Folgen Sie uns
  • Brokervergleich
  • Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Devisen

Theresa Mays Untergang, der Handelskrieg und die Fed

Veröffentlicht

am

Von Naeem Aslam, chief market strategist bei ThinkMarkets

 

Das politische Ende von Theresa May

Die Sonne geht für Theresa May unter, ihre Tage als Premierministerin sind gezählt. Der britischen Abgeordneten haben deutlich gemacht, dass May offenkundig nicht in der Lage ist, den Job bei der Übergabe des Brexit-Deals auszuführen. Es ist also an der Zeit, das Büro zu verlassen.

Spekulanten wetten, dass sie innerhalb weniger Tage zurücktreten wird, was für das Pfund Sterling mehr Volatilität bedeutet. Sie hat gestern ihren letzten Trick ausprobiert: May bot engere Beziehungen zur Zollunion und auch die Möglichkeit eines weiteren Referendums an. Die Nachrichten brachten zunächst viel Aufregung für das Pfund Sterling mit sich, und wir erlebten einen enormen Anstieg des Preises – aber das begann zu verblassen, als die Händler erkannten, dass das, was sie anbot, nichts Neues war. Labour-Parteichef Jeremy Corbyn machte deutlich, dass der Deal nicht willkommen ist und es nichts Neues gibt, außer der Verpackung.

 

Der Handelskrieg

Was die globalen Aktienmärkte betrifft, so hatten wir in Asien einen ziemlich unspektakulären Verlauf, die US-Futures notierten kaum verändert. Der Schwerpunkt liegt auf dem Handelskrieg, und die Führer beider Länder, der USA und Chinas, scheinen dies als Schachspiel wahrzunehmen. Sie sind sich der Folgen ihres Handelns für das globale Wachstum scheinbar nicht bewusst. Ihre Disney-Welt sagt ihnen, dass die andere Partei mehr leidet – aber die Realität ist, dass in einem Handelskrieg niemand wirklich gewinnt.

Die chinesischen Beamten haben gestern ein weiteres positives Signal an die Trump-Administration gesendet, dass das Land bereit ist zu verhandeln, aber die USA müssten dafür ihr „Mobbingverhalten“ aufgeben.

 

Die Fed und der Dollar

An den Devisenmärkten dreht sich alles um die Stärke des mächtigen Dollars. Seit März hat er an Fahrt gewonnen, und es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich dies ändert. Dies trotz der Tatsache, dass die Fed in Bezug auf ihre Geldpolitik einen dvishen Ton angeschlagen hat. Noch gestern bestätigte James Bullard, St. Louis Fed, dass das Inflationswachstum überhaupt nicht beeindruckend sei, und wenn es so weitergehe, habe er kein Problem damit, eine Zinssenkung zu unterstützen. Aber wenn man sich den Dollar-Index ansieht, scheint es nicht so zu sein, dass Händler darauf achten. Der allmächtige Dollar scheiterte erst beim Widerstand von 98,32 und handelt derzeit bei 98,08.

Im Laufe des Tages haben wir das Protokoll der FOMC-Sitzung, und die Händler werden sich sehr genau damit befassen, um den Standpunkt der Fed gegenüber ihrer Geldpolitik zu beurteilen. Was in diesem Protokoll ganz wichtig sein wird, ist die Reaktion der Fed auf den anhaltenden Handelskrieg und die Verlangsamung des globalen Wachstums. Wir erwarten nichts Neues von der Fed, es ist sehr wahrscheinlich, dass die Fed den anhaltenden Handelskrieg zwischen den USA und China ignoriert.

 

 

Naeem Aslam

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Warnsignal

    22. Mai 2019 14:36 at 14:36

    Apropos „Mobbingverhalten“ der USA: (Reuters News) – Das Bundeswirtschaftsministerium hat die US-Sanktionsdrohungen gegen das deutsch-russische Pipelineprojekt zur Kenntnis genommen und lehnt extraterritoriale Sanktionen grundsätzlich ab.

    Die Amis wollen alle an dem Projekt beteiligten Unternehmen mit Sanktionen belegen (auch Deutsche). Offiziell wegen der Sorge um die Energieabhängigkeit Deutschlands von Russland, inoffiziell geht es aber wohl um Absatzkonkurrenz bei Gas.

    Soviel zu der Illusion, Trump will keinen Zweifrontenkrieg. Man denke nur an die Sanktionen gegen Venezuela, den Iran, die Türkei, Russland und demnächst eben auch gegen Deutschland. Soviel Interventionismus wie unter Trump gab es lange nicht. Würde Obama das alles verzapfen, hätte Trump sicher schon brutal dagegen getwittert.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Devisen

Türkische Lira wertet auf nach Wahl – Achtung, nicht zu früh freuen!

Veröffentlicht

am

Von

Die türkische Lira wertet aktuell auf. Allgemein wird es als „Sieg der Demokratie“ betrachtet, dass die gestrige Wahl in Istanbul klar für den CHP-Kandidaten Imamoglu ausging, und nicht den AKP-Kandidaten und ehemaligen türkischen Ministerpräsidenten Yildirim. So verliert Präsident Erdogans Partei also das wichtigste Bürgermeisteramt in der Türkei. 54% der Wähler stimmten für Imamoglu. Eine Zahl ist besonders negativ für die AKP auszulegen. Bei der ursprünglichen Wahl am 31. März lag der Abstand zwischen den Kandidaten nur bei 20.000 Stimmen. Der CHP-Kandidat gewann also nur hauchdünn, und die AKP konnte bei der Wahlkommission erfolgreich eine Neuwahl durchsetzen. Aber dieses Mal beträgt der Vorsprung des CHP-Kandidaten laut Berichten 730.000 Stimmen. Was für eine klare Aussage. Und das nur drei Monate nach der ersten Wahl! Istanbul ist nicht nur die größte und wirtschaftlich wichtigste Stadt in der Türkei. Auch 20% aller Türken leben hier. Es war also mehr als „nur“ eine einfache Bürgermeister-Wahl.

Türkische Lira wertet auf

Von Freitag Abend bis jetzt ist die türkische Lira spürbar aufgewertet. US-Dollar vs türkische Lira fiel von 5,81 auf 5,72 in der Nacht von Sonntag auf Montag. Heute früh um 9 Uhr gab es einen Tiefstkurs des Dollar gegen die Lira von 5,71. Aber aktuell notiert das Währungspaar wieder bei 5,76. Also ist es nur eine relativ kurze und begrenzte Freude der Devisenmärkte. Die Demokratie in der Türkei ist also nicht tod, und die Institutionen arbeiten unabhängig und sauber – zumindest bei dieser Wahl! Präsident Erdogan gratulierte dem Wahlsieger. Also, alles gut, Thema abgehakt? Zumindest für diesen Augenblick aus Sicht des Devisenmarktes.


Werbung: Trade.com bietet einen der geringsten Spredas aller CFD-Broker beim Germany 30 CFD. Vollständiger Kunden-Support in deutscher Sprache! Und wir bieten Ihnen ein umfangreiches und kostenloses Ausbildungspaket für Ihr zukünftiges Trading. Handeln Sie zum Beispiel Google, Apple, GBP/USD, EUR/GBP, Gold, FTSE, DAX und über 2.100 weitere globale CFDs, einschließlich den neuen Cannabis-Aktien Mehr dazu erfahren Sie beim Klick an dieser Stelle.

Raketen-Streit mit den USA

Wer ein Auge auf die türkische Lira geworfen hat, der hake bitte jetzt die Istanbul-Wahl ab. Mit der kleinen Aufwertung hat der Devisenmarkt dieses Thema „verarbeitet“. Weit wichtiger wird am kommenden Wochenende der G20-Gipfel in Japan sein. Dort treffen Präsident Erdogan und Donald Trump wahrscheinlich aufeinander. Es geht darum, dass die beiden irgendeine Art von Lösung für das Raketenproblem finden. Denn die Türkei hat bereits bei Russland Raketen gekauft, womit man die NATO und vor allem den Partner USA brüskiert hat.

Die USA drohen mit Sanktionen gegen die Türkei. Kann dieser Streit am kommenden Wochenende gelöst werden? Gibt es bis dahin neue Infos zu dem Thema? Das dürfte in der aktuellen Woche im Fokus für Trader der türkischen Lira sein. Schauen wir doch hier mal auf das große Bild, nämlich Dollar vs Lira seit 2016. Im August letzten Jahres gab es den großen Lira-Crash, USDTRY stieg bis auf 7,18. Danach kam die Erholung. Aber von der Grundtendenz her ist die türkische Lira seitdem wieder am Schwächeln. Für eine Erholung braucht die Lira eine sinkende Inflation, verlässliche politische Aussagen, und eine Entschärfung des Streits mit den USA. Ach ja, und ganz nebenbei. Wirtschaftsdaten wie Arbeitslosigkeit etc sollten sich natürlich auch verbessern, wenn möglich.

USD vs Türkische Lira seit 2016

weiterlesen

Devisen

Euro: scheitert er nicht, scheitert Europa! Markus Krall im Interview

Veröffentlicht

am

Von

„Scheitert der Euro, dann scheitert Europa“ – dieser von Angela Merkel geprägte Satz bestimmt die Agenda der europäischen Politik. Aber ist das wirklich so? Oder ist der Euro eigentlich genau das Problem, an dem Europa scheitern wird? Markus Krall sieht das so – selbst Deutschland habe keine Vorteile vom Euro, sagt der Banken-Kenner Markus Krall. Denn faktisch bekomme Deutschland über Target2 lediglich ungedeckte Schuldscheine. Und selbst Deutschlands Industrie, die von dem schwachen Euro scheinbar profitiert, wird bequemer und verliert dadurch an Wettbewerbsfähigkeit.

Markus Krall jedenfalls geht davon aus, dass wir schon in wenigen Jahren eine Währungsreform bekommen werden:

weiterlesen

Aktien

Giovanni Cicivelli: Vorschau auf Forex-Trades und spannende Aktien-News

Veröffentlicht

am

Heute habe ich gleich drei Forex-Trades und spannende Aktien-News für euch. An dieser Stelle nur eine kurze Vorschau. Wollt ihr das ausführliche Video sehen, seid aber noch nicht registriert? Dann bitte einfach hier anmelden, es ist kostenlos!

weiterlesen
Bitte abonnieren Sie unseren Newsletter.


Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen