
Donald Trump arbeitet konsequent seine To-Do-Liste ab und verhängt die nächsten Zölle. Diesmal trifft es die ausländische Automobilindustrie. Doch auch diesmal scheint das die Anleger nicht zu interessieren.
BMW & Co. unter Druck – Schaden hält sich in Grenzen
Donald Trump wie er leibt und lebt. Der neue US-Präsident verschwendet keine Zeit und verhängt die nächsten Zölle. Nun ist die Automobilindustrie dran. Ab Anfang April könnten PKWs in den Vereinigten Staaten erheblich teurer werden, nämlich bis zu 25%. Somit knüpft sich Trump den nächsten Wirtschaftszweig vor und verhängt Zölle.
Doch der Schaden hält sich bislang in Grenzen. Die vier großen deutschen Autokonzerne BMW, Mercedes-Benz, Porsche und Volkswagen verlieren zwar heute, das Minus ist jedoch recht überschaubar. Auch der Stoxx 600 Automotive & Parts sieht charttechnisch gut aus. Nach der Bodenbildung Ende November des vergangenen Jahres hat sich der europäische Automobilindex gut erholt und konnte zuletzt einige fallende Hochs zurückgewinnen. Zudem hat der einfache 50-Tage-Durchschnitt wieder nach oben gedreht. Somit könnte die derzeitige Erholung fortgesetzt werden.
Die Warnungen werden lauter, doch es interessiert keinen
Fast schon gebetsmühlenartig wird vor einer drohenden Korrektur gewarnt. Doch im Augenblick stoßen die Warnungen auf taube Ohren. Vor allem ging es zuletzt für den DAX zu schnell aufwärts. Allein schon der parabelförmige Kursanstieg mahnt zur Vorsicht. Aber auch der Abstand des deutschen Leitindex zum einfachen 200-Tage-Durchschnitt lässt einen technisch orientierten Anleger schwindelig werden. In den zurückliegenden zwei Jahren betrug der Abstand zur Glättungslinie im Durchschnitt (Median) rund 13%. Zurzeit hat sich der DAX deutlich mehr von der Glättungslinie nach oben entfernt. In der Regel führt dies letztendlich zu einer Korrektur.
Noch ist die charttechnische Welt in Ordnung
Bei der Betrachtung des Wochencharts gibt es nichts zu meckern, außer vielleicht der bereits erwähnte parabelförmige Kursanstieg und der hohe Abstand zum 50-Wochen-Durchschnitt. Ansonsten könnte es laut den Indikatoren durchaus weiter gen Norden gehen. Allerdings sollte angesichts der mehr als beachtlichen Performance seit Jahresbeginn der Stop Loss nachgezogen werden. Hierbei könnte der Supertrend-Indikator mit der Einstellung 10 Perioden und einem Multiplikator von 3 bei aktuell 20.825 Punkten als Stop Loss verwendet werden. Als Unterstützung dient das 161,8%-Fibonacci-level bei 21.949 Zählern. Bleibt trotz aller Bedenken eine Korrektur aus, könnte es nach Erreichen der psychologischen Marke bei 23.000 Punkten bis zum 423,6%-Level bei 23.360 Zählern gehen.









