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Die Anleger an der Wall Street befinden sich infolge der US-Zollpolitik in der Angststarre. Dagegen herrscht auf dem Frankfurter Börsenparkett weiterhin eitel Sonnenschein. Noch muss man sagen.

DAX – Von einer Korrektur noch keine Spur

Die Angst vor der US-Zollpolitik und den befürchteten Auswirkungen auf Inflation und Wachstum wird hierzulande auch weiterhin auf Seite geschoben. Die Wachstumsinitiative der künftigen große Koalition sorgt allgemein für gute Stimmung. Eine Mehrheit im Bundestag für das geplante Sondervermögen gilt als sicher. Trotz aller fiskalpolitischen Bedenken zeigen sich die Marktteilnehmer zufrieden. Gegenüber der Wall Street ist beim DAX von einer Korrektur bislang keine Spur.

Allerdings ist ein Haar in der Börsensuppe zu finden. Der Trendbestätigungs-Indikator ADX mit der Einstellung 14 Tage notiert unterhalb der Marke von 20. Somit liegt im Augenblick eine trendlose Marktphase vor. In diesem Fall kommen die klassischen Oszillatoren zum Einsatz, wie beispielsweise der Relative Stärke-Index (RSI nach Wilders, ebenfalls mit der Einstellung 14 Handelstage. Der RSI Zeigt nicht nur gen Süden, der kurzfristige Abwärtstrend ist weiterhin intakt.

Auch charttechnisch ist eine Seitwärtsphase zu beobachten. Im Tageschart hält sich der deutsche Leitindex in einer Handelsspanne auf. Das jüngste Allzeithoch bei 23.474 Punkten stellt die Obergrenze dar. Nach unten sichern die untere Begrenzung der Trading Zone bei 22.113 Zählern sowie die steigende exponentielle 50-Tage-Durchschnittslinie bei 22.050 Punkten ab. Damit es wieder aufwärts gehen kann, sollte die Trenddynamik wieder anziehen und die Marke bei 20 zurückerobert werden.

S&P – Den Anlegern ist Angst und Bange

Die Börsianer an der Wall Street können sich bei dem 61,8%-Fibonacci-Retracement bei 5.494 Punkten bedanken. Die genannte Unterstützung konnte erst einmal verteidigt werden. Doch die derzeitige Gegenbewegung könnte bereits in Kürze enden. Gegenüber dem DAX weist der bereits erwähnte ADX eine starke Trendphase auf. Ein weiterer Bestandteil des Directional Movement Indikators ist neben dem ADX die beiden Linien DI(+) und DI(-). Diese geben die Zahl steigender bzw. fallender Tageskurse innerhalb einer Periode an. Die Standardeinstellung ist 14 Tage. Notiert DI(+) über DI(-), liegt ein Aufwärtstrend vor. Umgekehrt muss dem Basiswert ein Abwärtstrend bescheinigt werden. Und dies ist beim S&P zurzeit der Fall. Angesichts des steigenden ADX sich der Abgabedruck sogar noch beschleunigen.

Ein Rutsch unter das 61,8%-Level hätte weiter fallende Notierungen zur Folge. Das nächste Etappenziel auf der Unterseite wäre dann das Zwischentief bei 5.385 Zählern von Anfang September des vergangenen Jahres.

 


Christian Henke ist Senior Market Analyst beim Onlinebroker IG Europe GmbH für Deutschland und Österreich und seit mehr als 20 Jahren im Finanzsektor tätig. Er ist seit 2001 Mitglied in der Vereinigung Technischer Analysten Deutschlands (VTAD) und hat den Abschluss zum Certified Financial Technician (CFTe). Seine Schwerpunkte sind die Konstruktion von Handelssystem und die Point & Figure-Charts.