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Tesla stark im Minus, Türken mit Milliarden-Transfers nach Deutschland, Tollhaus Audi

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Ist es reiner Zufall, dass diese Meldung gerade heute lanciert wird, wo Präsident Erdogan sich in Deutschland aufhält? Die Bundesregierung gibt wie gesagt zufällig heute bekannt, dass im 2. Quartal unterm Strich 4,6 Milliarden Euro von der Türkei nach Deutschland geflossen sind (Nettokapitalzufluss). Dies darf man als Teil einer Kapitalflucht in Richtung „Sicherer Hafen Deutschland“ ansehen. Grund für diese Info war die Anfrage des FDP-Abgeordneten Florian Toncar an die Bundesregierung. Gegenüber der Funke-Mediengruppe sagte er dazu, dass sich diese Summe im 3. Quartal wohl verstärkt habe. Davon darf man stark ausgehen, wenn man sich die extrem schwache Lira, die grassierende Inflation und die politischen Aussagen rund um die Türkei anschaut.

Tesla

Wir haben heute schon über die dasaströsen Nachrichten für Tesla berichtet. Die US-Börsenaufsicht scheint Elon Musk für kaum geschäftsfähig zu halten, und will ihm gerichtlich verbieten lassen Chef überhaupt irgendeines börsennotierten Unternehmens zu sein. Gegen ihn wurde jetzt offiziell Anklage erhoben wegen Wertpapierbetrug (mehr dazu hier).

Jetzt aktuell lässt sich das Desaster auch in Zahlen messen. Die Tesla-Aktie notiert jetzt im regulären Handel bei 273,3 Dollar – das ist ein Minus von 11,1% gegenüber dem Börsenschluss von gestern Abend (im Chart die Aktie seit Juli). Wie man gut sieht, läge die nächste charttechnische Unterstützung bei gut 250 Dollar – aber Charttechnik ist bei der Nachrichtenlage rund um Elon Musk aktuell wohl zweitrangig.

Barclays hat aktuell eine Analyse namens „Lawsuit Secured“ veröffentlicht (Anklage gesichert), eine sarkastische Anspielung auf Musk´s Tweet „Funding Secured“ (Finanzierung des De-Listings der Tesla-Aktie gesichert). Darin kalkuliert man, wie groß der Wert der Person Elon Musk für die Tesla-Aktie ist. Man kommt zu dem Schluss, dass Musk 130 Dollar wert ist. Bekommt die SEC Musk vor Gericht also weg vom Ruder bei Tesla, wäre die Aktie demnach nur noch gut 140 Dollar wert? Oder ist sie eh nur so viel wert, und jetzt ist sie 130 Dollar überbewertet?

Tesla

Tollhaus Audi

Ja, bei Audi, da ist was los. Der Chef Rupert Stadler sitzt seit drei Monaten in U-Haft. Jedes „normale“ Unternehmen hätte seinen Chef längst entlassen, um das Unternehmen vor weiteren Imageverlusten zu schützen – aber nicht so Audi. Er ist offiziell immer noch Chef, und ist derzeit lediglich beurlaubt. Laut Infos des Handelsblatts kann sich der Audi-Aufsichtsrat einfach nicht auf eine Entlassung einigen – unfassbar. Sollte die PR-mäßig eh nicht gut da stehende Mutter Volkswagen da nicht mal ein Machtwort sprechen? Das ist natürlich nur so eine Idee von uns Kleingeistern…

14 Kommentare

14 Comments

  1. Sabine

    28. September 2018 17:34 at 17:34

    @Kleingeister: Warum? Wir arbeiten für AUDI, alles läuft, wie geschmiert. Warum Tollhaus? AUDI hat mit dem Kleinwagen angefangen, dann kam der Golf. AUDI hat mit den Lampen angefangen, jetzt machen es alle. AUDI hat sich in China ausgebreitet, das war Mercedes und anderen zu aufwendig. (Sonderzicken am laufenden Band. Roter Sozialismus eben.)
    Außerdem: Er pocht bei Mitarbeitern auf Geheimhaltungsklausel. Verschleppung der Aufklärung ist sehr deehhnbar. Und das Dieseltheater soll ja nur am Leben erhalten werden. Deswegen das alles.
    Ich finde es gut, daß man sich von der Politik nicht den Geschäftsbereich vorschreiben läßt. Sonst könnte sie ja jeden „unpassenden“ in U-Haft nehmen und er wäre weg.
    Marc Faber sagt zur Annahme, daß nur in der Wirtschaft Verbrecher herumlaufen, nicht auch in der Politik, sei ja wohl ein Witz!

  2. isntit

    28. September 2018 18:05 at 18:05

    Wenn Audi Stadler entlassen würde, hieße das ja, das er für (mit)schuldig am massenhaften Betrug gehalten wird. Die Verteidungsstrategie der Autokonzerne ist aber, dass alles nur ein kleines Versehen gewesen sein soll, an dem irgendwie auch niemand schuld ist, und schon gar nicht die Bosse – wie bei der Finanzkrise! Dann muss man nämlich die Käufer nicht entschädigen.
    Und die Deutschen lieben es ja auch offenbar, nach Strich und Faden verarscht zu werden und kaufen fleißig weiter VWs und Audis ….

    • Petkov

      28. September 2018 22:33 at 22:33

      Da muss ich Ihnen Recht geben mit der „Verarsche“, aber ich fürchte, wir meinen es unterschiedlich.
      Dass bestimmte politische Kreise bei redlichen Menschen wie Ihnen diese ablehnende bis aggressive Haltung zu den deutschen Automobilherstellern etabliert haben, ist an sich die echte und wirklich fiese Verarsche. Da will jemand Ihre Aufmerksamkeit von den tatsächlich bedeutenden und schwerwiegenden Ereignissen und politischen Machenschaften ablenken. Es ist eine Blendgranate!

      Ja, der VW-Konzern hat gewerbsmäßig Abgaswerte manipuliert, was einfach nicht hinnehmbar ist. Es ist enttäuschend. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Aber wenn Sie einige Augenblicke nüchtern darüber nachdenken, erkennen Sie, dass der zusätzlich entstandene Schaden für Mensch und Umwelt vergleichbar mit dem Pups eines Kleinkindes bei Orkanwind ist. Wie hoch der populistisch hochgeschraubte wirtschaftliche Schaden für die Kunden ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt, ich will jetzt das Thema nicht abschließend bewerten. Und ich will keine Lanze für VW oder Audi brechen zumal ich das Design nach wie vor hässlich und die Technik eher langweilig finde.

      Ich wundere mich nur wie ganz viele andere Ausländer, wie leicht es für die deutsche Polit“elite“ ist, ein ansonsten gebildetes und mündiges Volk auszutricksen. Wie der Einbrecher, der dem Wachhund ein Knochen vorwirft.

      • Michael

        29. September 2018 02:11 at 02:11

        @Petkov, wollen Sie uns wirklich suggerieren, dass bestimmte politische Kreise bei redlichen Menschen … diese ablehnende bis aggressive Haltung zu den deutschen Automobilherstellern etabliert haben?

        Dass redliche Menschen nicht in der Lage sind, selber zu denken? Zu blöd, um diese Schweinerei zu erkennen und selbst entsprechend einzuschätzen? Dass diese Riesen-Schweinerei nur ein kleiner „Pups“ ist und lediglich von (Ihnen unangenehmen) sog. populistischen politischen Kreisen als großer Skandal verbreitet wurde?
        Dass der redliche deutsche Mensch zu blöd, zu überfordert, nicht multitaskingfähig und somit nicht in der Lage ist, neben dieser offensichtlichen Schweinerei auch noch die tatsächlich bedeutenden und schwerwiegenden Ereignisse und politischen Machenschaften zu erkennen?

        Wollen Sie uns verarschen? Woher kennen Sie so genau den entstandenen Schaden für Mensch und Umwelt, der daraus entstanden ist? Woher kennen Sie so genau die dumme deutsche Seele?

        Ich wundere mich nur wie ganz viele Einheimische, woher Ausländer ihr Wissen und ihre Schlauheit beziehen, ein ansonsten gebildetes und mündiges Volk ständig zu kritisieren. Ein Volk, das ihnen nicht nur den Knochen, nicht nur einen Finger, sondern sogar die ganze Hand anbietet.
        Was keiner kritisch von sich weist…

        • Petkov

          29. September 2018 09:07 at 09:07

          Michael, deine unbeholfen kaschierte Arroganz wurde schon mehrmals im Forum thematisiert. Die zusätzliche Umweltbelastung also das Delta zu einem nicht manipulierten Motor ist bekannt also lassen sich die Effekte mathematisch errechnen. Ich habe sie bildlich dargestellt.

          Und ich kritisiere das deutsche Volk nicht, ich verteidige es, mache mir aber gleichzeitig auch Sorgen.

          Und jetzt pass mal auf du geistiges Glühwürmchen: das deutsche Volk hat mir gar nichts gegeben. Deutschland hat in mich keinen einzigen Cent investiert, ich bin als fertig ausgebildete, weltweit konkurrenzfähige Fachkraft nach Deutschland gekommen und habe vom ersten Tag an Steuern bezahlt. Und immer hochqualifizierte Tätigkeiten ausgeübt, für die es wirklich wenig geeignete Fachkräfte gibt. Das deutsche Volk musste bei mir weder die Ausbildung noch die Sprachkurse noch irgendetwas anderes bezahlen. Habe immer mehr geleistet für weniger Geld. Die deutschen Kollegen niesen einmal und schon lassen sie sich krankschreiben. Gibt’s bei mir nicht. Mein finanzieller Beitrag für die Gesellschaft ist unvergleichbar höher als deiner als selbständiger Photoshopklicker, dem von Geburt an alles in den Arsch geschobenen wurde: gesundheitliche Versorgung, kostenlose Ausbildung, Förderung… Das alles habe ich gar nicht genutzt, weil ich einfach nicht in Deutschland geboren und aufgewachsen bin. Aber vom ersten Tag nach meiner Ankunft habe ich es mitfinanziert.

          Und jetzt gehe mir aus der Windrichtung, du jämmerlicher Nazi. Ich liebe die Deutschen. Du bist aber ein falscher.

          • Markus Fugmann

            29. September 2018 09:40 at 09:40

            @Petkov, bei aller Wertschätzung: bitte die Emotionen etwas „herunterkochen“! @Michael als „Nazi“ zu beschimpfen geht zu weit! Ich habe Ihren Kommentar zugelassen, weil Sie darin Interessantes aus Ihrer Biografie schildern. Mein Vorschlag: ich gebe euch beiden jeweils die Mail-Adresse des Anderen, und ihr setzt dann die Beschimpfungen über eure Privatmails fort, einverstanden? Ansonsten wäre es mir viel lieber, dass wir hier konstruktiv Meinungen und Einschätzungen austauschen und nicht in Beschimpfungen ausarten! Das Ziel der Kommentarfunktion sollte eigentlich Erkenntnis-Interesse sein..

          • Petkov

            29. September 2018 10:43 at 10:43

            Herr Fugmann, es tut mir aufrichtig Leid, ich weiß, dass Sie solche Kommentare nicht mögen und wollte mich sowieso bei Ihnen entschuldigen, aber mein Frühstück war fertig 😉

            Bei meinen Aussagen zu Michael bleibe ich aber trotzdem. Eigentlich kommt die vermeintliche Beleidigung gar nicht von mir. Habe in der Früh von einem anderen FMW-Leser eine WhatsApp bekommen mit: “kannst du bitte den Sch…nazi schnell in die Schranken weisen…“ Der Leser ist nämlich englischsprachig, auch wenn er gut Deutsch verstehen kann.
            Für uns Ausländer sind arrogante, undifferenziert denkende Dumpfbacken, die den russischen Atomphysiker mit dem afghanischen Analphabeten über einen Kamm scheren, eben Nazis. Denn die meinen, für Deutschland haben ja beide die gleiche Bedeutung: die sind da, um vom erhabenen deutschen Volk in einem unversiegbaren Humanismusausbruch gerettet und umsorgt zu werden.

            Aber im Grunde haben wir der eigentlichen Forumsfunktion (Erkenntnis gewinnen) Rechnung getragen: denn neulich habe ich die aktuelle weltweite Migrationsstatistik gelesen. Demnach ist Deutschland nach wie vor das Lieblingsland für ungebildete oder schlecht qualifizierte Migranten (oder Flüchtlinge, aber echte Flüchtlinge sind sehr selten). Bei den hochqualifizierten Migranten verliert Deutschland dagegen zunehmend an Attraktivität. Die Gründe dafür sind nicht in einem Satz zu nennen, aber mein Beitrag gibt da gewisse Denkanstöße. Ich spiele übrigens auch mit dem Gedanken, zu gegebener Zeit das Land zu verlassen, mein Vermögen abzuziehen und meine hohen Rentenansprüche mitzunehmen. Die Vorgehensweise hasse ich und ich wäre froh, wenn sich das vermeiden lässt, aber im heutigen Merkelistan ist es aktuell schwer denkbar. Und solche wie Määhhchael machen es nicht gerade besser.

          • Michael

            29. September 2018 14:13 at 14:13

            @Markus, es tut mir sehr leid, wen mein Kommentar als persönliche Beschimpfung rübergekommen ist. Das war weder meine Absicht, noch empfinde ich es so, selbst nach mehrmaligem Durchlesen und mit genügend Abstand.
            Ich habe Petkov doch nicht einmal persönlich angesprochen und nicht ansatzweise so etwas wie ein Schimpfwort benutzt. Ich habe mich lediglich gewundert, woher die Objektivität und Schlauheit der von Petkov ins Spiel gebrachten Ausländer wohl kommen mag. Die überlegene Sichtweise aus den Höhen des intellektuellen Olymp, die es ermöglicht, die tumben Eingeborenen dieses Landes ständig als leicht manipulierbar und mit der Intelligenz eines Wachhundes ausgestattet zu erkennen.

            Ein Austausch der Mailadressen ist eher keine so gute Idee. Denn ich möchte nicht unbedingt, dass jemand, der seine Emotionen nicht unter Kontrolle hat und zumindest verbal manchmal agressive soziopathische Tendenzen an den Tag legt und der noch dazu mit einen Netzwerk von Gleichgesinnten in Verbindung steht, herausfindet, wo ich mit meiner Familie wohne.

  3. bademeister

    28. September 2018 18:34 at 18:34

    Musk ist also 130 Dollar wert. Eigentlich ist Musk mehr wert. Nimmt man den durchschnittlchen Kurs der Aktie von 2010 und subtrahiert diesen Wert von dem heutigen Kurs der Aktie… Nicht miteingerechnet ist der Schuldenberg, den das Unternehmen seit dieser Zeit angehäuft hat. Der ungesunde Lebenswandel des selbsternannten Lichtwandlers nährt zudem Spekulationen…was wenn Elon von heute auf morgen nicht mehr da wäre?…was wäre Tesla dann wert? Marke und Technik werden in andere Unternehmen einfließen, aber wundern würde es mich nicht, wenn Tesla in der jetzigen Form noch vor zwanzigzwanzig Geschichte wäre…

    Interessant wäre es auch zu wissen, wie viel Geld andersrum und seit vielen Jahrzehnten von türkischstämmigen Mitbürgern in die Türkei geflossen ist…

    Audi…?

  4. Michael

    28. September 2018 23:32 at 23:32

    Musk ist 130 Dollar wert, aber nicht pro Aktie von Tesla, sondern bestenfalls in absoluten Zahlen. Einmal 130 Dollar, und das ist schon sinnlos überbewertet 😉
    Musk ist und war schon immer ein Blender, Betrüger und Hallodri und hatte nur das Glück, zur richtigen Zeit per purem Zufall ein Bezahlsystem einzuführen, das von ebay und Amazon als Standard etabliert wurde.
    Danach kamen nur noch Schrott und Utopien von dem Mann auf den Markt.
    Weniger Schrott hätte mit so vielen Milliarden fast jeder produzieren können, mehr allerdings nicht.
    Der eine oder andere bezeichnet den Typen noch als Visionär. Steve Jobs ist jedoch bisher der letzte Mensch, dem dieses Attribut gerecht wird. Seither leider keiner, sorry Elon!

    Musk gehört in den Knast, gemeinsam mit dem irren Präsidenten. Genauso wie der Audi-Chef. Und nicht in einen 3-Sterne-Luxusknast zu bevorzugten Bedingungen wie sie bei Uli Hoeness zum Einsatz kamen. Einfach in den Knast, wie alle anderen Verbrecher auch. Zusammen und gleich vor dem Gesetz.

    Oder man schießt ihn mit einem weiteren Tesla in die Umlaufbahn der Erde, wir spielen ihm auch David Bowies Lied „Space Oddity“ noch einmal vor. Oder man setzt ihn bis zur erfolgreichen Freigabe als Test-Dummie in einen Prototyp einer Untergrund-Hochgeschwindigkeitsbahn in Chicago.

  5. md

    29. September 2018 12:48 at 12:48

    mensch da hab ich ja etwas verpasst. da ist mal action angesagt und ich war nicht dabei. aber meinen senf muss ich dazu geben. also meiner meinung nach hat der petkov mehr recht als der michael. nebenbei gesagt schätze ich den michael sehr und vor allem seine nehmerfähigkeiten.
    also nun zur sache. ich finde auch das die menschen sich veräppeln lassen von manchen lobbyparteien bzw falschgeldpolitikern. der dieselskandal wird definitiv aufgepusht und die menschen werden mit lügen beeinflußt. in keinem anderen land sind soviel deutschland hasser politiker unterwegs wie bei uns. oder meint ihr in frankreich oder italien würden politiker gegen eigene automobilfirmen so eine debatte ins leben rufen.
    die franzosen tanken heizöl und fahren bei uns auf den straßen herum 🙂 da kann und sollte man was tun da entstehen abgase und ein schwarzer ruß. naja.

    • Michael

      29. September 2018 14:43 at 14:43

      @md, vielen Dank für die Würdigung meiner „Nehmerfähigkeiten“. Auch, wenn andere zu wissen glauben, dass mir im Leben alles geschenkt bzw. in den Arsch geschobenen wurde, so habe ich dennoch bereits so viele persönliche und wirtschaftliche Schicksalsschläge und existenzbedrohende Situationen erlebt, mir nicht nur einmal von Null an alles ohne Förderung, Erbschaften oder Geschenken selbst erarbeitet und aufgebaut, dass dieses kindische Geplänkel hier noch nicht einmal an der Oberfläche zu kratzen imstande ist.

    • Michael

      29. September 2018 16:56 at 16:56

      @md, einmal zu schnell aufs Trackpad geklopft, und schon war mein Kommentar abgeschickt, obwohl ich noch nicht fertig war. Es freut mich nämlich sogar sehr, dass Petkov meine geistigen Fähigkeiten zu würdigen weiß, die selbst in der größten Dunkelheit hell und für jeden sichtbar leuchten 😉
      Frei nach dem biblischen Motto: Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht begriffen.
      So, jetzt habe ich fertig…

  6. Derivatler

    30. September 2018 08:35 at 08:35

    Der Audi Chef seit 3 Monaten in U-Haft? Ich will ihn nicht verteidigen aber würden in der Finanzbranche die gleichen Masstäbe gesetzt , wären die Chefetagen der Banken leer u. die Gefängnisse voll. Es könnte daran liegen ,dass die Richter von den hochkomplexen Geschäften mit Derivaten hoch 5 keine Ahnung haben.
    Kürzlich schrieb ein Kenner der Materie ,dass selbst die besten Fachleute die gehandelten Produkte nicht vollständig einschätzen können.

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Aktuell: China-Delegation bricht Reise in USA vorzeitig ab, Märkte unter Druck

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Soeben hat das The Montana Farm Bureau mitgeteilt, dass die Reise einer chinesischen Delegation in den Mittleren Westen vorzeitig abgebrochen wurde – diese Reise galt als Voraussetzung für den Kauf von US-Landwirtschaftsprodukten durch die Chinesen als Zeichen des guten Willens bzw. als Vorbereitung eines Interim-Deals (zu den Hintergründen dazu siehe den Artikel „China – Trump „ahnungslos“, Interim-Deal möglich“).

Trump hatte noch vor wenigen Minuten gesagt, dass man mit China große Fortschritte mache – die Märkte jedenfalls sehen die vorzeitige Abreise der chinesischen Delegation als schlechtes Zeichen.

Hintergrund könnte sein, dass Trump zuvor bei einer Pressekonferenz einen solchen Interims-Deal abgelehnt hatte mit den Worten: „I am not looking for a partial deal. I am looking for a complete deal“.

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US-Wirtschaft: Das 8 Billionen Dollar Geheimnis

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Die immer wieder betonte relative Stärke der US-Wirtschaft in einer Welt des Abschwungs ist keine besondere Leistung, wenn man sich vergegenwärtigt, mit welcher Dosis Schuldensteroiden diese Stärke erkauft wurde. Doch wie nachhaltig ist dieses Wachstumsmodell, das uns immer wieder als Vorbild verkauft wird?

USA Statue of Liberty
Foto: pixabay / Ronile

US-Wirtschaft – die Relationen stimmen nicht mehr

Nach Schätzungen der Fed soll die US-Wirtschaft in diesem Jahr real, also nach Abzug der Inflation, um 2,4 Prozent wachsen. Nicht schlecht in einem Umfeld des globalen Abschwungs. Aber bei genauem Hinschauen wir klar, woher das Wachstum kommt und wie teuer es erkauft wird.

Die Gesamtverschuldung der USA, also die öffentliche plus die private Verschuldung, hat in diesem Jahr die Schallmauer von 70 Billionen Dollar durchbrochen. Aktuell sind es bereits 74,3 Billionen US-Dollar. Das entspricht einer Neuverschuldung von knapp 8 Billionen US-Dollar auf Jahresbasis, davon allein 3,5 Billionen US-Dollar resultierend aus Zinszahlungen. Die Gesamtverschuldung der US-Bundesregierung beträgt aktuell 22,5 Billionen US-Dollar, ein Plus von 1,1 Billionen US-Dollar im laufenden Fiskaljahr.

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Auf der anderen Seite wird die US-Wirtschaft, wenn die optimistischen Prognosen der Fed zutreffen, in diesem Jahr ohne Inflationsbereinigung um 4 Prozent oder 820 Milliarden US-Dollar wachsen, ausgehend von 20,5 Billionen US-Dollar BIP in 2018. Setzt man das Schuldenwachstum (hier der Gesamtschuldenstand) zum Wirtschaftswachstum ins Verhältnis, dann kommt man auf ein Verhältnis von 10:1 (8 Billionen zu 820 Mrd. US$). Selbst wenn man den fiskalischen Stimulus, also die staatliche Neuverschuldung, isoliert betrachtet, liegt dieser in US-Dollar 25 Prozent über dem nicht inflationsbereinigten Wachstum der gesamten US-Wirtschaft.

Dieses Missverhältnis zwischen Schulden- und BIP-Wachstum wird durch das ökonomische Defizit ausgedrückt, dass in diesem Jahr einen neuen Rekordstand erreichen wird (Schaubild endet Ultimo 2014).

US-Wirtschaft - Ökonomisches Defizit

Ohne Steroide geht es nicht mehr

Eines der größten Probleme dieser Schuldenkaskade sind die Kreditkosten. Der Anteil der Neuverschuldung, der ausschließlich für den Schuldendienst aufgewendet werden muss, steigt im Zeitverlauf exponentiell an. Die US-Regierung muss aktuell 600 Mrd. Dollar jährlicher Zinsen schultern.

US-Regierung Zinskosten

Der Zinseszinseffekt gilt eben auch für die Schuldnerseite. Schon aus diesem Grund werden die Gesamtverbindlichkeiten exponentiell weiter steigen. Im Gegenzug müssen die Zinsen auf null und tiefer fallen, sofern man diese Art des gedopten Wirtschaftsmodells noch einige Zeit am Leben erhalten möchte.

Fazit

Wie würde das Wachstum der US-Ökonomie wohl aussehen, hätte es keine Billionen schwere schuldenfinanzierte Steuersause gegeben? Die USA befänden sich wie Deutschland bereits in der Rezession. Doch nach der Party kommt der Kater: Die Wachstumsdynamik schwächt sich im Jahr Zwei nach der „größten Steuerreform aller Zeiten“, so Donald Trump, in den USA schon wieder ab. Was bleibt, sind die Schulden und die Zinsen darauf, deren Anteil am US-Staatshaushalt durch die Decke schießt. Tja, wenn Wachstum so einfach wäre, dann hätte die Menschheit seit Christi-Geburt einfach nur neue Schulden produziert – zu null Zinsen versteht sich und finanziert durch Alchemisten. Genau dieses Wunder wollen uns die modernen Alchemisten der Zentralbanken weismachen. Doch wie heißt es so schön: Aus der Vergangenheit lernen heißt Zukunft gewinnen. Man sollte sich in seiner ganz privaten Anlagestrategie darauf einstellen, dass auch das aktuelle ungedeckte Schuldgeldsystem untergeht und mit ihm das amerikanische Wirtschaftswunder nebst der Welt-Leid-Währung US-Dollar.

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Fed druckt wieder Geld

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Getrieben von den Ereignissen musste die Fed in dieser Woche bereits dreimal Notfallliquidität in den Dollar-Geldmarkt pumpen. Die bescheidene Summe von 203 Mrd. US-Dollar floss dabei bislang an US-Banken, die im Gegenzug US-Staatsanleihen bei der Notenbank abluden.

Fed – so kann man sich irren

Wie schnell die Realität die Bürokraten im Elfenbeinturm der Fed einholen würde, hätten sich die Zentralbanker wohl selbst nicht träumen lassen. Man hat das Gefühl, dass die Damen und Herren „Währungshüter“ in Sachen QE zum Jagen getragen werden wollen. Wir haben ja schon verstanden, warum Geldpolitiker nicht die Wahrheit sagen dürfen, aber sie sollten die Wahrheit wenigstens nicht ignorieren. Das immer wieder vorgetragene Mantra von Fed-Chef Jerome Powell, der US-Wirtschaft gehe es gut und Risiken seien nur auf äußere Einflüsse zurückzuführen und es sich bei den letzten beiden Zinssenkungen lediglich um Versicherungsschritte handelte und im Übrigen keine Zinssenkungs-Serie anstehe, wirken immer grotesker. Ab wann ist eine Serie eigentlich eine Serie? Aber das nur am Rande.

Negativzinsen Inflation Quirion

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Ja, die Wachstumsdynamik der US-Wirtschaft ist noch okay – aber zu welchem Preis? Allein das Budgetdefizit der Bundesregierung wird für das Fiskaljahr 2018/19 mit aktuell ca. 1,1 Bio. US-Dollar erwartet. Das sind 240 Mrd. US-Dollar mehr als ursprünglich angesetzt. Im nächsten Fiskaljahr, das am 1. Oktober beginnt, sollen es gemäß Schätzungen des Congressional Budget Office 1,2 Bio. US-Dollar Defizit sein.

Aktuell liegt das Haushaltsdefizit der USA bei 4,7 Prozent des BIP, bei einer erwarteten annualisierten Wachstumsrate von aktuell lediglich 1,9 Prozent des BIP. Für einen Aufschwung ist dieses Verhältnis von Schuldendynamik zu Wachstum sehr schlecht und zeigt die Abhängigkeit der US-Konjunktur von rasanter Neuverschuldung. Generell zeigt das Verhältnis zwischen Gesamtschuldenwachstum und Wirtschaftswachstum in den USA eine erstaunliche Entwicklung: Mittlerweile werden für 1 US-Dollar Wirtschaftswachstum fast 10 US-Dollar Schuldenwachstum benötigt. Doch dazu in einem separaten Artikel in Kürze mehr.

Seitdem das regelmäßige Kasperletheater um das Anheben des Schuldenlimits (sog. Debt Ceiling) legislativ beerdigt wurde, stellt sich die aktuelle Schuldenexplosion der Bundesregierung in Washington folgendermaßen dar:

Fed QE - US-Schulden

Eine erstaunliche Entwicklung, wenn man bedenkt, dass Präsident Trump im Wahlkampf die Reduzierung der Staatsverschuldung bis zum Jahr 2024 auf null versprach.

Schaut man sich die Explosion der Staatsverschuldung und die damit einhergehende Schwemme von Staatsanleihen an, dann sollte dieser Faktor ganz oben auf der Beobachtungsliste der Fed stehen. Doch diese zeigt sich völlig überrascht von dem Phänomen. Schon mehrfach bestritt Jerome Powell, dass die US-Staatsverschuldung irgendeinen Einfluss auf die Geldpolitik der Zentralbank habe.

QE erzwungen

Doch in dieser Woche hat die Realität die Notenbanker eingeholt. Wegen akuter Liquiditätsengpässe musste die Fed am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag in drei Tranchen insgesamt 203 Mrd. US-Dollar an Liquidität über außerordentliche Offenmarktgeschäfte in das Bankensystem pumpen. Im Gegenzug wurden von den Banken US-Staatsanleihen als Sicherheiten bei er Fed hinterlegt. Interessant ist, dass offenbar der Erwerb genau dieser Staatsanleihen durch die Banken mit zur Dollarknappheit beitrug. Eine Rekordemission des US-Finanzministeriums an Schuldpapieren in dieser Woche war neben Sonderfaktoren ein wesentlicher Auslöser der Liquiditätskrise. Der Staat hatte über seine Schuldenaufnahme so viel Geld aus dem Finanzsektor abgesaugt, dass dieser ohne das Anwerfen der digitalen Notenpresse der Fed schlicht kollabiert wäre. Damit wurde de facto ein QE on demand erzwungen. Nur so konnte ein Dominoeffekt mit der Ansteckung anderer Märkte gerade noch verhindert werden.

Das Schweigen der Fed

Auf der jüngsten Pressekonferenz im Anschluss an die Offenmarktausschusssitzung der Fed am Mittwoch erwähnte Jerome Powell die Operation am offenen Herzen des US-Finanzsystems mit keiner Silbe und dass, obwohl die Fed am gleichen Tag weitere 75 Mrd. US-Dollar in den Markt pumpen musste. Am Donnerstag reichte dann selbst diese Summe nicht aus, da die Banken zusätzlich 84 Mrd. US-Dollar benötigten. Das Schweigen der Fed zu diesem Thema zeigt die Dramatik der Situation. Doch die Liquiditäts-Kuh ist nicht vom Eis: Bis zum Ende des Jahres werden allein von der US-Bundesregierung Anleihen im Volumen von über 600 Mrd. US-Dollar emittiert. US-Finanzexperten rechnen daher damit, dass spätestens im November dieses Jahres das QE on demand von einem regulären QE abgelöst wird. Alles andere wäre unverantwortlich, denn bei der jüngsten „special open market operation“ wäre der Patient fast wegen eines technischen Versagens der Notenbank-IT verstorben.

Fazit und Ausblick

Die Fed kann die Realität leugnen, wie sie will, aber am Ende muss auch sie sich dem Diktat der überbordenden Schuldenlast nebst Neuverschuldung beugen. Schlussendlich wird sie erneut zum Gläubiger der letzten Instanz mutieren, da nur sie die benötigten Mittel bereitstellen kann – via digitaler Notenpresse. Natürlich kann sie einen Teil dieses schmutzigen Geschäftes auslagern, z. B. an die Bank of Japan, die im Rahmen ihres QE-Programms seit Oktober letzten Jahres wieder massiv US-Treasuries kauft. Das amerikanische Bankensystem allein ist mit der Flut an neuen Schuldpapieren der Trump-Administration überfordert, wie die jüngsten Ereignisse verdeutlichen. Weiter sinkende Zinsen und Gelddruckprogramme á la Japan sind auch in den USA daher keine Frage von zyklischem Wachstum, Beschäftigungsentwicklung, Teuerungsraten oder äußeren ökonomischen Einflüssen, sondern hauptsächlich notwendig zur essenziellen Aufrechterhaltung der Schuldentragfähigkeit in den USA. Es bleibt dabei: It´s the debt, stupid!

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