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„Too Big to Jail“ – die globale Mega-Bank, die sich aus allen Problemen freikaufen kann

Schon mal was gehört von der „Hongkong & Shanghai Banking Corporation“? Einige wenige Menschen kennen sie als „HSBC“ bekannt, aber die allermeisten Menschen hierzulande kennen sie gar nicht. Weltweit ist sie die Nummer 9, und in Europa die Nummer 1. In Deutschland hatte man sich den ehrwürdigen Namen „Trinkaus & Burkhardt“ in Düsseldorf einverleibt, und firmiert seitdem als „HSBC Deutschland“ in Düsseldorf. Hierzulande ist die Bank nicht im Bewusstsein der breiten Masse, weil sie nicht als Privatkundenbank in Erscheinung tritt.

Aber europaweit und im globalen Maßstab ist sie die graue Eminenz der Banken, wird aber in Presseberichten nie in erster Reihe erwähnt, wenn es um Probleme im Finanzsystem geht. Gegründet in Asien und mit Zentrale in London ist die Bank eine Brücke zwischen Asien und Europa. Sie war an allen großen Finanzskandalen beteiligt, und kann sich stets mit Geldzahlungen aus Problemen freikaufen.

Die folgende ausführliche Dokumentation beleuchtet die Machenschaften der Bank ausführlich. Es geht um Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Korruption, und um massive politische Einflussnahme sowie die Verpflechtung mit der Politik in UK und China. Mit „Too Big to Jail“ spielt der Reportage-Titel an auf den Spruch „Too Big to fail“ oder auf deutsch „zu groß um sie fallen zu lassen“. Die HSBC scheint zu gut vernetzt und zu stark zu sein, als dass Top-Manager für kriminelle Aktivitäten ins Gefängnis wandern, oder dass die Bank in einzelnen Ländern ihre Banklizenz verliert.

Die Reportage ist absolut sehenswert, also bitte komplett anschauen!


Die HSBC-Zentrale in London. Foto: Danesman1 (CC BY-SA 3.0) – Ausschnitt aus Originalfoto



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3 Kommentare

  1. Danke für den Hinweis auf die Doku. Ich würde mir aber etwas kritische Distanz von fmw wünschen. ARTE und andere ÖR-Dokus sind doch oft sehr einseitig, wirtschaftsfeindlich und sehr rot angehaucht…

  2. „Too big to jail!“ Wunderbar, herrlich! Sapienti sat! …möchte man sagen.
    Aber wo gibt es noch heute jene Spezies im Zeitalter der politisch bewusst dumm gehaltenen Massen des oder der „Sapientes“?
    Wir müssen uns mit einem angeblich demokratisch notwendigen, aber auch extrem gefährlichen Ersatz begnügen.
    Ich meine, jene von unserer (fast unmerklich gelenkten) Presse bewusst manipulierte politische unwissende (Stimmvieh) Mehrheit. Um sie als solche nicht jäh zu enttarnen, wird sie von allen Politikern hofiert, weil sie ja als angeblich „honoriger“ Teil unserer hier praktizierten „Demokratie“ „alternativlos“ wären.
    Hierzu hätte jeder gebildete Lateiner als „homo sapiens“ nur noch die Worte „sancta simplizitas“ übrig gehabt.
    Unser (wahrscheinlich deshalb inzwischen heimlich abgesetzter) Nationaldichter Friedrich Schiller hat hierfür die Worte gefunden: „Mehrheit??? Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unfug! Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen. Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen.
    …. und mit dem Satz geschlossen Denn es wird untergehen früh oder spat das Volk, wo Mehrheit regieret und Unverstand entscheidet!“ Sapienti sat!

  3. HSBC ist überall.
    a) Wenn ein Autohersteller Rechnungen nicht bezahlt, nur weil er nicht will, auch wenn sie längst fällig ist und er versprochen hatte, bis x zu zahlen, dann ist er genauso asozial.
    b) Früher gingen Geschäfte per Handschlag. Der Kunde hat sich bemüht, wie verabredet zu zahlen und mußte nicht per Rechtsanwalt gezwungen werden. Heute zahlen nur noch extrem wenige, wenn es vereinbart ist, sondern nur noch, wenn es nicht mehr anders geht.
    Genauso Prevent: VW hat sich nicht an den Deal gehalten und dachte, er ist so groß, daß er den Lieferanten an die Wand drücken kann. Gott sei Dank hat Prevent widerstanden!
    c) Leider kommt es heute oft vor, daß man im Job gezwungen wird, schlecht zu sein, sonst fliegt man. Allein das LOPEZ-System, welches in Seminaren gezeigt wird, ist absolut unterirdisch. „Alles ist erlaubt.“ Die Nazis (braunen Sozialisten) sind auch nicht anders. Falls jemand der Vergleich zu hart ist, soll er sich das Lopez-Einkaussystem mal erklären lassen. Lügen, täuschen, verzögern, hinhalten, über den Tisch ziehen ist nicht nur erlaubt, sondern gefordert. Laut unserem Seminarleiter sit das System sogar in allen Branchen, auch Lebensmittel.

    Genau das wird bei Banken nicht anders sein.

    Dagegen steht das 1000mal bessere Toyota-System – führend im asiatischen Raum. Man macht Deals und trifft sich sehr oft zu Meetings, um Verbesserungen zu finden. Falls ein Lieferant eine findet, wird er belohnt!

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