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16.12.2025 12:41
Die Chewy Aktie legt nach starken Quartalszahlen deutlich zu. Der US-Onlinehändler für Haustierbedarf übertraf die Erwartungen der Analysten sowohl beim…
16.12.2025 10:43
Der Nasdaq notierte gestern Morgen bei 25.312 Punkten. Der Index konnte sich am Vormittag zunächst erholen. Die Erholungsbewegung hat bis…
16.12.2025 10:43
DAX Prognose für Dienstag, 16.12.25 – DAX Prognose zum Wochenstart Der DAX ist gestern Morgen bei 24.320 Punkten in den…
16.12.2025 09:50
Bitcoin aktuell unter Druck: Verzögerung bei US-Krypto-Regulierung belastet den Markt Bitcoin aktuell steht erneut unter Verkaufsdruck: In der vergangenen Woche…
16.12.2025 07:42
🚀 Key Takeaways Globale Aktienmärkte unter Druck Die asiatisch-pazifischen Börsen folgen den Verlusten der US-Märkte. Belastend wirken vor allem die…

Der Zinsentscheid der Fed hatte die Anleger nicht vom Hocker gerissen. Auch beim heutigen Zinsschritt der EZB dürften sich die Jubelstürme in Grenzen halten.

Fed hält die Füße stiel, EZB macht einen Schritt nach vorne

Die Federal Reserve hatte gestern den Leitzins nicht angerührt. Dies wurde im Vorfeld bereits erwartet und die ausgebliebende Zinssenkung war daher keine Überraschung. Jerome Powell begründete die vorsichtige Haltung mit der weiterhin hohen Inflation. Vielmehr könnte jedoch die Ungewissheit über die künftige Wirtschaftspolitik der neuen Trump-Regierung eine wichtige Rolle gespielt haben. Vor allem steht die bange Frage im Raum, ob der neue US-Präsident Importzölle mit aller Gewalt erheben und damit das Inflationskarussell wieder anschieben wird. Im Fall steigender Verbraucherpreise könnte die Fed eine längere Zinspause einlegen.

Einen Schritt voraus ist dagegen die Europäische Zentralbank. Christine Lagarde wird heute voraussichtlich an der Zinsschraube drehen. Erwartet wird eine kleine Leitzinssenkung von 25 Basispunkten. Aber auch im EZB-Tower in Frankfurt werden die Währungshüter die Wirtschaftspolitik jenseits des Atlantiks abwarten. Behält Donald Trump die Nerven und verschont Europa und China mit den genannten Zöllen, könnte sich die EZB-Chefin im März sogar zu einem großen Zinsschritt von 50 Basispunkten hinreißen lassen.

DAX überholt den mächtigen S&P

Die Frage darauf, wohin im Augenblick das Geld fließt, lässt sich schnell beantworten. Nämlich auf das Frankfurter Börsenparkett. Vor allem der KI-Boom und die Aussicht auf Steuersenkungen und Deregulierungen haben die US-Aktien nach der US-Wahl im November des vergangenen Jahres beflügelt und die europäischen Börsen blass ausschauen lassen. Doch das Blatt für die Handelsplätze auf dem alten Kontinent hat sich gewendet. Auf Sicht der letzten drei Monate konnte der DAX den mächtigen S&P zu  Beginn des neuen Börsenjahres überholen. Die jüngsten DeepSeek-Verwerfungen dürften eine Rolle gespielt haben. Vor allem die erfolgsverwöhnten KI-Aktien wurden abgestraft. Der deutsche Leitindex – hier sucht man vergebens nach Tech-Aktien, geschweige KI-Papiere – zeigte sich von dem DeepSeek-Schock kaum beeindruckt und konnte neue Allzeithochs markieren. Nun stellt sich den Marktteilnehmern hierzulande aber die Frage, wie lange die Outperformance gegenüber der Wall Street anhalten wird. In der Regel ist diese nicht von langer Dauer.


Christian Henke ist Senior Market Analyst beim Onlinebroker IG Europe GmbH für Deutschland und Österreich und seit mehr als 20 Jahren im Finanzsektor tätig. Er ist seit 2001 Mitglied in der Vereinigung Technischer Analysten Deutschlands (VTAD) und hat den Abschluss zum Certified Financial Technician (CFTe). Seine Schwerpunkte sind die Konstruktion von Handelssystem und die Point & Figure-Charts.