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Tesla: Musk mit bitterem Aprilscherz über Firmenpleite, großer Autorückruf, Aktie vorbörslich -4,8%

Peinlich, wenig seriös, und total unnötig, möchte man meinen. Gerade eine Firma wie Tesla, die seit Jahren Geld verbrennt, und immer mehr Probleme anhäuft, sollte alles dafür tun Analysten, Aktionäre und Anleihegläubiger von seiner Seriosität und…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Peinlich, wenig seriös, und total unnötig, möchte man meinen. Gerade eine Firma wie Tesla, die seit Jahren Geld verbrennt, und immer mehr Probleme anhäuft, sollte alles dafür tun Analysten, Aktionäre und Anleihegläubiger von seiner Seriosität und Ertragskraft zu überzeugen. Die Nervosität der Anleger sah man zuletzt auch an den Anleihemärkten.

Doch Firmenchef Chef Elon Musk denkt natürlich wie immer in ganz anderen Kategorien. So hat er gestern einen „lustigen“ Aprilscherz veröffentlicht. Die Firma sei pleite, und er selbst (Elon Musk) sei mit einer Flasche „Teslaquilla“ vor einem Tesla-Auto gefunden worden, mit getrockneten Tränen. Auch macht er sich über die Kritiker von Tesla lustig. Ja, Tesla habe inzwischen alle Arten der Insolvenz erreicht.

Vor alle die Investoren, die in den nächsten Monaten womöglich immer wieder neues Geld in die Firma pumpen sollen, dürften sich mehr und mehr fragen, ob sie verbranntem Geld frisches gutes Geld hinterher werfen sollen bei einem Chef, der das alles offenbar als großes Spiel ansieht. Denn wenn der ganze Laden dicht gemacht wird, dann ist eben „nur“ der Laden pleite, die Aktien wertlos, und die Anleihen ebenso. Elon Musk selbst uns sein Privatvermögen (ohne Tesla-Aktien) sind davon ja nicht betroffen, denn Tesla ist ja schließlich keine Personengesellschaft.

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Auf Krampf mehr Autos bauen

Offenbar versucht Elon Musk die Tesla-Mitarbeiter immer mehr anzutreiben auf Teufel komm raus mehr Autos zu bauen, damit endlich schneller Cash in die Kassen kommt. Eigentlich wollte man schon Ende 2017 5000 Tesla 3-Modelle pro Woche bauen. Aktuell soll dieses Ziel bis Ende Juni 2018 erreicht werden. Angeblich habe man sich dafür entschieden noch viel mehr zu automatisieren in dieser neuesten Produktionslinie.

Man weiß aber nicht, ob dies auch ein Aprilscherz ist – denn wie man munkelt, wird bei Tesla mangels Automatisierungs-Know How in Hardarbeit produziert. Aber das kann natürlich nicht konkret bewiesen werden. Aktuelle Produktionsprobleme sollen daran liegen, dass es so lange dauere die Maschinen für die Automatisierung zu kalibrieren. Da kann sich jeder seinen Teil denken. Angeblich soll Elon Musk letzte Woche seine Mitarbeiter intern dazu aufgerufen haben ihre Anstrengungen nochmal zu erhöhen, damit man mehr als 300 Autos pro Tag bauen könne. Man wolle mit diesen Sieg den Hatern entgegentreten.

Tesla mit großem Rückruf

Tesla hatte Ende letzter Woche nach Börsenschluss in den USA einen großen Rückruf bekannt gegeben. Somit hatte die Börse über das Osterwochenende (in den USA drei handelsfreie Tage) keine Zeit zu reagieren. Welch Zufall, dass dieser Zeitpunkt für die Verkündung gewählt wurde? Es geht um einen Lenkungsbolzen in alten Modellen, die bis zum April 2016 gebaut wurden. Neuere Modelle seien gar nicht betroffen.

Probleme beim Fahren gäbe es nur in kälteren Klimazonen, und auch nur bei langsamem Fahren. Die Autos seien nach wie vor fahrtüchtig. Dennoch mache man freiwillig einen großen Rückruf all dieser betroffenen Autos, um eine Reparatur vorzunehmen, die nur eine Stunde pro Auto dauern soll. Betroffen seien 123.000 Autos. Tja, kann Tesla sich auch nur den kleinsten Rückruf leisten? Denn die Firma verbrennt auch so schon genug Geld.

In den USA ist heute wieder normaler Börsenhandel. Vorbörslich notiert die Tesla-Aktie mit -4,8% gegenüber Donnerstag Abend.

Tesla Chef Elon Musk
Elon Musk. Foto: Heisenberg Media – Flickr: The Summit 2013 (CC BY 2.0) – (Ausschnitt aus Originalfoto)

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Netflix-Quartalszahlen: Nutzerwachstum deutlich besser als gedacht, Aktie +11 Prozent

Claudio Kummerfeld

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Netflix auf Computer schauen - Beispielbild

Soeben wurden die Netflix-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier zeigen wir die wichtigsten Eckdaten.

Der Umsatz liegt bei 6,64 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 5,47/Erwartungen 6,6). Im aktuell laufenden Quartal soll der Umsatz bei 7,1 Milliarden Dollar liegen.

Der Gewinn liegt bei 1,19 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,30/Erwartungen 1,39). Im laufenden Quartal erwartet man 2,97 Dollar.

Die Zahl neuer Abonnenten liegt bei 8,51 Millionen (erwartet 6,5). Für das laufende Quartal gibt man ganz aktuell die Zielmarke von 6 Millionen neuen Abonnenten aus.

Netflix sagt aktuell, dass man keine externe Finanzierung mehr benötige, und über Aktienrückkäufe nachdenke. Das und das Nutzerwachstum lassen die Aktie gut da stehen. Sie steigt aktuell nachbörslich um 11 Prozent!

Grafik zeigt Netflix-Quartalszahlen im Detail

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Go Big or Go Home – Janet Yellen gibt Vollgas

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Janet Yellen spricht heute ab 16 Uhr deutscher Zeit im US-Kongress. Das kann die Kurse bewegen.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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Goldman Sachs mit Quartalszahlen: Deutlich besser als erwartet!

Claudio Kummerfeld

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Soeben wurden die Quartalszahlen von Goldman Sachs veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 11,74 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 9,96/Erwartungen 9,50).

Der Gewinn liegt bei 12,08 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 4,69/Erwartungen 7).

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft betrug 293 Millionen US-Dollar für das vierte Quartal 2020, 13 Prozent niedriger als im vierten Quartal 2019 und 5 Prozent höher als im dritten Quartal 2020. Das vierte Quartal 2020 enthielt Rückstellungsreduzierungen für Großkundenkredite, laut Goldman Sachs aufgrund einer Stabilisierung im breiteren wirtschaftlichen Umfeld nach den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Dies wurde teilweise aufgehoben durch höhere Rückstellungen aufgrund des Wachstums von Kreditkartenkrediten
im Vergleich zum vierten Quartal 2019.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +2,2 Prozent.

Kommentar vom Chef:

“It was a challenging year on many fronts, and I am deeply proud of how our people helped clients respond to the economic disruption brought on by the pandemic and the extreme market volatility experienced over the past months. Our people responded admirably to a series of professional and personal challenges, while working from home or in offices that were reshaped dramatically. Thanks to their perseverance, we were able to help clients navigate a difficult environment, and, as a result, achieved strong results across the franchise, while advancing our strategic priorities. We hope this year brings much needed stability and a respite from the pandemic, but we remain ready to handle a wide range of outcomes and are poised to meet the needs of our clients.”
– David M. Solomon, Chairman and Chief Executive Officer

Grafik zeigt die Quartalszahlen von Goldman Sachs

Goldman Sachs-Zentrale in New York
Die Goldman Sachs-Zentrale in New York Downtown. Foto: Youngking11 CC BY-SA 3.0

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