Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat festgestellt, dass der Konzernabschluss der Deutschen Bank AG für das Jahr 2019 Fehler enthält.

Grafik: frimufilms – Freepik.com
Konkret bemängelt die BaFin zwei Punkte:
- Fehlende Angaben zu latenten Steuern: Im Konzernanhang ist nicht der vollständige Betrag von 2,076 Milliarden Euro an aktiven latenten Steuern ausgewiesen. Dieser Teil der 5,986 Milliarden Euro umfassenden Summe muss laut BaFin gesondert dargestellt werden.
- Fehlende Begründung für den Ansatz latenter Steuern in den USA: Die Deutsche Bank hat in den USA in den Jahren 2017, 2018 und 2019 Verluste verzeichnet. Daher ist es laut IAS 12 erforderlich, dass das Unternehmen substanziell begründet, warum es trotz dieser Verluste weiterhin von künftigen Gewinnen in den USA ausgeht und dementsprechend aktive latente Steuern bilanziert.
Diese Verstöße gegen die International Accounting Standards (IAS) 12.24, 12.31, 12.35 und 12.82 hat die BaFin dazu veranlasst, die Bekanntmachung nach § 109 Absatz 2 Satz 1 Wertpapierhandelsgesetz zu veröffentlichen.
Die Deutsche Bank hat die Fehler mittlerweile korrigiert.
Etwaige Auswirkungen auf den Jahresabschluss 2019 oder den Aktienkurs der Bank sind derzeit nicht absehbar.
Link zur BaFin: https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Massnahmen/Bilko/Massnahmen/meldung_2024_07_15_Deutsche_Bank.html

