
Zuerst wurde der starke US-Arbeitsmarktbericht Ende der vergangenen Woche gefeiert. Doch nun herrscht ein wenig Ernüchterung. Große Zinsschritte wird es wohl kaum geben.
Wohl nur kleine Zinsschritte
Die Freude über das starke Beschäftigungswachstum in den USA Ende der vergangenen Woche war groß. Die Sorge über eine drohende Rezession hatte sich schnell verflüchtigt. Doch der gute Arbeitsmarktbericht scheint seine Schattenseite zu haben. Die Chance auf weitere große Zinsschritte ist deutlich kleiner geworden. Laut der Optionsbörse CME wird für das nächste FOMC-Meeting am 7. November mit einer Zinssenkung von lediglich 25 Basispunkten gerechnet. Auch auf der letzten Fed-Sitzung in diesem Jahr könnte die US-Notenbank den Leitzins um 25 Basispunkte senken.
US-Inflationsdaten könnten wichtig sein
Ganz oben auf der Agenda dürfte am Donnerstag die US-Inflationsdaten stehen. Diese könnten weitere Hinweise auf den zinspolitischen Weg der Federal Reserve liefern. Eine böse Überraschung sollte nach Möglichkeit vermieden werden. Fallen die Verbraucherpreise höher aus als erwartet, könnte die Fed im November die Füße stillhalten und nicht an der Zinsschraube drehen.
Tech-Aktien wieder gefragt
Ruhig war es um die US-Technologieaktien geworden. Doch nun rücken diese auf der Einkaufsliste der Anleger wieder nach oben. Der Nasdaq nähert sich einem wichtigen charttechnischen Widerstand, der Obergrenzen der Handelsspanne bei 20.087 Punkten. Erst wenn diese Hürde übersprungen wird, könnte das Allzeithoch bei 20.970 Zählern angesteuert werden. Ebenfalls gefragt ist das Tech-Schwergewicht NVIDIA. In den zurückliegenden Tagen konnten die fallenden Hochs bei 127,66/131,26 USD zurückgewonnen werden. Die nächsten Etappenziele gen Norden sind die beiden vorherigen fallenden Hochs bei 137,31/140,98 USD. Fundamental hätte die NVIDIA-Aktie durchaus noch mehr Luft nach oben. Von insgesamt 42 Analysten sind 39 Experten unverändert bullish für den Titel gestimmt und sehen das durchschnittliche Kursziel bei aktuell 152,44 USD. Davon sind die Notierungen im Augenblick noch rund 15% entfernt.
DAX – 19.000-Punkte-Marke wackelt, fällt aber nicht
Die 20.000-Punkte-Marke scheint erst einmal Welten entfernt zu sein. Vielmehr haben die Bullen im Augenblick die Mühe, die psychologische Marke bei 19.000 Zählern zu verteidigen. Bislang mit Erfolg. Recht lange hatte es gedauert, das ehemalige Allzeithoch bei 18.925 Punkten und die besagte „runde“ Zahl bei 19.000 Zählern zu überwinden. Und nun fungieren beide Chartmarken als solide Unterstützungen. Ein Rutsch darunter wäre aber auch kein Beinbruch. Die exponentielle 50-Tage-Durchschnittslinie bei 18.729 Punkten könnte dann dem DAX zu Hilfe eilen, wie es zuletzt auch schon der Fall war.








