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Tesla verkündet für letzte Woche 5000 produzierte Model 3

Ob das wirklich stimmt? Wie will man das geschafft haben? In Elon we trust? Tesla-Chef Elon Musk verkündete gestern stolz per Twitter in den letzten sieben Tagen habe Tesla 7000 Autos produziert. 5000 davon sollen das Model 3 betreffen. Das ist extrem wichtig. Denn letztes Jahr hatte Musk versprochen schon zu Ende 2017 pro Woche 5000 Stück davon zu produzieren. Dieses Ziel hatte er zwei Mal verschieben müssen.

Am Samstag dann endete das zwei Quartal mit seiner selbst gesetzten Deadline von 5000 produzierten Model 3 pro Woche. Und auf den Tag und die Woche genau will er es also punktgenau geschafft haben. Wollen wir ihm das mal glauben? Angeblich habe Elon Musk eine Email an alle Mitarbeiter geschrieben, in der er ihnen für ihre harte Arbeit dankte. Tesla sei nun eine echte Autofirma.

Man bedenke bitte: Das soeben beendete 2. Quartal wurde begonnen mit einer Wochenproduktionsrate von gerade mal 2000 Model 3-Autos. 12 Wochen später will man auf 5000 gesteigert haben? Tesla hatte sogar neben der regulären Fertigungslinie in einem Zelt eine weitere Fertigungslinie provisorisch aufgebaut um dieses Ziel zu schaffen. Wie viel Zusatzgeld hat man verbrannt durch panisches Einstellen neuer Mitarbeiter und Beschaffung von Extra-Equipment für dieses Projekt? Ob das nur Show ist, und wie viel Cash dafür zusätzlich verbrannt wurde – all das ist unklar.

Genaueres erfahren wir wohl definitiv erst im Quartalsbericht von Tesla, der vermutlich am 1. August veröffentlicht wird (Datum steht noch nicht genau fest). Hört man aktuell Analysten in den USA, dann ist die Meinung geteilt. Die einen fordern auf sich möglichst weit von der Tesla-Aktie fernzuhalten, weil beispielsweise nicht klar sei, was die Auswirkungen so eines schnellen Anstiegs der Produktion sind (noch mehr Geldverbrennung etc). Andere Analysten sind begeistert, dass Tesla das Ziel von 5000 Stück des Model 3 pro Woche doch noch erreicht habe.

Frage: Was geschieht nun mit der Tesla-Aktie? Es ist völlig unklar, wie eigentlich immer bei dieser Aktie. Möglich ist beispielsweise, dass sich die Musk-Jünger nun wie wild auf die Aktie stürzen. Es kann auch ein „Sell on good news“ einsetzen. Unserer Meinung sollte man wie bereits erwähnt im Auge behalten, wie hoch im 2. Quartal der Verlust von Tesla ausgefallen ist. So eine brutale und offenbar mir extrem provisorischen Mitteln erzwungene Mengenausweitung dürfte viel Geld gekostet haben.

Tesla Model 3
Das Model 3. Foto: Alexander Migl (CC BY-SA 4.0)



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