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Tesla-Quartalszahlen: Verlust vervierfacht, 2018 soll ein „transformatives Jahr“ werden

Soeben wurden die Tesla-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen. Der Umsatz liegt bei 3,29 Milliarden Dollar…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Soeben wurden die Tesla-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 3,29 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 2,28/erwartet 3,3).

Der Verlust liegt bei 3,04 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal -0,69/erwartet -3,2).

Verzögerungen bei der Produktion: Wie zuletzt verkündet, bleibt man dabei, dass man es schaffen werde bis Ende des 2. Quartals 2018 pro Woche 5.000 Stück des neuen Modell 3 zu produzieren!

In der zweiten Grafik sieht man es gut. Die Kosten in der Produktion (Cost per Revenue) steigen stark an, die Verluste werden größer.

Im Ausblick für das Jahr 2018 spricht Tesla (Originalwortlaut unter der zweiten Grafik) von einem „transformativen Jahr“. Das klingt nicht mehr so optimistisch wie früher!

Die Aktie notiert nachbörslich bei +2,32%.

Kurz-Fazit: Tja, Verluste explodieren um das 4,4-fache binnen 12 Monaten. Aber egal. Der Umsatz steigt ja von 2,28 auf 3,29 Milliarden Dollar, und die Verluste sind ja sogar minimal geringer als erwartet. Also alles eine Frage der Sichtweise? Und das Produktionsziel, ja, das behält man bei!

Hier Tesla im Wortlaut mit seinem aktuellen Ausblick für 2018:

2018 will be a transformative year for Tesla, with a high level of operational scaling. As we ramp production of both Model 3 and our energy products while keeping tight control of operating expenses, our quarterly operating income should turn sustainably positive at some point in 2018.

We expect Model S and Model X deliveries to be approximately 100,000 in total, constrained by the supply of cells with the old 18650 form factor. As our sales network continues to expand to new markets in 2018, we believe orders should continue to grow. With demand outpacing production, we plan to optimize the options mix in order to maximize gross margin. As stated above, we continue to target a weekly Model 3 production rate of 2,500 by the end of Q1 and 5,000 by the end of Q2. Also, we are focused on achieving our target of 25% gross margin for Model 3 after our production stabilizes at 5,000 cars per week.

We expect energy storage products to experience significant growth, with our aim to at least triple our sales this year. We expect energy generation and storage gross margin to improve significantly in 2018 as we enter the year with a backlog of higher-margin commercial solar projects and a more profitable energy storage business due to manufacturing efficiencies from scaling. Service and Other gross margin should improve in each subsequent quarter in 2018. This will be achieved mainly through improved
service productivity via Mobile Service and better remote diagnostics for Model 3.

Diagnostics architecture has been substantially redesigned for Model 3 in order to reduce physical service visits by more than 50%. Additionally, Superchargers will start generating revenue in 2018 with pay per use charging primarily by Model 3 customers. Capital expenditures in 2018 are projected to be slightly more than 2017. The majority of the spending will be to support increases in production capacity at Gigafactory 1 and Fremont, and for building stores, service centers, and Superchargers.

This year, we are starting a new chapter of our journey. Hundreds of thousands of people will switch to our EVs and many others will turn their houses into near self-sufficient energy generators. This is the year when we believe we can achieve true cost parity – producing a premium EV like the Model 3 will be no more expensive than producing an ICE vehicle, something that many believe is not yet possible. We’ll continue to work as hard as we can to bring sustainable energy generation, storage and consumption into the mainstream.

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Nouri

    7. Februar 2018 23:04 at 23:04

    Unglaublich wie an der Börse Verluste von diesem Dream-Seller immer noch gefeiert werden… – gut eines muss man diesem Elon lassen, er ist wirklich ein Marketing-Guru als nächstes verkauft er den Eskimos Solarkühlschränke oder Flammenwerfer zum fischen…

    • Avatar

      Nego Forex

      7. Februar 2018 23:13 at 23:13

      Das mit dem Flammenwerfer muss mir mal einer erklären…

      • Avatar

        Nouri

        8. Februar 2018 00:40 at 00:40

        It is to burn cash even faster…

  2. Avatar

    JuliaS.

    8. Februar 2018 13:23 at 13:23

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Coronakrise: Die unheimliche Hausse der Schusswaffen-Hersteller

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Amerikaner kaufen in der Coronakrise Waffen, Deutsche dagegen Toilettenpapier – wie Analysen aus dem Frühjahr gezeigt haben. Kurz vor den US-Wahlen steigt die Unsicherheit in vielerlei Hinsicht – und die Aktienkurse von Waffenherstellern. Waffenkäufe in den USA sind in Zeiten der Coronakrise schon seit längerer Zeit feststellbar –  jetzt aber gesellen sich noch weitere Ursachen dazu. Die Steigerungen bei den Kursen der Waffenfirmen brauchen sich nicht einmal hinter den Tech-Werten zu verstecken. Und wieder einmal könnte ein Regierungswechsel einen Boom auslösen.

Das Recht des Amerikaners zum Waffenbesitz

Wie oft wurde in den USA schon über eine Verschärfung des Waffenrechts diskutiert, zumeist im Zusammenhang mit Amokläufen! Stets beruft sich die US-Waffenlobby in Gestalt der NRA – National Rifle Association of America, Nationale Schützen-Vereinigung – auf das verfassungsrechtlich garantierte Recht der Amerikaner zum Waffenbesitz.

Im 2. Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten, verabschiedet bereits am 15. Dezember 1791 hieß es:

„Da eine wohlgeordnete Miliz für die Sicherheit eines freien Staates notwendig ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden.“ Obwohl es immer wieder Versuche gibt dieses uralte „Grundrecht“ abzuändern, unterstützen insbesondere die Republikaner mit ihrem Präsidenten Donald Trump die Interessen der NRA. Da ein Regierungswechsel zu den Demokraten sehr wahrscheinlich geworden ist, haben die Aktien von Waffenherstellern einen weiteren Aufwind bekommen – man erwartet Hamsterkäufe im Falle eines Wahlsiegs von Joe Biden.

Die Hausse der Revolveraktien im Jahr der Coronakrise – oder Amerikaner kaufen Waffen, Deutsche Toilettenpapier

So lautete eine etwas scherzhaft gemeinte Feststellung zu Zeiten des Lockdowns im April. Betrachtet man sich aber die Entwicklung der Aktien von Pistolen-, Revolver-, und Gewehrherstellern in den letzten neun Monaten, so erkennt man, dass dies kein billiger Kalauer gewesen ist. Im Übrigen waren die Regale mit dem Toillettenutensil eine Zeitlang wirklich Mangelware in Deutschland.

Die Performance:

Konnte der große S&P 500 in diesem Jahr bisher um sieben Prozent zulegen, so ging es mit den Aktien der weltbekannten Waffenfirma Smith&Wesson um 135 Prozent nach oben, die weniger bekannte Firma Sturm Ruger aus Southport (Connecticut) bringt es immerhin auf 51 Prozent. Allein im Monat Oktober ging es bereits um 8 beziehungsweise 9,5 Prozent nach oben.

Waren es im Spätwinter Sorgen der Amerikaner vor Plünderungen infolge der Coronakrise, später die Angst vor Unruhen im Lande wegen des gewaltsamen Todes des Afroamerikaners George Floyd, so fürchtet man sich jetzt vor einem möglichen Chaos nach dem 3. November, sollte es keinen eindeutigen Sieger geben. Zusätzlich sorgen sich die Waffennarren vor härteren Regelungen, insbesondere von Schnellfeuerwaffen, die für die Demokraten ein echtes Übel darstellen. In Deutschland würde manche Waffengattung unter die Regelungen des Kriegswaffenkontrollgesetzes (KrWaffKontrG ) fallen. Die Chefs der Waffen-Firmen in den USA hingegen freuen sich über die Nachfrage, man komme mit den Auslieferungen kaum hinterher.

Absonderliche Entwicklungen unter den Reps und Dems

Die eindeutige Positionierung von Demokraten und Republikanern haben in der Vergangenheit zu seltsamen Entwicklungen der Aktienkurse von Waffenfirmen geführt. Unter den acht Jahren von Präsident Barrack Obama stiegen die Aktien von Sturm Ruger um etwa 900 Prozent, weil der Demokrat zwar immer für schärfere Waffengesetze eintrat, dieses im Kongress aber nicht durchsetzen konnte. Unter Donald Trump stieg die Aktie dieser Firma nur um mickrige 16 Prozent, weil sich die NRA der Unterstützung des Präsidenten sicher sein konnte. Jetzt könnte Joe Biden aufgrund der Coronakrise ins Weiße Haus zurückkehren, um die Ideen von Barack Obama in die Tat umzusetzen.

Wozu brauchen die Amerikaner so viele Waffen?

Diese Frage kommt einem sofort in den Sinn, wenn man sich die Statistiken über den Waffenbesitz in den USA betrachtet – eine „kleine“ Privatarmee. 43 Prozent aller Amerikaner leben in einem Haushalt mit mindestens einer Schusswaffe. Es gibt in den USA 300 Millionen Waffen, Pistolen und halbautomatische Sturmgewehre.

Fazit

Es ist für uns Europäer schon eine schauerliche Vorstellung: Dass es in fast jedem zweiten Haushalt Schusswaffen gibt, dass Millionen von Amerikanern selbst im Handschuhfach ihres Wagens eine Waffe mitführen. Gerade in der jetzigen Situation eines gespaltenen Landes, in dem sich bestimmte Gruppierungen im Lande unversöhnlich und fanatisch gegenüberstehen, bei einem Präsidenten, der vieles gewähren lässt, um es höflich auszudrücken. Dazu die Coronakrise mit ihren wirtschaftlichen Folgen: Gestiegene Waffenkäufe und gestiegene Aktienkurse bei Smith&Wesson und Co, ob das nicht der gefährlichste Teil der Aktienhausse in den USA ist?

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