
Wie befürchtet, spielen die Zölle und ein drohender Handelskrieg künftig eine wichtige Rolle. Und Donald Trump hat noch einige wirtschaftspolitischen Pfeile im Köcher.
Die quälende Ungewissheit
Anfänglich wurde der Wahlsieg von Donald Trump an den Börsen gefeiert. Doch mehr und mehr kommen Zweifel auf. Vor allem die im Wahlkampf angekündigten Zölle bereiten den Anlegern zunehmend Kopfschmerzen. Die gegen die Nachbarn Mexiko und Kanada verhängten Zölle werden erst einmal um einen Monat verschoben. Solange, bis Donald Trump seinen Willen durchgesetzt hat. Nur China spielt nicht mit und hat bereits Gegenmaßnahmen angekündigt. Das muntere Drehen der Zollspirale hat nun begonnen. Und noch nicht alle potenzielle Ziele der neuen US-Regierung sitzen auf dem Eskalationskarussell. Und das nächste „Opfer“ der „America First-Politik“ ist ausgemacht, die Europäische Union. Den Aktienmärkten fehlt es im Augenblick an Planungssicherheit. Ein vor der Wahl angekündigtes hohes Anheben der Zölle wäre für die Börsen einfacher zu verdauen gewesen. Nun müssen die Marktteilnehmer erst einmal mit der Wankelmütigkeit von Donald Trump leben.
Anleger bleiben noch gelassen
Noch schätzen die Marktteilnehmer das Risiko als überschaubar ein. Gut zu erkennen am Wochenchart. Nach kurzen, aber mitunter heftigen Pausen, wurde der übergeordnete Aufwärtstrend bislang immer fortgesetzt. Im Augenblick läuft eine der genannten Pausen. Um diese zu beenden, sollte der US-Index die Oberseite der Handelsspanne bei 6.099 Punkten überwinden. Eine Bestätigung des Ausbruchs gen Norden durch ein Kaufsignal beim MACD und einem Sprung des RSI (5 Wochen) oberhalb der Marke von 70 wären hierbei sehr hilfreich.








