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Tesla-Quartalszahlen heute Abend – die Vorschau

Claudio Kummerfeld

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Heute Abend kurz nach 22 Uhr werden die Tesla-Quartalszahlen präsentiert. Die werden wie immer mit großer Spannung erwartet. Wir berichten dann umgehend. An dieser Stelle bieten wir eine Vorschau, was heute Abend zu erwarten ist.

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Rückschau auf vorige Tesla-Quartalszahlen

Dazu ist auch eine kurze Rückschau notwendig. Bei den letzten Quartalsergebnissen hatten Tesla den gesamten Markt (auch uns) kräftig überrascht mit deutlich besseren Zahlen. Binnen eines Jahres wurde aus -2,92 Dollar pro Aktie ein Plus von 2,90 Dollar. Für heute werden im Schnitt 2,19 Dollar Gewinn erwartet.

Aber: In den letzten Wochen haben sich Berichte und Kommentare gemehrt, die mehr denn je daran zweifeln lassen, ob Tesla wirklich die Kurve kriegt. So habe Tesla es beispielsweise nicht geschafft die Verkaufspreise pro Auto drastisch zu senken, um einen breiten Markt erschließen zu können. Auch an den mehr als provisorischen Produktionsmethoden (zusätzliche Produktionslinie in einem großen Zelt auf dem Firmengelände) darf man weiterhin zweifeln.

Und, was hinzu kommt: Hat Tesla an den Zahlen gedreht? Sie schöner dargestellt, als sie wirklich sind? Mit den Non-GAAP-Zahlen ist ja viel möglich in Sachen Optik. Kann man an das Erfolgsquartal anknüpfen? Eigentlich müsste die Erfolgsstrecke aus dem letzten Quartal nun fortgesetzt werden, weil die Produktion für das Front-Modell „Model 3“ immer weiter hochgefahren wird. Mehr verkaufte Autos bedeuten mehr Umsatz, und auch mehr Gewinn?

Da Tesla kein „ausgereifter“ Marktteilnehmer ist wie VW, Toyota oder GM, ist es auch interessant die Zahlen aus dem Vorquartal anzuschauen, und nicht nur die aus dem Vorjahr. Denn Tesla ist noch voll im Wachstum begriffen. Also: Der Gewinn pro Aktie lag bei 2,90 Dollar im 3. Quartal, und nun erwartet man 2,19 im 4. Quartal.

Zaubert Elon Musk ein Kaninchen aus dem Hut?

Nach 6,82 Milliarden Dollar Umsatz im 3. Quartal erwartet der Markt heute Abend 7,1 Milliarden Dollar für das 4. Quartal. Ein Kommentator in den USA fragte jüngst als Vorschau auf die heutigen Zahlen, ob Elon Musk auch dieses Mal ein Kaninchen aus dem Hut zaubern kann. Das ist wie immer die große Frage. Letztes Mal hat er es geschafft. Für heute liegt die Erwartung bei 90.000 ausgelieferten Autos im 4. Quartal.

Die Wachstumsraten für sich genommen sind mehr als beeindruckend. Kommen die Zahlen heute so rein wie erwartet, hätte Tesla im Jahresvergleich ein 116% Zuwach beim Umsatz, 165% Zuwachs beim Gewinn und 200% Plus bei den Auslieferungen. Aber davon kann sich Tesla rein gar nichts kaufen, denn diese Zuwächse wurden schon lange vorher in höheren Aktienkursen berücksichtigt. Tesla muss also liefern und die schon im Aktienkurs eingebaute hohe Erwartung bedienen.

Am 18. Januar erst hatte Tesla Massenentlassungen angekündigt, und vor schlechteren Zahlen im 4. Quartal gewarnt. Diese Warnung ist in den oben genannten Zahlen schon enthalten. Laufen Elon Musk die Kosten aus dem Ruder? Gibt es heute doch eine Überraschung? Vielleicht nicht bei Umsatz und Gewinn, sondern bei zu hohen Kosten? Hier könnte Musk immerhin sagen, dass er ja bereits auf die Bremse getreten und Mitarbeiter vor die Tür gesetzt hat.

Tesla-Quartalszahlen heute Abend - Auslieferung in Fabrik
Eine Tesla-Präsentation im Werk mit Elon Musk. Foto: Flickr user jurvetson (Tim Draper/Steve Jurvetson) CC BY 2.0

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Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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