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Tesla-Quartalszahlen: Umsatz und Verlust Ansichtssache, Musk wie immer optimistisch

Soeben wurden die Tesla-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Eckdaten. Der Umsatz lag im letzten Quartal bei 2,28 Milliarden Dollar (vor einem Jahr 1,2 Milliarden Dollar / erwartet ca

Redaktion

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FMW-Redaktion

Soeben wurden die Tesla-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Eckdaten.

Der Umsatz lag im letzten Quartal bei 2,28 Milliarden Dollar (vor einem Jahr 1,2 Milliarden Dollar / erwartet ca 2,2-2,9 Milliarden Dollar). Im 3. Quartal 2016 lag der Umsatz allerdings bei 2,29 Milliarden Dollar. Also im Weihnachtsquartal sogar ein Rückgang gegenüber dem eher müden 3. Quartal!

Der Verlust lag im letzten Quartal bei -0,69 Dollar pro Aktie (vor einem Jahr -2,02 Dollar pro Aktie / erwartet waren ca -0,40 bis -1,10 Dollar pro Aktie).

Da es so viele verschiedene Einschätzungen und Erwartungen gab, kann der eine enttäuscht, der andere erfreut sein über diese Zahlen.

So präsentiert Tesla selbst seine Stichworte im Original:

• Q4 Model S and X orders reach record highs
• Model 3 on track for initial production in July, volume production by September
• Battery cell production started at Gigafactory 1
• All Tesla vehicles in production have the hardware necessary for full self-driving
• SolarCity and Grohmann integrations underway
• Q3 to Q4 cash increased by over $300 million to $3.4 billion
• 2016 revenue of $7 billion, up 73% from 2015

Erwähnenswert dabei ist der Cash-Zuwachs von 3,1 auf 3,4 Milliarden Dollar.

Hier das soeben veröffentlichte „Grußwort“ (so nennen wir es mal) von Elon Musk mit Ausblick für das laufende Jahr:

We are excited about 2017, as we expect to see significant advances across our transport, energy generation and storage product lines. Most notably, the Model 3 and solar roof launches are on track for the second half of the year. However, since even a coupleweek shift in timing could have a meaningful impact on total deliveries and installs, we are focusing our guidance on the first half of the year. We expect to deliver 47,000 to 50,000 Model S and Model X vehicles combined in the first half of 2017, representing vehicle delivery growth of 61% to 71% compared with the same period last year. In addition, both GAAP and non-GAAP automotive gross margin should recover in Q1 to Q3 2016 levels and then continue to expand in Q2 2017. As for our energy generation and storage business, we plan to prioritize profitability and cash preservation over total MW deployed ahead of the solar roof launch. We are on track to generate $500M in cash (including growth of non-recourse project financing) by 2019 and achieve the cost synergies we committed to upon acquiring SolarCity. Specifically, we plan to reduce customer acquisition costs by cutting advertising spending, selling solar products in Tesla stores, and shifting away from leasing solar systems. We expect to invest between $2 billion and $2.5 billion in capital expenditures ahead of the start of Model 3 production. We continue to focus on capital efficiency while also investing in battery cell, pack and energy storage production at Gigafactory 1. Tesla continues to execute against its mission of accelerating the world’s transition to sustainable energy, and we look forward to hitting the 2017 milestones that are critical to our long-term plan.

Kurz-Fazit: Die große Enttäuschung ist ausgeblieben. Man macht immer noch Verlust, aber der Musk-Optimismus reicht mal wieder aus? Die Aktie notiert aktuell nachbörslich mit 2% im Plus.


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3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Friedrich Berg

    23. Februar 2017 09:11 at 09:11

    Wie immer – große Ankündigungen.
    Mindestens 47.000 M S und M X ausliefern im ersten Halbjahr?
    Die Nachfrage nach M S ist in vielen Ländern rückläufig.
    Produktionsstart im Herbst 2017 für M 3 – schön, aber wieviele Modell 3 können gebaut werden in einer Fabrik, deren Kapazität mit 105.000 Autos pro Jahr begrenzt ist?? Da bleibt fürs neue Modell nicht viel übrig.

    Sicher ist Tesla erfolgreich, was den Verkauf der Autos betrifft. Ob das ein Grund zum Jubeln ist, wenn jedes verkaufte Auto nur Verlust bringt??
    Dass das Modell 3 nur 35.000 kosten soll, ist wohl ein Witz, wenn man mit dem mehr als doppelt so teuren M S so hohen Verlust einfährt.
    Um die Produktionszahlen zu steigern, ist eine Kapitalerhöhung von mehreren Milliarden nötig, d.h. Ausgabe neuer Aktien, dadurch Verschlechterung des Kurses.

    • Avatar

      Gabor Reiter

      23. Februar 2017 17:52 at 17:52

      Verluste? Interessiert niemanden. Das soll nur die ängstlichen Deutschen Investoren abhalten, Tesla-Aktien zu kaufen, mehr nicht. Das ist bei einem Startup, was in die Spitze will, ganz natürlich. Es geht um zero to one – das Silicon Valley Prinzip. (mal das Buch von Peter Thiel googlen) Möglichst schnell, möglichst an die Spitze. Das geht nur wenn der Umsatz komplett investiert wird, um Wachstum zu fördern. Wenn Gewinne erzielt werden, ist das eher unabsichtlich. Solange das Ziel – und zwar an die Spitze der Akkuproduktion zu gelangen – in den Augen der Investoren nicht verloren geht, ist alles OK. Dann und erst dann wird geerntet. Es gibt genügend Beispiele, wo das genauso funktioniert hatte. Amazon, Uber usw. Der Börsenwert von Tesla steigt ständig an: Audi ist schon längst abgehängt und sei kommen an BMW heran. Das ist der entscheidende Faktor.

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Tesla-Quartalszahlen: Erwartungen übertroffen, Aktie steigt nachbörslich

Claudio Kummerfeld

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Ein Tesla-Auto von innen

Die Tesla-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 8,77 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 6,3/zweites Quartal 2020 6,04/erwartet für heute 8,26).

Der Gewinn liegt bei 0,76 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal +1,91/zweites Quartal 2020 +2,18/erwartet für heute +0,56).

Die „Automotive gross margin“ steigt im Jahresvergleich von 22,8 Prozent auf 27,7 Prozent.

Der Sonderumsatzposten „regulatory credits“ trägt 397 Millionen Dollar zum Autoumsatz bei, im Vorquartal waren es 428 Millionen Dollar.

Der Free Cash Flow steigt im von 418 Millionen Dollar im Vorquartal auf 1,395 Milliarden Dollar.

Die Aktie von Tesla reagiert nachbörslich mit +3,2 Prozent.

Datenblatt zeigt aktuelle Tesla-Quartalszahlen

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Tesla-Quartalszahlen heute Abend – hier eine kurze Vorschau

Claudio Kummerfeld

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Ein Tesla-Auto

Tesla meldet heute Abend seine Quartalszahlen. Wir werden dann umgehend berichten. Hier eine kurze Vorschau. Vor genau einem Jahr lag der Quartalsumsatz noch bei 6,3 Milliarden Dollar, im zweiten Quartal 2020 waren es 6,04 Milliarden Dollar. Für heute liegen die durchschnittlichen Erwartungen von 15 Analysten bei 8,26 Milliarden Dollar.

Gewinnerwartung für Tesla

Beim Gewinn pro Aktie lag Tesla bei seinen Quartalszahlen vor einem Jahr bei +1,91 Dollar, und im zweiten Quartal 2020 bei +2,18 Dollar. Für heute Abend liegen die Erwartungen für das 3. Quartal bei 0,56 Dollar. Bei Tesla kommt es oft zu Überraschungen. Kann Elon Musk diese 0,56 Dollar Erwartung auch dieses Mal sensationell nach oben toppen? (mit welcher buchhalterischen Kreativität auch immer)

Auslieferungen und Steuergutschriften

Die Auslieferungszahlen für das 3. Quartal hatte Tesla bereits am 2. Oktober veröffentlicht, und die Schätzungen von 137.000 Autos für diese drei Monate übertroffen mit 139.300 Stück. Analysten erwarten auch einen weiteren kräftigen Beitrag zum Gewinn durch „regulatorische Steuergutschriften“, die Tesla an andere Autohersteller verkauft. In den letzten Quartalen haben diese Verkäufe einen netten Teil, und manchmal sogar den gesamten Quartalsgewinn ausgemacht.

Im Chart sehen wir die Tesla-Aktie im Verlauf der letzten zwölf Monate. Nach dem Aktiensplit wirkt die Aktie optisch viel günstiger, aber der reale Kursgewinn ist ja der selbe geblieben. Im Februar direkt vor Ausbruch des großen Börsencrash notierte die Aktie (Aktiensplit schon berücksichtigt) noch bei 185 Dollar, jetzt sind es 427 Dollar.

Chart zeigt Kursverlauf der Tesla-Aktie in den letzten zwölf Monaten

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Aktienmärkte: Buy and Hold – nach wie vor im Vorteil?

Das Thema ist so alt wie die Aktienmärkte selbst: sollten man Aktien kaufen und liegen lassen – oder viel aktiver kaufen oder verkaufen? Ein Blick in die Geschichte

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Das Thema ist so alt wie die Aktienmärkte selbst: Man wählt einen Korb aussichtsreicher Aktien aus und handelt diese aktiv, indem man sie bei Unterschreiten von Limits verkauft, um bei den immer wieder auftretenden Korrekturen nicht dabei zu sein. Das Problem ist, dass zwar die Zahl der Korrekturen der Aktienmärkte zugenommen hat – aber eben auch die raschen, gegenläufigen Bewegungen, was ein grundsätzliches Problem darstellt. Man ist vielleicht rechtzeitig ausgestiegen, aber nicht mehr rechtzeitig zurückgekehrt. Der Corona-Crash lässt grüßen. Hierzu ein paar Fakten.

Aktienmärkte: Der langfristige Anlagestil

Buy and hold, als Strategie, dies wurde jahrzehntelang von Warren Buffett zelebriert, der seine Aktien im Schnitt 11 Jahre gehalten hat. Und vom unvergessenen André Kostolany – zumindest gilt dieses Adjektiv für die etwas ältere Anlegergeneration, schließlich ist der aus Ungarn stammende Spekulant bereits im Jahre 1993 verstorben. Aktien kaufen, Schlaftabletten nehmen und dann reich werden, über diesen Spruch schmunzelt man noch heute.

Aber kann man im Zeitalter des fast gebührenfreien Daytradings und der ständig verfügbaren Information da noch mit den Märkten mithalten? Spontan könnte man mit einem „niemals“ antworten, aber ganz so einfach gestaltet sich die Sache nicht.

Der immerwährende Versuch des Markttimings

Es gibt heutzutage keine Wirtschafts- und Börsenpublikation, in der nicht die langen Zeitreihen (Charts) von Aktien und Indizes abgebildet sind. Mit den tiefen Einbrüchen und den ständig unterbrochenen Aufwärtstrends der Aktienmärkte. Da muss es doch möglich sein, ein paar Zusatzprozente zu ergattern. Tatsächlich wird dies auch ständig versucht: lag die Haltedauer von Aktien vor 30 Jahren noch bei circa zwei Jahren, so hat sich dies in der heutigen Welt der Onlinebroker im Schnitt mindestens geviertelt. Dies gilt weltweit.

Klar, dass damit die Ausschläge (Volatilität) der Aktienmärkte zugenommen haben.

Statistiken zeigen, dass von den 20 größten Verlusttagen seit dem Beginn des Wirtschaftswunders in Deutschland allein zehn seit der Jahrtausendwende stattgefunden haben. Der größte Einbruch der Aktienmärkte war merkwürdigerweise nicht der schwarze Montag, am 19. Oktober 1987, mit dem Kursmassaker an der Wall Street. Der 9,39 Prozent-Tagesverlust rangieren nur an vierter Stelle, Nummer eins ist der 16. Oktober 1989 mit minus 12,81 Prozent, gefolgt von einem aktuellen Coronacrash-Tag, dem 12. März 2020, mit minus 12,24 Prozent.

Dass diese Kurskapriolen aber auch ihr Gegenstück haben, beweist die Auflistung der besten 20 Dax-Tage seit über 60 Jahren, von denen allein zwölf seit der Dotcom-Blase geschehen sind. Fünf Tage mit Kursavancen von über 10 Prozent plus, der letzte war am 24. März mit plus 10,98 Prozent. Die Wende bei der Coronakrise, wer nur den ersten Wendetag verpasste, hat bereits einen Teil der Erholung der Aktienmärkte verpasst. Betrachtet man einen längeren Zeitraum, so wird auf dramatische Art und Weise klar, was gewisse Abstinenzen vom Markt für Performanceeinbrüche verursachen können.

Lutz Neumann, Leiter der Vermögensverwaltung der Sutor Bank in Hamburg, hat die Dax-Historie im Hinblick auf die Bedeutung des Investitionszeitraums untersucht. Erste Feststellung: In sechs von zehn Fällen an großen Kurseinbrüchen gibt es bereits innerhalb der nächsten zwei Wochen die besten Tage für die Aktienmärkte. Eine Erklärung dafür ist stets sicher auch die rasche Absicherung von Anlegern, die – von der Intensität des Abschwungs geschockt – ihr Depot mit Putspekulationen absichern. Oftmalige Folge: Eine kleine Eindeckungsrally.

Die Auswertung der Dax-Historie ergab ein ernüchterndes Bild für Timingversuche: Die durchschnittliche Rendite seit der Gründung vor 33 Jahren beträgt gute sieben Prozent, gleichbedeutend mit einer Verdoppelung des Index, jeweils in weniger als 10 Jahren. Wer die besten zehn Tage versäumte, reduzierte seine Performance auf 4,32 Prozent, bei 20 Tagen auf 2,21 Prozent und ab 30 Tagen hätte er sich bereits ein renditeloses Indexdepot einfangen.
Jetzt könnte man einwenden, dass man nicht in den Index zu investieren brauche, bei Einzelaktien könnte man doch viele Krücken außen vor lassen.

Auch hier hat ein Fondsmanager, Sven Lehmann, vom Vermögensverwalter HQ Trust, nachgerechnet. Und zwar gleich beim derzeit sehr beliebten MSCI World:

Innerhalb von 30 Jahren schlugen ein Drittel der 1200 Aktien in ihrer Performance den Index, zwei Drittel blieben hinter der Benchmark zurück. Allerdings benötigten einige dieser Siegeraktien oft viele Jahre, um sich von zwischenzeitlichen Einbrüchen zu erholen. Das Paradebeispiel ist für mich die Kursentwicklung von Amazon, dem Highflyer der Aktienmärkte schlechthin: Im Jahr 1997 mit einem Tief von 1,32 Euro bis zum Jahr 2000 auf sagenhafte 85,50 Euro gestiegen, um dann in der Dotcom-Krise um über 90 Prozent auf 6,40 Euro abzustürzen. Was dann folgte war das Kursspektakel schlechthin, ein Anstieg auf 2979 Euro in der Spitze oder eine Performance von über 43.000 Prozent. Allerdings wiederum mit mehr als einer Kurshalbierung während der Finanzkrise.

Es ist nicht nur schwer, die richtigen Aktien herauszufiltern, auch diese entsprechend lange zu halten, ist eine weitere Hürde für unser von Gier und Angst geflutetes Gehirnarreal.

Viele kleine Korrekturen seit der Finanzkrise

Aktienmärkte und das Timing-Problem

War nicht so einfach, seit der Finanzkrise mit Short-Spekulationen auf ide Aktienmärkte Geld zu verdienen. Nicht einmal in der Coronakrise, bei dem schnellen Einbruch und der sehr schnellen Gegenreaktion. Gerade im April während des Lockdowns kamen die ganz schlimmen Prophezeiungen.

Fazit

Es klingt immer wieder verlockend, wenn die Vertreter der aktiven Fondsbranche behaupten, dass man in Krisenzeiten nur die richtigen Aktien im Depot haben müsse, um diese Phasen zu überstehen. Nur gibt es dabei ein großes Problem: Auf diese Weisheit sind schon Tausende andere Anleger auch gestoßen, dementsprechend teuer sind diese Titel zumeist und natürlich gibt es auch die Schwierigkeit genau diese Titel zu identifizieren. Warum liegen die großen Indizes (MSCI World, S&P 500) in ihrer Performance auf längere Sicht weit vor den Produkten der Finanzindustrie?

Weil diese neben den zahlreichen Underperformern auch immer die Gewinner der jeweiligen Periode im Depot haben. Und was das Timing betrifft, also das rechtzeitige Aus- und Wiedereinsteigen iin die Aktienmärkte, darüber gibt es schon seit Jahrzehnten viele Untersuchungen – besonders aussagekräftig die des legendären Fondsmanagers von Fidelity, David Lynch: „Anleger haben mit der Vorbereitung auf oder dem Antizipieren von Marktkorrekturen viel mehr Geld verloren als in den Marktkorrekturen selbst.”

Dieses klappt nicht, weil man in schöner Regelmäßigkeit die Tage auslässt, in denen es völlig überraschend und ganz dramatisch nach oben geht.

Istv buy and hold die richtige Strategie für die Aktienmärkte?

 

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