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Tesla-Quartalszahlen heute Abend – die Vorschau

Redaktion

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Der E-Auto-Hersteller Tesla hat die Verkündung seiner Quartalszahlen um gut eine Woche vorverlegt auf heute Abend kurz nach 22 Uhr deutscher Zeit. Wir berichten dann sofort über die wichtigsten Kennzahlen. Hier eine Vorschau auf das, was zu erwarten ist.

Aktuell gibt es mehrere erwähnenswerte Aspekte, die im Vorfeld der Tesla-Quartalszahlen wichtig sind. Da wäre zum Beispiel die aktuelle Ankündigung des Herstellers, dass man den Verkaufspreis für das Modell 3 um 1.000 US-Dollar angehoben hat. Auch interessant ist, dass (rein zufällig) heute JMP Securities seine Outperform-Einschätzung für die Tesla-Aktie erneuert hat. Und nicht nur das. Gestern wurde bekannt, dass der Short-Seller (auf fallende Kurse spekulieren) Andre Left seine Meinung geändert hat, und nun auf steigende Kurse in der Tesla-Aktie setzt.

Die Tesla-Aktie ist vor allem wegen der Left-Ankündigung gestern um satte 33 Dollar oder 12,7% gestiegen. Und natürlich hoffen der Markt wie auch Left darauf, dass eine vorgezogene Veröffentlichung der Zahlen vor allem bei einer Firma wie  Tesla etwas Positives zu bedeuten haben. Diese Hoffnung macht aktuell an der Wall Street die Runde, denn es ist üblich, dass Tesla sonst Anfang November seine Q3-Zahlen meldet. Warum sollte Elon Musk eine Woche früher als bislang geplant veröffentlichen bei schlechten Zahlen?

Vor 12 Monaten lag der Umsatz bei 2,98 Milliarden Dollar bei einem Verlust von 2,92 Dollar pro Aktie. Im letzten Quartal lag der Umsatz bei 4,00 Milliarden Dollar bei einem Verlust von 3,06 Dollar pro Aktie (nicht bereinigt sogar bei -4,22 Dollar). Wie will Elon Musk bei solchen bisherigen Zahlen sein Ziel erreichen bis Jahresende den Laden in die Gewinnzone zu bringen? „In Elon we trust“ bleibt das Motto seiner Jünger? Aber möglichst ist ja alles.

Für heute liegen die Erwartungen des Marktes bei 5,7 bis sogar 6,3 Milliarden Dollar Umsatz (hochgefahrene Verkaufszahlen beim Modell 3). Das wären gut 50% mehr als im vorigen Quartal! Der Verlust soll auf 1,77 Dollar pro Aktie sinken. Es gibt aber auch Schätzungen von nur noch wenigen Cents Verlust. Also: Deutlich mehr Umsatz und grob gesagt ein deutlich sinkender Verlust – so sieht die Erwartung für heute aus. Kann das erreicht werden? Das ist eine verdammt harte Wette, vor allem nach dem Kursgewinn der Aktie von gestern!

Aber beim Vorziehen des Veröffentlichungs-Termins kann man darauf spekulieren, dass der Verlust pro Aktie deutlich geringer ausfällt als im letzten Quartal. Die deutlich auseinander liegenden Erwartungen bei der Höhe des Verlusts machen es zu einem Höllenritt, wenn es um die Interpretation des tatsächlichen Resultats geht. Wird man zum Beispiel einen Verlust von glatt 1 Dollar als gut der schlecht ansehen, wenn einige Schätzungen deutlich darüber, und andere deutlich darunter lagen? Ab kurz nach 22 Uhr deutscher Zeit berichten wir über die Zahlen.

Tesla-Quartalszahlen - Tesla Modell 3
Das Tesla Modell 3. Foto: Carlquinn (CC BY-SA 4.0)

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    bademeister

    24. Oktober 2018 18:01 at 18:01

    Warum sollte Elon Musk eine Woche früher als bislang geplant veröffentlichen bei schlechten Zahlen?

    …Angst vor dem drohenden Midterm-Debakel…schnell nochmal die Aktie hochfahren, um etwas weiter von wichtigen Unterstützungsmarken entfernt zu sein…

  2. Avatar

    Monika Malz

    24. Oktober 2018 22:25 at 22:25

    Bis Ende des Jahres kommt Tesla in die Gewinnzone. Oder macht Tesla keine neuen Schulden meht und trägt die alten ab.

    Daserinnert mich daran das die „Steuereinahmen sprudeln“, obwohl der Bund, die Länder hoch verschuldet sind. Ich habe einen Kredit von 50000 € und lege 1000 € auf ein Sparbuch.Habe ich jet ein Plus von 1000 €.

    • Avatar

      Michael

      24. Oktober 2018 23:34 at 23:34

      @Monika Malz, perfekt erkannt und ironisch-zynisch perfekt umschrieben.
      Aber: Ich habe einen Kredit von 50000 € und lege 1000 € auf ein Sparbuch.Habe ich jet ein Plus von 1000 €.
      Laut Bundesfinanzministerium würde man sich dessen rühmen, laut Super-Mario von der EZB hätten Sie vermutlich ein Plus von 10.000 €
      Laut Elon befänden Sie sich bereits bei 10.000.000 € im Plus.
      Und die Wallstreet würde alle Zahlen gemeinsam summieren und weiter feiern.

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Verschärfung der Coronakrise belastet heute die Aktienmärkte.

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Volkswagen meldet 10 Milliarden Euro Gewinn – dazu noch ein interessanter Vergleich

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Volkswagen hat vor wenigen Minuten per Ad Hoc-Meldung vorab Daten für das Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Trotz der beispiellosen andauernden Covid 19-Herausforderungen habe Volkswagen im 2. Halbjahr 2020 seine Robustheit bewiesen. Die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen-Konzerns erholten sich im 4. Quartal weiter stark, überstiegen sogar die Auslieferungen des 3. Quartals 2020. Die Umsatzerlöse stiegen entsprechend ebenfalls erheblich. Auch der ausgewiesene Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft entwickelte sich sehr positiv, so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Basierend auf vorläufigen Zahlen erwartet man für das Geschäftsjahr 2020 ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen (Dieselthematik) von rund 10 Milliarden Euro, dazu einen ausgewiesenen Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft von rund 6 Milliarden Euro. Die gesamten finanziellen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2020 sowie der Ausblick wird Februar veröffentlicht. Die Volkswagen-Aktie reagiert positiv mit einem Kurssprung von 158,60 Euro heute Vormittag auf aktuell 169,28 Euro.

Interessant zum Thema Autohersteller ist folgende Grafik. Sie zeigt den gigantischen Börsenwert von Tesla (links) in Relation zu den anderen großen Autobauern, die natürlich weitaus größere Mengen produzieren. Tesla hat derzeit mehr Börsenwert als die folgenden acht größten Autobauer zusammen. Sind das noch gesunde Dimensionen bei Tesla? Da muss Elon Musk noch ganz schön viele Autos verkaufen, um mit realen Umsätzen zur Börsenbewertung aufzuschließen.

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Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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