
Das hatten sich die Anleger an der Wall Street wohl anders vorgestellt. Von der Hoffnung auf steigende Kurse nach der Wahl ist nicht mehr viel übrig geblieben. Ernüchterung macht sich breit.
Zölle, Zölle, Zölle und ein Ende ist nicht in Sicht
US-Präsident Trump wird nicht müde, weitere Zölle zu erheben. Und das konsequente Umsetzen seiner Wahlversprechen stößt den Anlegern an der Wall Street, aber mittlerweile auch weltweit, zunehmend sauer auf. Die Euphorie kurz nach dem Wahlsieg ist verpufft. Von Steuersenkungen und Deregulierungen ist im Augenblick keine Rede. Vielmehr sind die Zölle und deren befürchteten Auswirkungen auf Inflation und Wachstum das zentrale Thema. Vom Wahltag Anfang November bis zum gestrigen Handelstag hat der S&P sämtliche Kursgewinne abgegeben und weist nun ein Minus von rund vier Prozent auf. Ein wenig überraschend ist dagegen die Situation an den europäischen Börsen, vor allem in Frankfurt. Trotz der schon eh angeschlagenen deutschen Wirtschaft und den wahrhaftig nicht allzu rosigen Aussichten hinsichtlich der Zollproblematik strotzt der DAX vor Stärke und konnte im gleichen Zeitraum um mehr als 16% zulegen. Allerdings hat die gute Stimmung hierzulande in den vergangenen Tagen ein wenig nachgelassen. Wenngleich noch nicht von einer Korrektur gesprochen werden kann, sind die Marktteilnehmer vorsichtiger geworden.










