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Europa

Timo Baudzus und Max Otte: Wir brauchen einen New Deal für Deutschland

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Als „New Deal“ bezeichnen Historiker die Serie von Wirtschafts- und Sozialreformen, die in den Jahren 1933 bis 1938 unter US-Präsident Franklin Roosevelt umgesetzt wurden. Sie waren eine Art Wendepunkt der amerikanischen Wirtschaftsgeschichte im Angesicht einer gigantischen Krise – und ermöglichten den USA im Gegensatz zu Ländern wie Deutschland die Fortsetzung der Demokratie und der Marktwirtschaft.

Derzeit befindet sich die deutsche Industrie im Abschwung, und überhaupt ist schleierhaft, wie die Zahlungsversprechen aus der Vergangenheiit in der Zukunft eingelöst werden können (Pensionsansprüche etc.). Das könne, so meint Timo Buadzus im Gespräch mit Max Otte, nur dann gelingen, wenn Deutschland endlich mutiger wird und eine Art „New Deal“ riskiert:

2 Kommentare

2 Comments

  1. DerHofnarr

    26. April 2019 12:57 at 12:57

    Selten so einen heuchlerischen Quatsch über den New Deal gelesen.
    Die Amerikaner waren mit ihrer Kriegswirtschaft Hauptprofiteur des 2. Weltkrieges (genauso wie schon im 1. Weltkrieg). Der New Deal hatte mit Rettung/Fortsetzung der Demokratie und Marktwirtschaft in den USA gar nichts zu tun.
    Deutschland braucht sicherlich keinen NEW DEAL! Deutschland braucht Meinungsfreiheit, Sachdebatten und klar denkende Köpfe und keine emotional agierenden sozialistische Ideologen in Regierungsämtern!

    • Michael

      30. April 2019 01:59 at 01:59

      @DerHofnarr, ich hoffe, Sie tragen Ihren lächerlichen Nickname nicht zurecht, auch wenn Sie sich freiwillig so bezeichnen. Wir werden es aufgrund Ihrer Antworten sicher sehen.

      Was genau verstehen Sie unter sozialistisch?

      Wir benötigen in einer Diskussion klare Begriffsdefinitionen und Prämissen, um nicht in einem populistischen Einheitsbrei zu versinken. Vor kurzem gab unsere allseits geschätzte @sabine zum Besten, dass selbst Adi Arschloch Massenmörder Hitler ein Sozialist und somit links war. Nun sprechen Sie erneut diesen mysteriösen Sozialismus an.

      Wir lesen ständig, dass CDU/CSU, SPD, Grüne und FDP links-sozialistisch sind. Sind sie also konsequenterweise auf Wellenlänge der NSDAP???

      Vor kurzem wurde hier eine Diskussion über induktives vs. deduktives Denken in der Wissenschaft angeschnitten. Allgemein anerkanntes deduktives Denken basiert auf Prämissen, also auf Aussagen bzw. Annahmen, aus denen eine logische Schlussfolgerung gezogen wird.

      Auf welchen Prämissen basieren Ihre hoch wissenschaftlichen Einschätzungen?

      Kennen Sie den Unterschied zwischen sozialistisch und sozial oder sozial-demokratisch bzw. deren zahlreiche Facetten?

      Haben Sie Probleme mit (typisch sozialistischen) Grundwerten wie Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität?

      Wie genau sieht Ihr konkreter gesellschaftlich-politischer Gegenentwurf aus, der Meinungsfreiheit, Sachdebatten und klar denkende Köpfe dem allgegenwärtigen Sozialismus in Abrede stellt und zur letztendlich ultimativen Stufe menschlicher Entwicklung führt?

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Europa

ZEW Index besser als befürchtet, aktuelle Lage aber schwächer

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Der ZEW Index (September; Konjunkturerwartungen) ist mit -22,5 weniger schlecht ausgefallen als befürchtet (Prognose war -38,0; Vormonat war -44,1, das war der schlechteste Wert seit Mai 2010!).

Dazu kommentiert ZEW: die Aussichten für die deutsche Wirtschaft bleiben negativ, die leichte Verbesserung bedeute keine Entwarnung..

Die Einschätzung der aktuelle Lage aber schwächer als erwartet, sie liegt bei -19,9 (Prognose war -37,4, Vormonat war -43,6, das war der schlechteste Wert seit Dezember 2011).

Einige Analysten hatten die schwächere Einschätzung der aktuellen Lage bereits antizipiert:

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Europa

EU-Handelsbilanz aktuell: Lieber Donald, bitte nicht weiter lesen…

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Die EU-Handelsbilanz für den Warenverkehr im Monat Juli wurde vor wenigen Minuten veröffentlicht. Bevor wir zu den Gesamtzahlen kommen, widmen wir uns den derzeit so extrem im Fokus stehenden Handelsbeziehungen mit den USA. Und da schauen wir uns mal den Gesamtsaldo der EU-Handelsbilanz für den Zeitraum Januar-Juli an im Vergleich zum selben Zeitraum im Vorjahr. Und siehe da. In 2018 lag der Überschuss der EU gegenüber den USA bei 80 Milliarden Euro. In 2019 ist es ein Überschuss von 90,9 Milliarden Euro – ein kräftiger Anstieg im Überschuss für die EU, und das Defizit der USA steigt deutlich. Diese Daten sollte Donald Trump besser nicht zu lesen bekommen. Sonst gibt es doch noch bald neue Autozölle gegen die EU? Im Gegenzug ist das Defizit in der EU-Handelsbilanz gegenüber China deutlich angestiegen, von -98,6 auf jetzt -109,2 Milliarden Euro. Man kann also deutlich simplifiziert sagen: Was die EU gegenüber den USA gewinnt, verliert sie wieder gegenüber China.

EU-Handelsbilanz Detaildaten

Aber nun zu den Gesamtzahlen. Die Eurozone erzielte im Juli einen großen Handelsbilanzüberschuss von 24,8 Milliarden Euro nach vormals 20,6 Milliarden Euro. Aber: Die Gesamt-EU liegt an der Nullschwelle. Sie erzielt ein Minus von 0,1 Milliarden Euro nach +0,2 Milliarden Euro im Juli 2018. Was für ein Unterschied. Aber man wird es sehen. Wenn Großbritannien (eines Tages?) aus der EU ausscheiden sollte, wird auch die Gesamt-EU plötzlich deutliche Überschüsse erzielen, weil die Briten ein deutlicher Netto-Importeur von Waren sind. Von Januar-Juli 2018 erzielten die Briten beim Export in Länder außerhalb der EU ein Defizit von 26,7 Milliarden Euro. In 2019 war es schon ein Defizit von 43,3 Milliarden Euro!

Hier die Eurozone (oben) im Vergleich zur Gesamt-EU:

EU-Handelsbilanz Relation zur Eurozone

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Europa

Aktuell: Großhandelspreise rauschen kräftig in die Deflation

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Soeben hat das Statistische Bundesamt die deutschen Großhandelspreise für den Monat August veröffentlicht. Im Vergleich zu August 2018 sinken sie um 1,1%. Im Juli waren es bereits -0,1%. Davor waren es im Jahresvergleich Veränderungen von +0,3%, 1,6%, 2,1% usw. Also: Binnen weniger Monate sind die Großhandelspreise schnell in die Deflation gerauscht. Im letzten Jahr lagen die Steigerungsraten oft sogar bei über +3% (Grafik). Aktuell ist das der schlechteste Wert seit drei Jahren! Die schwachen Großhandelspreise für Öl knallen voll rein in den Gesamtschnitt. Hier die Statistiker im Wortlaut:

Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung im Vergleich zum Vorjahresmonat hatten im August 2019 die um 6,1 % niedrigeren Preise im Großhandel mit Mineralölerzeugnissen. Ebenfalls kräftige Preisrückgänge gegenüber dem Vorjahr gab es im Großhandel mit Altmaterial und Reststoffen (-10,0 %), mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln (-9,0 %) sowie mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software (-6,3 %). Dagegen waren insbesondere die Preise für lebende Tiere (+13,7 %) sowie für Fleisch und Fleischwaren (+5,4 %) auf Großhandelsebene höher als im August 2018.

Großhandelspreise Langfristchart

Großhandelspreise Tabelle

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