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16.12.2025 07:42
🚀 Key Takeaways Globale Aktienmärkte unter Druck Die asiatisch-pazifischen Börsen folgen den Verlusten der US-Märkte. Belastend wirken vor allem die…
15.12.2025 18:57
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15.12.2025 16:37
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15.12.2025 12:59
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15.12.2025 07:32
Der Marktbericht Börse zum Wochenstart zeigt eine vorsichtige Erholung an den internationalen Aktienmärkten. Nach den deutlichen Verlusten vom Freitag, ausgelöst…

Ein kleiner „schwarzer Montag“ erschüttert heute die Aktienmärkte. Auslöser ist das chinesische Startup-Unternehmen DeepSeek. Das neue KI-Modell aus dem Reich der Mitte löst eine Verkaufswelle aus.

Kursrutsch zum Wochenauftakt

Und plötzlich ist die heile KI-Welt nicht mehr so rosig. NVIDIA & Co. bekommen aus China ernsthafte Konkurrenz. Kein Wunder, dass Aktien wie beispielsweise NVIDIA im freien Fall sind. Und folglich auch die US-Technologiebörse, die im Augenblick rund 5% an Wert verliert.

Der charttechnische Schrecken fing bereits vor wenigen Tagen an. Drei Versuche scheiterten, das Verlaufshoch bei 21.857 Punkten von Ende Dezember zu überwinden. Die heutige „Hiobsbotschaft“ aus China hat die bislang vom KI-Boom verwöhnten Anleger zutiefst erschrocken.

Im Moment sieht es vorbörslich danach aus, als würden die Oberseite der Handelsspanne bei 21.233 Zählern, die exponentielle 50-Tage-Durchschnittslinie bei aktuell 21.166 Punkten und das 23,6%-Fibonacci-Retracement bei 20.972 Zählern überrannt. Dennoch sollte im späteren Verlauf der Schlusskurs an der Nasdaq abgewartet werden.

Verstärkt sich jedoch ab Nachmittag der Abgabedruck, könnte es sogar in Richtung der Kreuzunterstützung bei 20.290/20.260 Punkten gehen. Im Tageschart liegen dort das 38,2%-Fibonacci-Level und die untere Begrenzung der genannten Trading Zone.

Schlimm, aber kein Beinbruch

Zugegeben, die Anleger dürften sich einen schöneren Wochenauftakt gewünscht haben. Trotz des vorbörslich hohen Kursrückgangs ist damit weder der KI-Boom an der Wall Street noch der mittelfristige Aufwärtstrend beendet. Vielmehr bewegt sich der Nasdaq zurzeit in Richtung seines statistisch fairen Mittelwertes (Regressionsgerade) bei 21.468 Punkten. Ob dieser heute unterschritten wird, sollte abgewartet werden. Und auch dann wäre dies kein Beinbruch. Im ungünstigsten Fall könnte es abwärts bis zur unteren Standardabweichung bei 20.155 Zählern gehen. Wie im Regressionschart zu erkennen ist, war dies in den zurückliegenden zwölf Monaten drei Mal der Fall. Im Anschluss kam es dann zu deutlichen Gegenbewegungen gen Norden.


Christian Henke ist Senior Market Analyst beim Onlinebroker IG Europe GmbH für Deutschland und Österreich und seit mehr als 20 Jahren im Finanzsektor tätig. Er ist seit 2001 Mitglied in der Vereinigung Technischer Analysten Deutschlands (VTAD) und hat den Abschluss zum Certified Financial Technician (CFTe). Seine Schwerpunkte sind die Konstruktion von Handelssystem und die Point & Figure-Charts.