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Die Preise purzeln weiter Tesla verramscht seine Autos in China 40% billiger als in den USA

Tesla verramscht seine Autos in China 40% billiger als in den USA

Bereits Ende September kam das Gerücht von bevorstehenden Preissenkungen bei Tesla in China auf. Im Oktober hat der Autobauer dann tatsächlich erstmals die Preise um 5 bis 10 % für alle Varianten von Model 3 und Model Y in China gesenkt. Seitdem purzeln die Preise für alle Tesla-Modelle im Reich der Mitte. Den SUV Model Y kann man nun mit einem Rabatt von über 40 % gegenüber den US-Preisen erwerben. Damit ist nicht nur der Aktienkurs deutlich eingebrochen, rund 73% vom Allzeithoch, sondern auch die Preise für Teslas E-Autos. Tesla versucht durch die massiven Preissenkungen die Absatzzahlen anzukurbeln. Wer schon immer von einem Tesla geträumt hat, kann nun in China günstig zugreifen.

Preissenkungen bei Model Y und Model 3

Wie Bloomberg aktuell berichtet, hat Tesla Inc. am Freitag eine weitere Preissenkungsrunde für seine Elektrofahrzeuge Model 3 und Y in China vorgenommen und gleichzeitig die höherwertigen Modelle Model S und Model X eingeführt, um das Premiumsegment des weltweit größten Marktes für Elektrofahrzeuge besser zu bedienen.

Der Startpreis für den vor Ort gebauten Geländewagen Model Y wurde von 288.900 Yuan (42.101 $) auf 259.900 Yuan (37.875 $) gesenkt, wie auf der chinesischen Website des Unternehmens zu lesen ist. Das ist ein Rekordtief für China und 43 % günstiger als der auf der US-Website von Tesla angegebene Startpreis von 65.900 $. Der Preis für das Model 3 sinkt von 265.900 Yuan (38.749 $) auf 229.900 Yuan (33.503 $) und ist damit rund 30 % günstiger als in den USA.

Preissenkungen sollen Absatz ankurbeln

Tesla hat bereits im vergangenen Jahr die Preise in China gesenkt, um den Absatz anzukurbeln, da sich der Wettbewerb sowohl im Massen- als auch im Premium-Segment verschärft hat und Unternehmen wie die von Warren Buffett unterstützten BYD Co., Xpeng Inc. und Nio Inc. sowie internationale Unternehmen wie die Porsche AG und die Mercedes Benz Group AG um den Absatz kämpfen.

Tesla gab bekannt, dass sein neu eingeführtes Model S mit einem neu gestalteten Innenraum in China 789.900 Yuan (115.112 $) kostet, während die Plaid-Version – Teslas schnellstes Auto, das nur 2,1 Sekunden braucht, um von Null auf 100 Kilometer pro Stunde zu beschleunigen – ab 1,01 Millionen Yuan (147.187 $) verkauft wird. Das Model X, der große SUV, kostet ab 879.900 Yuan (128.227 $) und das Model X Plaid beginnt bei 1,04 Millionen Yuan (151.559 $). Die Auslieferungen werden im zweiten Quartal dieses Jahres beginnen, so Tesla.

Das in Austin, Texas, ansässige Unternehmen Tesla ist ein dominierender Akteur auf Chinas Massenmarkt für Elektrofahrzeuge – in der Kategorie: Fahrzeuge, die nicht mehr als 300.000 Yuan kosten. Das Unternehmen hat die Produktion von Model 3-Limousinen Ende 2019 lokalisiert, als es eine Fabrik in Shanghai eröffnete, die 450.000 Autos pro Jahr produzieren kann. Die Auslieferung des Model Y begann dort im Januar 2021.

Tesla hat im Jahr 2022 über 710.000 Fahrzeuge aus Shanghai geliefert, was etwa 54 % seiner weltweiten Verkäufe entspricht. Die Auslieferungen verlangsamten sich jedoch im Dezember, da die Produktion für Ausstattungs-Upgrades unterbrochen wurde und die Nachfrage nachließ. Tesla gab Anfang dieser Woche bekannt, dass die weltweiten Auslieferungen das dritte Quartal in Folge geringer ausfielen als erwartet, woraufhin der Aktienkurs des Unternehmens am Dienstag um 12 % einbrach.

Laut einer separaten Mitteilung passte Tesla am Freitag auch die Preise für seine Modelle Model 3 und Model Y in Japan an. Das Einstiegsmodell Model 3 wird um 10 % auf 5,4 Millionen Yen (40.300 $) gesenkt, während das Model Y mit 5,8 Millionen Yen nun 9,9 % weniger kostet.

FMW/Bloomberg

Die Preise für das Model 3 und Model Y fallen stark in China
An advertisement for the Tesla Model 3 is displayed at a Tesla Inc. dealership in Shanghai, China on Monday, April 6, 2020. China, the biggest market for electric cars, is considering a reduction in rebates given to buyers and limits on the models that qualify even as it commits to extending the costly subsidy program for another two years.


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5 Kommentare

  1. …wer ein E-Auto kauft ist selbst dran schuld ! Es kommt einem so vor, als hätte die Industrie die staatlichen Subventionen auf den Wert der Fahrzeuge draufgepackt und dies in der Addition dann als UVP benannt.
    Dann braucht man keine weiteren Rabatte mehr geben und verdient sich dumm und dusselig an dem Zeugs.
    Das Preis-Leistungsverhältnis steht außer Frage.
    Übrigens: von Euro Normen und innerstädtischen Fahrverboten liest man auch nichts mehr – komisch.

  2. Auch der deutsche Autofahrer wird sich entscheiden müssen, ob er für den Weg zur Arbeit einen Stromer für 25 Tsd. oder einen kleinen chinesischen Benziner für 10 Tsd. Sieht so aus, als wenn der chinesische Autokäufer sich schon entschieden hat.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Oh mei, oh mei, Helmchen,
      hättest du noch ansatzweise eine Ahnung von deinem ehemaligen Vaterland oder Mutterland, also dem Land, das du in dem kurzen Interglazial zwischen Kohl und Merkel verlassen hast und seitdem andauernd basht, dann wüsstest du, dass niemand einen kleinen chinesischen Benziner für 10 Tsd. fährt. Schon dreimal nicht in deiner Geburtsregion Süddeutschland, da dominieren nach wie vor die dicken SUV-Benziner für 50 Tsd., da toben noch die ideologischen Schwanzvergleiche zwischen BMW, Audi oder Daimler Benz.
      Es geht nicht um den Weg zur Arbeit, es geht um das Volumen, das in der Grundstücks-Einfahrt protzt.

  3. @ Deinhart

    Die subventionierten Elektrowagen waren wirklich mit den Subventionen günstiger als z.B. im europäischen Ausland.

    Einige (sowieso schon Wohlhabende) haben sich die Elektrokarren daraufhin nur aus Geldgier gekauft um diese dann schnell wieder loszuwerden:

    https://www.energieloesung.de/magazin/der-danen-trick-elektroauto-gewinnbringend-nach-danemark-verkaufen/

    Ja. Der gute alte Dänentrick war schon eine schöne Sache damit sich sowieso schon Wohlhabende an unseren Steuergeldern bereichern konnten und das mit freundlicher Unterstützung unserer in wirtschaftlichen Fragen gut ausgebildeten Politiker.

    Aber was solls, unrechtmäßig war das Geschäftsmodell ja auch nicht. Alles Wunderbar und im Graubereich.

    Und nachdem die Regierung die Subventionen nun herunterfahren (muss) werden einige Hersteller neue Wege gehen, da diese Autos nicht gerade die Cashcows sind ;-)

    https://www.kreiszeitung.de/verbraucher/eine-zukunft-hat-kehrtwende-bei-vw-warum-der-verbrenner-beim-elektroauto-ploetzlich-92008106.html

  4. Naja, halbiert hat sich die deutsche Autoindustrie schon in etwa, und da ist noch reichlich Luft nach unten.
    Die Musik spielt immer mehr in Asien.

    Deutsche Autoproduktion hat sich seit 2017 halbiert | Automobilwoche.de

    https://www.automobilwoche.de/agenturmeldungen/deutsche-autoproduktion-hat-sich-seit-2017-halbiert

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

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