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Tesla-Quartalszahlen heute Abend: Die Vorschau auf das nächste Grauen

Die Tesla-Quartalszahlen werden heute Abend kurz nach 22 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht, und wir bringen Sie dann so schnell wie möglich für Sie online als Artikel, mit den wichtigsten Fakten. Mehr denn je gilt bei Tesla heute…

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FMW-Redaktion

Die Tesla-Quartalszahlen werden heute Abend kurz nach 22 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht, und wir bringen Sie dann so schnell wie möglich für Sie online als Artikel, mit den wichtigsten Fakten. Mehr denn je gilt bei Tesla heute Abend: Gruselige Zahlen stehen bevor! Mehrmals mussten Produktionsziele verschoben werden, und Horrormeldungen über Handfertigung von Autos und Batterien machen die Runde.

Auch müssen angeblich Experten von Zuliefer-Firmen in Tesla´s neuer „gottgleicher“ Batteriefabrik in der Wüste aushelfen, weil Tesla selbst wohl nicht genug Fachkräfte findet. Aber wie immer hat Tesla einen großen Pluspunkt, der aber auch der einzige Pluspunkt ist. Tesla-Chef Elon Musk gilt quasi als unantastbar bei den Börsianern, und hat immer Begründungen parat, warum es gerade nicht läuft, und warum schon bald alles total super sein wird.

Großer Neukundenbonus der actior AG

Der Kursverlauf der letzten Monate und Quartale zeigt, dass die Aktionäre ihm immer weiter folgen. Auch dieses Mal? Bei vorherigen Enttäuschungen gab es stets nur kurze und begrenzte Kursabstürze, wovon sich die Aktie immer wieder schnell erholte (siehe Chart). Der Umsatz (vor einem Jahr 2,28) soll im letzten Quartal bei 3,3 Milliarden Dollar gelegen haben. Der Verlust pro Aktie (vor einem Jahr -0,69 Dollar) soll bei -3,1 Dollar pro Aktie liegen, oder sogar bis -3,20 Dollar.

Elon Musk´s Aktienoptionen

Vor Kurzem berichtete die NYT von einem äußerst „ambitionierten“ Vergütungsplan seitens Tesla für seinen Chef Elon Musk. In 12 Stufen soll er weitere Aktienoptionen erhalten. Die NYT bezeichnete ihn als mutigsten Vergütungsplan der Geschichte. Er gibt Musk in mehreren Stufen zusätzliche Aktienoptionen, wenn Tesla bestimmte Ziele erreicht. Dazu gehören die Marktkapitalisierung des Unternehmens, der Umsatz, und die Ertragszahlen (angepasst nach Non GAAP).

Das bedeutet: Musk hätte verdammt viele Gründe um das Unternehmen auf Teufel komm raus weiter aufzupumpen. Dann erhält er nach Erreichen bestimmter Ziele weitere Optionen, die er später in Aktien, und letztlich in Cash umwandeln kann. Besonders bei den Non GAAP-Daten kann man extremst viel herumbuchen, um die Zahlen aufzuhübschen. Uns schwant da nichts Gutes!

Risiken

Bei Tesla stehen jede Menge Risiken an. Zum Beispiel könnten immer mehr Neukunden, die das neue Modell bestellt haben, bei immer längeren Produktionsverzögerungen abspringen, und zur Konkurrenz wechseln. Das ist im Tagesgeschäft auch das Hauptproblem. Je länger Tesla seine Produktion verzögert, desto stärker werden die etablierten Autobauer mit ihren Elektro-Innovationen auf den Markt drängen. Und damit wird das Marktpotenzial für Tesla immer kleiner. Auch ist ein Riesenproblem, dass Tesla Quartal für Quartal enorme Geldsummen verbrennt. Also muss man wohl auch in den nächsten Quartalen entweder neue Anleihen begeben, oder die Altaktien weiter verwässern, in dem man Kapitalerhöhungen vornimmt.

Eine Expertenmeinung

Hier die Meinung zu den heutigen Tesla-Zahlen von Clement Thibault, Senior Analyst bei Investing.com

Umsatzprognose: 3,44 Mrd USD, GpA: – (3,75 USD)

Wir haben wiederholt argumentiert, dass die Bewertung von Tesla schlicht ungerechtfertigt ist. Das Unternehmen macht weniger als 11 Mrd USD Umsatz, der Nettoertrag liegt bei -1,4 Mrd USD, die Firma hat 10 Mrd USD an langfristigen Schulden angehäuft, die Hälfte davon in den letzten 12 Monaten, und dennoch ist der Laden aus irgendwelchen Gründen an der Börse 58 Mrd USD wert.

Wir haben in unseren Artikeln ebenfalls klar gemacht, dass wir nicht empfehlen die Aktie leer zu verkaufen, die zur Zeit zu 343 USD gehandelt wird, da Tesla schlicht nicht auf fundamentale Bewertungsprinzipien reagiert, wie das bei den meisten anderen Aktien der Fall ist. Behalten Sie daher die alte Börsenweisheit im Hinterkopf ‚Der Markt kann länger irrational bleiben, als sie flüssig.’.

Uns bleibt Teslas anhaltend außerordentliche Börsenbewertung völlig schleierhaft.


Die Tesla-Aktie seit Mitte 2015.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Denker

    7. Februar 2018 14:03 at 14:03

    Naja,… irgendwie eine Firma zum auf den Mars schießen.
    Symbolisch ist Tesla ja schon unterwegs,… gute Reise

  2. Avatar

    Michael

    7. Februar 2018 19:22 at 19:22

    Tesla und Apple, die beiden unantastbaren heiligen Kühe dieser Welt.
    Die eine nur an den Börsen, weil die breite Masse der Verbraucher ja noch immer keine Produkte kaufen kann (nur vorbestellen und in Vorleistung gehen). Die andere bei Verbrauchern und Börsen, je weniger Innovationen, je minderwertiger die Produkte, je unverschämter die Serviceleistungen und Produktpreise, desto heiliger die Kuh. Nachträgliche Ehre dem verblichenen Steve, God rest his soul, dessen Leistungen zu Lebzeiten nur unzureichend gewürdigt wurden.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Bullen, Bären und fliegende Schweine

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Ab morgen startet das verlängerte Thanksgiving-Wochenende in den USA. Die gut laufenden Kurse im November sind im Fokus seiner heutigen Berichterstattung.

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die steigenden Corona-Zahlen in den USA werden an der Börse derzeit ignoriert. Die Kurse kennen aktuell nur eine Richtung. Positiv zu werten ist auch, dass vermutlich die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen neue US-Finanzministerin werden sollte.

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Aktienmärkte: Warum einige aktive Fonds 2020 den Markt schlagen

Wolfgang Müller

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Die Aktienmärkte sind Schauplatz eines Kampfes, der von Jahr zu Jahr härter wird: Der Wettstreit zwischen den aktiven Fonds und den preisgünstigen, passiven Indexfonds (ETFs). In diesem Jahr haben einige der aktiv gemanagten Investmentfonds die Nase vorn. Ein Grund dafür ist die auch die ungewöhnliche Konzentration der Anleger allgemein auf marktschwere Titel.

Aktienmärkte: Das Dauerduell aktiv gegen passiv

Was hatte sich der in diesem Jahr verstorbene Gründer des passiven Investierens, John Bogle, anfangs für Feinde gemacht, zumeist wurde er milde belächelt! Mitte der Siebziger war Mittelmaß als Ziel eines Investments absolut verpönt, alle wollten noch die Aktienmärkte schlagen.

Doch Bogle hatte seine Mitarbeiter beauftragt, alle im S&P 500 enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung zu kaufen und damit den bekannten Börsenindex einfach nachzubilden.

Damit schuf Bogle den ersten Indexfonds (Vanguard 500), mit einem aus heutiger Sicht mickrigen Volumen von 11,3 Millionen Dollar.

Doch von Jahr zu Jahr steigt die Anlagesumme in die passiven Anlagevehikel, vor gut zehn Jahren wurde die Billionen-Grenze überschritten, mittlerweile ist die von BlackRock, Vanguard, State Street dominierte Branche bei weit über sechs Billionen Dollar angelangt.

Natürlich lässt es sich auf Dauer nicht verheimlichen, dass es kaum einem aktiven Anlagevehikel jenseits der 10-Jahresfrist gelingt, den Index und damit auch den entsprechenden Exchange Traded Fund zu schlagen. Am allerwenigsten den Leitindex der Aktienmärkte, den S&P 500 als Benchmark – insgesamt liegt die Underperformance bei über 90 Prozent in den großen Märkten.

Ich habe es vor kurzem in einem Artikel dargelegt, welche Folgen es hat, wenn man in einem Jahrzehnt auch nur die zehn besten Handelstage der Aktienmärkte versäumt.

2020 und die extreme Outperformance von Growth

Blicken wir nun auf den heimischen Markt, wo die Entwicklung natürlich einmal mehr den amerikanischen Vorbildern folgt. Hier gibt auch BlackRock den Ton an mit seinen iShares, gefolgt von Lyxor und den XTrackers von DWS, einer Tochter der Deutschen Bank. Gefolgt von UBS, Amundi, Invesco und Deka Investments und damit sind auch die deutschen Sparkassen im Geschäft.

Wie eine Auswertung des Fondsverbands BVI zeigt, haben in den Privatanleger-Depots es einige der alten Namen aus der aktiven Branche geschafft, ihre Vergleichsindizes zu schlagen. Produkte der DWS, der Deka oder der Allianz Group und aus dem Kreise derer, die schon über ein Jahrzehnt am Markt sind. Und dies gilt auch schon für ein paar Jahre, obwohl für diese Produkte die teuren Konditionen mit dem Ausgabeaufschlag und der jährlichen Jahresgebühr von deutlich über ein Prozent p.a. gelten. Wie ist diese Performance zu erklären?

Es waren zum Teil die internen Vorschriften, die den aktiven Fondsmanagern geholfen haben – und nicht die besondere Aktienauswahl.

Man hatte innerhalb der Aktienmärkte auf Aktien gesetzt, die eine hohe Marktkapitalisierung aufwiesen, so genannte Blue Chips – und was lief in den letzten Jahren besonders gut?

Klar, der Tech-Bereich mit Titeln wie Amazon, Apple oder Microsoft, Aktien, die in den Fonds zum Teil noch stärker gewichtet waren, als zum Beispiel im S&P 500 oder im MSCI World. Aber bereits seit Anfang September ist so etwas wie eine Branchenrotation feststellbar, verstärkt durch das Ergebnis des Wahlausgangs in den USA sowie den letzten Ereignissen im Zusammenhang mit der Impfstoffentwicklung.

Anders ausgedrückt: Was passiert, wenn die Big Player wieder auf ein „normales“ Wachstumstempo zurückfallen, um nur eine milde Kursentwicklung zu prognostizieren?

Fazit

Aus den letzen Überlegungen wird deutlich, wie schwierig es in Zukunft bleiben wird, mit spezieller Aktien-Einzelauswahl die Aktienmärkte zu schlagen. Wird es zu einer bleibenden Branchenrotation von Growth zu Value kommen, oder hält sich das Wachstum der Big Seven, oder auch der FAANG-Aktien noch eine Weile?

Man braucht sich nur den explosiven Anstieg einiger Corona-Aktienopfer seit der Impfstoffmeldung von BioNTech/Pfizer zu betrachten. Wie stark wird es noch zu großen Umschichtungen in den großen Depots, insbesondere zum Jahreswechsel kommen? Der 9. November könnte bedeutsamer gewesen sein, als bisher angenommen. Der Anstieg des Nasdaq 100 von seinem Tief vom 6. März 2009 bis zu seinem Hoch am 2. September 2020 mit sagenhaften 1154 Prozent sollte irgendwann korrigiert werden, Kurse (speziell von Indizes) wachsen nie in den Himmel. Der Dax brachte es in diesem Zeitraum auf bescheidene 354 Prozent.

Die Aktienmärkte und die aktiv verwalteten Fonds

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