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Tesla-Quartalszahlen: Sensations-Gewinnsprung, Aktie nachbörslich +7%

Redaktion

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am

Die Tesla-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 6,82 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 2,98/erwartet für heute 5,7-6,3, Vorquartal 4,0).

Der Non GAAP-Gewinn (!!!) liegt bei 2,90 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal -2,92/Vorquartal -3,06/erwartet für heute -1,77 oder sogar nur -0,10 Dollar). Bitte, wirklich? Ja, Tesla sagt man habe binnen eines Quartals den Sprung von -2,92 auf +2,90 Dollar geschafft. Was für ein Mega-Hammer, und gigantisch besser als erwartet!

Die Aktie notiert nachbörslich mit +7%. Geht sie gleich noch weiter ins Plus?

Auch bei nicht bereinigten (manipulierten) Zahlen ist es immer noch ein Gewinn von 1,82 Dollar pro Aktie.

3 Milliarden Dollar in Cash vorhanden, 731 Millionen Dollar mehr als zum Ende des Vorquartals!

China-Zölle werden Tesla im 4. Quartal 50 Millionen Dollar kosten.

Gewinnmarge beim Modell 3 wird auch im laufenden 4. Quartal stabil bleiben laut aktueller Aussage von Tesla.

Kurz-Fazit: Müssen auch wir uns jetzt vor Elon Musk verneigen? Oder waren diese Zahlen nur ein Scherz von ihm? Wenn sie echt sind, dann sind sie eine gigantische Sensation. Kann Tesla doch all seine Gigantomanie-Ziele erreichen?

Der aktuell veröffentliche Ausblick von Tesla im Wortlaut:

Model 3 quarterly production and deliveries should continue to increase in Q4 compared to Q3. Our target of delivering 100,000 Model S and X vehicles this year remains unchanged. We expect gross margin for Model 3 to remain stable in Q4 as manufacturing efficiencies and fixed cost absorption offset a slightly lower trim mix and the negative impact of tariffs from Chinese sourced components. Gross margin for Model S and X will likely decline slightly in Q4, as we expect that the sequential increase in tariffs in Q4 from Chinese sourced components will be only partially offset by increased manufacturing cost efficiencies. For all three vehicles, additional tariffs in Q4 on parts sourced from China will impact our gross profit negatively by roughly $50 million. Energy generation and storage revenue should decline slightly in Q4 compared to Q3, mainly due to seasonality of the solar business. As a result of lower solar mix and seasonality, gross margin of this segment should also decline slightly in Q4. We expect our Services and Other business to continue to grow mainly due to used car sales volumes. Gross margin of this segment should see further sequential improvement. We will increase investment in our service infrastructure in North America through deployment of new service locations and additional mobile service vehicles. Total operating expenses should grow only slightly in Q4 compared to Q3 levels. We reaffirm our prior guidance that we expect to again achieve positive GAAP net income in Q4. Similarly, in Q4, we continue to expect to generate positive cash from operating cash flows net of capital expenditures, as well as the normal inflow of cash received from nonrecourse financing activities on leased vehicles and solar products. Our cash position should remain at least flat in spite of our plan to repay $230 million of convertible notes in cash during Q4. Our total 2018 capex, the vast majority of which is to grow our capacity, is expected to be slightly below $2.5 billion, consistent with our prior guidance. Our Q4 capex projection includes the purchase of land in China and initial design and other expenditures for Gigafactory 3. Interest expenses in Q4 should be roughly $170 million and losses attributable to noncontrolling interests should decline significantly compared to Q3. As we have transformed from a 100,000 per year unit carmaker into a ~340,000 unit per year carmaker, our earnings profile has flipped dramatically. Sufficient Model 3 profitability was critical to make our business sustainable – something many argued would be impossible to achieve. Due to the ingenuity and incredible hard work of our team combined with an innovative vehicle design and manufacturing strategy, we have achieved total auto gross margin of ~25%. We can’t thank you enough for your support. We would not have achieved this historic quarter without it.

Tesla-Quartalszahlen
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3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Vorname

    24. Oktober 2018 23:03 at 23:03

    Das klärt sich morgen da fehlt einfach nur das Minus Zeichen. Da kommt bestimmt noch eine Twitter Meldung ….

  2. Avatar

    Angsthase

    24. Oktober 2018 23:27 at 23:27

    Was soll der Geiz,… alle großen Firmen mit tollen Ergebnisen und die Nasdaq kratzt trotzdem ab… die Banken im Sturzflug… aber alles ist super gut, wers glaubt.

  3. Avatar

    Quintus

    25. Oktober 2018 21:05 at 21:05

    Aha….und warum flüchten vor solch fantastischen Zahlen die Verantwortlichen der Buchhaltung??
    https://www.zerohedge.com/news/2018-10-25/analyst-erupts-tesla-they-used-every-trick-every-fraud-put-lipstick-q3-results

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Aber CFDs sind Termingeschäfte? Verbände für steuerliche Bevorzugung von Optionsscheinen

Claudio Kummerfeld

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Aktives Trading mit CFDs und Optionsscheinen könnte problematisch werden

Was sind CFDs? Die „Contracts for Difference“ erlauben gehebelte Wetten auf steigende und fallende Kurse. Die CFDs können Anleger zeitlich unbefristet lange halten. Und Optionsscheine? Die haben einen fest definierten Ablaufzeitpunkt. Und wie definiert man Termingeschäfte? In Kurzform: Dies sind Börsengeschäfte, bei denen die Erfüllung des Vertrags (Abnahme und Lieferung der Ware) zu einem späteren Termin erfolgt. Also sind Optionsscheine doch Termingeschäfte, und CFDs irgendwie nicht so richtig?

Egal. Wenn der Gesetzgeber eine Feststellung trifft, dann ist das eben so – weil es nun mal der Gesetzgeber ist? So wurde vor Kurzem die seit Anfang Januar gültige Novellierung des Einkommensteuergesetzes beschlossen, wonach Verluste aus „Termingeschäften“ nur noch bis zu 20.000 Euro pro Jahr mit Gewinnen aus Termingeschäften verrechnet werden dürfen. Dadurch wird die bizarre Realität entstehen, dass Anleger Steuern auf Gewinne zahlen müssen, obwohl sie effektiv in einem Börsenjahr im Handel keinen Gewinn erzielt haben (wir berichteten schon mehrmals). Danke Olaf Scholz, darf man da schon mal im Voraus sagen.

Klar zu sein scheint, dass die CFDs in die Kategorie der Termingeschäfte fallen im Sinne dieser Novelle des Einkommenssteuergesetzes – wohl ganz einfach, weil der Gesetzgeber es so will. Aber auch Optionsscheine, die per Definition doch viel eher Termingeschäfte sind? Wie man derzeit munkelt, wird das Bundesfinanzministerium noch eine Klarstellung für die ausführenden Steuerbehörden veröffentlichen, aus welcher hervorgehen könnte, dass auch Optionsscheine als Termingeschäfte zu betrachten wären. Das würde den Kreis der betroffenen Anleger deutlich erweitern.

Lobbyarbeit für Optionsscheine – von CFDs ist keine Rede

Aber halt. CFDs werden fast komplett von angelsächsischen und Offshore-Anbietern angeboten. Optionsscheine sind die Kinder der deutschen Bankenbranche. Und drei Mal darf man raten, wer den besseren Draht zu BaFin, Bundesfinanzministerium, Staatssekretären etc haben könnte? Diese Woche sieht man vom Deutschen Derivate-Verband, der Börse Stuttgart und der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) einen offiziellen Appell an das Bundesfinanzministerium (siehe hier), worin man eindringlich dazu auffordert Optionsscheine bezüglich dieser Neuregelung nicht als Termingeschäfte einzustufen. Man möchte also erreichen, dass Anleger auch weiterhin unbegrenzt Verluste aus Optionsscheinen mit Gewinnen aus Optionsscheinen verrechnen dürfen.

Gibt der Gesetzgeber dem nach, wäre dies ein glasklarer Vorteil für die Anbieter von Optionsscheinen, und ein riesiger Nachteil für die ausländischen CFD-Anbieter. Und wer ist denn Mitglied im Deutschen Derivate-Verband? Eben nicht die CFD-Anbieter, sondern so ziemlich alle deutschen Anbieter von Zertifikaten und Optionsscheinen, wie Deutsche Bank, Deka, Hypo, LBBW, DZ, Baader usw. Für CFDs bitten sie nicht um eine Ausnahme, sondern nur für Optionsscheine. Und die DSW? Hat sie die CFDs schon aufgegeben, und hofft nun noch darauf, wenigstens noch die Optionsscheine vor diesem Steuerirrsinn retten zu können? Aus dem Appell zitieren wir hier auszugsweise im Wortlaut:

Der Deutsche Derivate Verband (DDV), die Börse Stuttgart und die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) appellieren an das Bundesfinanzministerium, die Linie aus dem Juni 2020 beizubehalten und Optionsscheine nicht als Termingeschäfte einzuordnen. Im Entwurf des Anwendungsschreibens des BMF vom Juni 2020 wurden Optionsscheine nicht als Termingeschäfte klassifiziert und damit eine klare, angemessene Abgrenzung erreicht. Damit wird vermieden, dass Anleger in der Depotgestaltung beeinträchtigt werden und zudem aufwendige individuelle Veranlagungen vornehmen müssen. Anderenfalls drohen schwere steuerliche Nachteile, nachträgliche Steuerzahlungen und Unsicherheiten für hunderttausende von Anlegern. Für Termingeschäfte sieht das Jahressteuergesetz, das seit Jahresbeginn gilt, eine begrenzte Verlustverrechnungsmöglichkeit nur mit anderen Termingeschäften und Erträgen aus Stillhaltegeschäften vor.

Marc Tüngler, DSW-Hauptgeschäftsführer: „Die steuerliche Neuregelung der Verlustverrechnung ist ein weiterer herber Schlag für Privatanleger und führt zu massiven Verunsicherungen. Vom Grundsatz her halten wir die Regelung insgesamt für verfassungswidrig. Der Entwurf des BMF-Schreibens war immerhin ein fairer Vorschlag, wie die Anwendung zumindest in Bezug auf Optionsscheine zu regeln ist, und würde betroffenen Anlegern eine Perspektive geben. Wenn das BMF jetzt von diesem ursprünglichen Entwurf abweicht, weckt das Unverständnis und offenbart einmal mehr die feindliche Gesinnung gegenüber Privatanlegern.“

Würden Optionsscheine jetzt durch das Anwendungsschreiben des BMF den Termingeschäften zugerechnet, wird die neugeschaffene Unwucht im Steuerrecht weiter dramatisch verschärft.

Es gibt gute sachliche Argumente dafür, warum Optionsscheine steuerlich als sonstige Finanzinstrumente und nicht als Termingeschäfte zu klassifizieren sind. Die Klassifizierung sollte anhand der Erfüllungsweise von Optionsgeschäften vorgenommen werden. Diese ist bei Optionsscheinen „Zug-um-Zug“, sie sind daher bei der steuerlichen Behandlung den Kassageschäften zuzurechnen, und nicht den Termingeschäften. Diese Einschätzung wird auch von Wissenschaftlern geteilt.

Eine Studie der WHU aus dem vergangenen Jahr zeigt, dass hunderttausende von Privatanlegern von einer solchen Klassifizierung betroffen wären. Zudem stellt die Studie der WHU fest, dass 68,8 Prozent der Nutzer von Hebelprodukten wie Optionsscheinen diese zur Absicherung einsetzen. Die Beschränkung der Verlustverrechnung erschwert es Anlegern von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Quartalszahlen und Inflation

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. IBM und Intel werden heute Abend ihre Quartalszahlen veröffentlichen – sie werden von ihm vorab besprochen. Auch das Thema Inflation ist auf der Tagesordnung.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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Wollen Sie einmal Gewinne mitnehmen? – Werbung

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Lieber Börsianer,

Sie kennen diese Situation. Da halten wir im Depot eine oder mehrere echte Kursraketen, die uns in den vergangenen Jahren prozentual dreistellige Buchgewinne gebracht haben. 200, 300 oder vielleicht sogar 400 %! Ein ganz schöner Anblick.

Da sind doch einmal Gewinnmitnahmen angeraten, oder? Schließlich wissen wir als Börsianer durchaus, ein Buchgewinn ist nicht in Stein gemeißelt. Trotzdem tun wir uns aus psychologischen Gründen mit dem Verkauf einer solchen Position schwer. Denn irgendwie haben wir diese Aktien, die wir seinerzeit so perfekt ausgewählt haben, liebgewonnen. Außerdem haben wir die Sorge, wenn wir jetzt verkaufen, macht der Titel nochmals 50 %, und wir sind dann nicht mehr dabei. Ein Dilemma!

Hier gibt es ein probates Mittel, um uns aus unserer „Not“ zu helfen, der sog. Teilverkauf. Ganz konkret: Hat sich eine Position einmal verdoppelt oder gar verdreifacht, veräußern Sie einfach einmal ein Drittel oder die Hälfte dieser Aktie.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Sie wandeln Buchgewinne in echte Gewinne um und nehmen einmal Kapital aus dem Feuer. In der derzeitigen Marktsituation ist das bestimmt kein Fehler. Andererseits profitieren Sie dennoch, wenn der Titel noch weiter zulegen sollte.

Außerdem agieren Sie mit einem solchen Vorgehen antizyklisch. Das heißt, Sie „teilverkaufen“ genau jene Positionen, die wahrscheinlich etwas heiß gelaufen sind. Studien haben gezeigt, dass solche gezielten Teilverkaufe die Stabilität im Depot erhöhen und sich oftmals auch noch gewinnsteigernd auswirken, sofern man die freien Mittel gezielt in…..

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