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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

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„Too Big to Jail“ – die globale Mega-Bank, die sich aus allen Problemen freikaufen kann

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Schon mal was gehört von der „Hongkong & Shanghai Banking Corporation“? Einige wenige Menschen kennen sie als „HSBC“ bekannt, aber die allermeisten Menschen hierzulande kennen sie gar nicht. Weltweit ist sie die Nummer 9, und in Europa die Nummer 1. In Deutschland hatte man sich den ehrwürdigen Namen „Trinkaus & Burkhardt“ in Düsseldorf einverleibt, und firmiert seitdem als „HSBC Deutschland“ in Düsseldorf. Hierzulande ist die Bank nicht im Bewusstsein der breiten Masse, weil sie nicht als Privatkundenbank in Erscheinung tritt.

Aber europaweit und im globalen Maßstab ist sie die graue Eminenz der Banken, wird aber in Presseberichten nie in erster Reihe erwähnt, wenn es um Probleme im Finanzsystem geht. Gegründet in Asien und mit Zentrale in London ist die Bank eine Brücke zwischen Asien und Europa. Sie war an allen großen Finanzskandalen beteiligt, und kann sich stets mit Geldzahlungen aus Problemen freikaufen.

Die folgende ausführliche Dokumentation beleuchtet die Machenschaften der Bank ausführlich. Es geht um Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Korruption, und um massive politische Einflussnahme sowie die Verpflechtung mit der Politik in UK und China. Mit „Too Big to Jail“ spielt der Reportage-Titel an auf den Spruch „Too Big to fail“ oder auf deutsch „zu groß um sie fallen zu lassen“. Die HSBC scheint zu gut vernetzt und zu stark zu sein, als dass Top-Manager für kriminelle Aktivitäten ins Gefängnis wandern, oder dass die Bank in einzelnen Ländern ihre Banklizenz verliert.

Die Reportage ist absolut sehenswert, also bitte komplett anschauen!


Die HSBC-Zentrale in London. Foto: Danesman1 (CC BY-SA 3.0) – Ausschnitt aus Originalfoto

3 Kommentare

3 Comments

  1. frank

    20. September 2018 11:21 at 11:21

    Danke für den Hinweis auf die Doku. Ich würde mir aber etwas kritische Distanz von fmw wünschen. ARTE und andere ÖR-Dokus sind doch oft sehr einseitig, wirtschaftsfeindlich und sehr rot angehaucht…

  2. Friedrich Schmidt

    20. September 2018 12:39 at 12:39

    „Too big to jail!“ Wunderbar, herrlich! Sapienti sat! …möchte man sagen.
    Aber wo gibt es noch heute jene Spezies im Zeitalter der politisch bewusst dumm gehaltenen Massen des oder der „Sapientes“?
    Wir müssen uns mit einem angeblich demokratisch notwendigen, aber auch extrem gefährlichen Ersatz begnügen.
    Ich meine, jene von unserer (fast unmerklich gelenkten) Presse bewusst manipulierte politische unwissende (Stimmvieh) Mehrheit. Um sie als solche nicht jäh zu enttarnen, wird sie von allen Politikern hofiert, weil sie ja als angeblich „honoriger“ Teil unserer hier praktizierten „Demokratie“ „alternativlos“ wären.
    Hierzu hätte jeder gebildete Lateiner als „homo sapiens“ nur noch die Worte „sancta simplizitas“ übrig gehabt.
    Unser (wahrscheinlich deshalb inzwischen heimlich abgesetzter) Nationaldichter Friedrich Schiller hat hierfür die Worte gefunden: „Mehrheit??? Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unfug! Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen. Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen.
    …. und mit dem Satz geschlossen Denn es wird untergehen früh oder spat das Volk, wo Mehrheit regieret und Unverstand entscheidet!“ Sapienti sat!

  3. sabine

    20. September 2018 13:11 at 13:11

    HSBC ist überall.
    a) Wenn ein Autohersteller Rechnungen nicht bezahlt, nur weil er nicht will, auch wenn sie längst fällig ist und er versprochen hatte, bis x zu zahlen, dann ist er genauso asozial.
    b) Früher gingen Geschäfte per Handschlag. Der Kunde hat sich bemüht, wie verabredet zu zahlen und mußte nicht per Rechtsanwalt gezwungen werden. Heute zahlen nur noch extrem wenige, wenn es vereinbart ist, sondern nur noch, wenn es nicht mehr anders geht.
    Genauso Prevent: VW hat sich nicht an den Deal gehalten und dachte, er ist so groß, daß er den Lieferanten an die Wand drücken kann. Gott sei Dank hat Prevent widerstanden!
    c) Leider kommt es heute oft vor, daß man im Job gezwungen wird, schlecht zu sein, sonst fliegt man. Allein das LOPEZ-System, welches in Seminaren gezeigt wird, ist absolut unterirdisch. „Alles ist erlaubt.“ Die Nazis (braunen Sozialisten) sind auch nicht anders. Falls jemand der Vergleich zu hart ist, soll er sich das Lopez-Einkaussystem mal erklären lassen. Lügen, täuschen, verzögern, hinhalten, über den Tisch ziehen ist nicht nur erlaubt, sondern gefordert. Laut unserem Seminarleiter sit das System sogar in allen Branchen, auch Lebensmittel.

    Genau das wird bei Banken nicht anders sein.

    Dagegen steht das 1000mal bessere Toyota-System – führend im asiatischen Raum. Man macht Deals und trifft sich sehr oft zu Meetings, um Verbesserungen zu finden. Falls ein Lieferant eine findet, wird er belohnt!

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Das „Peter (Altmaier) Prinzip“ – wenn unfähige Politiker befördert werden

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Kürzlich ist etwas sehr Ungewöhnliches passiert: Vertreter des deutschen Mittelstands und der deutschen Industrie haben sich negativ über Wirtschaftsminister Peter Altmaier geäussert – ein echter Affront!

Woran liegt das? Marc Friedrich meint: am sogenannten „Peter-Prinzip“ der negativen Auslese in der Politik. Was das ist, erklärt Marc Friedrich in diesem Video:

 

 

 

Von Olaf Kosinsky – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=53950919

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Martin Sonneborn im EU-Parlament über Julian Asange

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Bekanntlich ist der Whistleblower Julian Asange kürzlich in London verhaftet worden – ihm droht die Auslieferung in die USA. Martin Sonneborn bringt den Skandal im EU-Parlament zur Sprache – vor einer unglaublich prall gefüllten Kulisse und mit rhetorischen Ungeheuerlichkeiten..

Sehr sehenswert:


Sonneborn in Stauffenberg-Verkleidung mit Parteikollege Nico Wehnemann auf der Frankfurter Buchmesse 2018
Von Ptolusque – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=73580794

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Politischer Tauschhandel mit der Post? 10% höhere Preise für 5000 Jobs

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Die Deutsche Post hat im Jahr 2018 insgesamt 2,2 Milliarden Euro Gewinn erwirtschaftet, nach Steuern! 2017 waren es noch 2,9 Milliarden Euro Gewinn. Aber immerhin, 2,2 Milliarden Euro sind auch noch ein nettes Plus (hier nachzulesen). So schlecht kann es dem ehemaligen Staatskonzern also wohl kaum gehen, stimmt´s? Oder brauch man doch ganz dringend mehr Geld?

Obacht! Ähnlich wie Lufthansa oder Deutsche Börse ist auch die Deutsche Post in ihrem Segment der einzig große Konzern in Deutschland, der im Ausland als bedeutender Global Player mitspielen kann (Monopolist oder beinahe Monopolist). Und genau diese Art von Unternehmen will unser aller Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier massiv stützen, schützen und fördern, wie er es in den letzten Wochen klar zum Ausdruck brachte (Nationale Champions schaffen).

Im Januar hatte die zuständige Bundesnetzagentur vorgeschlagen, dass man der Deutschen Post ein Preiserhöhungspotenzial von bis zu 4,8% zugestehen solle. Das fand die Post aber nicht so schön, und drohte indirekt mit der Entlassung von Mitarbeitern. Und was machte Peter Altmaier? Er tat, was zu tun war… die Bundesnetzagentur wurde angewiesen doch bitte ihren Berechnungsschlüssel (richtige Formulierung?) „anzupassen“.

Und ohhh Wunder, heute verkündet die Bundesnetzagentur, dass man der Deutschen Post einen Preiserhöhungsspielraum von bis zu 10,6% zugestehe. Mal eben mehr als verdoppelt, das ist doch was! Und nochmal ohhh Wunder. Die Agentur erwähnt in ihrer Veröffentlichung gleich zwei mal, dass die Deutsche Post versprochen habe im Gegenzug 5.000 neue Stellen zu schaffen. Dazu sagt die Agentur im Wortlaut:

Wir berücksichtigen die Ankündigung der Post, neue Zusteller einzustellen. Die Ankündigungen der Post werden wir überwachen.

Die Bundesnetzagentur wird kontrollieren, dass die angekündigten Neueinstellungen auch tatsächlich erfolgen.

Also, im Klartext: Es gibt einen nicht ausgesprochenen, aber mehr als offensichtlichen politischen Deal. Ihr schafft neue Jobs, dafür dürft ihr so richtig kräftig die Preise raufsetzen. Na da freut sich der Post-Kunde. Das ist doch mal so richtig „Freie Marktwirtschaft“. Gedankenspiel: Die Deutsche Post wird bei ihrer Job-Zusage wohl schon mal genau kalkuliert haben, ob sich die Mehrkosten fürs Personal rechnen bei einer zehnprozentigen Portoerhöhung. Und wollen wir mal wetten, es wird sich rechnen. Und es werden in der Rechnung wohl noch ein paar Taler Gewinn übrig bleiben.

Die +10,6% ist ein Gesamtrahmen. Wie stark zum Beispiel das klassische Briefporto steigt, wird im Mai festgelegt. Aber man darf ruhig von einem Sprung von 70 auf 90 Cent ausgehen. Danke Herr Altmaier. Bauen Sie mal schön weiter ihre „Nationalen Champions“. Die Post-Aktionäre dürften sich freuen. Hier einige weitere aktuelle Originalaussagen der Bundesnetzagentur:

Die Bundesnetzagentur hat für den Zeitraum bis 31. Dezember 2021 einen Preiserhöhungsspielraum von 8,86 Prozent ermittelt, der sich aus einer Produktivitätsrate von minus 5,41 Prozent und einem Inflationsausgleich von 3,45 Prozent zusammensetzt. Weil die Deutsche Post AG Preisanhebungen nicht bereits zum 1. Januar 2019 vornehmen konnte, wird die Preisänderungsrate zusätzlich um rund 0,3 Prozentpunkte pro Monat korrigiert. Die Deutsche Post könnte bei geplantem Inkrafttreten neuer Briefentgelte zum 1. Juli 2019 damit von einem Preiserhöhungspotential von 10,63 Prozent Gebrauch machen.

Neben dem höheren Gewinnsatz berücksichtigt die Entscheidung auch die Auswirkungen der von der Deutschen Post Mitte 2018 angekündigten Umstrukturierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen. Die Deutsche Post hat damit höhere Kosten unter anderem dafür geltend gemacht, dass ca. 5.000 zusätzliche Mitarbeiter in der Zustellung eingesetzt werden sollen.

Deutsche Post Tower Bonn
Post Tower in Bonn. Foto: Sir James CC BY-SA 3.0

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