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Trader von Zertifikaten und Optionsscheinen aufgepasst: BaFin befreit Emittenten von EU-Pflicht zur Kursstellung

Eine relativ bürokratisch und langweilig klingende Nachricht wurde da von der BaFin veröffentlicht. Sie kann aber für einzelne Anleger ganz schön ins Geld gehen. Man kennt es – Emittenten haben tausende und aber tausende Zertifikate…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Eine relativ bürokratisch und langweilig klingende Nachricht wurde da von der BaFin veröffentlicht. Sie kann aber für einzelne Anleger ganz schön ins Geld gehen. Man kennt es – Emittenten haben tausende und aber tausende Zertifikate und Optionsscheine ausgegeben, für die sie laufend Preise stellen. Das ist natürlich essentiell wichtig für Anleger, da es bei so einer riesigen Auswahl niemals fortlaufend echte Liquidität durch Käufer und Verkäufer am freien Markt geben würde. Das trifft sicherlich auch auf andere börsengehandelte Nischenprodukte zu.

Die neueste ab Januar in Kraft tretende EU-Regularie heißt „Markets in Financial Instruments Regulation“ (MiFIR). Solche Emittenten, die Kurse stellen, werden von der BaFin als „Internalisierer“ bezeichnet. Gemäß „Artikel 18 Absatz 2 MiFIR“ müssen sie Kunden auf Anfrage Kursofferten stellen. Also genau das, was jetzt schon fortlaufend geschieht. Die Privatkunden ordern online über ihren Onlinebroker Zertifikate oder Optionsscheine über eine Börse – die routet die Order weiter an den Emittenten, der automatisch ein Angebot abgibt, wodurch an der Börse ein Trade zustande kommt – ein blitzschneller Ablauf.

Die BaFin will die Emittenten aber von dieser Pflicht zur Kursstellung freistellen. Sie schreibt selbst, dass dies eine Ermessensentscheidung sei. Es gehe um einen Interessensausgleich, oder eine Art Abwägung zwischen den Interessen von Anlegern, und denen von Emittenten. Um es im Klartext zu schreiben: Offensichtlich geht es darum Emittenten vor größeren Verlusten zu schützen, wenn sie nämlich gezwungen sind für illiquide Titel Kurse zu stellen, oder diese in die eigenen Bücher nehmen zu müssen. Bei der Befreiung der Kursstellungspflicht geht es laut BaFin um illiquide Titel.

Dabei macht eine Pflicht zur Kursstellung doch vor allem Sinn, wenn es um illiquide Titel geht. Das Nachsehen könnten Anleger haben, wenn sie in bestimmten Marktphasen nicht aus ihren Werten kommen, weil Emittenten ihnen eine Kursstellung (ein Tradingangebot) verweigern. Die Argumentation der BaFin hinter dieser Pflicht-Befreiung: Durch den Zwang zur Kursfeststellung bei illiquiden Werten werde die Wahrscheinlichkeit einer schlechten „Preiseffizienz“ erhöht. Also steigt das Risiko, dass schlechte Preise entstehen? Zitat auszugsweise von der BaFin:

Mit sinkender Liquidität verringert sich aufgrund der geringeren Anzahl von Referenzwerten auch der Nutzen in Bezug auf die Markttransparenz und eine effektive Preisbildung und einzelne Werte können einen nicht marktgerechten Einfluss nehmen. Die Wahrscheinlichkeit negativer Auswirkungen der Pflicht zum Angebot einer Kursofferte auf die Preiseffizienz ist mit niedriger Liquidität damit deutlich erhöht.

Nur bei dem Zwang zur Kursstellung geht es doch darum, dass der Kunde überhaupt aus dem Markt kommen kann, wenn er es will. Die allermeisten Trader ahnen doch eh längst, dass sie bei Kursstellungen von Emittenten sagen wir mal „eh keine Kurse in ihrem Sinne“ gestellt bekommen. Hauptsache raus aus dem Markt, wenn man es will – das ist wichtig.

Weiter schreibt die BaFin zur Begründung, auszugsweise im Zitat:

Die Verpflichtung zum Angebot verbindlicher Kursofferten gemäß Artikel 18 Absatz 2 Satz 1 MiFIR dient dem Ziel der Markttransparenz, der effektiven Preisbildung und dem Interesse der einzelnen Kunden, möglichst ungehinderten Zugang zum Markt zu erhalten. Diese Interessen sind, im Rahmen des von Artikel 18 Absatz 2 Satz 2 MiFIR eingeräumten Ermessens, mit dem berechtigten Interesse von Wertpapierdienstleistungsunternehmen an der Befreiung von der Verpflichtung abzuwägen. Diese haben, wenn sie Geschäfte mit illiquiden Nichteigenkapitalinstrumenten für eigene Rechnung treiben, wenn sie Kundenaufträge außerhalb eines geregelten Marktes oder eines MTF bzw. OTF ausführen, ein Interesse daran, eine effektive Risikosteuerung vorzunehmen und nicht sachgerechte Preise im Einzelfall zu vermeiden.

Die Befreiung von den Verpflichtungen nach Artikel 18 Absatz 2 Satz 1 WpHG unter den Voraussetzungen nach Artikel 9 Absatz 1 MiFIR stellt ein geeignetes Mittel dar, um die Interessen der Wertpapierdienstleistungsunternehmen zu wahren, ohne die genannten gegenläufigen Interessen im Übermaß einzuschränken, denn in Bezug auf illiquide Instrumente ist das Schutzbedürfnis der Wertpapierdienstleistungsunternehmen als Systematische Internalisierer in Bezug auf Transparenz- und Quotierungspflichten vorrangig.

Der letzte Satz sagt es ganz deutlich. Das Schutzbedürfnis der Emittenten keine illiquiden Werte gezwungenermaßen ins eigene Buch nehmen zu müssen, ist vorrangig wichtig für den deutschen Regulierer! Betroffen sind übrgigens laut BaFin „Schuldverschreibungen, strukturierte Finanzprodukte, Emissionszertifikate und Derivate, die an einem Handelsplatz gehandelt werden und für die kein liquider Markt besteht.“

Die BaFin hat dazu aktuell gesagt, dass sie diese Ausnahme von der EU-Richtlinie per eigener „Allgemeinverfügung“ ab Januar erlassen wolle (die hat man gleich mit geliefert), nach einer Anhörungsfrist bis 1. Dezember 2017. Aller Voraussicht nach dürfte die Branche hier nichts zu widersprechen haben. Dann gilt diese Regelung wahrscheinlich ab Anfang Januar. Anzumerken ist: Aller Wahrscheinlichkeit nach wird sich für die breite Masse der ausgegebenen Scheine nichts ändern – weiterhin werden die Emittenten zügig Orders ausführen, um aktive Kunden glücklich zu machen. Aber hier und da, bei extremen Situationen, wenn der Emittent es will, muss er eben nicht zwingend Kurse stellen…

Offiziell klingt die Befreiungsankündigung durch die BaFin so:

I. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht befreit gemäß Artikel 18 Absatz 2 Satz 2 MiFIR Wertpapierdienstleistungsunternehmen von ihrer Verpflichtung nach Artikel 18 Absatz 2 Satz 1 MiFIR, als systematische Internalisierer für Schuldverschreibungen, strukturierte Finanzprodukte, Emissionszertifikate und Derivate, die an einem Handelsplatz gehandelt werden und für die kein liquider Markt besteht, ihren Kunden auf Anfrage Kursofferten anzubieten, sofern sie mit der Abgabe einer Kursofferte einverstanden sind, wenn die Voraussetzungen nach Artikel 9 Absatz 1 MiFIR erfüllt sind.


Beispielbild für aktiven Börsenhandel. Foto: Andyhill8/Wikipedia / Gemeinfrei

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    Bademeister

    16. November 2017 17:43 at 17:43

    Passiert doch bei z. B. Vontobel jetzt schon manchmal mehrmals täglich, unabhängig von der Liquidität.

  2. Avatar

    Andreas

    16. November 2017 19:12 at 19:12

    Ziemlich komplizierter Text für einen einfach denkenden Menschen wie mich.
    Könnte jemand vielleicht bitte ein Beispiel aus der Praxis beschreiben was einen da erwarten könnte?
    Ich handele nämlich sehr gerne mit Zertifikaten.
    CFDs werden sicherlich auch betroffen werden, liege ich mit dieser Annahme richtig?

    • Avatar

      Andreas

      16. November 2017 19:43 at 19:43

      Hab mir den Text nochmal durchgelesen und es wohl einigermaßen kapiert.
      Nur eines verstehe ich nicht: illiquide mittel…sind damit jetzt zertifikate auf rinderhälften, schweinebäuche oder beispielsweise indizes auf kleine unbekannte Börsen wie das in Vietnam gemeint?
      Oder sind damit auch Produkte auf den dax, wti, gold und co. gemeint? Diese sollten doch sehr liquide sein.

      • Avatar

        Gerd

        16. November 2017 20:49 at 20:49

        Hatte noch gewartet ob sich jemand meldet, der es definitiv weiß.
        Ich weiß das nicht, aber ich möchte deinen Kommentar nicht einfach so unbeachtet lassen.

        Ich kann nur sagen, dass es mir bei den
        DAX-Zertifikaten (Hebel-Knock-Outs), die ich mal hatte, nicht gelungen ist, den jeweiligen Umsatz rauszukriegen. Habe eben extra noch mal geschaut.
        Die Kursstellungen sind alle aufgelistet, Tausende am Tag. Aber nicht der Umsatz. (oder es war evtl auch keiner)

        Meine unverbindliche Meinung ist, dass dieser Markt selbst für einzelne DAX-Zertifikate illiquide sein kann. (oder auch die anderen Erwähnten)
        Es gibt zig Emittenten. Und wieviel hundert unterschiedliche Ausstattungen und Basispreise? Letztendlich ist man doch beim Handeln auf den Herausgeber als Gegenpart angewiesen.
        Aber die Emittenten stehen andererseits zueinander auch im Wettbewerb und wollen ihre Dinger ja an den Mann bringen.

        Mit CFD’s mach ich erst seit kurzem was. Bleiben wir beim DAX. Da handel ich ja per CFD nur den einen DAX – nicht verschiedene Basispreise. Also können sich die Markteilnehmer auch nicht auf verschiedene Produkte verteilen sondern sind als Masse voll bei dem einen DAX dabei. Folglich schätze ich sowas -unverbindlich- als viel liquider ein.
        Und da möchte man ja gerade nicht, dass man sein Geschäft mit dem eigenen Broker als Gegenpart macht. Damit der mich nicht übers Ohr haut. Da erwartet man einen Marktpreis, der ohne Zwischenschaltung eines Emittenten zustande kommt. Soll aber schwarze Schafe bei den Brokern geben.

        Mehr Unverbindliches fällt mir gerade nicht ein.

        • Avatar

          Bademeister

          16. November 2017 22:33 at 22:33

          @Gerd Könnte mir vorstellen, dass da Exoten (z.B. BVB….) gemeint sind. Wenig Liquidität sollte auch bei „totgelaufenen“ Faktorzertis (Depotleichen), egal welche, vorhanden sein….kauft keiner mehr, sind aber noch da und stellen hohen Verwaltungsaufwand und eine lästige meist nurmehr theoretische Bringschuld für Emitenten dar, weil nichts mehr daran zu verdienen ist.
          …Tesla wird, glaub ich, für uns wieder spannend…in Anbetracht dessen, dass heute noch der Truck vorgestellt wird, ist die heutige Performance einer Tesla nicht würdig. Glaub den Gapclose sehen wir erstmal nicht so schnell, morgen wissen wir mehr.

  3. Avatar

    Patrick V.

    16. November 2017 21:07 at 21:07

    Das erinnert mich an den Film The Big Short als es plötzlich Computerprobleme gab und die Banken keine Kurse bereitstellen konnten. Ich werde mich wohl deswegen von dem Handel dieser Produkte verabschieden und gehe in den richtigen Optionshandel. Aber vorher Frage ich Richy von der Börse Stuttgart. :-)

  4. Avatar

    Mich-wundert-nichts-mehr

    16. November 2017 21:52 at 21:52

    Das würde ja bedeuten, die Emittenten von Derivaten behaupten im Falle, dass wenn sie auf der falschen Seite der Kurse stehen und sie ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen könnten, einfach Sorry sagen, war nicht so gemeint. Es war eben nur Werbung. Wir wollten einfach nur Gebühren kassieren. Deine schlaflosen Nächte und Mühen in Ehren. Du bekommst einfach einen Trostpreis. Sehe ich das richtig? Ich glaub ich kehre zu meiner bewährten Anlagestrategie zurück. Warum wird dann nicht letzter Konsequenz darauf geachtet, diese illiquiden Titel zu verbieten. Vielleicht aus dem selben Grund, wie der, dass Griechenland gerettet wurde. Oder die Hype Alpe Adria als Mülldeponie für das Balkanengagement der UniCredit missbraucht wurde.

    Herzlichen Dank für die Information.

  5. Avatar

    Wilma Wissen

    27. November 2017 10:58 at 10:58

    Das ist wirklich kompliziert. Kann mich das jemand erklaren? Wenn ich in das Werthandelsgesetz gugge lese ist da was von Systematischen Internalisirern – das ist doch etwas anderes als der Emittent, oder nicht. Oder sind Emittenten jetzt Wertpapierdienstleistungsunternehmen? Alles schwierig. Und tut der Systematische Internalisierer nun immer mit mir ein Geschäft abschließen müssen? Das tut so klingen hier.

    Ich lasse lieber die Finger von dem ganzen Zeug, wenn ich da nichts verstehen tue.

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Nullzinsphase in der Realität: BaFin entzieht zwei Pensionskassen die Betriebserlaubnis

Claudio Kummerfeld

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Nullzinsphase

Die Nullzinsphase erfreut zwar private Kreditnehmer und Staaten, die sich zum Traumkonditionen verschulden können. Aber wo Kredite für die einen nur Schulden sind, da sind sie auf der anderen Seite für Fondsgesellschaften, Rentenversicherungen und Pensionskassen nichts anderes als eine Geldanlage, die Zinsen abwerfen muss. Tut sie das nicht, geraten die Zusagen gegenüber den Kunden und die gesamten Kalkulationen der Kassen ins Wanken. Neben 20 Lebensversicherungsgesellschaften hat die BaFin derzeit auch 36 Pensionskassen unter sogenannter „verschärfter Beobachtung“.

Zwei Pensionskassen endgültig ohne Betriebserlaubnis

Schon im Jahr 2018 hatte die BaFin den Pensionskassen „Kölner Pensionskasse“ und „Pensionskasse der Caritas“ die Anordnung erteilt, dass sie nicht weiter ihrer Arbeit nachgehen dürfen (wir berichteten damals). Die beiden legten aber Widerspruch ein. Nun hat die BaFin offiziell mitgeteilt, dass die Entziehung der Betriebserlaubnis für die beiden Pensionskassen rechtskräftig ist, rückwirkend zum 31.12.2020 (hier und hier die offiziellen Mitteilungen). Beide Meldungen sind im Wortlaut identisch, daher drucken wir hier nur eine ab. Zitat:

Die BaFin hat gemäß § 304 Absatz 1 Nr. 2 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) die Erlaubnis zum Betrieb des Versicherungsgeschäfts der Pensionskasse der Caritas VVaG mit Bescheid vom 24. Oktober 2018 widerrufen. Das Unternehmen konnte die Mindestkapitalanforderung nicht erfüllen und hat einen Finanzierungsplan zur Beseitigung dieser Unterdeckung vorgelegt, der aus Sicht der BaFin unzureichend war. Der Bescheid ist mit Ablauf des 31. Dezember 2020 bestandskräftig geworden. Der Betrieb des Versicherungsgeschäfts ohne die erforderliche Erlaubnis stellt eine Straftat dar. Gemäß § 304 Absatz 5 VAG darf die Pensionskasse der Caritas VVaG keine neuen Versicherungsverträge abschließen und bestehende Versicherungsverträge weder verlängern noch erhöhen.

In der Realität bedeutet dies, dass diese beiden Pensionskassen nur noch ihr vorhandenes Bestandsgeschäft abwickeln dürfen. Den insgesamt 55.000 betroffenen Anspruchsinhabern auf Pensionen dürften womöglich nach und nach Kürzungen ihrer Ansprüche und Auszahlungen bevorstehen. Die beiden Pensionskassen sind nun sozusagen in Liquidation. Sie werden noch solange bestehen, bis die letzten der jetzt noch eher jungen Mitglieder irgendwann sterben. Also werden diese Pensionskassen also auf Jahrzehnte hinweg Abwicklungsanstalten mit Restbeständen sein.

Man kann es sich kaum vorstellen, aber es ist, wie es ist. Das Finanzsystem und in diesem Fall das System der Pensionskassen beruht vor allem darauf, dass die eingezahlten Beiträge auch am Kapitalmarkt Zinsen abwerfen, damit die vorhandenen Vermögensbestände sich vermehren. Seit Jahren knabbert nun die Nullzinsphase an den Reserven. Womöglich sind diese beiden Kassen nur der Anfang einer Entwicklung? Denn man sieht es ja, die Zinsen in Euroland werden noch sehr lange auf der Null-Linie verharren.

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Aktuell: Citigroup und Wells Fargo melden Quartalszahlen

Claudio Kummerfeld

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Die Quartalszahlen von Citigroup und Wells Fargo wurden soeben veröffentlicht. Zunächst Citi. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 16,50 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 18,38/erwartet 16,50).

Der Gewinn liegt bei 2,08 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,11/erwartet 1,35).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,7 Prozent.

Die Kreditausfälle sinken von 1,84 vor einem Jahr auf 1,27 Milliarden Dollar im letzten Quartal. Von den Rücklagen für möglicherweise noch ausfallende Kredite wurden 197 Millionen Dollar abgebaut, was also den Gewinn erhöht.

Citigroup-Quartalszahlen

Wells Fargo

Die große Konsumentenbank Wells Fargo hat soeben auch ihre Zahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 17,93 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,86/Erwartungen 18,1).

Der Gewinn liegt bei 0,64 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,60/Erwartungen 0,59).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -5 Prozent.

Risikovorsorge für Kreditausfälle reduziert um 179 Millionen Dollar.

Wells Fargo Quartalszahlen

Wells Fargo Schriftzug
Foto: Gabriel Vanslette CC BY 3.0

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Autonomes Fahren: Jetzt kommt Apple – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Kinder haben jetzt genug gespielt und gestümpert. Nun will es Apple machen, nachdem die Resultate bislang nicht befriedigend sind. Worum geht es?

Sicherlich haben Sie der Berichterstattung der letzten Tage entnommen, dass das US-Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino sich nun dem Autonomen Fahren annimmt. Offenbar plant man gemeinsam mit dem koreanischen Autobauer Hyundai den Bau eines bzw. mehrerer autonom fahrender Roboterautos. Während die konventionellen Autobauer unverändert an ihren semi-autonomen Fahrassistenten basteln, geht Apple nun aufs Ganze.

Am Markt sorgte diese Perspektive für positive Unruhe. Denn man weiß, was Apple macht hat normalerweise Hand und Fuß und wird sehr oft zur großartigen Erfolgsgeschichte. So krachte zuletzt schon einmal die Aktie der Hyundai durch die Decke. Obwohl die Korea-Aktie zuletzt wieder korrigierte, steht hier für die Aktionäre immer noch ein starker Wochengewinn von 30 % zu Buche.

Aber lassen wir Hyundai einmal Hyundai sein und untersuchen, warum dem autonomen Fahren bislang noch nicht der Durchbruch beschieden war. Das Stichwort ist hier LiDAR oder Light Detection and Ranging. Vereinfacht gesprochen misst ein LiDAR-Sensor mit einem gepulsten Laser in seinem Sichtfeld die Entfernung zwischen sich und einem Gegenstand.

Damit steht und fällt die Idee des Autonomen Fahrens mit diesen Sensoren. Die gute Nachricht: Die Technologie ist gut erforscht und funktioniert. Die schlechte Nachricht: Ein halbwegs leistungsfähiger LiDAR-Sensor kann schon einmal rund 20.000 USD pro Stück kosten. Außerdem sind die Geräte sperrig. ZU Deutsch: Mit den derzeit verfügbaren LiDAR-Sensoren wird Autonomes Fahren in diesem Jahrhundert keine Realität mehr. Folglich ist das Marktvolumen dieser…..

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