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Tesla stark im Minus, Türken mit Milliarden-Transfers nach Deutschland, Tollhaus Audi

Redaktion

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Ist es reiner Zufall, dass diese Meldung gerade heute lanciert wird, wo Präsident Erdogan sich in Deutschland aufhält? Die Bundesregierung gibt wie gesagt zufällig heute bekannt, dass im 2. Quartal unterm Strich 4,6 Milliarden Euro von der Türkei nach Deutschland geflossen sind (Nettokapitalzufluss). Dies darf man als Teil einer Kapitalflucht in Richtung „Sicherer Hafen Deutschland“ ansehen. Grund für diese Info war die Anfrage des FDP-Abgeordneten Florian Toncar an die Bundesregierung. Gegenüber der Funke-Mediengruppe sagte er dazu, dass sich diese Summe im 3. Quartal wohl verstärkt habe. Davon darf man stark ausgehen, wenn man sich die extrem schwache Lira, die grassierende Inflation und die politischen Aussagen rund um die Türkei anschaut.

Tesla

Wir haben heute schon über die dasaströsen Nachrichten für Tesla berichtet. Die US-Börsenaufsicht scheint Elon Musk für kaum geschäftsfähig zu halten, und will ihm gerichtlich verbieten lassen Chef überhaupt irgendeines börsennotierten Unternehmens zu sein. Gegen ihn wurde jetzt offiziell Anklage erhoben wegen Wertpapierbetrug (mehr dazu hier).

Jetzt aktuell lässt sich das Desaster auch in Zahlen messen. Die Tesla-Aktie notiert jetzt im regulären Handel bei 273,3 Dollar – das ist ein Minus von 11,1% gegenüber dem Börsenschluss von gestern Abend (im Chart die Aktie seit Juli). Wie man gut sieht, läge die nächste charttechnische Unterstützung bei gut 250 Dollar – aber Charttechnik ist bei der Nachrichtenlage rund um Elon Musk aktuell wohl zweitrangig.

Barclays hat aktuell eine Analyse namens „Lawsuit Secured“ veröffentlicht (Anklage gesichert), eine sarkastische Anspielung auf Musk´s Tweet „Funding Secured“ (Finanzierung des De-Listings der Tesla-Aktie gesichert). Darin kalkuliert man, wie groß der Wert der Person Elon Musk für die Tesla-Aktie ist. Man kommt zu dem Schluss, dass Musk 130 Dollar wert ist. Bekommt die SEC Musk vor Gericht also weg vom Ruder bei Tesla, wäre die Aktie demnach nur noch gut 140 Dollar wert? Oder ist sie eh nur so viel wert, und jetzt ist sie 130 Dollar überbewertet?

Tesla

Tollhaus Audi

Ja, bei Audi, da ist was los. Der Chef Rupert Stadler sitzt seit drei Monaten in U-Haft. Jedes „normale“ Unternehmen hätte seinen Chef längst entlassen, um das Unternehmen vor weiteren Imageverlusten zu schützen – aber nicht so Audi. Er ist offiziell immer noch Chef, und ist derzeit lediglich beurlaubt. Laut Infos des Handelsblatts kann sich der Audi-Aufsichtsrat einfach nicht auf eine Entlassung einigen – unfassbar. Sollte die PR-mäßig eh nicht gut da stehende Mutter Volkswagen da nicht mal ein Machtwort sprechen? Das ist natürlich nur so eine Idee von uns Kleingeistern…

14 Kommentare

14 Comments

  1. Avatar

    Sabine

    28. September 2018 17:34 at 17:34

    @Kleingeister: Warum? Wir arbeiten für AUDI, alles läuft, wie geschmiert. Warum Tollhaus? AUDI hat mit dem Kleinwagen angefangen, dann kam der Golf. AUDI hat mit den Lampen angefangen, jetzt machen es alle. AUDI hat sich in China ausgebreitet, das war Mercedes und anderen zu aufwendig. (Sonderzicken am laufenden Band. Roter Sozialismus eben.)
    Außerdem: Er pocht bei Mitarbeitern auf Geheimhaltungsklausel. Verschleppung der Aufklärung ist sehr deehhnbar. Und das Dieseltheater soll ja nur am Leben erhalten werden. Deswegen das alles.
    Ich finde es gut, daß man sich von der Politik nicht den Geschäftsbereich vorschreiben läßt. Sonst könnte sie ja jeden „unpassenden“ in U-Haft nehmen und er wäre weg.
    Marc Faber sagt zur Annahme, daß nur in der Wirtschaft Verbrecher herumlaufen, nicht auch in der Politik, sei ja wohl ein Witz!

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    isntit

    28. September 2018 18:05 at 18:05

    Wenn Audi Stadler entlassen würde, hieße das ja, das er für (mit)schuldig am massenhaften Betrug gehalten wird. Die Verteidungsstrategie der Autokonzerne ist aber, dass alles nur ein kleines Versehen gewesen sein soll, an dem irgendwie auch niemand schuld ist, und schon gar nicht die Bosse – wie bei der Finanzkrise! Dann muss man nämlich die Käufer nicht entschädigen.
    Und die Deutschen lieben es ja auch offenbar, nach Strich und Faden verarscht zu werden und kaufen fleißig weiter VWs und Audis ….

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      Petkov

      28. September 2018 22:33 at 22:33

      Da muss ich Ihnen Recht geben mit der „Verarsche“, aber ich fürchte, wir meinen es unterschiedlich.
      Dass bestimmte politische Kreise bei redlichen Menschen wie Ihnen diese ablehnende bis aggressive Haltung zu den deutschen Automobilherstellern etabliert haben, ist an sich die echte und wirklich fiese Verarsche. Da will jemand Ihre Aufmerksamkeit von den tatsächlich bedeutenden und schwerwiegenden Ereignissen und politischen Machenschaften ablenken. Es ist eine Blendgranate!

      Ja, der VW-Konzern hat gewerbsmäßig Abgaswerte manipuliert, was einfach nicht hinnehmbar ist. Es ist enttäuschend. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Aber wenn Sie einige Augenblicke nüchtern darüber nachdenken, erkennen Sie, dass der zusätzlich entstandene Schaden für Mensch und Umwelt vergleichbar mit dem Pups eines Kleinkindes bei Orkanwind ist. Wie hoch der populistisch hochgeschraubte wirtschaftliche Schaden für die Kunden ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt, ich will jetzt das Thema nicht abschließend bewerten. Und ich will keine Lanze für VW oder Audi brechen zumal ich das Design nach wie vor hässlich und die Technik eher langweilig finde.

      Ich wundere mich nur wie ganz viele andere Ausländer, wie leicht es für die deutsche Polit“elite“ ist, ein ansonsten gebildetes und mündiges Volk auszutricksen. Wie der Einbrecher, der dem Wachhund ein Knochen vorwirft.

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        Michael

        29. September 2018 02:11 at 02:11

        @Petkov, wollen Sie uns wirklich suggerieren, dass bestimmte politische Kreise bei redlichen Menschen … diese ablehnende bis aggressive Haltung zu den deutschen Automobilherstellern etabliert haben?

        Dass redliche Menschen nicht in der Lage sind, selber zu denken? Zu blöd, um diese Schweinerei zu erkennen und selbst entsprechend einzuschätzen? Dass diese Riesen-Schweinerei nur ein kleiner „Pups“ ist und lediglich von (Ihnen unangenehmen) sog. populistischen politischen Kreisen als großer Skandal verbreitet wurde?
        Dass der redliche deutsche Mensch zu blöd, zu überfordert, nicht multitaskingfähig und somit nicht in der Lage ist, neben dieser offensichtlichen Schweinerei auch noch die tatsächlich bedeutenden und schwerwiegenden Ereignisse und politischen Machenschaften zu erkennen?

        Wollen Sie uns verarschen? Woher kennen Sie so genau den entstandenen Schaden für Mensch und Umwelt, der daraus entstanden ist? Woher kennen Sie so genau die dumme deutsche Seele?

        Ich wundere mich nur wie ganz viele Einheimische, woher Ausländer ihr Wissen und ihre Schlauheit beziehen, ein ansonsten gebildetes und mündiges Volk ständig zu kritisieren. Ein Volk, das ihnen nicht nur den Knochen, nicht nur einen Finger, sondern sogar die ganze Hand anbietet.
        Was keiner kritisch von sich weist…

        • Avatar

          Petkov

          29. September 2018 09:07 at 09:07

          Michael, deine unbeholfen kaschierte Arroganz wurde schon mehrmals im Forum thematisiert. Die zusätzliche Umweltbelastung also das Delta zu einem nicht manipulierten Motor ist bekannt also lassen sich die Effekte mathematisch errechnen. Ich habe sie bildlich dargestellt.

          Und ich kritisiere das deutsche Volk nicht, ich verteidige es, mache mir aber gleichzeitig auch Sorgen.

          Und jetzt pass mal auf du geistiges Glühwürmchen: das deutsche Volk hat mir gar nichts gegeben. Deutschland hat in mich keinen einzigen Cent investiert, ich bin als fertig ausgebildete, weltweit konkurrenzfähige Fachkraft nach Deutschland gekommen und habe vom ersten Tag an Steuern bezahlt. Und immer hochqualifizierte Tätigkeiten ausgeübt, für die es wirklich wenig geeignete Fachkräfte gibt. Das deutsche Volk musste bei mir weder die Ausbildung noch die Sprachkurse noch irgendetwas anderes bezahlen. Habe immer mehr geleistet für weniger Geld. Die deutschen Kollegen niesen einmal und schon lassen sie sich krankschreiben. Gibt’s bei mir nicht. Mein finanzieller Beitrag für die Gesellschaft ist unvergleichbar höher als deiner als selbständiger Photoshopklicker, dem von Geburt an alles in den Arsch geschobenen wurde: gesundheitliche Versorgung, kostenlose Ausbildung, Förderung… Das alles habe ich gar nicht genutzt, weil ich einfach nicht in Deutschland geboren und aufgewachsen bin. Aber vom ersten Tag nach meiner Ankunft habe ich es mitfinanziert.

          Und jetzt gehe mir aus der Windrichtung, du jämmerlicher Nazi. Ich liebe die Deutschen. Du bist aber ein falscher.

          • Markus Fugmann

            Markus Fugmann

            29. September 2018 09:40 at 09:40

            @Petkov, bei aller Wertschätzung: bitte die Emotionen etwas „herunterkochen“! @Michael als „Nazi“ zu beschimpfen geht zu weit! Ich habe Ihren Kommentar zugelassen, weil Sie darin Interessantes aus Ihrer Biografie schildern. Mein Vorschlag: ich gebe euch beiden jeweils die Mail-Adresse des Anderen, und ihr setzt dann die Beschimpfungen über eure Privatmails fort, einverstanden? Ansonsten wäre es mir viel lieber, dass wir hier konstruktiv Meinungen und Einschätzungen austauschen und nicht in Beschimpfungen ausarten! Das Ziel der Kommentarfunktion sollte eigentlich Erkenntnis-Interesse sein..

          • Avatar

            Petkov

            29. September 2018 10:43 at 10:43

            Herr Fugmann, es tut mir aufrichtig Leid, ich weiß, dass Sie solche Kommentare nicht mögen und wollte mich sowieso bei Ihnen entschuldigen, aber mein Frühstück war fertig ;-)

            Bei meinen Aussagen zu Michael bleibe ich aber trotzdem. Eigentlich kommt die vermeintliche Beleidigung gar nicht von mir. Habe in der Früh von einem anderen FMW-Leser eine WhatsApp bekommen mit: “kannst du bitte den Sch…nazi schnell in die Schranken weisen…“ Der Leser ist nämlich englischsprachig, auch wenn er gut Deutsch verstehen kann.
            Für uns Ausländer sind arrogante, undifferenziert denkende Dumpfbacken, die den russischen Atomphysiker mit dem afghanischen Analphabeten über einen Kamm scheren, eben Nazis. Denn die meinen, für Deutschland haben ja beide die gleiche Bedeutung: die sind da, um vom erhabenen deutschen Volk in einem unversiegbaren Humanismusausbruch gerettet und umsorgt zu werden.

            Aber im Grunde haben wir der eigentlichen Forumsfunktion (Erkenntnis gewinnen) Rechnung getragen: denn neulich habe ich die aktuelle weltweite Migrationsstatistik gelesen. Demnach ist Deutschland nach wie vor das Lieblingsland für ungebildete oder schlecht qualifizierte Migranten (oder Flüchtlinge, aber echte Flüchtlinge sind sehr selten). Bei den hochqualifizierten Migranten verliert Deutschland dagegen zunehmend an Attraktivität. Die Gründe dafür sind nicht in einem Satz zu nennen, aber mein Beitrag gibt da gewisse Denkanstöße. Ich spiele übrigens auch mit dem Gedanken, zu gegebener Zeit das Land zu verlassen, mein Vermögen abzuziehen und meine hohen Rentenansprüche mitzunehmen. Die Vorgehensweise hasse ich und ich wäre froh, wenn sich das vermeiden lässt, aber im heutigen Merkelistan ist es aktuell schwer denkbar. Und solche wie Määhhchael machen es nicht gerade besser.

          • Avatar

            Michael

            29. September 2018 14:13 at 14:13

            @Markus, es tut mir sehr leid, wen mein Kommentar als persönliche Beschimpfung rübergekommen ist. Das war weder meine Absicht, noch empfinde ich es so, selbst nach mehrmaligem Durchlesen und mit genügend Abstand.
            Ich habe Petkov doch nicht einmal persönlich angesprochen und nicht ansatzweise so etwas wie ein Schimpfwort benutzt. Ich habe mich lediglich gewundert, woher die Objektivität und Schlauheit der von Petkov ins Spiel gebrachten Ausländer wohl kommen mag. Die überlegene Sichtweise aus den Höhen des intellektuellen Olymp, die es ermöglicht, die tumben Eingeborenen dieses Landes ständig als leicht manipulierbar und mit der Intelligenz eines Wachhundes ausgestattet zu erkennen.

            Ein Austausch der Mailadressen ist eher keine so gute Idee. Denn ich möchte nicht unbedingt, dass jemand, der seine Emotionen nicht unter Kontrolle hat und zumindest verbal manchmal agressive soziopathische Tendenzen an den Tag legt und der noch dazu mit einen Netzwerk von Gleichgesinnten in Verbindung steht, herausfindet, wo ich mit meiner Familie wohne.

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    bademeister

    28. September 2018 18:34 at 18:34

    Musk ist also 130 Dollar wert. Eigentlich ist Musk mehr wert. Nimmt man den durchschnittlchen Kurs der Aktie von 2010 und subtrahiert diesen Wert von dem heutigen Kurs der Aktie… Nicht miteingerechnet ist der Schuldenberg, den das Unternehmen seit dieser Zeit angehäuft hat. Der ungesunde Lebenswandel des selbsternannten Lichtwandlers nährt zudem Spekulationen…was wenn Elon von heute auf morgen nicht mehr da wäre?…was wäre Tesla dann wert? Marke und Technik werden in andere Unternehmen einfließen, aber wundern würde es mich nicht, wenn Tesla in der jetzigen Form noch vor zwanzigzwanzig Geschichte wäre…

    Interessant wäre es auch zu wissen, wie viel Geld andersrum und seit vielen Jahrzehnten von türkischstämmigen Mitbürgern in die Türkei geflossen ist…

    Audi…?

  4. Avatar

    Michael

    28. September 2018 23:32 at 23:32

    Musk ist 130 Dollar wert, aber nicht pro Aktie von Tesla, sondern bestenfalls in absoluten Zahlen. Einmal 130 Dollar, und das ist schon sinnlos überbewertet ;)
    Musk ist und war schon immer ein Blender, Betrüger und Hallodri und hatte nur das Glück, zur richtigen Zeit per purem Zufall ein Bezahlsystem einzuführen, das von ebay und Amazon als Standard etabliert wurde.
    Danach kamen nur noch Schrott und Utopien von dem Mann auf den Markt.
    Weniger Schrott hätte mit so vielen Milliarden fast jeder produzieren können, mehr allerdings nicht.
    Der eine oder andere bezeichnet den Typen noch als Visionär. Steve Jobs ist jedoch bisher der letzte Mensch, dem dieses Attribut gerecht wird. Seither leider keiner, sorry Elon!

    Musk gehört in den Knast, gemeinsam mit dem irren Präsidenten. Genauso wie der Audi-Chef. Und nicht in einen 3-Sterne-Luxusknast zu bevorzugten Bedingungen wie sie bei Uli Hoeness zum Einsatz kamen. Einfach in den Knast, wie alle anderen Verbrecher auch. Zusammen und gleich vor dem Gesetz.

    Oder man schießt ihn mit einem weiteren Tesla in die Umlaufbahn der Erde, wir spielen ihm auch David Bowies Lied „Space Oddity“ noch einmal vor. Oder man setzt ihn bis zur erfolgreichen Freigabe als Test-Dummie in einen Prototyp einer Untergrund-Hochgeschwindigkeitsbahn in Chicago.

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    md

    29. September 2018 12:48 at 12:48

    mensch da hab ich ja etwas verpasst. da ist mal action angesagt und ich war nicht dabei. aber meinen senf muss ich dazu geben. also meiner meinung nach hat der petkov mehr recht als der michael. nebenbei gesagt schätze ich den michael sehr und vor allem seine nehmerfähigkeiten.
    also nun zur sache. ich finde auch das die menschen sich veräppeln lassen von manchen lobbyparteien bzw falschgeldpolitikern. der dieselskandal wird definitiv aufgepusht und die menschen werden mit lügen beeinflußt. in keinem anderen land sind soviel deutschland hasser politiker unterwegs wie bei uns. oder meint ihr in frankreich oder italien würden politiker gegen eigene automobilfirmen so eine debatte ins leben rufen.
    die franzosen tanken heizöl und fahren bei uns auf den straßen herum :) da kann und sollte man was tun da entstehen abgase und ein schwarzer ruß. naja.

    • Avatar

      Michael

      29. September 2018 14:43 at 14:43

      @md, vielen Dank für die Würdigung meiner „Nehmerfähigkeiten“. Auch, wenn andere zu wissen glauben, dass mir im Leben alles geschenkt bzw. in den Arsch geschobenen wurde, so habe ich dennoch bereits so viele persönliche und wirtschaftliche Schicksalsschläge und existenzbedrohende Situationen erlebt, mir nicht nur einmal von Null an alles ohne Förderung, Erbschaften oder Geschenken selbst erarbeitet und aufgebaut, dass dieses kindische Geplänkel hier noch nicht einmal an der Oberfläche zu kratzen imstande ist.

    • Avatar

      Michael

      29. September 2018 16:56 at 16:56

      @md, einmal zu schnell aufs Trackpad geklopft, und schon war mein Kommentar abgeschickt, obwohl ich noch nicht fertig war. Es freut mich nämlich sogar sehr, dass Petkov meine geistigen Fähigkeiten zu würdigen weiß, die selbst in der größten Dunkelheit hell und für jeden sichtbar leuchten ;)
      Frei nach dem biblischen Motto: Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht begriffen.
      So, jetzt habe ich fertig…

  6. Avatar

    Derivatler

    30. September 2018 08:35 at 08:35

    Der Audi Chef seit 3 Monaten in U-Haft? Ich will ihn nicht verteidigen aber würden in der Finanzbranche die gleichen Masstäbe gesetzt , wären die Chefetagen der Banken leer u. die Gefängnisse voll. Es könnte daran liegen ,dass die Richter von den hochkomplexen Geschäften mit Derivaten hoch 5 keine Ahnung haben.
    Kürzlich schrieb ein Kenner der Materie ,dass selbst die besten Fachleute die gehandelten Produkte nicht vollständig einschätzen können.

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US-Wahl: Was passieren muß, damit Trump gewinnt!

Markus Fugmann

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Die US-Wahl rückt immer näher, laut Umfragen liegt Donald Trump derzeit recht deutlich hinter Joe Biden. Eines scheint klar: wenn Trump die US-Wahl gewinnen will, muß er zwingend den Bundeststaat Florida gewinnen – gewönne Biden in Florida, wäre ein Wechsel im US-Präsidentenamt praktisch sicher. Die Zwischenstände aus Florida werden also extrem wichtig – es gibt sogar einen kleinen Wahlbezirk in diesem Bundeststaat, der schon früh die Richtung anzeigen dürfte.

US-Wahl – das sind die Szenarien

Die US-Seite https://fivethirtyeight.com/ zählt zu den führenden Prognose-Quellen in den USA. Sie bietet ein interaktives Tool an, mit dem man Szenarien durchspielen kann: gewinnt etwa Biden den swing state Pennsylvania, dann hat das einen positiven Einfluß auch auf seine Sieges-Chancen auch in Nachbar-Bundestsaaten. Sehen Sie hier, was passieren muß, damit Trump gewinnen kann:

 

Und so ist die Lage in den USA unmittelbar vor der US-Wahl – es ist ein gespaltenes, zerrissenes Land, wie folgende ARTE-Dokumentation zeigt:

 

Was muß passieren, damit Trump die US-Wahl gewinnt?

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Aktien

Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

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Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Sahra Wagenknecht über die große Krise, und wie man sie lösen kann

Redaktion

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Sahra Wagenknecht hat den Ruf wirklichen wirtschaftlichem Sachverstand zu besitzen. Bei ihr kann man erkennen: Es wird nicht stumpf das sozialistische Lied abgespielt. Bei ihren Aussagen merkt man, dass sie das Gesamtbild im Blick hat und auch versteht. Natürlich kann und darf man über ihren Lösungsansatz für das große Gesamtproblem streiten. Aber auch ihren Lösungsansatz begründet sie inhaltlich nachvollziehbar.

Sahra Wagenknecht mit Bestandsaufnahme der Krise

In ihrem aktuellsten Video (am Ende dieses Artikels) wirft Sahra Wagenknecht die Frage auf, ob eine große Finanzkrise bevorsteht. Dafür arbeitet sie sich an vielen Ungleichgewichten und wirtschaftlichen Schieflagen ab, die in dieser Form in der Tat auch bestehen. So bespricht sie die gigantische Geldschwemme der Notenbanken, in der Europa verursacht durch die EZB. Diese sorge für einen riesigen Push bei den Aktienkursen. Profitieren würden vor allem die Reichen, die in großem Umfang Aktien besitzen. Der Kleinsparer, der sein Geld nur auf dem Sparkonto parkt, würde durch Nullzinsen (neuerdings immer öfters auch Negativzinsen) und Inflation laut Sahra Wagenknecht real jedes Jahr Geld verlieren.

Die Großkonzerne würden in der Coronakrise mit billigem Geld überschwemmt, so dass sie gar keine Probleme hätten durch diese Krise zu kommen (ja, dafür gibt es zahlreiche Beispiele). Gleichzeitig haben es laut Sahra Wagenknecht kleine Unternehmen und Unternehmer derzeit sehr schwer überhaupt an Geld zu kommen, um die Krise überleben zu können. Demnach seien die großen Konzerne die Krisengewinner, die kleinen Betriebe die Verlierer. Sahra Wagenknecht nennt in diesem Zusammenhang auch die Anleihekäufe der EZB, wo auch in großem Stil Unternehmensanleihen gekauft werden. Und hier geht es eben um Anleihen großer Unternehmen, und nicht um Schulden kleiner Betriebe, die eh keine Anleihen ausgeben.

Als weiteres Ungleichgewicht benennt Sahra Wagenknecht auch die Immobilienblase. Bei den niedrigen Zinsen lohne sich die große Spekulation, welche die Preise immer weiter nach oben treibe. Und letztlich beleuchtet sie die (von uns bei FMW oft angesprochene) steigende Bedrohung für das Bankensystem in Europa. Schon vor der Krise habe es laut Sahra Wagenknecht 600 Milliarden Euro Volumen an faulen Krediten bei Banken in Europa gegeben – jetzt drohe diese Summe auf 1,4 Billionen Euro zu steigen.

Problemlösung

Was sei nun die Lösung des Problems? Laut Sahra Wagenknecht seien immer neue Schulden und immer tiefere Zinsen nicht die Lösung des Problems. Die Wirtschaft könne auch nicht so kräftig ansteigen, dass Volkswirtschaft und Staat aus dem gigantischen Schuldenberg „herauswachsen“ könnten, wie sie es formuliert. Inflation sei auch keine Lösung, da hierbei die kleinen Leute mit ihren Sparguthaben enteignet würden. Die reichen Leute würden mit ihren Immobilien und Betriebsvermögen ihren Wohlstand behalten, während die kleinen Leute bei einer spürbaren Inflation den Preis bezahlen müssten.

Für Sahra Wagenknecht gibt es nur eine Lösung des Problems. Und da kommt natürlich die linke Politik wieder zum Vorschein. Man müsse die enorme angehäufte Schuldenlast restrukturieren, und zwar zu Lasten der wirklich Vermögenden. Dazu kann man anmerken: Das ist eine politische Frage, was man will. Diese Lösung kann man befürworten, oder eben auch nicht. Ansichtssache. Aber abgesehen davon: Die anderen Alternativen sind auch nicht berauschend. Man darf vermuten: So wie die aktuelle Merkel-Regierung wird wohl auch ein Nachfolger wie Herr Laschet keinen großen Wurf machen, sondern stillschweigend zusammen mit der EZB auf die Lösung setzen, die auch die Amerikaner seit Jahrzehnten praktizieren, wenn es um Problemlösungen geht. „Kick the can down the road“ – die Dose die Straße weiter runter kicken. Das Problem also in die Zukunft verschieben. Also jetzt immer neue Rettungsprogramme auflegen (letztlich finanziert durch die EZB, das neue EU-Schuldenprogramm uvm), – und diese Probleme darf irgendwer in ferner Zukunft abzahlen.

Sahra Wagenknecht
Sahra Wagenknecht. Foto: Ferran Cornellà CC BY-SA 4.0

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