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Tesla nach Modell 3-Euphorie mit Schock: Absatzzahlen 7,4% geringer als selbst am 10. Februar prognostiziert – Update 19:50 Uhr

Redaktion

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FMW-Redaktion

Erst gestern hatten wir es erwähnt: So schön die Jubel-Veranstaltung von Tesla am Freitag auch war, und so viele Vorbestellungen man für das neue Modell 3 auch reinbekommt. Das aktuelle Tagesgeschäft lässt mal wieder die trockene und nüchterne Realität aufkommen. Tesla ist ein winzig kleines Unternehmen, und hangelt sich von Quartal zu Quartal mit immer neuen Geldverbrennungs-Rekorden. Und bei den aktuellen Absatzzahlen ist man anscheinend gezwungen bei jeder neuen Enttäuschung immer sofort die Euphorie für das nächste Quartal zu erwähnen. So auch gestern Abend.

Tesla Elon Musk
Tesla-Chef Elon Musk. Foto: Steve Jurvetson / Wikipedia (CC BY 2.0)

Tesla gab noch im Februar die Erwartung heraus, dass man im 1. Quartal 16.000 Autos verkaufen werde. Es wurden aber nur 14.820 Stück. Ein Desaster! Die Zahlen sind so gering, dass Elon Musk eh schon jeden Nekunden per Handschlag am Fabriktor zum Kauf gratulieren könnte, aber 7,4% weniger als erwartet? Die eigene Erwartung stammt vom 10. Februar. Konnte man in der Mitte des Quartals intern so schlecht zählen, oder gingen die Verkäufe im März so rasant zurück?

Wenn man fast schon über die Dimensionen von hunderten Autos spricht, ob die mehr oder weniger verkauft wurden, ist es fast ein Schock, dass die ganze Firma 32 Milliarden Dollar wert ist laut aktuellem Börsenkurs. Elon Musk als ewiger Optimist will trotz dieses Rückfalls in 2016 sein Ziel von 80.000-90.000 verkauften Autos erreichen. Das heißt: Setzt man 80.000 Autos an, und ziehe davon die im 1. Quartal vekauften 14.820 Stück ab – verbleiben noch 65.180 Autos, die in 3. Quartalen verkauft werden müssten. Das sind 21.726 Autos pro Quartal. Das Rekordquartal war das 4. Quartal 2015 mit 17.400 Stück, so viel dazu.

Wer war denn Schuld an den schlechten Absatzzahlen? Die bösen Zulieferer natürlich. Es gehe um 6 Bauteile beim Modell X, die nicht in ausreichender Menge geliefert wurden, so Tesla. Auch gäbe es Probleme mit der Qualitätskontrolle bei Zulieferern uvm, aber all das sei jetzt abgestellt – jetzt laufe die Produktion wieder voll nach Plan, so Tesla. Zitat:

„The root causes of the parts shortages were: Tesla’s hubris in adding far too much new technology to the Model X in version 1, insufficient supplier capability validation, and Tesla not having broad enough internal capability to manufacture the parts in-house. The parts in question were only half a dozen out of more than 8,000 unique parts, nonetheless missing even one part means a car cannot be delivered. Tesla is addressing all three root causes to ensure that these mistakes are not repeated with the Model 3 launch.“

Es regiert also das Prinzip Hoffnung bei Tesla-Chef Elon Musk – alles läuft wieder wie am Schnürchen. Die Probleme lagen ja alle außerhalb der Firma. Eine Umsatzwarnung wie bei „normalen“ Unternehmen würde ja die grenzenlose Wachstumseuphorie zerstören – es darf daher nicht sein, was nicht sein darf! Das Modell 3 kommt erst Ende 2017 auf den Markt, von daher muss man einfach darauf vertrauen, dass die Verkaufszahlen der bestehenden Modelle explodieren. Wie wir gestern schon sagten: Irgendwann kann unsere pessimistische Sicht auf Tesla durch sensationelle explodierende Zahlen widerlegt werden. Aber Quartal für Quartal zeigt Tesla einfach nur Verluste. Das ist hier und jetzt ein Fakt. Was soll man heute von den Aussagen Musk´s vom Wochenende halten, aufgrund zu enger Produktionskapazitäten müssen man evtl. auch darüber nachdenken eine zusätzliche Fabrik in Europa zu eröffnen?

Die Börse ist nicht so glücklich seit gestern Abend. Der Euphorieschub von letztem Wochenende war gestern nachbörslich weg mit -10 Dollar nach 22 Uhr. Heute vorbörslich liegt die Aktie um die 239-240 Dollar, und hat damit ihren gestrigen Zuwachs schon hergegeben.

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Update 19:50 Uhr:

Die Aktie steigt unerwartet auf aktuell 255 Dollar. Als Grund wird gesehen, dass die Credit Suisse heute das Kursziel von 240 auf 280 Dollar angehoben hat!

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Netflix und Tesla bringen gute Laune

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Netflix hat gestern Abend tolle Zahlen geliefert, und bei Tesla gibt es ein neues hohes Kursziel.

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Börse: Die Stimulus-Schecks und der große Börsen-Hype

Wiederholt sich das Muster an der Börse aus der ersten Corona-Welle? Damals stiegen Kleininvestoren ein, und nun kommen neue Schecks!

Wolfgang Müller

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Was sich im letzten Sommer durch die großzügigen Schecks der US-Regierung zur Unterstützung der Arbeitslosen an der Börse gezeigt hat, wiederholt sich mit den 600 Dollar-Schecks seit Jahresanfang in verschärfter Form. Man zockt mit dem staatlichen Geld immer zügelloser, in Pennystocks und in Optionen. Jetzt kommt bald die Aufstockung auf 2000 Dollar durch die Biden-Regierung – wird dies der Höhepunkt der Manie der Börse?

Börse: Corona und die Generation RobinHood

Es war ein großes Thema im Coronajahr 2020, die allein schon beim Neobroker RobinHood auf 13 Millionen, vorwiegend junger Anleger angewachsene Schar neuer und junger Investoren, die ihre Freizeit genutzt haben, um nahezu gebührenfrei an der Börse zu zocken. Zunächst mit den großen Aktien aus dem „Stay-at-Home-Umfeld“, Apple, Amazon, Alphabet, Microsoft, Nvidia, oder Zoom und natürlich Tesla. Aber da dies so gut geklappt hatte, dann auch mit Hebelprodukten aus dem Optionsbereich. Was die Stillhalter dazu genötigt hatte, teure Aktien zur Absicherung auch noch nachzukaufen, Stichwort Gamma-Absicherung. Die Hausse nährte ständig die Hausse. Dies ist natürlich den großen Häusern in den USA nicht verborgen geblieben. Goldman Sachs holte sich die Liste der meist nachgefragten Aktien bei den Billigbrokern und bei den Favoriten der Hedgefonds – und siehe da, die Lieblinge der RobinHoodies schlugen die Benchmark und die Profis um Längen.

2020: S&P 500, plus 16 Prozent – Hedgefonds plus 40 Prozent – und die RobinHooder plus 80 Prozent. Dies ist natürlich nicht die Performance der Depots, sondern die Berechnung der Performance der Favoriten.

Das neue Thema Pennystocks

Das Jahr 2021 entwickelt sich in Teilbereichen noch extremer als das Jahr 2020. Die jungen Spekulanten hatten bemerkt, dass sich nach den Wahlen im November und der großen Impfstoffstory ein Favoritenwechsel ergeben hat, weg von Big Growth und Value, hin zu kleinen Nebenwerten. Überaus deutlich ersichtlich an der Performance des Russel 2000, der allein von Anfang November bis dato von 1520 auf 2150 Punkte gestiegen ist. Ein Index, wohlgemerkt, in dem sich so viele Titel befinden, die gar keine Gewinne machen, seit Jahren „Zombies“ genannt. Manch erfahrener Börsianer wird sich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben, angesichts der Kurssprünge einiger kleiner und eigentlich unbekannter Aktien aus dem Feld der Pennystocks.

Das extremste und am meisten zitierte Beispiel ist eine Firma aus der Medizintechnik, Signal Advance. Infolge einer Verwechslung aufgrund eines Musk-Tweets: „Buy Signal“ hatte sich der Pennystocks schlicht verdreiundzwanzigfacht. Nicht ganz so extrem, aber immerhin auch schon mit 120 Prozent plus, notierte GameStop, eine Firma aus der Videobranche. Ob Energiesektor, Elektromobilität, Wasserstofftechnologie, Solar oder sogar Aktien, die sich der Pleite genähert haben, Hauptsache billig, dann wird damit herumgezockt.

Das Volumen der gehandelten Billigaktien hatte bereits im Dezember die Billionengrenze erreicht.

Stimuli, oder die staatliche Quelle für das Zocken

Wie bereits angedeutet, viele Anleger hatten anscheinend nur darauf gewartet, dass der Staat ihnen endlich die lange erwartete Unterstützung mittels der 600 Dollar-Schecks zusandte. Der Beweis für diese Annahme ist der Anstieg des Handelsvolumens bei Pennystocks – Over the counter (OTC), also außerbörslich, der sich nach dem Erhalt der Schecks glatt fast versechfacht hatte.

Was bedeutet dies für die nahe Zukunft? Der neue US-Präsident hat letzte Woche sein 1,9 Billionen Dollar schweres Stimulusprogramm angekündigt, welches noch der Billigung durch den Kongress bedarf.

Eine Aufstockung um 1400 Dollar und es könnten weit über 100 Millionen Amerikaner in den Genuss der staatlichen Stimulus-Schecks geraten.

Wird sich das Verhalten der neuen Generation Anleger ein weiteres Mal wiederholen und das Geld unmittelbar wieder an der Börse landen, bei Werten, von denen unsereins noch gar nichts gehört hat?

Ein nochmaliger kurzfristiger Boom?

Daran sieht man einmal mehr, warum statistische und saisonale Annahmen stets mit Vorsicht zu genießen sind. Jedes Jahr, jeder Zyklus ist anders und bietet ständig Überraschungen. Wer hätte vor einem Jahr daran gedacht, dass kleinste Anlegergruppen mit staatlicher Stütze einen Einfluss auf die Kurse an der Börse ausüben können?

Fazit

Wieder ein Zeichen für eine Bubble an der Börse, die aber wie immer erst dann festgestellt wird, wenn sie geplatzt ist? Jede Übertreibung ist anders als die vorherige und die aktuelle Phase ist durch Umstände befördert worden, die es in dieser Kombination auch noch nicht gegeben hat. Die Notenbanken haben durch ihre Marginalisierung des Zinses den Aktienmarkt zu einer dominanten Anlageklasse gemacht, dann haben die neuen Broker die Handelsgebühren abgeschafft und das Handeln mit ganz niedrigen Beträgen möglich gemacht und zuletzt hat Vater Staat auch noch das nötige Spielgeld zur Verfügung gestellt, ungewollt. 2020 war es die Arbeitslosenunterstützung, die in manchen Staaten über 4000 Dollar pro Monat betragen hat, mehr als der Arbeitnehmer mit seiner Arbeit verdienen konnte. Dann kamen die 600 Dollar-Schecks und jetzt die nochmalige Aufstockung durch die neue US-Regierung.

Was mich wieder einmal in meiner These bestätigt, wann der Rally an der Börse sehr deutlich der Stecker gezogen werden könnte: Wenn die Wirtschaft ohne staatliche (Not-)Versorgung läuft, das Zinsniveau nur ein wenig weiter ansteigt und zusätzlich den jungen Zockern die staatlichen Schecks verwehrt werden.

Der Einfluß der Stimulus-Schecks auf die Börse

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Netflix-Quartalszahlen: Nutzerwachstum deutlich besser als gedacht, Aktie +11 Prozent

Claudio Kummerfeld

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Netflix auf Computer schauen - Beispielbild

Soeben wurden die Netflix-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier zeigen wir die wichtigsten Eckdaten.

Der Umsatz liegt bei 6,64 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 5,47/Erwartungen 6,6). Im aktuell laufenden Quartal soll der Umsatz bei 7,1 Milliarden Dollar liegen.

Der Gewinn liegt bei 1,19 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,30/Erwartungen 1,39). Im laufenden Quartal erwartet man 2,97 Dollar.

Die Zahl neuer Abonnenten liegt bei 8,51 Millionen (erwartet 6,5). Für das laufende Quartal gibt man ganz aktuell die Zielmarke von 6 Millionen neuen Abonnenten aus.

Netflix sagt aktuell, dass man keine externe Finanzierung mehr benötige, und über Aktienrückkäufe nachdenke. Das und das Nutzerwachstum lassen die Aktie gut da stehen. Sie steigt aktuell nachbörslich um 11 Prozent!

Grafik zeigt Netflix-Quartalszahlen im Detail

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