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Tesla Quartalsergebnisse: Märchen reiht sich an Märchen

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Beispielbild für eine Frau in einem Auto von Tesla

Tesla meldete im 1. Quartal trotz Coronakrise einen Mini-Gewinn von 16 Millionen US-Dollar (hier in einer Kurz-Zusammenfassung). Eine tolle Wachstumsstory voller Profite? Wohl kaum. Schon aus dem gestern Abend veröffentlichten kurzen Briefchen an Aktionäre geht hervor, dass Tesla weiterhin ein sich tot sparendes, unterinvestiertes, am Subventionstropf hängendes Unternehmen ohne grundsätzliche Profitabilität ist. Statt diese Zahlen zu erklären, schimpfte CEO Elon Musk vor Analysten lieber über das angeblich faschistische, freiheitsraubende System der USA, während er das kommunistische, freiheitsraubende System Chinas lobte.

Es beginnt bereits damit, dass Tesla im 1. Quartal für 354 Millionen US-Dollar Emissionsrechte verkaufen musste, um am Ende auf 16 Millionen US-Dollar Gewinn zu kommen. Das sind fast so viele Emissionsrechte wie in den drei vorhergehenden Quartalen zusammen. Der Markt für die Rechte wird zunehmend unter Druck geraten, da erstens die anderen Autohersteller vermehrt eigene Elektroautos verkaufen und zweitens der Markt für Verbrennungsmotoren auf absehbare Zeit schwächeln wird. In der Krise kaufen die Menschen weniger, kleinere und verbrauchsärmere Autos, was die Notwendigkeit zur in Teilen der Welt vorgeschriebenen Kompensation durch Emissionsrechte reduziert. Es wird Tesla also nicht in jedem Quartal gelingen, aufgesparte Emissionsrechte in rauen Mengen zu verkaufen.

Tesla zehrt von der Substanz, statt in Wachstum zu investieren

Tesla gab im Analystengespräch am gestrigen Abend an, im Gegensatz zu anderen Unternehmen gäbe man absolut Vollgas in Bezug auf Investitionen in neue Produkte und die Expansionsstrategie des Unternehmens. Das ist eine glatte Lüge. Tesla schreibt immer noch mehr ab als neu investiert wird, so wie schon seit etlichen Quartalen. Man zehrt also von der Substanz, statt Substanz für Wachstum aufzubauen. Auch der Entwicklungs-Etat ist geradezu winzig und zusammengespart. Nur 324 Millionen US-Dollar investierte das angebliche Wachstumsunternehmen, das seit sechs Quartalen stagnierende Umsätze meldet, in Forschung und Entwicklung. Weniger als im 4., 3. und 1. Quartal 2019 und genauso viel wie im 2. Quartal. Es ist weniger als in jedem Quartal 2018 und wir müssen bis zum 1. Quartal 2017 zurückschauen, um einmal ein Quartal mit noch niedrigeren Ausgaben für Forschung zu finden. Die geringen Ausgaben für Entwicklung harmonieren auch nicht mit der immer länger werdenden Produktpipeline bei Tesla.

Wie geht das? Die Kosten sanken trotz Eröffnung einer neuen Fabrik

Ein Kuriosum ist auch der Fakt, dass Tesla zwar im 1. Quartal zwei statt nur einer Autofabrik betrieb, mehr Servicecenter und Supercharger Ladesäulen betrieb, die Betriebskosten aber um rund 10% sanken. Es dürfte das erste Mal in der Geschichte des Automobilbaus sein, dass zwei Fabriken günstiger betrieben werden können als eine. Dass die Overhead-Kosten trotz vervielfachter Anzahl verkaufter Autos, massiv expandiertem Service- und Verkaufsnetz und neuer Fabrikbauten im 1. Quartal so gering waren wie… zum Beispiel im 1. Halbjahr 2016, als Tesla keine 30.000 Autos verkaufte. Im 2. Quartal 2016 gab es nur eine Fabrik statt jetzt dreier und einer vierten im Bau, es gab nur ein Achtel so viele Supercharger, nur halb so viele Service Center. Das Analystengespräch wäre genau das richtige Format, um diese Widersprüche zu erklären.

Doch leider fragen die Sellside-Analysten eher selten danach. Sellside werden sie genannt, weil sie für Banken arbeiten, die die Aktien im Falle einer Kapitalerhöhung an willige Käufer veräußern sollen. Sie fragen also nicht kritisch im Sinne der Aktionäre nach, sondern gerade bei Tesla geben sie eher Stichworte, um Tesla gut aussehen zu lassen.

Warum sind trotz Vorauskasse 21% des Umsatzes von Tesla offene Forderungen?

Eine kritische Frage schaffte es dann doch ins gestrige Gespräch, und wurde prompt nicht beantwortet: Warum sanken die offenen Forderungen bei Tesla im 1. Quartal 2020 unterproportional. Als Tesla 2018 begann, temporär überraschend gute Quartalszahlen zu präsentieren, explodierten die offenen Forderungen auf mehr als eine Milliarde US-Dollar. Sie umfassen inzwischen 21% des Quartalsumsatzes. Erklären kann sich das bis heute keiner, da Tesla selbst Großkunden nur nach Vorauskasse beliefert. Eine nicht stichhaltige Erklärung von Tesla war, dass Schecks aus Europa einen Monat zur Einlösung benötigen. Doch erstens zahlt in Europa kaum jemand per Scheck, zweitens ist die Scheckzahlung von Tesla in jedem europäischen Land per AGB untersagt und drittens würde die Einlösung keinen Monat benötigen.

Es kommt viertens hinzu, dass die Forderungen selbst dann kaum sinken, wenn die Verkäufe massiv zurückgehen. Bei 19% fallenden Umsätzen sanken die offenen Forderungen nur um 4%. Im 1. Quartal 2019 sank der Umsatz sogar um 37%, während die offenen Forderungen noch um 10% stiegen. Warum ist die Frage relevant? Weil eingebuchte offene Forderungen den Gewinn erhöhen. Wurden Luftbuchungen vorgenommen und es existieren eigentlich gar keine Forderungen in diesem Umfang, wäre das Bilanzbetrug. Doch Tesla zieht es vor, diese Frage genauso wenig zu beantworten wie die Frage nach dem Cashbestand im April, als die Fabriken in den USA die ganze Zeit stillstanden.

Welche Tricks Tesla noch anwendete, um halbwegs passabel aussehende Zahlen zu präsentieren, werden wir erst in einigen Tagen bei Vorlage des Quartalsberichts erfahren. Bis dahin kann ich nur feststellen, dass die Ergebnisse weder den alten Aktienkurs rechtfertigen, noch den gut 10-prozentigen nachbörslichen Kursanstieg.

11 Kommentare

11 Comments

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    Ranzentier

    30. April 2020 17:06 at 17:06

    …riecht nach Quersubvention mit dem anderen Vorzeigeobjekt von Elon Musk…und bei Wirecard schreibt die FT etwas von Betrug…an Tesla trauen sich die Schmierfinken aber nicht ran…

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    Zimmermann

    30. April 2020 17:33 at 17:33

    Man kann zu dem Typen stehen wie man will. Der Musk ist der beste Geschichten- und Märchenerzähler, den die Industrie jemals hatte. Man muss das neidlos anerkennen und den Hut vor dem Mann ziehen.

    Es muss das Ganze immer von zwei Seiten betrachtet werden. Bleiben wir mal bei den Märchen. Es gibt den Erzähler und den Gegenüber, der an die Geschichten glaubt.

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      sabine

      1. Mai 2020 06:53 at 06:53

      1. Für uns Außenstehende ist es nett, wie der Populist immer wieder mit neuen Lügen die Kurve kratzt. Unterhaltungswert
      2. Für die Auto-Käufer ist es auch gut, weil sie relativ günstig ein Auto bekommen, zwar mit versteckten Schwächen (Riesenbildschirm, schlechter Service), aber mit einem Luxusfahrgefühl und natürlich der „Gutmensch“-Aura, mit der sie immer aus dem Auto auf die anderen herablächeln.
      3. Für Spinner, die ihm glauben und ihr Geld bei ihm fest verankert haben oder ihm Kredite gewährt haben, wird es zur Telekom-Katastrophe. Aber nur für die letzten, die es nicht mehr schnell genug schaffen, ihr Geld zu bekommen. Und das werden dann wohl viele sein. Aber noch läufts.

      Was mich auch ärgert, sind die „Emissionszertifikate“, die Frucht der Klimalüge. 2007 hätte die Welt schon längst verdorren sollen, wenn wir nichts dagegen tun. Und? Was wurde gemacht? Geld eingesammelt. Der April war bei uns a…kalt, und der Mai fängt auch kalt an, so wie früher halt. Müssen wir dann jetzt gegen die Minieiszeit zahlen? Denn das Geld zahlen wir alle, nicht der Staat und nicht die Firmen. Und solche Pseudo-Firmen, die nur durch Populismus leben, schwimmen damit durch die Welt.

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        Lausi

        1. Mai 2020 09:16 at 09:16

        Die Klimalügen-Platte kommt mir irgendwie bekannt vor, aber jeder soll natürlich glauben was er will. Vielleicht ändern Sie ja ihre Meinung, wenn es jetzt oder im Sommer richtig heiß wird.

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      Torsten

      1. Mai 2020 08:58 at 08:58

      ein Tesla fährt von 0 auf 100 km/h in 3,5 s – das ist ein Verkaufsargument. Soviel zur Ökologie.

      Golf 1 – 7xx kg Leergwicht
      Golf 8 – 13xx kg Leergewicht

      Was nutzen die besten Motoren wenn gleichzeitig mehr Masse bewegt werden muss. Hier gibt es viel Einsparpotential, der Kunde muss das einfordern. Aber in Trend liegt der SUV. Die Menschen sind im Kopf noch nicht soweit, eventuell nach Corona?

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        Wolli

        1. Mai 2020 14:12 at 14:12

        Das Mehrgewicht spielt hier eine untergeordnete Rolle. Durch das rekuperieren wird ein großer Teil der kinetischen Energie zurückgewonnen. Siege hier auch Verbrauch Tesla Model 3 zu bmw i3 oder Hyundai ioniq. Die Verbräuche liegen gleichauf bei großen gewichtsunterschieden.
        Der e Antrieb wird zwangsläufig kommen… da irgendwann kein Öl mehr da ist…

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      Wolli

      1. Mai 2020 14:20 at 14:20

      Ist ihm mit spacex ein Meilenstein im Raketenbau gelungen..?? Wer hat vor ihm Raketen wieder landen lassen..??? Wer hat vor ihm e Autos mit Reichweite und Effizienz in großen Stückzahlen gefertigt…?? Ein Ladenetz weltweit installiert… Akkus als Energienetz Puffer weltweit installiert..(Australien, Hawaii usw.)
      Wo sind denn Märchen..???
      Ob er als satteliten Internet Betreiber (er hat ca. 300 eigene Satelliten im Orbit) Gewinne erwirtschaften kann …??? Natürlich jetzt noch nicht… aber er ändert die Welt, und Airbus, Mercedes, esa, und Firmen weltweit rennen ihm hinterher. Siege Statement von Herrn Diess..(VW) diese Woche…

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        Torsten

        1. Mai 2020 20:05 at 20:05

        die Erfolge kann Elon Musk keiner nehmen, trotzdem ist seine Firma an der Börse überbewertet. Sas eine schliesst doch das andere nicht aus.

        Baulöwe Schneider hat in den 90ziger Jahren großes für Leipzig geleistet. Trotzdem endete alles in einer großen Pleite und hunderte Handwerker haben für ihre Arbeit kein Geld gesehen. Die können sich an den schönen Bauten erfreuen aber das Geld ist trotzdem weg.

        Thema Leo Kirch ….

        usw.

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          graylox

          3. Mai 2020 00:55 at 00:55

          Irgendwie erinnert mich Tesla an Enron und Elon Musk an Kenneth Lay. Erinnert sich noch einer daran?

          In einem Dokumentarfilm über die Enron-Pleite fragt auf einer Mitarbeiterversammlung eine Angestellter, ob der Firmenchef (Lay) Crack nehme? Falls das der Fall sein sollte, würde das eine Menge erklären.

          Ob diese Episode Wahr ist oder nur Fiktion entzieht sich meiner Kenntnis. Bringt es aber auch bei Tesla auf den Punkt.

          Tesla ist mir irgendwie suspekt. Ein negativer Cashflow von fast 1 Milliarde Dollar und trotzdem Gewinn? Klingt für mich, als würde mehr Geld von meinem Konto abgebucht als eingezahlt, aber am Ende des Monats bin ich trotzdem im Plus. Mein Verständnis für Wirtschaft ist offensichtlich zu gering, um das zu verstehen. Aber vielleicht kann mich jemand erleuchten?

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            Torsten

            3. Mai 2020 07:05 at 07:05

            kreative Buchführung- da ist vieles Möglich

            Forderungen ggü anderen Firmen zählen zu Gewinnen, aber wird die Forderung zukünftig erfüllt? Ist die Forderung überzogen ( teure Markenrechte, Lizenzen Leasing usw. )

            Ich hoffe ich habe es richtig wiedergegeben ( bin kein Finanzbuchhalter ), ggf. gibt es in Amerika mehr Möglichkeiten als in Europa

  3. Avatar

    Torsten

    30. April 2020 20:27 at 20:27

    die offenen Forderungen werden von SpaceX kommen

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Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Steigenden Renditen? Tesla, Snowflake, China-Aktie

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Zahlreiche Themen werden besprochen wie die Arbeitsmarktdaten für November, Anleiherenditen, Tesla uvm.

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BioNTech: Das plant das Unternehmen wirklich – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktien der Impftstoff-Entwickler wie BioNTech, Curevac oder Moderna gehen derzeit durch die Decke. Die Story ist auch zu gut und für jeden offensichtlich. Denn wir alle wissen, in den kommenden Monaten und Jahren müssen große Teile der Weltbevölkerung gegen das Covid-Virus geimpft werden, wenn die Menschheit die Pandemie tatsächlich besiegen will. Marktbeobachter sehen teilweise ein Marktpotenzial für die führenden Impfstoffe, so sie denn flächendeckend eingesetzt werden, von bis zu 100 Milliarden USD. Wahnsinn, oder?

Trotzdem muss ich Wasser in den Wein gießen. Ich behaupte die Impf-Party ist weitgehend gefeiert, die Story ist in den Aktien der BioNTech und Moderna weitgehend eingepreist.

Noch ein Problem dieser Covid-Geschäftsmodelle: Wenn die Vakzine tatsächlich so funktionieren, wie es derzeit den Anschein hat, machen sich diese Unternehmen am Markt ziemlich rasch überflüssig, zumindest zunächst. Denn BioNTech und Co. haben kein Produkt mehr, wenn das Virus nach Erreichung einer relativen Herdenimmunität gehen wird. Weitsichtige Börsianer fürchten diesen Effekt jetzt schon und rechnen mit massiven Kursrückgängen.

Ist die Euphorie rund um die Impfstoff-Entwickler also übertrieben? Droht hier nächstens ein böser Rückschlag?

Die Frage ist unvollständig gestellt. Denn es geht bei BioNTech und Co. nur vordergründig um das Covid-Vakzin. Die eigentliche Sensation der letzten Monate und Wochen ist eine andere, nämlich die Technologie, mit der den Unternehmen der Durchbruch gelungen ist.

Erstmals wurde ein Vakzin auf der Basis der sog. Boten-RNA entwickelt. Von dieser Gentechnologie spricht die Branche schon seit einigen Jahren, ohne dass jemals irgendein ein marktfähiger Wirkstoff das Licht der Medizinwelt erblickt hätte.

Das hat sich nun geändert. BioNTech und Moderna haben sich früh der Erforschung dieser Boten-RNA gewidmet und dabei nun sehr wahrscheinlich diesem gentechnischen Ansatz zum Durchbruch verholfen. Dabei brauchen wir diese Technologie im Moment zur Bekämpfung der Covid-Pandemie. Solche Jahrhundert-Pandemien…..

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