Folgen Sie uns

Allgemein

Tesla stark im Minus, Türken mit Milliarden-Transfers nach Deutschland, Tollhaus Audi

Avatar

Veröffentlicht

am

Ist es reiner Zufall, dass diese Meldung gerade heute lanciert wird, wo Präsident Erdogan sich in Deutschland aufhält? Die Bundesregierung gibt wie gesagt zufällig heute bekannt, dass im 2. Quartal unterm Strich 4,6 Milliarden Euro von der Türkei nach Deutschland geflossen sind (Nettokapitalzufluss). Dies darf man als Teil einer Kapitalflucht in Richtung “Sicherer Hafen Deutschland” ansehen. Grund für diese Info war die Anfrage des FDP-Abgeordneten Florian Toncar an die Bundesregierung. Gegenüber der Funke-Mediengruppe sagte er dazu, dass sich diese Summe im 3. Quartal wohl verstärkt habe. Davon darf man stark ausgehen, wenn man sich die extrem schwache Lira, die grassierende Inflation und die politischen Aussagen rund um die Türkei anschaut.

Tesla

Wir haben heute schon über die dasaströsen Nachrichten für Tesla berichtet. Die US-Börsenaufsicht scheint Elon Musk für kaum geschäftsfähig zu halten, und will ihm gerichtlich verbieten lassen Chef überhaupt irgendeines börsennotierten Unternehmens zu sein. Gegen ihn wurde jetzt offiziell Anklage erhoben wegen Wertpapierbetrug (mehr dazu hier).

Jetzt aktuell lässt sich das Desaster auch in Zahlen messen. Die Tesla-Aktie notiert jetzt im regulären Handel bei 273,3 Dollar – das ist ein Minus von 11,1% gegenüber dem Börsenschluss von gestern Abend (im Chart die Aktie seit Juli). Wie man gut sieht, läge die nächste charttechnische Unterstützung bei gut 250 Dollar – aber Charttechnik ist bei der Nachrichtenlage rund um Elon Musk aktuell wohl zweitrangig.

Barclays hat aktuell eine Analyse namens “Lawsuit Secured” veröffentlicht (Anklage gesichert), eine sarkastische Anspielung auf Musk´s Tweet “Funding Secured” (Finanzierung des De-Listings der Tesla-Aktie gesichert). Darin kalkuliert man, wie groß der Wert der Person Elon Musk für die Tesla-Aktie ist. Man kommt zu dem Schluss, dass Musk 130 Dollar wert ist. Bekommt die SEC Musk vor Gericht also weg vom Ruder bei Tesla, wäre die Aktie demnach nur noch gut 140 Dollar wert? Oder ist sie eh nur so viel wert, und jetzt ist sie 130 Dollar überbewertet?

Tesla

Tollhaus Audi

Ja, bei Audi, da ist was los. Der Chef Rupert Stadler sitzt seit drei Monaten in U-Haft. Jedes “normale” Unternehmen hätte seinen Chef längst entlassen, um das Unternehmen vor weiteren Imageverlusten zu schützen – aber nicht so Audi. Er ist offiziell immer noch Chef, und ist derzeit lediglich beurlaubt. Laut Infos des Handelsblatts kann sich der Audi-Aufsichtsrat einfach nicht auf eine Entlassung einigen – unfassbar. Sollte die PR-mäßig eh nicht gut da stehende Mutter Volkswagen da nicht mal ein Machtwort sprechen? Das ist natürlich nur so eine Idee von uns Kleingeistern…

14 Kommentare

14 Comments

  1. Avatar

    Sabine

    28. September 2018 17:34 at 17:34

    @Kleingeister: Warum? Wir arbeiten für AUDI, alles läuft, wie geschmiert. Warum Tollhaus? AUDI hat mit dem Kleinwagen angefangen, dann kam der Golf. AUDI hat mit den Lampen angefangen, jetzt machen es alle. AUDI hat sich in China ausgebreitet, das war Mercedes und anderen zu aufwendig. (Sonderzicken am laufenden Band. Roter Sozialismus eben.)
    Außerdem: Er pocht bei Mitarbeitern auf Geheimhaltungsklausel. Verschleppung der Aufklärung ist sehr deehhnbar. Und das Dieseltheater soll ja nur am Leben erhalten werden. Deswegen das alles.
    Ich finde es gut, daß man sich von der Politik nicht den Geschäftsbereich vorschreiben läßt. Sonst könnte sie ja jeden “unpassenden” in U-Haft nehmen und er wäre weg.
    Marc Faber sagt zur Annahme, daß nur in der Wirtschaft Verbrecher herumlaufen, nicht auch in der Politik, sei ja wohl ein Witz!

  2. Avatar

    isntit

    28. September 2018 18:05 at 18:05

    Wenn Audi Stadler entlassen würde, hieße das ja, das er für (mit)schuldig am massenhaften Betrug gehalten wird. Die Verteidungsstrategie der Autokonzerne ist aber, dass alles nur ein kleines Versehen gewesen sein soll, an dem irgendwie auch niemand schuld ist, und schon gar nicht die Bosse – wie bei der Finanzkrise! Dann muss man nämlich die Käufer nicht entschädigen.
    Und die Deutschen lieben es ja auch offenbar, nach Strich und Faden verarscht zu werden und kaufen fleißig weiter VWs und Audis ….

    • Avatar

      Petkov

      28. September 2018 22:33 at 22:33

      Da muss ich Ihnen Recht geben mit der “Verarsche”, aber ich fürchte, wir meinen es unterschiedlich.
      Dass bestimmte politische Kreise bei redlichen Menschen wie Ihnen diese ablehnende bis aggressive Haltung zu den deutschen Automobilherstellern etabliert haben, ist an sich die echte und wirklich fiese Verarsche. Da will jemand Ihre Aufmerksamkeit von den tatsächlich bedeutenden und schwerwiegenden Ereignissen und politischen Machenschaften ablenken. Es ist eine Blendgranate!

      Ja, der VW-Konzern hat gewerbsmäßig Abgaswerte manipuliert, was einfach nicht hinnehmbar ist. Es ist enttäuschend. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Aber wenn Sie einige Augenblicke nüchtern darüber nachdenken, erkennen Sie, dass der zusätzlich entstandene Schaden für Mensch und Umwelt vergleichbar mit dem Pups eines Kleinkindes bei Orkanwind ist. Wie hoch der populistisch hochgeschraubte wirtschaftliche Schaden für die Kunden ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt, ich will jetzt das Thema nicht abschließend bewerten. Und ich will keine Lanze für VW oder Audi brechen zumal ich das Design nach wie vor hässlich und die Technik eher langweilig finde.

      Ich wundere mich nur wie ganz viele andere Ausländer, wie leicht es für die deutsche Polit”elite” ist, ein ansonsten gebildetes und mündiges Volk auszutricksen. Wie der Einbrecher, der dem Wachhund ein Knochen vorwirft.

      • Avatar

        Michael

        29. September 2018 02:11 at 02:11

        @Petkov, wollen Sie uns wirklich suggerieren, dass bestimmte politische Kreise bei redlichen Menschen … diese ablehnende bis aggressive Haltung zu den deutschen Automobilherstellern etabliert haben?

        Dass redliche Menschen nicht in der Lage sind, selber zu denken? Zu blöd, um diese Schweinerei zu erkennen und selbst entsprechend einzuschätzen? Dass diese Riesen-Schweinerei nur ein kleiner “Pups” ist und lediglich von (Ihnen unangenehmen) sog. populistischen politischen Kreisen als großer Skandal verbreitet wurde?
        Dass der redliche deutsche Mensch zu blöd, zu überfordert, nicht multitaskingfähig und somit nicht in der Lage ist, neben dieser offensichtlichen Schweinerei auch noch die tatsächlich bedeutenden und schwerwiegenden Ereignisse und politischen Machenschaften zu erkennen?

        Wollen Sie uns verarschen? Woher kennen Sie so genau den entstandenen Schaden für Mensch und Umwelt, der daraus entstanden ist? Woher kennen Sie so genau die dumme deutsche Seele?

        Ich wundere mich nur wie ganz viele Einheimische, woher Ausländer ihr Wissen und ihre Schlauheit beziehen, ein ansonsten gebildetes und mündiges Volk ständig zu kritisieren. Ein Volk, das ihnen nicht nur den Knochen, nicht nur einen Finger, sondern sogar die ganze Hand anbietet.
        Was keiner kritisch von sich weist…

        • Avatar

          Petkov

          29. September 2018 09:07 at 09:07

          Michael, deine unbeholfen kaschierte Arroganz wurde schon mehrmals im Forum thematisiert. Die zusätzliche Umweltbelastung also das Delta zu einem nicht manipulierten Motor ist bekannt also lassen sich die Effekte mathematisch errechnen. Ich habe sie bildlich dargestellt.

          Und ich kritisiere das deutsche Volk nicht, ich verteidige es, mache mir aber gleichzeitig auch Sorgen.

          Und jetzt pass mal auf du geistiges Glühwürmchen: das deutsche Volk hat mir gar nichts gegeben. Deutschland hat in mich keinen einzigen Cent investiert, ich bin als fertig ausgebildete, weltweit konkurrenzfähige Fachkraft nach Deutschland gekommen und habe vom ersten Tag an Steuern bezahlt. Und immer hochqualifizierte Tätigkeiten ausgeübt, für die es wirklich wenig geeignete Fachkräfte gibt. Das deutsche Volk musste bei mir weder die Ausbildung noch die Sprachkurse noch irgendetwas anderes bezahlen. Habe immer mehr geleistet für weniger Geld. Die deutschen Kollegen niesen einmal und schon lassen sie sich krankschreiben. Gibt’s bei mir nicht. Mein finanzieller Beitrag für die Gesellschaft ist unvergleichbar höher als deiner als selbständiger Photoshopklicker, dem von Geburt an alles in den Arsch geschobenen wurde: gesundheitliche Versorgung, kostenlose Ausbildung, Förderung… Das alles habe ich gar nicht genutzt, weil ich einfach nicht in Deutschland geboren und aufgewachsen bin. Aber vom ersten Tag nach meiner Ankunft habe ich es mitfinanziert.

          Und jetzt gehe mir aus der Windrichtung, du jämmerlicher Nazi. Ich liebe die Deutschen. Du bist aber ein falscher.

          • Avatar

            Markus Fugmann

            29. September 2018 09:40 at 09:40

            @Petkov, bei aller Wertschätzung: bitte die Emotionen etwas “herunterkochen”! @Michael als “Nazi” zu beschimpfen geht zu weit! Ich habe Ihren Kommentar zugelassen, weil Sie darin Interessantes aus Ihrer Biografie schildern. Mein Vorschlag: ich gebe euch beiden jeweils die Mail-Adresse des Anderen, und ihr setzt dann die Beschimpfungen über eure Privatmails fort, einverstanden? Ansonsten wäre es mir viel lieber, dass wir hier konstruktiv Meinungen und Einschätzungen austauschen und nicht in Beschimpfungen ausarten! Das Ziel der Kommentarfunktion sollte eigentlich Erkenntnis-Interesse sein..

          • Avatar

            Petkov

            29. September 2018 10:43 at 10:43

            Herr Fugmann, es tut mir aufrichtig Leid, ich weiß, dass Sie solche Kommentare nicht mögen und wollte mich sowieso bei Ihnen entschuldigen, aber mein Frühstück war fertig ;-)

            Bei meinen Aussagen zu Michael bleibe ich aber trotzdem. Eigentlich kommt die vermeintliche Beleidigung gar nicht von mir. Habe in der Früh von einem anderen FMW-Leser eine WhatsApp bekommen mit: “kannst du bitte den Sch…nazi schnell in die Schranken weisen…“ Der Leser ist nämlich englischsprachig, auch wenn er gut Deutsch verstehen kann.
            Für uns Ausländer sind arrogante, undifferenziert denkende Dumpfbacken, die den russischen Atomphysiker mit dem afghanischen Analphabeten über einen Kamm scheren, eben Nazis. Denn die meinen, für Deutschland haben ja beide die gleiche Bedeutung: die sind da, um vom erhabenen deutschen Volk in einem unversiegbaren Humanismusausbruch gerettet und umsorgt zu werden.

            Aber im Grunde haben wir der eigentlichen Forumsfunktion (Erkenntnis gewinnen) Rechnung getragen: denn neulich habe ich die aktuelle weltweite Migrationsstatistik gelesen. Demnach ist Deutschland nach wie vor das Lieblingsland für ungebildete oder schlecht qualifizierte Migranten (oder Flüchtlinge, aber echte Flüchtlinge sind sehr selten). Bei den hochqualifizierten Migranten verliert Deutschland dagegen zunehmend an Attraktivität. Die Gründe dafür sind nicht in einem Satz zu nennen, aber mein Beitrag gibt da gewisse Denkanstöße. Ich spiele übrigens auch mit dem Gedanken, zu gegebener Zeit das Land zu verlassen, mein Vermögen abzuziehen und meine hohen Rentenansprüche mitzunehmen. Die Vorgehensweise hasse ich und ich wäre froh, wenn sich das vermeiden lässt, aber im heutigen Merkelistan ist es aktuell schwer denkbar. Und solche wie Määhhchael machen es nicht gerade besser.

          • Avatar

            Michael

            29. September 2018 14:13 at 14:13

            @Markus, es tut mir sehr leid, wen mein Kommentar als persönliche Beschimpfung rübergekommen ist. Das war weder meine Absicht, noch empfinde ich es so, selbst nach mehrmaligem Durchlesen und mit genügend Abstand.
            Ich habe Petkov doch nicht einmal persönlich angesprochen und nicht ansatzweise so etwas wie ein Schimpfwort benutzt. Ich habe mich lediglich gewundert, woher die Objektivität und Schlauheit der von Petkov ins Spiel gebrachten Ausländer wohl kommen mag. Die überlegene Sichtweise aus den Höhen des intellektuellen Olymp, die es ermöglicht, die tumben Eingeborenen dieses Landes ständig als leicht manipulierbar und mit der Intelligenz eines Wachhundes ausgestattet zu erkennen.

            Ein Austausch der Mailadressen ist eher keine so gute Idee. Denn ich möchte nicht unbedingt, dass jemand, der seine Emotionen nicht unter Kontrolle hat und zumindest verbal manchmal agressive soziopathische Tendenzen an den Tag legt und der noch dazu mit einen Netzwerk von Gleichgesinnten in Verbindung steht, herausfindet, wo ich mit meiner Familie wohne.

  3. Avatar

    bademeister

    28. September 2018 18:34 at 18:34

    Musk ist also 130 Dollar wert. Eigentlich ist Musk mehr wert. Nimmt man den durchschnittlchen Kurs der Aktie von 2010 und subtrahiert diesen Wert von dem heutigen Kurs der Aktie… Nicht miteingerechnet ist der Schuldenberg, den das Unternehmen seit dieser Zeit angehäuft hat. Der ungesunde Lebenswandel des selbsternannten Lichtwandlers nährt zudem Spekulationen…was wenn Elon von heute auf morgen nicht mehr da wäre?…was wäre Tesla dann wert? Marke und Technik werden in andere Unternehmen einfließen, aber wundern würde es mich nicht, wenn Tesla in der jetzigen Form noch vor zwanzigzwanzig Geschichte wäre…

    Interessant wäre es auch zu wissen, wie viel Geld andersrum und seit vielen Jahrzehnten von türkischstämmigen Mitbürgern in die Türkei geflossen ist…

    Audi…?

  4. Avatar

    Michael

    28. September 2018 23:32 at 23:32

    Musk ist 130 Dollar wert, aber nicht pro Aktie von Tesla, sondern bestenfalls in absoluten Zahlen. Einmal 130 Dollar, und das ist schon sinnlos überbewertet ;)
    Musk ist und war schon immer ein Blender, Betrüger und Hallodri und hatte nur das Glück, zur richtigen Zeit per purem Zufall ein Bezahlsystem einzuführen, das von ebay und Amazon als Standard etabliert wurde.
    Danach kamen nur noch Schrott und Utopien von dem Mann auf den Markt.
    Weniger Schrott hätte mit so vielen Milliarden fast jeder produzieren können, mehr allerdings nicht.
    Der eine oder andere bezeichnet den Typen noch als Visionär. Steve Jobs ist jedoch bisher der letzte Mensch, dem dieses Attribut gerecht wird. Seither leider keiner, sorry Elon!

    Musk gehört in den Knast, gemeinsam mit dem irren Präsidenten. Genauso wie der Audi-Chef. Und nicht in einen 3-Sterne-Luxusknast zu bevorzugten Bedingungen wie sie bei Uli Hoeness zum Einsatz kamen. Einfach in den Knast, wie alle anderen Verbrecher auch. Zusammen und gleich vor dem Gesetz.

    Oder man schießt ihn mit einem weiteren Tesla in die Umlaufbahn der Erde, wir spielen ihm auch David Bowies Lied „Space Oddity“ noch einmal vor. Oder man setzt ihn bis zur erfolgreichen Freigabe als Test-Dummie in einen Prototyp einer Untergrund-Hochgeschwindigkeitsbahn in Chicago.

  5. Avatar

    md

    29. September 2018 12:48 at 12:48

    mensch da hab ich ja etwas verpasst. da ist mal action angesagt und ich war nicht dabei. aber meinen senf muss ich dazu geben. also meiner meinung nach hat der petkov mehr recht als der michael. nebenbei gesagt schätze ich den michael sehr und vor allem seine nehmerfähigkeiten.
    also nun zur sache. ich finde auch das die menschen sich veräppeln lassen von manchen lobbyparteien bzw falschgeldpolitikern. der dieselskandal wird definitiv aufgepusht und die menschen werden mit lügen beeinflußt. in keinem anderen land sind soviel deutschland hasser politiker unterwegs wie bei uns. oder meint ihr in frankreich oder italien würden politiker gegen eigene automobilfirmen so eine debatte ins leben rufen.
    die franzosen tanken heizöl und fahren bei uns auf den straßen herum :) da kann und sollte man was tun da entstehen abgase und ein schwarzer ruß. naja.

    • Avatar

      Michael

      29. September 2018 14:43 at 14:43

      @md, vielen Dank für die Würdigung meiner “Nehmerfähigkeiten”. Auch, wenn andere zu wissen glauben, dass mir im Leben alles geschenkt bzw. in den Arsch geschobenen wurde, so habe ich dennoch bereits so viele persönliche und wirtschaftliche Schicksalsschläge und existenzbedrohende Situationen erlebt, mir nicht nur einmal von Null an alles ohne Förderung, Erbschaften oder Geschenken selbst erarbeitet und aufgebaut, dass dieses kindische Geplänkel hier noch nicht einmal an der Oberfläche zu kratzen imstande ist.

    • Avatar

      Michael

      29. September 2018 16:56 at 16:56

      @md, einmal zu schnell aufs Trackpad geklopft, und schon war mein Kommentar abgeschickt, obwohl ich noch nicht fertig war. Es freut mich nämlich sogar sehr, dass Petkov meine geistigen Fähigkeiten zu würdigen weiß, die selbst in der größten Dunkelheit hell und für jeden sichtbar leuchten ;)
      Frei nach dem biblischen Motto: Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht begriffen.
      So, jetzt habe ich fertig…

  6. Avatar

    Derivatler

    30. September 2018 08:35 at 08:35

    Der Audi Chef seit 3 Monaten in U-Haft? Ich will ihn nicht verteidigen aber würden in der Finanzbranche die gleichen Masstäbe gesetzt , wären die Chefetagen der Banken leer u. die Gefängnisse voll. Es könnte daran liegen ,dass die Richter von den hochkomplexen Geschäften mit Derivaten hoch 5 keine Ahnung haben.
    Kürzlich schrieb ein Kenner der Materie ,dass selbst die besten Fachleute die gehandelten Produkte nicht vollständig einschätzen können.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Warum die Abwrackprämie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung ist

Avatar

Veröffentlicht

am

Beispielfoto für einen Autofriedhof

Umso intensiver die Politik über Kaufanreize für PKW öffentlich diskutiert, umso zwingender wird dieser finanzielle Anreiz für den Absatz neuer Autos. Die Aussicht auf eine Subvention in Höhe von mehreren Tausend Euro führt aktuell zu einer deutlichen Kaufzurückhaltung. Warum eine selektive Prämie für Elektro- und Hybridfahrzeuge nicht ausreicht und eine Abwrackprämie immer auch eine Umweltprämie ist.

Die Abwrackprämie könnte ein erzwungenes Revival erleben

Neben dem Kurzarbeitergeld (gigantisches Ausmaß an Kurzarbeitern!!!) war die Abwrackprämie zur Stützung der deutschen Industrie während der letzten Finanzkrise eines der konjunkturpolitisch effektivsten Mittel. Unter bestimmten Voraussetzungen wurden für jeden alten PKW, der verschrottet wurde, 2.500 Euro für den Kauf eines neuen Fahrzeugs vom Fiskus zugeschossen. Die Prämie wurde im Rahmen des Konjunkturpakets II am 14. Januar 2009 eingeführt. Schon am 2. September 2009 konnten keine Anträge mehr angenommen werden, weil selbst die von 1,5 Mrd. auf 5 Mrd. Euro erhöhten Finanzmittel vollständig ausgeschöpft waren. Das Konjunkturprogramm der damaligen Großen Koalition aus SPD und CDU/CSU war so populär, dass der Begriff „Abwrackprämie“ im Jahr 2009 von der Gesellschaft für deutsche Sprache sogar zum Wort des Jahres gewählt wurde.

Die anhaltenden Diskussionen über das Ob und das Wie einer neuen Abwrackprämie führt aktuell zu einer für die Automobilhersteller, Zulieferer und Händler untragbaren Situation: Da im Interesse der Nachhaltigkeit der Koalitionspartner SPD ausschließlich PKW mit Elektro- und Hybridantrieben subventionieren möchte, kommt es bisher auf Koalitionsebene zu keiner Einigung und die neuen Autos stapeln sich bei den Händlern, bei den Herstellern und sogar auf ungenutzten Flugfeldern in ganz Deutschland. Wurden im April 2019 noch 310.715 PKW verkauft, so waren es im April dieses Jahres nur noch 120.800 – ein Minus von 61 Prozent. Die Absatzzahlen für den Mai sind nach einer kurzen Erholung wegen des Nachholeffekts schon wieder stark rückläufig und die Produktion musste, wie zum Beispiel in Zwickau bei Volkswagen, nach kurzer Zeit wieder zurückgefahren werden.

Wer kauft schon ein derart hochpreisiges Konsumgut, egal ob Stromer, Plug-in-Hybrid, Hybrid oder Verbrenner, wenn die wirtschaftlichen Zeiten unsicher sind und zudem eine Subvention in Höhe von mehreren Tausend Euro von der Politik ins Schaufenster gestellt wird? Die Verunsicherung der Konsumenten ist trotz der Lockerungsmaßnahmen der Politik in Sachen Covid-19 nach wie vor sehr hoch, wie das jüngste Umfrageergebnis vom 27. Mai der Gesellschaft für Konsumforschung (GFK) zeigt: Demnach erholt sich die Kauflaune der Deutschen zwar moderat, bleibt aber mit einem Indexwert von -18,9 im Mai nach -23,1 im April auf dem zweitschlechtesten Niveau seit Datenerhebung. Noch vor Jahresfrist lag der GfK-Konsumklima-Index bei +10,2. Dabei ist zu beachten, dass in den letzten Jahren Schwankungen von mehr als einem Indexpunkt pro Monat schon eine Ausnahme darstellten.

Thema Abwrackprämie - Chart zu PkW Neuzulassungen in Deutschland

An der Automobilindustrie hängen 850.000 deutsche Arbeitsplätze. Zwar werden die großen Hersteller wohl überleben, aber Nischenanbieter und Zulieferer scheiden bereits reihenweise aus dem Markt aus. Diese Entwicklung schadet der deutschen Automobilindustrie nachhaltig und muss unterbrochen werden. Das Abwracken einer ganzen Industrie richtet nachhaltigen Schaden an, auch in den Bereichen Forschung und Entwicklung im Sinne umweltfreundlicher Antriebe.

Warum eine Abwrackprämie sinnvoll und immer auch eine Umweltprämie ist

Obwohl im Jahr 2009 kein Unterschied zwischen der Antriebsart des neu erworbenen subventionierten PKW gemacht wurde, hieß der finanzielle Verschrottungs- und Kaufanreiz offiziell „Umweltprämie“. Der Grund dafür ist nachvollziehbar: Selbst unter Berücksichtigung von Schummelsoftware in Dieselaggregaten und dem unvermeidlichen CO2-Ausstoß beim Verbrennen von Benzin waren diese neuen Fahrzeuge sicherer und umweltverträglicher als die im Gegenzug verschrotteten „Rostlauben“. Außerdem mussten die neu gekauften Fahrzeuge die Abgasnorm „Euro 4“ erfüllen. Elf Jahre nach der letzten Abwrackprämie ist es durchaus vertretbar eine neue, noch saubere Generation von Fahrzeugen, egal mit welchem Antrieb, konjunkturpolitisch zu fördern.

Noch ist zudem empirisch gar nicht bewiesen, welcher Antrieb wirklich ökonomisch und ökologisch am sinnvollsten ist. Das Argument der SPD, man würde mit einer Kaufprämie auch auf Diesel- und Benzinfahrzeuge die Verbrenner länger als nötig im Verkehr halten, gilt umgekehrt genauso: Vielleicht braucht die Industrie die Zeit, um herauszufinden, welche Technologie tatsächlich die beste für den Standort Deutschland und die weltweiten Kunden sowie unseren Planeten ist. Sicherlich wird die Zukunft der Mobilität elektrisch, aber aus welcher Quelle sich die Energie speist, das ist noch lange nicht klar. Soll sie aus der Steckdose, der Brennstoffzelle, der Bremsenergierückgewinnung, aus Solarmodulen oder Windrädchen im Kühlergrill gewonnen werden?

Oder doch wahrscheinlich aus einem Mix verschiedener Energiequellen? Noch steht die Marktdurchdringung alternativer Antriebe ganz am Anfang. Daher sollte aus industriepolitischer und auch aus umweltpolitischer Sicht eine nun wohl nicht mehr zu vermeidende Kaufprämie für alle Antriebsarten gelten. Die Zahlen sprechen diesbezüglich jedenfalls eine klare Sprache: Dem Verband der Automobilindustrie (VDA) zufolge waren im Februar dieses Jahres 97,1 Prozent der neu zugelassenen PKW weder Elektroautos noch Plug-in-Hybride. Zugelassen wurden lediglich 8.154 Elektroautos. Eine Kaufprämie auf diese Antriebsart beschränkt hätte gesamtwirtschaftlich keinen messbaren Stimulus. Zumal die Voraussetzungen für eine breite Elektrifizierung des Individualverkehrs in Deutschland noch lange nicht erfüllt sind.

Fazit und Ausblick

Die einzige Alternative zu einer Abwrackprämie oder einem wie auch immer gearteten finanzpolitischen Anreizes für den Kauf neuer PKW wäre ein klares Nein der Großen Koalition. Das Ende der Erwartung potenzieller Käufer an eine solche Subvention würde wieder mehr potenzielle Käufer in die Autohäuser bringen. Unabhängig davon blieben die Probleme der Automobilindustrie erhalten. Ebenso bleibt die hohe Verunsicherung der Verbraucher, die neben dem Abwarten auf die Abwrackprämie für Kaufzurückhaltung bei langlebigen und vor allem hochpreisigen Konsumgütern sorgt. Auf jeden Fall sollte die Politik schnell eine klare Entscheidung in Sachen Abwrackprämie treffen, um die Hängepartie der um ihre Existenz bangenden Händler, Zulieferer und Nischenproduzenten zu beenden.

weiterlesen

Allgemein

Coronakrise und die Explosion der Staatsschulden

Avatar

Veröffentlicht

am

Dollar regnen vom Himmel - immer mehr Staatsschulden in der Coronakrise

2020, das Jahr der Extreme. Man erwartet nicht nur eine Rezession in bisher unbekannter Höhe, auch die Staatsschulden springen im Zuge der Coronakrise in Dimensionen, wie man es nur zu Zeiten der großen Weltkriege gesehen hat. Covid-19 stellt das Gehirn des modernen Menschen vor große Probleme. Wir sind es gewohnt in Grenzen linear zu denken, damit hat man nicht nur das Problem mit der Exponentialfunktion bei der Ausbreitung von Covid-19, jetzt kommt noch das Staunen über die billionenschweren Rettungspakete korrelierend mit ähnlichem Anstieg der Verschuldung der Länder hinzu.

Die USA, führend in allen Bereichen – auch in der Coronakrise

Die Wirtschaftsmacht Nummer eins repräsentierte im Jahr 2019 eine Wirtschaftskraft von gigantischen 21,5 Billionen Dollar, aber bereits damals befanden sich die Staatschulden mit 106 Prozent zum BIP schon deutlich darüber. Dann kam Corona und der Einsatz geldpolitischer Bazookas, die alles Bisherige in den Schatten stellen. Wie lautet eine kleine Zwischenbilanz der Verschuldung, inmitten einer Krise, die alle Geldschleusen geöffnet hat?

Seit Anfang März sind die US-Staatsschulden vor allem dank der Coronakrise um 1,5 Billionen Dollar gestiegen, auf 25 Billionen Dollar (hier genauere Daten), aber der bereits genehmigte Rahmen beträgt drei Billionen Dollar – für das zweite Quartal wohlgemerkt. Nach Schätzungen der Schweizer Investmentbank UBS wird das wohl nicht ausreichen, das haben die jüngsten Hinweise der US-Regierung bereits bestätigt. Man erwartet für 2020 ein Haushaltsdefizit von 23 Prozent und ein Gesamtdefizit von 125 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt, welches damit über ein Zehntel höher als zum Ende des Zweiten Weltkriegs (112 Prozent) liegt.  Selbst im kommenden Jahr wird die Verschuldung weiter steigen, selbst wenn die Wirtschaft wieder anspringen sollte, so eine amerikanische Ratingagentur.

Wie sieht es mit den Staatsschulden in anderen Ländern aus?

Es geht überall gewaltig nach oben, aber kein Land erhöht seine Verschuldung so gigantisch wie die USA. Hier die Prognosen der UBS:

Erwartete Neuverschuldung 2020 – Schuldenprognose Ende 2020 zum BIP

China: Haushaltsdefizit minus 4,9 Prozent – (S) 56,1 Prozent
Deutschland: HD minus 7,9 Prozent – (S) 70,7 Prozent
Japan: HD minus 9,5 Prozent – (S) 254 Prozent
Italien: HD minus 10,3 Prozent – (S) 156,5 Prozent
Spanien: HD minus 10,3 Prozent – (S) 114,0 Prozent
Frankreich: HD minus 10,7 Prozent – (S) 116,4 Prozent
Großbritannien: HD minus 12,0 Prozent – (S) 97,6 Prozent
Indien: HD minus 12,0 Prozent – (S) 82,8 Prozent
Brasilien. HD minus 15,1 Prozent – (S) 91,1 Prozent

Nach einer Prognose des Internationalen Währungsfonds sollten sich die Staatsschulden insgesamt (ohne Firmen und Verbraucher) in diesem Jahr von 83 auf 96 Prozent des globalen Sozialprodukts erhöhen. Dieses betrug im Jahr 2019 (laut statista) 86,6 Billionen Dollar. Damit läge man bei über 80 Billionen Dollar – alles Summen, die die Vorstellungskraft unseres Gehirns sprengen.

Die Zentralbanken, Hüter der Zinsen

Eine Quantitative Lockerung (Quantitative Easing, QE) jagd die nächste. Von Japan bis in die USA werden die Notenbanken in diesem Jahr neun Billionen Dollar an frischem Geld drucken, in die Märkte schleusen und durch ihre Aufkaufprogramme dennoch dafür sorgen, dass die Zinsen nicht steigen werden, so die Erwartungen der Bank of America.

Die unweigerlichen Konsequenzen dieser Verschuldung

Werden uns die Nullzinsen noch für lange Zeit begleiten? Für die Geldsparer in Deutschland eine schreckliche Vision, welche durch die Märkte eingepreist wird. Für viele Jahre keine Zinsen am Markt, außer man kann das Gespenst am Horizont nicht bändigen. Bisher verhindert die weltweite Konjunkturschwäche im Zuge der Coronakrise ein inflationäres Umfeld und die Notenbanken werden versuchen ein Anspringen durch ihre Aufkäufe zu verhindern und die Zinskurven zu kontrollieren. Wie so etwas geht, beweist die japanische Notenbank (BoJ) seit Jahrzehnten, bereits seit einiger Zeit wird von der so genannten Japanifikation der westlichen Kapitalmärkte gewarnt.

Im Übrigen begann diese Entwicklung dort mit einem Knall des Immobilien-Booms Anfang 1990 und einer anschließenden Senkung von Leit- und Sparzinsen auf Null. Die USA hatten ihre Immobilienkrise 2007 ff und die Zinsen sind auch auf dem Wege in Richtung null. Haben wir andernorts nicht auch sehr teure Immobilienmärkte? Derzeit auch ein Grund warum die Vermögensschere so auseinandergeht. Immobilien (abgezahlt) geben Sicherheit, man bekommt Kredite für weiteren Erwerb, den man mit billigen Zinsen finanzieren kann. Wenn dann noch Mieter bei der Tilgung der Darlehen helfen und die Preise weiter steigen, auch wegen der billigen Zinsen – die Vermögenskurve zieht nach oben.

Fazit

Aus all diesen Überlegungen und Prognosen ergibt sich eigentlich die Frage aller Fragen. Wo soll in den nächsten Jahren die Rendite herkommen, die alle Kapitalanleger, ob institutionell oder privat benötigen? Unser kapitalistisches System ist mit Nullzinsen am Kapitalmarkt nicht überlebensfähig. Weder die Altersvorsorge noch die kapitalgestützten Versicherungsleistungen. Bislang warfen die auslaufenden Langläufer noch ansehnliche Kupons ab und die sinkenden Zinsen brachten über Jahre Kursgewinne. Aber jetzt, im kommenden Jahrzehnt ohne Zinsen? Auf der anderen Seite kann es keinen Zinsanstieg geben, ohne dass die Staatshaushalte vieler Länder kollabieren. Was für ein Dilemma! Aber es gibt noch eine Assetklasse, aber das werden sehr viele nicht lesen mögen, die ….!

weiterlesen

Allgemein

Videoausblick und Marktgeflüster entfallen bis auf weiteres

Avatar

Veröffentlicht

am

Aufgrund eines Fahrrad-Unfalls entfallen Videoausblick und Marktgeflüster in der gewohnten Form bis auf weiteres (mindestens in dieser Woche). Mehr Infos im Video..

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage