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Tesla stark im Minus, Türken mit Milliarden-Transfers nach Deutschland, Tollhaus Audi

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Ist es reiner Zufall, dass diese Meldung gerade heute lanciert wird, wo Präsident Erdogan sich in Deutschland aufhält? Die Bundesregierung gibt wie gesagt zufällig heute bekannt, dass im 2. Quartal unterm Strich 4,6 Milliarden Euro von der Türkei nach Deutschland geflossen sind (Nettokapitalzufluss). Dies darf man als Teil einer Kapitalflucht in Richtung „Sicherer Hafen Deutschland“ ansehen. Grund für diese Info war die Anfrage des FDP-Abgeordneten Florian Toncar an die Bundesregierung. Gegenüber der Funke-Mediengruppe sagte er dazu, dass sich diese Summe im 3. Quartal wohl verstärkt habe. Davon darf man stark ausgehen, wenn man sich die extrem schwache Lira, die grassierende Inflation und die politischen Aussagen rund um die Türkei anschaut.

Tesla

Wir haben heute schon über die dasaströsen Nachrichten für Tesla berichtet. Die US-Börsenaufsicht scheint Elon Musk für kaum geschäftsfähig zu halten, und will ihm gerichtlich verbieten lassen Chef überhaupt irgendeines börsennotierten Unternehmens zu sein. Gegen ihn wurde jetzt offiziell Anklage erhoben wegen Wertpapierbetrug (mehr dazu hier).

Jetzt aktuell lässt sich das Desaster auch in Zahlen messen. Die Tesla-Aktie notiert jetzt im regulären Handel bei 273,3 Dollar – das ist ein Minus von 11,1% gegenüber dem Börsenschluss von gestern Abend (im Chart die Aktie seit Juli). Wie man gut sieht, läge die nächste charttechnische Unterstützung bei gut 250 Dollar – aber Charttechnik ist bei der Nachrichtenlage rund um Elon Musk aktuell wohl zweitrangig.

Barclays hat aktuell eine Analyse namens „Lawsuit Secured“ veröffentlicht (Anklage gesichert), eine sarkastische Anspielung auf Musk´s Tweet „Funding Secured“ (Finanzierung des De-Listings der Tesla-Aktie gesichert). Darin kalkuliert man, wie groß der Wert der Person Elon Musk für die Tesla-Aktie ist. Man kommt zu dem Schluss, dass Musk 130 Dollar wert ist. Bekommt die SEC Musk vor Gericht also weg vom Ruder bei Tesla, wäre die Aktie demnach nur noch gut 140 Dollar wert? Oder ist sie eh nur so viel wert, und jetzt ist sie 130 Dollar überbewertet?

Tesla

Tollhaus Audi

Ja, bei Audi, da ist was los. Der Chef Rupert Stadler sitzt seit drei Monaten in U-Haft. Jedes „normale“ Unternehmen hätte seinen Chef längst entlassen, um das Unternehmen vor weiteren Imageverlusten zu schützen – aber nicht so Audi. Er ist offiziell immer noch Chef, und ist derzeit lediglich beurlaubt. Laut Infos des Handelsblatts kann sich der Audi-Aufsichtsrat einfach nicht auf eine Entlassung einigen – unfassbar. Sollte die PR-mäßig eh nicht gut da stehende Mutter Volkswagen da nicht mal ein Machtwort sprechen? Das ist natürlich nur so eine Idee von uns Kleingeistern…

14 Kommentare

14 Comments

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    Sabine

    28. September 2018 17:34 at 17:34

    @Kleingeister: Warum? Wir arbeiten für AUDI, alles läuft, wie geschmiert. Warum Tollhaus? AUDI hat mit dem Kleinwagen angefangen, dann kam der Golf. AUDI hat mit den Lampen angefangen, jetzt machen es alle. AUDI hat sich in China ausgebreitet, das war Mercedes und anderen zu aufwendig. (Sonderzicken am laufenden Band. Roter Sozialismus eben.)
    Außerdem: Er pocht bei Mitarbeitern auf Geheimhaltungsklausel. Verschleppung der Aufklärung ist sehr deehhnbar. Und das Dieseltheater soll ja nur am Leben erhalten werden. Deswegen das alles.
    Ich finde es gut, daß man sich von der Politik nicht den Geschäftsbereich vorschreiben läßt. Sonst könnte sie ja jeden „unpassenden“ in U-Haft nehmen und er wäre weg.
    Marc Faber sagt zur Annahme, daß nur in der Wirtschaft Verbrecher herumlaufen, nicht auch in der Politik, sei ja wohl ein Witz!

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    isntit

    28. September 2018 18:05 at 18:05

    Wenn Audi Stadler entlassen würde, hieße das ja, das er für (mit)schuldig am massenhaften Betrug gehalten wird. Die Verteidungsstrategie der Autokonzerne ist aber, dass alles nur ein kleines Versehen gewesen sein soll, an dem irgendwie auch niemand schuld ist, und schon gar nicht die Bosse – wie bei der Finanzkrise! Dann muss man nämlich die Käufer nicht entschädigen.
    Und die Deutschen lieben es ja auch offenbar, nach Strich und Faden verarscht zu werden und kaufen fleißig weiter VWs und Audis ….

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      Petkov

      28. September 2018 22:33 at 22:33

      Da muss ich Ihnen Recht geben mit der „Verarsche“, aber ich fürchte, wir meinen es unterschiedlich.
      Dass bestimmte politische Kreise bei redlichen Menschen wie Ihnen diese ablehnende bis aggressive Haltung zu den deutschen Automobilherstellern etabliert haben, ist an sich die echte und wirklich fiese Verarsche. Da will jemand Ihre Aufmerksamkeit von den tatsächlich bedeutenden und schwerwiegenden Ereignissen und politischen Machenschaften ablenken. Es ist eine Blendgranate!

      Ja, der VW-Konzern hat gewerbsmäßig Abgaswerte manipuliert, was einfach nicht hinnehmbar ist. Es ist enttäuschend. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Aber wenn Sie einige Augenblicke nüchtern darüber nachdenken, erkennen Sie, dass der zusätzlich entstandene Schaden für Mensch und Umwelt vergleichbar mit dem Pups eines Kleinkindes bei Orkanwind ist. Wie hoch der populistisch hochgeschraubte wirtschaftliche Schaden für die Kunden ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt, ich will jetzt das Thema nicht abschließend bewerten. Und ich will keine Lanze für VW oder Audi brechen zumal ich das Design nach wie vor hässlich und die Technik eher langweilig finde.

      Ich wundere mich nur wie ganz viele andere Ausländer, wie leicht es für die deutsche Polit“elite“ ist, ein ansonsten gebildetes und mündiges Volk auszutricksen. Wie der Einbrecher, der dem Wachhund ein Knochen vorwirft.

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        Michael

        29. September 2018 02:11 at 02:11

        @Petkov, wollen Sie uns wirklich suggerieren, dass bestimmte politische Kreise bei redlichen Menschen … diese ablehnende bis aggressive Haltung zu den deutschen Automobilherstellern etabliert haben?

        Dass redliche Menschen nicht in der Lage sind, selber zu denken? Zu blöd, um diese Schweinerei zu erkennen und selbst entsprechend einzuschätzen? Dass diese Riesen-Schweinerei nur ein kleiner „Pups“ ist und lediglich von (Ihnen unangenehmen) sog. populistischen politischen Kreisen als großer Skandal verbreitet wurde?
        Dass der redliche deutsche Mensch zu blöd, zu überfordert, nicht multitaskingfähig und somit nicht in der Lage ist, neben dieser offensichtlichen Schweinerei auch noch die tatsächlich bedeutenden und schwerwiegenden Ereignisse und politischen Machenschaften zu erkennen?

        Wollen Sie uns verarschen? Woher kennen Sie so genau den entstandenen Schaden für Mensch und Umwelt, der daraus entstanden ist? Woher kennen Sie so genau die dumme deutsche Seele?

        Ich wundere mich nur wie ganz viele Einheimische, woher Ausländer ihr Wissen und ihre Schlauheit beziehen, ein ansonsten gebildetes und mündiges Volk ständig zu kritisieren. Ein Volk, das ihnen nicht nur den Knochen, nicht nur einen Finger, sondern sogar die ganze Hand anbietet.
        Was keiner kritisch von sich weist…

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          Petkov

          29. September 2018 09:07 at 09:07

          Michael, deine unbeholfen kaschierte Arroganz wurde schon mehrmals im Forum thematisiert. Die zusätzliche Umweltbelastung also das Delta zu einem nicht manipulierten Motor ist bekannt also lassen sich die Effekte mathematisch errechnen. Ich habe sie bildlich dargestellt.

          Und ich kritisiere das deutsche Volk nicht, ich verteidige es, mache mir aber gleichzeitig auch Sorgen.

          Und jetzt pass mal auf du geistiges Glühwürmchen: das deutsche Volk hat mir gar nichts gegeben. Deutschland hat in mich keinen einzigen Cent investiert, ich bin als fertig ausgebildete, weltweit konkurrenzfähige Fachkraft nach Deutschland gekommen und habe vom ersten Tag an Steuern bezahlt. Und immer hochqualifizierte Tätigkeiten ausgeübt, für die es wirklich wenig geeignete Fachkräfte gibt. Das deutsche Volk musste bei mir weder die Ausbildung noch die Sprachkurse noch irgendetwas anderes bezahlen. Habe immer mehr geleistet für weniger Geld. Die deutschen Kollegen niesen einmal und schon lassen sie sich krankschreiben. Gibt’s bei mir nicht. Mein finanzieller Beitrag für die Gesellschaft ist unvergleichbar höher als deiner als selbständiger Photoshopklicker, dem von Geburt an alles in den Arsch geschobenen wurde: gesundheitliche Versorgung, kostenlose Ausbildung, Förderung… Das alles habe ich gar nicht genutzt, weil ich einfach nicht in Deutschland geboren und aufgewachsen bin. Aber vom ersten Tag nach meiner Ankunft habe ich es mitfinanziert.

          Und jetzt gehe mir aus der Windrichtung, du jämmerlicher Nazi. Ich liebe die Deutschen. Du bist aber ein falscher.

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            Markus Fugmann

            29. September 2018 09:40 at 09:40

            @Petkov, bei aller Wertschätzung: bitte die Emotionen etwas „herunterkochen“! @Michael als „Nazi“ zu beschimpfen geht zu weit! Ich habe Ihren Kommentar zugelassen, weil Sie darin Interessantes aus Ihrer Biografie schildern. Mein Vorschlag: ich gebe euch beiden jeweils die Mail-Adresse des Anderen, und ihr setzt dann die Beschimpfungen über eure Privatmails fort, einverstanden? Ansonsten wäre es mir viel lieber, dass wir hier konstruktiv Meinungen und Einschätzungen austauschen und nicht in Beschimpfungen ausarten! Das Ziel der Kommentarfunktion sollte eigentlich Erkenntnis-Interesse sein..

          • Avatar

            Petkov

            29. September 2018 10:43 at 10:43

            Herr Fugmann, es tut mir aufrichtig Leid, ich weiß, dass Sie solche Kommentare nicht mögen und wollte mich sowieso bei Ihnen entschuldigen, aber mein Frühstück war fertig 😉

            Bei meinen Aussagen zu Michael bleibe ich aber trotzdem. Eigentlich kommt die vermeintliche Beleidigung gar nicht von mir. Habe in der Früh von einem anderen FMW-Leser eine WhatsApp bekommen mit: “kannst du bitte den Sch…nazi schnell in die Schranken weisen…“ Der Leser ist nämlich englischsprachig, auch wenn er gut Deutsch verstehen kann.
            Für uns Ausländer sind arrogante, undifferenziert denkende Dumpfbacken, die den russischen Atomphysiker mit dem afghanischen Analphabeten über einen Kamm scheren, eben Nazis. Denn die meinen, für Deutschland haben ja beide die gleiche Bedeutung: die sind da, um vom erhabenen deutschen Volk in einem unversiegbaren Humanismusausbruch gerettet und umsorgt zu werden.

            Aber im Grunde haben wir der eigentlichen Forumsfunktion (Erkenntnis gewinnen) Rechnung getragen: denn neulich habe ich die aktuelle weltweite Migrationsstatistik gelesen. Demnach ist Deutschland nach wie vor das Lieblingsland für ungebildete oder schlecht qualifizierte Migranten (oder Flüchtlinge, aber echte Flüchtlinge sind sehr selten). Bei den hochqualifizierten Migranten verliert Deutschland dagegen zunehmend an Attraktivität. Die Gründe dafür sind nicht in einem Satz zu nennen, aber mein Beitrag gibt da gewisse Denkanstöße. Ich spiele übrigens auch mit dem Gedanken, zu gegebener Zeit das Land zu verlassen, mein Vermögen abzuziehen und meine hohen Rentenansprüche mitzunehmen. Die Vorgehensweise hasse ich und ich wäre froh, wenn sich das vermeiden lässt, aber im heutigen Merkelistan ist es aktuell schwer denkbar. Und solche wie Määhhchael machen es nicht gerade besser.

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            Michael

            29. September 2018 14:13 at 14:13

            @Markus, es tut mir sehr leid, wen mein Kommentar als persönliche Beschimpfung rübergekommen ist. Das war weder meine Absicht, noch empfinde ich es so, selbst nach mehrmaligem Durchlesen und mit genügend Abstand.
            Ich habe Petkov doch nicht einmal persönlich angesprochen und nicht ansatzweise so etwas wie ein Schimpfwort benutzt. Ich habe mich lediglich gewundert, woher die Objektivität und Schlauheit der von Petkov ins Spiel gebrachten Ausländer wohl kommen mag. Die überlegene Sichtweise aus den Höhen des intellektuellen Olymp, die es ermöglicht, die tumben Eingeborenen dieses Landes ständig als leicht manipulierbar und mit der Intelligenz eines Wachhundes ausgestattet zu erkennen.

            Ein Austausch der Mailadressen ist eher keine so gute Idee. Denn ich möchte nicht unbedingt, dass jemand, der seine Emotionen nicht unter Kontrolle hat und zumindest verbal manchmal agressive soziopathische Tendenzen an den Tag legt und der noch dazu mit einen Netzwerk von Gleichgesinnten in Verbindung steht, herausfindet, wo ich mit meiner Familie wohne.

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    bademeister

    28. September 2018 18:34 at 18:34

    Musk ist also 130 Dollar wert. Eigentlich ist Musk mehr wert. Nimmt man den durchschnittlchen Kurs der Aktie von 2010 und subtrahiert diesen Wert von dem heutigen Kurs der Aktie… Nicht miteingerechnet ist der Schuldenberg, den das Unternehmen seit dieser Zeit angehäuft hat. Der ungesunde Lebenswandel des selbsternannten Lichtwandlers nährt zudem Spekulationen…was wenn Elon von heute auf morgen nicht mehr da wäre?…was wäre Tesla dann wert? Marke und Technik werden in andere Unternehmen einfließen, aber wundern würde es mich nicht, wenn Tesla in der jetzigen Form noch vor zwanzigzwanzig Geschichte wäre…

    Interessant wäre es auch zu wissen, wie viel Geld andersrum und seit vielen Jahrzehnten von türkischstämmigen Mitbürgern in die Türkei geflossen ist…

    Audi…?

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    Michael

    28. September 2018 23:32 at 23:32

    Musk ist 130 Dollar wert, aber nicht pro Aktie von Tesla, sondern bestenfalls in absoluten Zahlen. Einmal 130 Dollar, und das ist schon sinnlos überbewertet 😉
    Musk ist und war schon immer ein Blender, Betrüger und Hallodri und hatte nur das Glück, zur richtigen Zeit per purem Zufall ein Bezahlsystem einzuführen, das von ebay und Amazon als Standard etabliert wurde.
    Danach kamen nur noch Schrott und Utopien von dem Mann auf den Markt.
    Weniger Schrott hätte mit so vielen Milliarden fast jeder produzieren können, mehr allerdings nicht.
    Der eine oder andere bezeichnet den Typen noch als Visionär. Steve Jobs ist jedoch bisher der letzte Mensch, dem dieses Attribut gerecht wird. Seither leider keiner, sorry Elon!

    Musk gehört in den Knast, gemeinsam mit dem irren Präsidenten. Genauso wie der Audi-Chef. Und nicht in einen 3-Sterne-Luxusknast zu bevorzugten Bedingungen wie sie bei Uli Hoeness zum Einsatz kamen. Einfach in den Knast, wie alle anderen Verbrecher auch. Zusammen und gleich vor dem Gesetz.

    Oder man schießt ihn mit einem weiteren Tesla in die Umlaufbahn der Erde, wir spielen ihm auch David Bowies Lied „Space Oddity“ noch einmal vor. Oder man setzt ihn bis zur erfolgreichen Freigabe als Test-Dummie in einen Prototyp einer Untergrund-Hochgeschwindigkeitsbahn in Chicago.

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    md

    29. September 2018 12:48 at 12:48

    mensch da hab ich ja etwas verpasst. da ist mal action angesagt und ich war nicht dabei. aber meinen senf muss ich dazu geben. also meiner meinung nach hat der petkov mehr recht als der michael. nebenbei gesagt schätze ich den michael sehr und vor allem seine nehmerfähigkeiten.
    also nun zur sache. ich finde auch das die menschen sich veräppeln lassen von manchen lobbyparteien bzw falschgeldpolitikern. der dieselskandal wird definitiv aufgepusht und die menschen werden mit lügen beeinflußt. in keinem anderen land sind soviel deutschland hasser politiker unterwegs wie bei uns. oder meint ihr in frankreich oder italien würden politiker gegen eigene automobilfirmen so eine debatte ins leben rufen.
    die franzosen tanken heizöl und fahren bei uns auf den straßen herum 🙂 da kann und sollte man was tun da entstehen abgase und ein schwarzer ruß. naja.

    • Avatar

      Michael

      29. September 2018 14:43 at 14:43

      @md, vielen Dank für die Würdigung meiner „Nehmerfähigkeiten“. Auch, wenn andere zu wissen glauben, dass mir im Leben alles geschenkt bzw. in den Arsch geschobenen wurde, so habe ich dennoch bereits so viele persönliche und wirtschaftliche Schicksalsschläge und existenzbedrohende Situationen erlebt, mir nicht nur einmal von Null an alles ohne Förderung, Erbschaften oder Geschenken selbst erarbeitet und aufgebaut, dass dieses kindische Geplänkel hier noch nicht einmal an der Oberfläche zu kratzen imstande ist.

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      Michael

      29. September 2018 16:56 at 16:56

      @md, einmal zu schnell aufs Trackpad geklopft, und schon war mein Kommentar abgeschickt, obwohl ich noch nicht fertig war. Es freut mich nämlich sogar sehr, dass Petkov meine geistigen Fähigkeiten zu würdigen weiß, die selbst in der größten Dunkelheit hell und für jeden sichtbar leuchten 😉
      Frei nach dem biblischen Motto: Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht begriffen.
      So, jetzt habe ich fertig…

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    Derivatler

    30. September 2018 08:35 at 08:35

    Der Audi Chef seit 3 Monaten in U-Haft? Ich will ihn nicht verteidigen aber würden in der Finanzbranche die gleichen Masstäbe gesetzt , wären die Chefetagen der Banken leer u. die Gefängnisse voll. Es könnte daran liegen ,dass die Richter von den hochkomplexen Geschäften mit Derivaten hoch 5 keine Ahnung haben.
    Kürzlich schrieb ein Kenner der Materie ,dass selbst die besten Fachleute die gehandelten Produkte nicht vollständig einschätzen können.

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Aktien

Weltwirtschaftskrise – vorher schnell noch reich werden

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Beispielbild für die Weltwirtschaftskrise

Die globale Überschuldung zwingt die Notenbanken in eine Interventionsspirale. Die positiven Auswirkungen des Gelddruckens sollte man nutzen, bevor es zu einer Weltwirtschaftskrise kommt.

Relativer Wohlstand und Sicherheit statt Weltwirtschaftskrise

Nach wie vor ist vielen Menschen nicht bewusst, wem sie die scheinbare Normalität ihres Alltags zu verdanken haben. Die statistisch relativ niedrige Arbeitslosigkeit, die steigenden Vermögenspreise, die oberflächliche Stabilität des Bankensystems, Sicherheit, Freiheit, Rechtssicherheit, Unterhaltung, die Versorgung mit Lebensmitteln, Energie, Wasser, Medikamenten bis hin zur Müllentsorgung funktionieren nur noch deshalb, weil in Europa die EZB und in vielen anderen Regionen der Welt die zuständigen Noten- und Zentralbanken die Wirtschaft mit Billionensummen und historisch niedrigen Leitzinsen stabilisieren. Schon eine relativ kurze Zeitspann ohne diese Notfallmaßnahmen würde alle genannten Segnungen in akute Gefahr bringen.

Das Krisenmanagement der Zentralbanker kann man grundsätzlich kritisieren. Doch wie würde man selbst als Präsident oder Präsidentin der Europäischen Zentralbank handeln? Kann man sich überhaupt moralisch über einen Mario Draghi oder eine Christine Lagarde erheben, ohne die sich die Eurozone bereits in einer für alle spürbaren Zerfallskrise befände? Fakt ist, dass all die Immobilienmakler, Aktienhändler, Goldbugs (zu denen ich mich selbst zähle) sowie bonusverwöhnte Top-Manager ihre Erfolge und Einkommen nicht ausschließlich den eigenen Fähigkeiten verdanken, sondern in essenziellem Maße der zunehmenden Interventionspolitik der Notenbanken. Viele Ökonomen, Bestsellerautoren und Hobby-Volkswirte, die es angeblich besser wissen, würden die von ihnen prognostizierte Weltwirtschaftskrise sofort selbst auslösen, wenn sie ihrer Kritik entsprechend als Zentralbanker diese „unseriöse“ Geldpolitik sofort beenden würden.

Alt und arm ist keine Option

Anstatt sich also über andere zu erheben oder die Realität zu ignorieren, sollte man den positiven Beispielen aus der gut dokumentierten Weltwirtschaftskrise von 1929 ff. folgen. Schaut man sich die Geschichte der „Great Depression“ an, dann litten besonders die Menschen, die die Krise und ihre Herausforderungen nicht haben kommen sehen am meisten unter den Folgen. Anders als z. B. die Familie Kennedy, die erst dank des Geschäftsmannes, Diplomaten und Börsenspekulanten Joseph P. Kennedy durch den Boom am Aktienmarkt und den folgenden Crash im Jahre 1929 zu einer wohlhabenden Dynastie aufstieg oder der wohl berühmteste Short-Seller aller Zeiten, Jesse Lauriston Livermore, der auch als König der Börsenspekulanten und bester Trader aller Zeiten in die Annalen der Börsengeschichte einging (Buchempfehlung: „Das Spiel der Spiele“ von Edwin Lefèvre). Diese Männer gingen wohlhabend durch die Krise und stellten später im Falle der Kennedys sogar den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika.

Natürlich kann niemand mit Gewissheit sagen, wie sich der Verlauf der nächsten Weltwirtschaftskrise gestaltet, wie stark unsere Demokratie noch Schaden nehmen und wie sich die Sicherheitslage darstellen wird. Aber wenn man das Wissen um die Ursachen und Auswirkungen der zunehmend systemrelevanten Geldpolitik besitzt, dann sollte man dieses Wissen auch nutzen und gemäß den Erkenntnissen des Ökonomen Richard Cantillon und dem nach ihm benannten Cantillon-Effekt im eigenen Interesse und im Interesse der eigenen Familie und Freunde opportunistisch handeln (siehe Video). Denn nur wer später noch Mittel zur Verfügung hat, kann auch anderen Helfen und eventuell sogar die Zeit nach der Krise mitgestalten. Wobei Letzteres wohl realistisch betrachtet in die Kategorie „Illusionen“ gehört. Aber nur so besteht zumindest die Chance auf ein menschenwürdiges Leben auch im Alter, trotz der vermutlich unvermeidbaren Weltwirtschaftskrise.

Die Interventionsspirale und ihre Wirkung

Optionen, wie man eine solche Krise verhindern und aus der Interventionsspirale ausbrechen kann, gibt es spätestens seit dem Platzen der New-Economy-Blase nicht mehr. Damals machte Alan Greenspan den Anfang mit radikalen Zinssenkungen, um die Folgen des Zusammenbruchs der Aktienmärkte weltweit abzumildern. Ab 2006 setzte Ben Bernanke diese Politik mit dem Start der „QE-Programme“ fort, gefolgt von der gelpolitischen „Verwalterin“ Janet Louise Yellen und nun in extremer Form neu gestartet durch Mr. Jerome Hayden „Jay“ Powell.

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Kreditwachstum abgekoppelt von der Wirtschaftsleistung – die Gründe

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Das Kreditwachstum der letzten Jahre in Deutschland ist beeindruckend. Die Bundesbank hat aktuell dazu ausführliche Daten und Grafiken veröffentlicht. Man schaue auf die folgende Grafik seit den 1980er-Jahren, wo das Kreditwachstum (an Unternehmen außerhalb der Finanzbranche) in Prozentpunkten als blaue Linie dargestellt wird. Man sieht, wie die Wirtschaftsleistung (schwarze Linie) zuletzt immer mehr Richtung Nullwachstum abfällt, aber das Kreditwachstum eine viel höhere Wachstumsrate aufweist. Woran liegt das?

Kreditwachstum vs Wirtschaftsleistung

Schauen wir dazu auch auf die folgende Grafik, wo das jährliche Kreditwachstum (Durchschnitt in blauer Linie) seit 2014 dargestellt wird. Hier auf diesen kurzen Zeitraum bezogen ist der Dreh von vormals negativen Raten ins Plus gut erkennbar. Selbst zuletzt, wo die gesamte Wirtschaftsleistung (BIP) immer mehr Richtung Null-Linie läuft, verharrt die Wachstumsrate bei Krediten über 5%.

Kreditwachstum seit 2014

Was wir lobend erwähnen möchten: Die Bundesbank hat mit einem sehr einfach verständlichen Text die Gründe dafür aufgearbeitet, warum das Kreditwachstum sich von der Wirtschaftsleistung abgekoppelt hat. Bevor wir noch einen anschließenden Kommentar abgeben, hier die Bundesbank im Wortlaut:

Die Buchkredite deutscher Banken an nichtfinanzielle Unternehmen in Deutschland sind in den letzten Jahren nachhaltig und über alle Laufzeiten, Wirtschaftszweige und Bankengruppen gestiegen. Wesentlichen Einfluss auf diesen Aufschwung hatten die anhaltende konjunkturelle Erholung sowie die gesunkenen Kosten der Kreditfinanzierung. Das kräftige Wachstum der Unternehmenskredite lässt sich mit diesen beiden Größen allein jedoch nicht vollständig erklären.

Mögliche weitere Einflussgrößen sind sowohl auf der Kreditnachfrage- als auch auf der Kreditangebotsseite zu finden. Nachfrageseitig relevant waren vor allem das anhaltend niedrige Zinsniveau sowie Verschiebungen in der Finanzierungsstruktur der Unternehmen und in der Investitionstätigkeit einzelner Wirtschaftszweige. Infolge der lebhaften Baukonjunktur sowie des damit verbundenen Preisauftriebs bei Bauleistungen und Immobilien erhöhte sich vor allem der Mittelbedarf des Bau- und Immobiliensektors. Dieser ist typischerweise besonders kreditintensiv, was dazu führte, dass die Kredite an diesen Wirtschaftszweig zur treibenden Kraft des Kreditaufschwungs wurden. Auf der Angebotsseite fällt auf, dass die Banken ihre Kreditvergabepolitik in den letzten Jahren wiederholt lockerten. Sie führten dies vor allem auf die angespannte Wettbewerbssituation im Bankensektor zurück.

Zusätzlich spielten die ab 2014 beschlossenen geldpolitischen Sondermaßnahmen des Eurosystems eine Rolle, die über ihren rein zinssenkenden Effekt hinaus positiv auf die Kreditdynamik wirkten. Eigene empirische Analysen auf der Basis von Bankbilanz-Einzeldaten deuten darauf hin, dass Banken in Deutschland, die an den gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäften und am
erweiterten Programm zum Ankauf von Vermögenswerten teilnahmen, in den Jahren 2014 bis 2019 ein höheres Wachstum der Unternehmenskredite aufwiesen als nichtteilnehmende Banken. Darüber hinaus geben Umfragedaten Hinweise darauf, dass das negative Niveau des Einlagesatzes für sich genommen zwar die Nettozinserträge der Banken dämpfte, jedoch bislang nicht zu einer Einschränkung ihrer Kreditvergabe führte.

Kommen wir zur letzten Bemerkung der Bundesbank. Bislang gebe es also noch keine Anzeichen für eine Einschränkung der Kreditvergabe durch die Banken. Geht das Kreditwachstum also weiter, auf hohem Niveau bei 5%? Wir erinnern an die im Detail erläuterte Prognose des Bankexperten Markus Krall. Viele Beobachter mögen seine Analysen und Schlussfolgerungen ablehnen, weil sie zu viele Variablen enthalten. Aber dennoch sind die Worte von Markus Krall aufschlussreich. Durch das Fehlen der Zinsmarge bei den Banken (dank der von der EZB abgeschafften Zinsen) schmelze das Eigenkapital der Banken derzeit immer weiter ab. Da die Banken für jeden vergebenen Kredit einen gewissen Teil an Eigenkapital vorhalten müssen (als Risikovorsorge für ausfallende Kredite), müssten die Banken ab einem bestimmten Zeitpunkt ihre Kreditvergabe einschränken, da sie ja ein ständig schrumpfendes Eigenkapital hätten, so Markus Krall.

Und laut seinen Berechnungen (sehen Sie dazu bitte folgendes ausführliches Video ab Minute 32) werde die Kreditkontraktion (weniger Kreditvergabe durch die Banken) Ende 2020/Anfang 2021 einsetzen, weshalb die Wirtschaft mangels neuer Kredite massive Probleme bekommen werde. Soweit die Theorie von Markus Krall. Wird es so kommen? Zumindest basierend auf den aktuellen Aussagen der Bundesbank läuft jetzt noch alles rosig. Aber es sind ja noch mindestens 3 Quartale Zeit, bis laut den Schätzungen von Markus Krall die Kreditkontraktion einsetzen soll.

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Bundesbank: Wirtschaftswachstum wohl exakt auf der Null-Linie

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Die Bundesbank hat vor wenigen Minuten ihren Monatsbericht für Januar veröffentlicht. Das Wirtschaftswachstum ist gegen Ende des Jahres 2019 wohl exakt auf der Null-Linie gelandet, so die aktuelle Prognose der Bundesbank. Die Zweiteilung zwischen Binnenkonsum/Dienstleistungen sowie der Produktion bleibt weiterhin bestehen. Aber man erkenne, dass sich im Verarbeitenden Gewerbe eine Stabilisierung abzeichne. Dies wird auch im erläutert. Zitat auszugsweise:

Auftrieb sei nach wie vor von der Binnenwirtschaft gekommen. Hier hielten die trotz schwacher gesamtwirtschaftlicher Entwicklung recht günstigen Arbeitsmarkt- und Einkommensaussichten die Konsumfreude der Verbraucher aufrecht.

„Ein Ende das Baumbooms zeichnet sich weiterhin nicht ab“, schreiben die Expertinnen und Experten.

Demgegenüber habe die Abwärtsbewegung in der exportorientierten Industrie weiterhin angehalten, heißt es im Bericht. „Zuletzt mehren sich jedoch Anzeichen dafür, dass sich das verarbeitende Gewerbe mit Beginn des neuen Jahres stabilisieren könnte“, schreiben die Ökonominnen und Ökonomen. So hätte sich die industrielle Auftragslage seit einigen Monaten nicht weiter eingetrübt und die Warenausfuhren würden merklich steigen. Die kurzfristigen Exporterwartungen hätten sich ebenfalls erholt und würden nun erstmals seit einem halben Jahr wieder den positiven Bereich erreichen. Dem Bericht zufolge stieg die deutsche Industrieproduktion im November 2019 kräftig an. Sie übertraf demnach den Stand vom Oktober saisonbereinigt um 1 Prozent. Im Mittel der Monate Oktober und November lag die industrielle Erzeugung dennoch erheblich unter dem Durchschnitt der Sommermonate (-1½ Prozent).

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