
Donald Trump ist noch nicht als neuer US-Präsident vereidigt und sorgt schon für Verunsicherung an den Märkten. Die Anleger bangen um die erhofften Zinssenkungen.
Wichtigste Punkte:
- Donald Trump eilt aus
- Volatilität zieht an und die Börsen gen Süden
- Ölpreis feiert sein Comeback
- DAX entfernt von neuen Höchstständen
Der nächste Rundumschlag von Trump
In genau einer Woche wird Donald Trump in Washington als neuer US-Präsident vereidigt. Und wenngleich noch nicht in Amt und Würden teilt Trump nach allen Seiten aus. Vor dem Einzug in das Weiße Hause wurden nun neuerliche Sanktionen gegen Russland angekündigt. Davon betroffen sind vor allem die Öllieferungen. Kein Wunder, dass die Notierungen des schwarzen Goldes deutlich anziehen. Der Ölpreis feiert sein Comeback.
Droht das Ende des Zinssenkungszyklus?
Die starken US-Arbeitsmarktdaten Ende der vergangenen Woche haben die Erwartungen hinsichtlich weiterer Zinssenkungen empfindlich gedämpft. Aber vor allem eine mögliche Rückkehr der Inflation bereitet der Federal Reserve und den Anlegern Kopfschmerzen. Donald Trump möchte seine Wahlversprechen einhalten und Zölle auf Waren aus China und der Europäischen Union erheben. Das Nachsehen hätten die Konsumenten jenseits des Atlantiks, die tiefer in die Geldbörse greifen müssten. Aber auch die Preise und somit die Teuerungsrate würden dann wieder steigen. In diesem Fall hätte die US-Notenbank kaum noch Argumente für weitere Zinssenkungen. Ob die Fed, wie erwartet, in diesem Jahr zwei Mal an der Zinsschraube drehen wird, ist in diesem Augenblick eher fraglich.
Die Volatilität zieht an und die Börsen gen Süden
Anleger mögen bekanntlich keine Verunsicherung und sind recht schreckhaft. Im Augenblick geht die Angst wieder umher. Folglich steigt die Volatilität und somit das Risiko. Gut zu erkennen am Angstbarometer Volatilität. Die historische Volatilität konnte im Tageschart das 61,8%-Fibonacci-Retracement bei 18,95 überwinden. Charttechnisch betrachtet könnte nun das Niveau von Anfang August 2024 bei 22,67 angesteuert werden. Infolge der negativen Korrelation könnte es an den weltweiten Aktienmärkten ungemütlich werden.








