aber wir wollen nicht schon wieder anfangen mit einem erneuten „Tesla-Rant“ (Hasstirade). Denn wie heißt es so schön? Die Börse hat immer recht! Im Chart sieht man den Tesla-Aktienkurs seit 2011. Von unter 50 Dollar ging es seitdem kräftig bergauf, und man bewegt sich auf lange Sicht gesehen relativ konstant um 200-250 Dollar.



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1 Kommentar

  1. Ich persönlich finde die Tesla Autos und das Konzept grundsätzlich interessant. Elon Musk muss jetzt aber auch den Turnaround hinkriegen, sprich Tesla zu einem gewichtigen Spieler auf dem Automarkt machen, der Cash verdient und nicht verbrennt.

    Wenn da noch weitere Kapitalerhöhungen kommen und weiter Geld verbrennt wird, werden die Investoren Tesla mit Sicherheit in Zukunft fallen lassen wie eine heiße Kartoffel.

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