
DAX Aktuell – Der nächste Zollhammer
Das Zollkarussell dreht sich, wie befürchtet, schneller. Die USA erheben nun Zölle auf Stahl und Aluminium. Diese lassen nicht unbedingt die Angst vor einem neuen Handelskrieg kleiner werden.
Trump teilt munter aus
Die im Wahlkampf angekündigten Steuersenkungen und Deregulierungen, die an der Wall Street anfänglich gefeiert wurden, spielen im Augenblick keine große Rolle. Weitaus mehr Beachtung findet die Wirtschaftspolitik der neuen US-Regierung, vor allem die Zollpolitik. Und diesbezüglich hat Donald Trump noch einige Pfeile im Köcher. Nun werden Zölle auf Stahl und Aluminium erhoben. Und der neue Amtsinhaber dürfte keinen Halt machen. Die Anleger warten mit Sorgen auf Importzölle auf Waren aus der Europäischen Union und China. Laut Bundeskanzler Scholz würde die EU prompt mit Gegenmaßnahmen reagieren, die Reaktion aus Washington dürften aber nicht lange auf sich warten lassen. Aber auch China wird nicht klein beigeben. Und plötzlich wäre er da, der neue Handelskrieg. Verlierer wären wohl alle beteiligten Konfliktparteien, vor allem aber die Weltkonjunktur und die Börsen.
Verrückte Welt – Die Outperformance der Europäer
Die nach dem Wahlsieg von Donald Trump im November des vergangenen Jahres erwartete Outperformance der Wall Street ist bislang ausgeblieben. Vielmehr haben die europäischen Börsen aufgeholt und sogar die Nase vorn, vor allem der deutsche Leitindex. Der DAX eilt im Augenblick von einem neuen Allzeithoch zum anderen. Wenngleich die derzeitige Rekordjagd nicht unbedingt die konjunkturelle Situation in der Eurozone widerspiegelt und der Kursmotor allmählich heiß gelaufen ist, bleiben die Aktien aus der ersten Börsenliga beliebt. Das heimische Börsenbarometer steuert die psychologische Marke bei 22.000 Punkten an. Ebenfalls erfreulich ist die Performance gegenüber dem S&P. Seit Jahresbeginn konnte der DAX um mehr als 9% zulegen, der S&P kommt dagegen auf ein mageres Plus von lediglich 3%. Die Outperformance könnte durchaus noch eine Weile andauern. Im Performance-Chart konnte der deutsche Leitindex ein vorheriges Hoch aus dem Weg räumen. Beim marktbreiten US-Index liegt ein intakter Abwärtstrend vor.









