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Tesla stark im Minus, Türken mit Milliarden-Transfers nach Deutschland, Tollhaus Audi

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Ist es reiner Zufall, dass diese Meldung gerade heute lanciert wird, wo Präsident Erdogan sich in Deutschland aufhält? Die Bundesregierung gibt wie gesagt zufällig heute bekannt, dass im 2. Quartal unterm Strich 4,6 Milliarden Euro von der Türkei nach Deutschland geflossen sind (Nettokapitalzufluss). Dies darf man als Teil einer Kapitalflucht in Richtung „Sicherer Hafen Deutschland“ ansehen. Grund für diese Info war die Anfrage des FDP-Abgeordneten Florian Toncar an die Bundesregierung. Gegenüber der Funke-Mediengruppe sagte er dazu, dass sich diese Summe im 3. Quartal wohl verstärkt habe. Davon darf man stark ausgehen, wenn man sich die extrem schwache Lira, die grassierende Inflation und die politischen Aussagen rund um die Türkei anschaut.

Tesla

Wir haben heute schon über die dasaströsen Nachrichten für Tesla berichtet. Die US-Börsenaufsicht scheint Elon Musk für kaum geschäftsfähig zu halten, und will ihm gerichtlich verbieten lassen Chef überhaupt irgendeines börsennotierten Unternehmens zu sein. Gegen ihn wurde jetzt offiziell Anklage erhoben wegen Wertpapierbetrug (mehr dazu hier).

Jetzt aktuell lässt sich das Desaster auch in Zahlen messen. Die Tesla-Aktie notiert jetzt im regulären Handel bei 273,3 Dollar – das ist ein Minus von 11,1% gegenüber dem Börsenschluss von gestern Abend (im Chart die Aktie seit Juli). Wie man gut sieht, läge die nächste charttechnische Unterstützung bei gut 250 Dollar – aber Charttechnik ist bei der Nachrichtenlage rund um Elon Musk aktuell wohl zweitrangig.

Barclays hat aktuell eine Analyse namens „Lawsuit Secured“ veröffentlicht (Anklage gesichert), eine sarkastische Anspielung auf Musk´s Tweet „Funding Secured“ (Finanzierung des De-Listings der Tesla-Aktie gesichert). Darin kalkuliert man, wie groß der Wert der Person Elon Musk für die Tesla-Aktie ist. Man kommt zu dem Schluss, dass Musk 130 Dollar wert ist. Bekommt die SEC Musk vor Gericht also weg vom Ruder bei Tesla, wäre die Aktie demnach nur noch gut 140 Dollar wert? Oder ist sie eh nur so viel wert, und jetzt ist sie 130 Dollar überbewertet?

Tesla

Tollhaus Audi

Ja, bei Audi, da ist was los. Der Chef Rupert Stadler sitzt seit drei Monaten in U-Haft. Jedes „normale“ Unternehmen hätte seinen Chef längst entlassen, um das Unternehmen vor weiteren Imageverlusten zu schützen – aber nicht so Audi. Er ist offiziell immer noch Chef, und ist derzeit lediglich beurlaubt. Laut Infos des Handelsblatts kann sich der Audi-Aufsichtsrat einfach nicht auf eine Entlassung einigen – unfassbar. Sollte die PR-mäßig eh nicht gut da stehende Mutter Volkswagen da nicht mal ein Machtwort sprechen? Das ist natürlich nur so eine Idee von uns Kleingeistern…

14 Kommentare

14 Comments

  1. Avatar

    Sabine

    28. September 2018 17:34 at 17:34

    @Kleingeister: Warum? Wir arbeiten für AUDI, alles läuft, wie geschmiert. Warum Tollhaus? AUDI hat mit dem Kleinwagen angefangen, dann kam der Golf. AUDI hat mit den Lampen angefangen, jetzt machen es alle. AUDI hat sich in China ausgebreitet, das war Mercedes und anderen zu aufwendig. (Sonderzicken am laufenden Band. Roter Sozialismus eben.)
    Außerdem: Er pocht bei Mitarbeitern auf Geheimhaltungsklausel. Verschleppung der Aufklärung ist sehr deehhnbar. Und das Dieseltheater soll ja nur am Leben erhalten werden. Deswegen das alles.
    Ich finde es gut, daß man sich von der Politik nicht den Geschäftsbereich vorschreiben läßt. Sonst könnte sie ja jeden „unpassenden“ in U-Haft nehmen und er wäre weg.
    Marc Faber sagt zur Annahme, daß nur in der Wirtschaft Verbrecher herumlaufen, nicht auch in der Politik, sei ja wohl ein Witz!

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    isntit

    28. September 2018 18:05 at 18:05

    Wenn Audi Stadler entlassen würde, hieße das ja, das er für (mit)schuldig am massenhaften Betrug gehalten wird. Die Verteidungsstrategie der Autokonzerne ist aber, dass alles nur ein kleines Versehen gewesen sein soll, an dem irgendwie auch niemand schuld ist, und schon gar nicht die Bosse – wie bei der Finanzkrise! Dann muss man nämlich die Käufer nicht entschädigen.
    Und die Deutschen lieben es ja auch offenbar, nach Strich und Faden verarscht zu werden und kaufen fleißig weiter VWs und Audis ….

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      Petkov

      28. September 2018 22:33 at 22:33

      Da muss ich Ihnen Recht geben mit der „Verarsche“, aber ich fürchte, wir meinen es unterschiedlich.
      Dass bestimmte politische Kreise bei redlichen Menschen wie Ihnen diese ablehnende bis aggressive Haltung zu den deutschen Automobilherstellern etabliert haben, ist an sich die echte und wirklich fiese Verarsche. Da will jemand Ihre Aufmerksamkeit von den tatsächlich bedeutenden und schwerwiegenden Ereignissen und politischen Machenschaften ablenken. Es ist eine Blendgranate!

      Ja, der VW-Konzern hat gewerbsmäßig Abgaswerte manipuliert, was einfach nicht hinnehmbar ist. Es ist enttäuschend. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Aber wenn Sie einige Augenblicke nüchtern darüber nachdenken, erkennen Sie, dass der zusätzlich entstandene Schaden für Mensch und Umwelt vergleichbar mit dem Pups eines Kleinkindes bei Orkanwind ist. Wie hoch der populistisch hochgeschraubte wirtschaftliche Schaden für die Kunden ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt, ich will jetzt das Thema nicht abschließend bewerten. Und ich will keine Lanze für VW oder Audi brechen zumal ich das Design nach wie vor hässlich und die Technik eher langweilig finde.

      Ich wundere mich nur wie ganz viele andere Ausländer, wie leicht es für die deutsche Polit“elite“ ist, ein ansonsten gebildetes und mündiges Volk auszutricksen. Wie der Einbrecher, der dem Wachhund ein Knochen vorwirft.

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        Michael

        29. September 2018 02:11 at 02:11

        @Petkov, wollen Sie uns wirklich suggerieren, dass bestimmte politische Kreise bei redlichen Menschen … diese ablehnende bis aggressive Haltung zu den deutschen Automobilherstellern etabliert haben?

        Dass redliche Menschen nicht in der Lage sind, selber zu denken? Zu blöd, um diese Schweinerei zu erkennen und selbst entsprechend einzuschätzen? Dass diese Riesen-Schweinerei nur ein kleiner „Pups“ ist und lediglich von (Ihnen unangenehmen) sog. populistischen politischen Kreisen als großer Skandal verbreitet wurde?
        Dass der redliche deutsche Mensch zu blöd, zu überfordert, nicht multitaskingfähig und somit nicht in der Lage ist, neben dieser offensichtlichen Schweinerei auch noch die tatsächlich bedeutenden und schwerwiegenden Ereignisse und politischen Machenschaften zu erkennen?

        Wollen Sie uns verarschen? Woher kennen Sie so genau den entstandenen Schaden für Mensch und Umwelt, der daraus entstanden ist? Woher kennen Sie so genau die dumme deutsche Seele?

        Ich wundere mich nur wie ganz viele Einheimische, woher Ausländer ihr Wissen und ihre Schlauheit beziehen, ein ansonsten gebildetes und mündiges Volk ständig zu kritisieren. Ein Volk, das ihnen nicht nur den Knochen, nicht nur einen Finger, sondern sogar die ganze Hand anbietet.
        Was keiner kritisch von sich weist…

        • Avatar

          Petkov

          29. September 2018 09:07 at 09:07

          Michael, deine unbeholfen kaschierte Arroganz wurde schon mehrmals im Forum thematisiert. Die zusätzliche Umweltbelastung also das Delta zu einem nicht manipulierten Motor ist bekannt also lassen sich die Effekte mathematisch errechnen. Ich habe sie bildlich dargestellt.

          Und ich kritisiere das deutsche Volk nicht, ich verteidige es, mache mir aber gleichzeitig auch Sorgen.

          Und jetzt pass mal auf du geistiges Glühwürmchen: das deutsche Volk hat mir gar nichts gegeben. Deutschland hat in mich keinen einzigen Cent investiert, ich bin als fertig ausgebildete, weltweit konkurrenzfähige Fachkraft nach Deutschland gekommen und habe vom ersten Tag an Steuern bezahlt. Und immer hochqualifizierte Tätigkeiten ausgeübt, für die es wirklich wenig geeignete Fachkräfte gibt. Das deutsche Volk musste bei mir weder die Ausbildung noch die Sprachkurse noch irgendetwas anderes bezahlen. Habe immer mehr geleistet für weniger Geld. Die deutschen Kollegen niesen einmal und schon lassen sie sich krankschreiben. Gibt’s bei mir nicht. Mein finanzieller Beitrag für die Gesellschaft ist unvergleichbar höher als deiner als selbständiger Photoshopklicker, dem von Geburt an alles in den Arsch geschobenen wurde: gesundheitliche Versorgung, kostenlose Ausbildung, Förderung… Das alles habe ich gar nicht genutzt, weil ich einfach nicht in Deutschland geboren und aufgewachsen bin. Aber vom ersten Tag nach meiner Ankunft habe ich es mitfinanziert.

          Und jetzt gehe mir aus der Windrichtung, du jämmerlicher Nazi. Ich liebe die Deutschen. Du bist aber ein falscher.

          • Markus Fugmann

            Markus Fugmann

            29. September 2018 09:40 at 09:40

            @Petkov, bei aller Wertschätzung: bitte die Emotionen etwas „herunterkochen“! @Michael als „Nazi“ zu beschimpfen geht zu weit! Ich habe Ihren Kommentar zugelassen, weil Sie darin Interessantes aus Ihrer Biografie schildern. Mein Vorschlag: ich gebe euch beiden jeweils die Mail-Adresse des Anderen, und ihr setzt dann die Beschimpfungen über eure Privatmails fort, einverstanden? Ansonsten wäre es mir viel lieber, dass wir hier konstruktiv Meinungen und Einschätzungen austauschen und nicht in Beschimpfungen ausarten! Das Ziel der Kommentarfunktion sollte eigentlich Erkenntnis-Interesse sein..

          • Avatar

            Petkov

            29. September 2018 10:43 at 10:43

            Herr Fugmann, es tut mir aufrichtig Leid, ich weiß, dass Sie solche Kommentare nicht mögen und wollte mich sowieso bei Ihnen entschuldigen, aber mein Frühstück war fertig ;-)

            Bei meinen Aussagen zu Michael bleibe ich aber trotzdem. Eigentlich kommt die vermeintliche Beleidigung gar nicht von mir. Habe in der Früh von einem anderen FMW-Leser eine WhatsApp bekommen mit: “kannst du bitte den Sch…nazi schnell in die Schranken weisen…“ Der Leser ist nämlich englischsprachig, auch wenn er gut Deutsch verstehen kann.
            Für uns Ausländer sind arrogante, undifferenziert denkende Dumpfbacken, die den russischen Atomphysiker mit dem afghanischen Analphabeten über einen Kamm scheren, eben Nazis. Denn die meinen, für Deutschland haben ja beide die gleiche Bedeutung: die sind da, um vom erhabenen deutschen Volk in einem unversiegbaren Humanismusausbruch gerettet und umsorgt zu werden.

            Aber im Grunde haben wir der eigentlichen Forumsfunktion (Erkenntnis gewinnen) Rechnung getragen: denn neulich habe ich die aktuelle weltweite Migrationsstatistik gelesen. Demnach ist Deutschland nach wie vor das Lieblingsland für ungebildete oder schlecht qualifizierte Migranten (oder Flüchtlinge, aber echte Flüchtlinge sind sehr selten). Bei den hochqualifizierten Migranten verliert Deutschland dagegen zunehmend an Attraktivität. Die Gründe dafür sind nicht in einem Satz zu nennen, aber mein Beitrag gibt da gewisse Denkanstöße. Ich spiele übrigens auch mit dem Gedanken, zu gegebener Zeit das Land zu verlassen, mein Vermögen abzuziehen und meine hohen Rentenansprüche mitzunehmen. Die Vorgehensweise hasse ich und ich wäre froh, wenn sich das vermeiden lässt, aber im heutigen Merkelistan ist es aktuell schwer denkbar. Und solche wie Määhhchael machen es nicht gerade besser.

          • Avatar

            Michael

            29. September 2018 14:13 at 14:13

            @Markus, es tut mir sehr leid, wen mein Kommentar als persönliche Beschimpfung rübergekommen ist. Das war weder meine Absicht, noch empfinde ich es so, selbst nach mehrmaligem Durchlesen und mit genügend Abstand.
            Ich habe Petkov doch nicht einmal persönlich angesprochen und nicht ansatzweise so etwas wie ein Schimpfwort benutzt. Ich habe mich lediglich gewundert, woher die Objektivität und Schlauheit der von Petkov ins Spiel gebrachten Ausländer wohl kommen mag. Die überlegene Sichtweise aus den Höhen des intellektuellen Olymp, die es ermöglicht, die tumben Eingeborenen dieses Landes ständig als leicht manipulierbar und mit der Intelligenz eines Wachhundes ausgestattet zu erkennen.

            Ein Austausch der Mailadressen ist eher keine so gute Idee. Denn ich möchte nicht unbedingt, dass jemand, der seine Emotionen nicht unter Kontrolle hat und zumindest verbal manchmal agressive soziopathische Tendenzen an den Tag legt und der noch dazu mit einen Netzwerk von Gleichgesinnten in Verbindung steht, herausfindet, wo ich mit meiner Familie wohne.

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    bademeister

    28. September 2018 18:34 at 18:34

    Musk ist also 130 Dollar wert. Eigentlich ist Musk mehr wert. Nimmt man den durchschnittlchen Kurs der Aktie von 2010 und subtrahiert diesen Wert von dem heutigen Kurs der Aktie… Nicht miteingerechnet ist der Schuldenberg, den das Unternehmen seit dieser Zeit angehäuft hat. Der ungesunde Lebenswandel des selbsternannten Lichtwandlers nährt zudem Spekulationen…was wenn Elon von heute auf morgen nicht mehr da wäre?…was wäre Tesla dann wert? Marke und Technik werden in andere Unternehmen einfließen, aber wundern würde es mich nicht, wenn Tesla in der jetzigen Form noch vor zwanzigzwanzig Geschichte wäre…

    Interessant wäre es auch zu wissen, wie viel Geld andersrum und seit vielen Jahrzehnten von türkischstämmigen Mitbürgern in die Türkei geflossen ist…

    Audi…?

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    Michael

    28. September 2018 23:32 at 23:32

    Musk ist 130 Dollar wert, aber nicht pro Aktie von Tesla, sondern bestenfalls in absoluten Zahlen. Einmal 130 Dollar, und das ist schon sinnlos überbewertet ;)
    Musk ist und war schon immer ein Blender, Betrüger und Hallodri und hatte nur das Glück, zur richtigen Zeit per purem Zufall ein Bezahlsystem einzuführen, das von ebay und Amazon als Standard etabliert wurde.
    Danach kamen nur noch Schrott und Utopien von dem Mann auf den Markt.
    Weniger Schrott hätte mit so vielen Milliarden fast jeder produzieren können, mehr allerdings nicht.
    Der eine oder andere bezeichnet den Typen noch als Visionär. Steve Jobs ist jedoch bisher der letzte Mensch, dem dieses Attribut gerecht wird. Seither leider keiner, sorry Elon!

    Musk gehört in den Knast, gemeinsam mit dem irren Präsidenten. Genauso wie der Audi-Chef. Und nicht in einen 3-Sterne-Luxusknast zu bevorzugten Bedingungen wie sie bei Uli Hoeness zum Einsatz kamen. Einfach in den Knast, wie alle anderen Verbrecher auch. Zusammen und gleich vor dem Gesetz.

    Oder man schießt ihn mit einem weiteren Tesla in die Umlaufbahn der Erde, wir spielen ihm auch David Bowies Lied „Space Oddity“ noch einmal vor. Oder man setzt ihn bis zur erfolgreichen Freigabe als Test-Dummie in einen Prototyp einer Untergrund-Hochgeschwindigkeitsbahn in Chicago.

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    md

    29. September 2018 12:48 at 12:48

    mensch da hab ich ja etwas verpasst. da ist mal action angesagt und ich war nicht dabei. aber meinen senf muss ich dazu geben. also meiner meinung nach hat der petkov mehr recht als der michael. nebenbei gesagt schätze ich den michael sehr und vor allem seine nehmerfähigkeiten.
    also nun zur sache. ich finde auch das die menschen sich veräppeln lassen von manchen lobbyparteien bzw falschgeldpolitikern. der dieselskandal wird definitiv aufgepusht und die menschen werden mit lügen beeinflußt. in keinem anderen land sind soviel deutschland hasser politiker unterwegs wie bei uns. oder meint ihr in frankreich oder italien würden politiker gegen eigene automobilfirmen so eine debatte ins leben rufen.
    die franzosen tanken heizöl und fahren bei uns auf den straßen herum :) da kann und sollte man was tun da entstehen abgase und ein schwarzer ruß. naja.

    • Avatar

      Michael

      29. September 2018 14:43 at 14:43

      @md, vielen Dank für die Würdigung meiner „Nehmerfähigkeiten“. Auch, wenn andere zu wissen glauben, dass mir im Leben alles geschenkt bzw. in den Arsch geschobenen wurde, so habe ich dennoch bereits so viele persönliche und wirtschaftliche Schicksalsschläge und existenzbedrohende Situationen erlebt, mir nicht nur einmal von Null an alles ohne Förderung, Erbschaften oder Geschenken selbst erarbeitet und aufgebaut, dass dieses kindische Geplänkel hier noch nicht einmal an der Oberfläche zu kratzen imstande ist.

    • Avatar

      Michael

      29. September 2018 16:56 at 16:56

      @md, einmal zu schnell aufs Trackpad geklopft, und schon war mein Kommentar abgeschickt, obwohl ich noch nicht fertig war. Es freut mich nämlich sogar sehr, dass Petkov meine geistigen Fähigkeiten zu würdigen weiß, die selbst in der größten Dunkelheit hell und für jeden sichtbar leuchten ;)
      Frei nach dem biblischen Motto: Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht begriffen.
      So, jetzt habe ich fertig…

  6. Avatar

    Derivatler

    30. September 2018 08:35 at 08:35

    Der Audi Chef seit 3 Monaten in U-Haft? Ich will ihn nicht verteidigen aber würden in der Finanzbranche die gleichen Masstäbe gesetzt , wären die Chefetagen der Banken leer u. die Gefängnisse voll. Es könnte daran liegen ,dass die Richter von den hochkomplexen Geschäften mit Derivaten hoch 5 keine Ahnung haben.
    Kürzlich schrieb ein Kenner der Materie ,dass selbst die besten Fachleute die gehandelten Produkte nicht vollständig einschätzen können.

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Marcel Fratzscher im Interview: Marktversagen, Börse, Staatshilfen, Globalisierung uvm

Redaktion

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Marcel Fratzscher als Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wurde von der FAZ schon mal als Claqueur der SPD bezeichnet. Wer den Begriff nicht kennt: Ein Claqueur ist jemand, der auf Kommando Beifall klatscht. Und so hat Herr Fratzscher den Ruf, vor allem bei wirtschaftspolitischen Meinungen und Inhalten der SPD jede Menge Lob zu verteilen und die Thesen auch mit seinen fachkundigen Aussagen zu untermauern. Man munkelt in Berlin und Frankfurt schon seit geraumer Zeit, dass der gute Herr Fratzscher eine Karriere als Notenbanker oder in einem Ministerium anstrebt. Aber sind das nur Gerüchte? In den politischen Zeitgeist würde er sicher gut passen.

Marcel Fratzscher wurde schon von vielen anderen Kommentatoren sehr kritisch beäugt, aber auch von unserer Redaktion. Zum Beispiel sagte er im September, dass er keine Zombieunternehmen in Deutschland entdecken könne. Nur um wenige Tage später vom Problem der Zombieunternehmen zu reden. Generell ist er dem Lager der „Experten“ zugehörig, die der Meinung sind, dass man mit genug neuen Schulden so ziemlich alles regeln kann. Gibt es nur genug Nachfrage, lösen sich alle Probleme von selbst? Und die zusätzlichen Staatsschulden, die sind ja sowieso kein Problem bei den Nullzinsen? So einfach kann die Welt sein.

Aktuell hat Marcel Fratzscher dem auf YouTube bestens bekannten Interview-Format „Jung und Naiv“ ein 145 Minuten langes Interview gegeben. Die Leitlinie kommt relativ weit am Anfang des Interviews. Der Markt hat versagt. Also, wohin soll es seiner Meinung nach gehen? Mehr Regulierung, mehr Planwirtschaft? Thilo Jung spricht mit Marcel Fratzscher über Themen wie die Aktienmärkte und ob sie sich von der Realwirtschaft abgekoppelt haben, über die Coronakrise, Staatshilfen, die Klimakatastrophe, Autoindustrie, Konsumverzicht, Globalisierung, die Ungleichheit von Vermögen, Steuern uvm.

Wir können Ihnen an dieser Stelle nicht knallhart empfehlen 145 Minuten Marcel Fratzscher am Stück anzuschauen. Diese Entscheidung müssen Sie schon selbst treffen. Aber auch bei „Experten“, die wir kritischer sehen wie einen Herrn Fratzscher, gilt das selbe wie bei Hans-Werner Sinn, Markus Krall oder Clemens Fuest. Auch wenn man als Zuhörer die Meinung des Interviewten nicht teilt, so erweitert das Zuhören doch den Horizont.

Marcel Fratzscher
DIW-Chef Marcel Fratzscher. Foto: SPÖ Presse und Kommunikation – ExpertInnen Austausch anlässlich der Kurt Rothschild Preisverleihung, 27.09.2017 CC BY-SA 2.0

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Unser Wohlstand kommt übers Meer – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Welt ist so vernetzt wie nie zuvor. Auch wenn es in vielen Ländern protektionistische Tendenzen gibt, hat die weltweite Vernetzung ein Ausmaß erreicht, das in der Menschheitsgeschichte einmalig ist. Die Welt ist zusammengerückt. Viele Produkte, die Sie täglich nutzen, werden komplett oder in Teilen rund um den Globus verschifft, bevor Sie sie in Händen halten.

Die globalen Wertschöpfungsketten wären undenkbar ohne den regen Seehandel, der die Welt verbindet. Tausende Containerschiffe fahren von Kontinent zu Kontinent und bringen uns Waren vom anderen Ende der Welt.

Ich schreibe hier vorrangig über Zukunftstechnologien, die unsere Welt tiefgreifend verändern werden. Doch nichts hat unseren Wohlstand so sehr befeuert, wie der weitgehend freie Welthandel.

Deutschland ist Exportweltmeister

Unser Land ist erfolgreich, weil wir so stark in den Welthandel eingebunden sind. Maschinen und Autos aus Deutschland genießen international einen guten Ruf. Von den Erträgen aus dem Exportgeschäft kaufen wir beispielsweise Elektronik, chemische Erzeugnisse und Bekleidung. Das meiste davon wird übers Meer transportiert.

Die Lebensadern unserer Wirtschaft liegen im Wasser

Wenn Sie schon einmal in Hamburg am Hafen standen, haben Sie einen Eindruck, welche Mengen an Gütern täglich über den Seeweg nach Europa kommen. Rund 90% aller weltweit gehandelten Waren werden übers Meer befördert.

Unternehmen wie Hapag-Lloyd, Costamare oder Euronav betreiben riesige Flotten, um Waren rund um die Welt zu verschiffen. Sind die Aktien deshalb einen Blick wert? Das Geschäft ist lukrativ, aber hart umkämpft. Triton ist da schon eher interessant, denn das Unternehmen vermietet die…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Hotels und Restaurants: Wachstum ja, aber noch keine V-Erholung

Claudio Kummerfeld

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Restaurant-Tische mit Gläsern

Der Umsatz bei Hotels und Restaurants ist im August gegenüber Juli um 5,5 Prozent gestiegen. Aber im Vergleich zu August 2019 liegt er immer noch mit 22,2 Prozent im Minus. Die Grafik, die bis zum Jahr 2013 zurückreicht, zeigt es: Eine V-förmige Erholung ist noch nicht abgeschlossen. Der Indexwert der Umsätze von Hotels und Restaurants lag vor dem Start der Coronakrise im Februar bei 105,5 Indexpunkten, und im August waren es 80,9 Punkte. Da ist noch einiges an Lücke vorhanden. Innerhalb der Gastronomie lag der reale Umsatz der Caterer im August 2020 sogar um 32,9 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats.

Gut, diese heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Daten sind aus August. Inzwischen haben wir Oktober, und die V-förmige Erholung könnte bis jetzt schon fast geschafft sein. Könnte, nicht muss. Aber selbst wenn…. ein halbes Jahr lang gigantische Verdienstausfälle machen einer Branche zu schaffen, die darauf angewiesen ist konstant Umsatz zu machen. Viele Betreiber und Hotels und Restaurants überleben vielleicht aktuell, aber nur dank staatlicher Kredite. Man hat also nach der Krise deutlich mehr Schulden als vorher, dazu kommen oft noch vermutlich Mietschulden, weil der Vermieter monatelang die Restaurantmiete stundete, die nun nachgezahlt werden muss. Hat man die Krise auf den ersten Blick überlebt, und hat wieder „normale“ Umsätze, so türmen sich die Schulden auf. Zeitlich verzögert könnten also viele Insolvenzen folgen, auch wenn sich die Umsätze der Branche wieder normalisieren.

Chart zeigt Umsätze bei Hotels und Restaurants

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