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Totgesagte leben länger: RWE und E.on

Redaktion

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FMW-Redaktion

RWE und E.On, deren Aktienkurse seit der Atomwende 2011 regelrecht verprügelt worden sind, verzeichnen heute den größten Kursanstieg seit dem Jahr 2008 und stiegen zweistellig (RWE 12%, E.On 10%). Beide Aktien waren in 2015 die „loser“ im Dax und hatten 52% (RWE) und 36% (E.On) verloren. Nun aber hat sich das Blatt offenkundig gewendet.

Auslöser der Hausse bei den beiden Energiewerten ist Wirtschaftsminister Gabriel: in einer Email hatte Gabriel die für den Rückbau der Atomkraftwerke zurück gelegten Gelder als komplett die Kosten reflektierend bezeichnet. Insgesamt haben die betroffenen Energieunternehmen E.On, RWE, Energie Baden-Württemberg AG, Vattenfall und Stadtwerke München 38,3 Milliarden Euro zurück gestellt.

Zuvor hatte die Analysefirma Warth & Klein Grant Thornton AG die Kosten für den Rückbau für die betroffenen Untenrehmen zwischen 25 und 77 Milliarden Euro eingschätzt, abbhängig von Zinszahlungen und bislang nicht zu kalkulierenden Sonderkosten. Daraufhin hatten E.On, RWE, EnBW und Vattenfall in einer gemeinsamen Erklärung per Email verlauten lassen, dass die Ansetzung zu hoher Kosten in jeder Hinsicht „unrealistisch“ seien. Dieser Meinung hat sich nun offenkundig auch das deutsche Wirtschaftsministerium angeschlossen.

Aber ist das realistisch? Das wird wohl erst die Zukunft zeigen- für gabriel und sein Ministerium ist das Ergebnis des Atomstresstests, wonach die Rückstellungen ausreichend seien, in erster Linie bequem. Die unangenehgmen Wahrheiten dürften dann später folgen.

In Reaktion auf den Stresstest haben zahlreiche Banken die Aktien der beiden Unternehmen heraufgestuft. So schreibt etwa die Deutsche Bank: „Die begleitende Presseerklärung der Bundesregierung liest sich ermutigend.“ Und Credit Suisee: „“Nach dem bestandenen Stresstest dürften sich die Aktien der deutschen Versorger rasch wieder ihrem fairen Wert nähern.“

Hier der Freudensprung bei RWE und E.On:

rwe121015

eon

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Riskante Euphorie

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Besprochen wird die derzeit riskante Euphorie an der Wall Street.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Tesla, Zoom, Salesforce

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Tech steht heute im Fokus der Börsianer, darunter, die Aktien von Tesla, Zoom, und Salesforce.

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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