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Tesla-Quartalszahlen: Erwartungen brutal verfehlt, die Börsianer interessiert es nicht

Tesla hat mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen brutal verfehlt, mal wieder (oder wie immer?) Umsatz bei 1,56 Milliarden Dollar statt erwartet 1,6 Milliarden. Gut, da kann man ein Auge zudrücken. Aber der…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Tesla hat mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen brutal verfehlt, mal wieder (oder wie immer?) Umsatz bei 1,56 Milliarden Dollar statt erwartet 1,6 Milliarden. Gut, da kann man ein Auge zudrücken. Aber der Verlust pro Aktie? Die Erwartungen lagen um die 0,50-0,60 Dollar (wer redet von Gewinnen?) Heraus kam ein Verlust pro Aktie von 1,06 Dollar, also gut doppelt so viel Verlust wie erwartet! Da müsste doch eigentlich die Welt untergehen, oder? Falsch, nicht bei Tesla. Diese Zahl ist egal, es zählt immer nur die Zukunft. Aber das hörte man auch schon vor einem Jahr. Da zählte auch nur die Zukunft namens „das Jahr 2016″…

In der Nachbörse crasht jede „normale“ Aktie bei solchen Zahlen brutal runter. Nicht so Tesla. Die Aktie verlor heute Nacht gerade mal 0,7%. Eigentlich ein Witz. Aber es bleibt dabei. Die Aktionäre sagen sich „In Elon we trust“. Man schiebt alle aktuellen Zahlen bei Seite und vertraut in die Aussagen von Elon Musk. Der verkündet aktuell, dass die Aufträge für neue Autos um 67% gestiegen sind im Vergleich zum Vorjahr. Da steht dem Unternehmen ja (endlich) eine rosige Zukunft bevor. Man verbrennt auch weiterhin brutal Bargeld. Noch immer geht viel für die neue Gigafactory in Nevada drauf. Aber durch Kapitalerhöhungen hat man seinen Bargeldbestand gut aufgefüllt auf jetzt 3,25 Milliarden Dollar.

Wenn die Aktionäre weiterhin an die Story glauben und auch in Zukunft frisches Kapital zuschießen, ist ja alles gut! Das Modell 3 soll endlich den Durchbruch bringen. Die Stimmung der Börsianer brachte gestern noch schnell ein Analyst namens Robert Baird bei CNBC zum Ausdruck. Die Investoren seien fokussiert auf das nächste Jahr, und nicht auf die aktuellen Zahlen. Er selbst nennt das „de-risking the quarter“. Man habe jetzt einige Monate Zeit, wo Tesla-Chef Elon Musk anfangen könne mehr über das Modell 3 zu erzählen. Na dann…

Wir erneuern nochmal unseren Hinweis: Wohin diese Aktie läuft, ist nicht greifbar. Von den Zahlen her Quartal für Quartal eine Katastrophe, die aber konstant vom Markt ignoriert wird. Man feiert ständig aufs Neue die rosige Zukunft, die irgendwann vielleicht auch mal kommen mag. Niemand weiß nichts genaues. Eine Aktie für Menschen mit viel Phantasie. Aber wer weiß – vielleicht wird dieser Mut eines Tages wirklich mal belohnt?

Tesla-Quartalszahlen 1

Ein Kommentar

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  1. Avatar

    Tom

    4. August 2016 15:51 at 15:51

    Schade das die Aktie nicht nach gibt. Ich persönlich halte Elon Musk tatsächlich für einen Visionär. Insoweit passt auch der Firmenname. Das die anderen in der Branche Angst haben zeigt das aufgeblasene Bashing bzgl. des Autopilotenunfall, was aber mit dem Prinzip des E-Autos gar nichts zu tun hat.
    Während VW eine neue Software auf seinen Diesel aufspielt baut Musk lieber eine große Akkufabrik. Wo wollen den BMW und Co ihre Akku’s denn beziehen. Alle Patente in koreanischer und amerikanischer Hand. Eine Fabrik in dieser Größenordnung in weiter Ferne. Also in der Zukunft dann lieber eine Teslaaktie als 10 VW-Aktien.

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Aktienmärkte: Die gefährliche Euphorie – alles steigt!

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte sind in Feierlaune und dürften den November mit neuen Rekorden abschließen: der S&P 500 ca. 11% im Plus, der Dow Jones mit dem besten Monat seit dem Jahr 1987 (und dem besten November seit dem Jahr 1928!), auch der Dax ist gut 15% im Plus seit Monatsbeginn, die deutschen Nebenwerte-Indizes MDAX und SDAX erreichen heute sogar neue Allzeithochs. Derzeit steigt einfach alles, ob Bitcoin, Kupfer – oder die meist hoch verschuldeten amerikanische Small Caps, die im Russell 2000 enthalten sind. Egal wohin man blickt: seit der Meldung von Pfizer/BioNTech am 09.November spielen die Aktienmärkte das Spiel: durch den Impfstoff wird alles besser als es vor der Coronakrise war. Dementsprechend ist der sichere Hafen Gold so ziemlich das Einzige, das fällt.

Aktienmärkte: wenn alle euphorisch sind..

Gleichzeitig rechnet niemand mit einem stärkeren Rückgang der Aktienmärkte – sichtbar am Rekordtief des Verhältnisses zwischen Puts und Calls. Das bedeutet: es ist derzeit extrem günstig, sich gegen eine Kursrutsch der Aktienmärkte abzusichern. Aber es ist nicht selten, dass Märkte, an denen die Investoren so derart einseitig positioniert sind, plötzlich ein überraschender Gegenwind auftaucht – eine Art Schwarzer Schwan, den niemand auf der Rechnung hatte. Dann müssen alle durch die selbe Tür – und da es so gut wie keine Shortpositionen mehr gibt, gibt es dann auch praktisch keine Käufer (die ihre Short-Positionen eindecken), wird es an der Tür dann sehr eng.

Nicht umsonst lautet eine Börsen-Weisheit (von Warren Buffett): „Sei gierig, wenn die anderen Angst haben, und ängstlich, wenn sie gierig sind“. Derzeit aber sind alle gierig – sichtbar auch am Fear & Greed Index mit einem Stand von aktuell 91.

Florian Homm bringt im folgenden Video die derzeitige Gier auf den Punkt und nennt einige Aspekte, die „schief gehen“ könnten:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

 

 

Die Aktienmärkte in Euphorie - das kann nach hinten losgehen

 

 

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Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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